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| S T A R T S E I T E | P O R T A L |
1 9 8 1 - 2 0 0 9 : 2 8 J A H R E L A C K & L E D E R

Bereits seit 1981 verbindet uns Bayer 04-Fans eine enge Freundschaft mit den Anhängern des OFC´s aus Offenbach, seit letztem Jahr also seit über einem viertel Jahrhundert! Sie entstand aufgrund eines schweren Fouls von unserem Spieler Jürgen Gelsdorf gegen den seinerzeit noch bei Eintracht Krankfurt spielenden Bum Kun Cha, woraufhin die erbosten Hühner-Fans allen Leverkusener Zuschauern "Revanche" androhten. Dies wussten dann aber bei einem DFB-Pokalspiel zwischen Offenbach und Leverkusen auf dem Bieberer Berg die OFC-Fans zu verhindern, indem sie die angereisten Bayer-Fans in ihrem Block aufnahmen. Entgültig besiegelt wurde die Verbundenheit der Farben- und Lederstädter etwa ein Jahr später beim Abstiegs-Relegationsspiel zwischen Bayer 04 und dem OFC im Ulrich-Haberland-Stadion, das der SVB auf dramatische und glückliche Art und Weise für sich entscheiden konnte. Unmittelbar nach Spielende öffneten sich die Tore vor´m Bayer-Block, woraufhin Leverkusen-Fans gen OFC-Kurve stürmten, um sich anschließend in die Arme zu fallen und gemeinsam Kickers-Gesänge anzustimmen. Trotz mittlerweile gravierender Unterschiede sowohl bei den Vereins- als auch Fanstrukturen hat diese Verbindung bis heute Bestand und gilt als eine der ältesten und intensivsten Fan-Freundschaften im deutschen Fußball. Auch wir von "BAYER-POWER RHEIN-NAHE" pflegen mit großer Leidenschaft den Kontakt zu unseren Freunden vom Bieberer Berg, nicht zuletzt auch wegen unserer geografischen Nähe zur Lederstadt am Main. Es ist immer wieder eine wahre Freude, die rot-weißen Jungs und Mädels auf ihrem kultigen Bieberer Berg, insbesondere vor den Partien "unner de Eische", zu besuchen, was selten nüchtern und pleite endet...;-)
Zum Rückrundenauftakt der Saison 2005/2006 huldigten wir der zum viertel Jahrhundert jubilierenden Freundschaft mit einer würdigen Choreografie mit dem Thema "Lack & Leder", dessen Ideenursprung sogar aus unseren Fanclubreihen stammt und die von vielen fleißigen Helfern v. a. seitens des "AK Stimmung" und der "Ultras Leverkusen" hervorragend umgesetzt wurde. Bayer 04 würdigte die Aktion auf seiner offiziellen Homepage mit folgendem Artikel unter der Überschrift "Lack und Leder als Zeichen der Freundschaft":

„Da war für einen Augenblick absolute Stille auf der anderen Seite bei den Frankfurtern“, freute sich Fanbeauftragter Andreas “Paffi“ Paffrath nach dem erfolgreichen Rückrundenauftakt gegen Eintracht Frankfurt. Gemeint war die gelungene Choreographie des „Arbeitskreises Stimmung“, der Ultra-Fanszene und der Faninitiative SVB e.V.! Eine überlebensgroße Domina in Lack und Leder mit siebenschwänziger Peitsche grinste die Frankfurter vom D-Block aus an. Anlass dazu war ein ganz besonderes Jubiläum. Seit 25 Jahren verbindet die Fans des Zweitligisten Kickers Offenbach und die von Bayer 04 eine Fan-Freundschaft der besonderen Art. Ursprung der Fan-Freundschaft war eine DFB-Pokalbegegnung aus dem Jahre 1981. Am 4. Oktober führte das Los die Leverkusener in der zweiten Pokalrunde an eine Kultstätte des deutschen Fußballs – den Bieberer Berg. Das Ergebnis, ein 5:2-Erfolg der Hausherren, ist längst vergessen. Im Gedächtnis geblieben ist den Fans dieses Spiel als Geburtsstunde der Fan-Freundschaft zwischen den beiden Klubs. Maßgeblichen Anteil daran hatten, neben zwei alten Leverkusener Bekannten, ausgerechnet Fans der Frankfurter Eintracht. Wenige Wochen vor der Pokalbegegnung in Offenbach hatte Leverkusens Verteidiger Jürgen Gelsdorf den Frankfurter Stürmer Bum Kun Cha durch ein Foul schwer verletzt. Die erbosten Frankfurt-Fans warteten nur darauf, sich beim Leverkusener Anhang zu revanchieren. Das Pokalspiel gegen die Nachbarstadt Frankfurts bot den Fans der Eintracht die Möglichkeit, sich dem Leverkusener Anhang in zahlenmäßiger Überlegenheit zu nähern. Dass dies nicht in einer wüsten Konfrontation endete, verdankten die Leverkusener Fans den Offenbachern. Sie ließen die Leverkusener in ihren Block und versperrten den aufgebrachten Frankfurtern den Zugang. Eine tolle, wenn auch nicht ganz uneigennützige Aktion der Offenbacher. Denn die Beziehung zwischen den Fans der Eintracht und der Kickers war und ist alles andere als harmonisch. Lars Kissner, Fanbeauftragter der Kickers, ist stolz auf die Verbindung. „Das ist, im Gegensatz zu vielen anderen Fan-Freundschaften, die nur auf kommerzieller Basis bestehen, eine echte, gewachsene Freundschaft. Da sind sogar schon Ehen und Kinder draus hervorgegangen!“. Das alles wurde am Samstag mit einer einfallsreichen Choreographie entsprechend gewürdigt. „Lack steht für Leverkusen - die Chemie- und Farbenstadt, Leder für Offenbach - die Lederstadt“, erklärt Paffi die pfiffige Aktion. In nur einer Woche erarbeitete eine 30 bis 35 Personen umfassende Gruppe die Choreographie, welche auch bei den anwesenden Offenbacher Fans auf große Begeisterung stieß. Dabei musste sogar eine Nachtschicht eingelegt werden, da die Zeit bis zum Rückrundenauftakt zum Ende der Woche doch recht knapp wurde. Schade nur, dass die ARD Sportschau die Choreographie im Beitrag nicht richtig einordnen konnte. Ein versöhnliches Ende nahm übrigens das Verhältnis zwischen Jürgen Gelsdorf und Bum Kun Cha. Beide spielten von 1983 bis 1986 gemeinsam für Bayer 04 Leverkusen.
Nur einen Tag später antworteten unsere Freunde aus Offenbach spontan bei ihrem Punktspiel in Fürth mit diesem Banner:
Beim Heimspiel gegen den SC Paderborn am 10. März revanchierten sich nun unsere Freunde aus Offenbach offiziell mit einer eigenen Interpretation unserer Freundschaft. Dabei verwendeten sie die Transparente, die wir schon bei unserer "Lack & Leder"-Choreo Ende Januar in der BayArena präsentierten und die von uns Bayer-Fans extra an diesem Tag in Offenbach überreicht wurden. So verschlug es uns Gästen aus Leverkusen, die wiedermal überaus gastfreundlich empfangen und sogar vom Stadionsprecher offiziell begrüßt wurden, fast die Sprache, als die Kickers-Fans ihre Choreo auffuhren und dabei "Leverkusen"-Gesänge anstimmten - Gänsehaut pur! All das durften wir dank OFC-Fanbeauftragten Lars Kissner, der uns vor dem Spiel empfing und uns mitten ins Geschehen in Block 2a - also ins Herz der OFC-Kurve - lotste, aus unmittelbarer Nähe verfolgen. Und wieviel man mit wenigen Mitteln erreichen kann, beweisen diese tollen Bilder:


Da an diesem Tag auch unsere vollbusige Peitschen-Freundin den Weg nach Offenbach antrat, darf man gespannt sein, welches Meisterwerk auf dem Bieberer Berg noch folgen wird...

25 Jahre Fanfreundschaft zwischen Bayer und dem OFC haben in den letzten zwölf Monaten schon für einige wunderbare Aktionen gesorgt. So haben beide Vereine sehr schöne Choreos gemacht und man hat sich endlich wieder einmal vermehrt gegenseitig besucht.
Nun sollte das Ganze einen krönenden Abschluss bei einem seitens der OFC-Fanbetreuung organisierten Fußballturnier am Bieberer Berg finden. Es machte sich also auch ein extra für dieses Turnier zusammengestelltes Team der Faninitiative auf nach Offenbach, nachdem es vorher einiges an Verwirrung wegen der Zimmersuche und der möglichen Übernachtungspaarungen gegeben hatte. Eigentlich wollte das FI-Team den durch den Fanbeirat bestellten neuen Fanbus mit dieser Tour feierlich einweihen, aber die Automobilindustrie machte den Jungs und Mädels einen Strich durch die Rechnung und lieferte einfach unpünktlich. Daher beschloss Lemmi, über Genf nach Offenbach zu reisen, während der Rest des Trupps am 15.09.06 um 16:00 Uhr in Manfort zwei PKW bestieg und sich auf den stauunterbrochenen Weg zum OFC machte. Nur AT, Gässje und Jens würden erst am nächsten Morgen nachkommen und damit hätten sie dann schon den ersten schönen Abend mit den OFC-lern verpasst. Selbst schuld!
In Offenbach angekommen, bezogen alle zunächst ihre Zimmer, wobei die Abordnung mit Olli, Alex und Melle ein Vier-Sterne-Hotel vom Feinsten erwischte und mit dem Einchecken etwas warten musste, weil gerade dort der SC Pfullendorf angereist war, der im Verlaufe des Wochenendes noch einmal zu ungeahnten Ehren kommen würde. Die Reisegruppe aus Eschi, Sandra, Strelczyk und Frostbeule hatte es etwas weniger komfortabel angetroffen, dafür aber den Vorteil, vermittels eines Fußmarsches von 5 Minuten bequem mitten im Stadion am Bieberer Berg sein zu können. Eschi, der im Vorfeld bereits den Kollegen des OFC Hilfe beim Aufbau für das Turnier zugesagt hatte, strebte denn auch im Eiltempo gen Stadion, während seine drei Mitreisenden sich Lemmi schnappten, der im Hotel schon gewartet hatte, und hungrig und durstig in das Restaurant "Zum Bieberer Berg" einfielen, in dem heute Schnitzeltag war. Die ersten Bierchen wurden geordert, Schnitzel wurden bestellt und man sprach vorfreudig über die anstehenden Ereignisse und etwas weniger freudig über das Spiel der Profis in Genf. Lemmi klärte uns darüber auf, wie nett Schweizer Wirtsleute sein können, wenn Bernd Schneider und Jacek Krzynoweck dort einkehren und wie unangenehm eine Rücktour aus Genf sein kann, wenn die Autobahn im Prinzip zur Dauerbaustelle verkommt, als unverhofft Lars Kissner, der Fanbeauftrage der Offenbacher, mit seiner Frau um die Ecke bog. Eschi hatte ihm erzählt, wo sich seine hungrige, aber faule Meute niedergelassen hatte und schon hatte er sich auf den Weg gemacht. Kaum hatten sich alle freudestrahlend begrüßt, erschien auch J.P. Samer auf der Bildfläche, man beeilte sich kräftig mit dem Stühlerücken und während man gemütlich beisammen saß, wurden auch die ersten alten Geschichten ausgegraben. Dann folgte der kurze offizielle Teil, bei dem Lars das FI-Team herzlich in Offenbach willkommen hieß und eine Runde springen ließ. Da die Kellnerin offensichtlich mit so vielen Fußballfans überfordert war, wurde Frostbeule kurzerhand zur Hilfskellnerin verpflichtet und notierte die Bierbestellung sorgfältig, damit auch niemand auf dem Trockenen zu sitzen hätte. Zwischenzeitlich war auch das Vier-Sterne-Reiseterzett angekommen und nachdem alle ausreichend gestärkt waren, ging es auf zur "Bierakademie", in der bereits weitere Leverkusener warteten und zusammen mit dem ein oder anderen OFC-ler schon die ersten Bierchen gekippt hatten. Die Closed Society wollte nämlich am nächsten Tag auch am Fanclub-Turnier teilnehmen, genauso wie eine Mannschaft des 1. Fanclub.
In der Bierakademie wurde das FI-Team samt Anhang mit großem Hallo begrüßt und es gab freudestrahlende Verbrüderungsszenen. Glücklicherweise war dort Kölschabend angesagt und so konnten die Leverkusener für 0,85 € heimatlichen Geschmack genießen. Das Bier ging denn auch kränzeweise über die Theke und die Stimmung war allerbestens, als der Wirt eine Verlosung startete. Mit jedem Bier hatten wir ein Los bekommen und nun wollten wir sehen, was es so zu gewinnen gab. Irgendwie hatte Lemmi nicht besonders viel Losglück, denn sein Gewinn bestand aus einem Glas Wasser, das er in einem Zug zu leeren hatte. Seine Begeisterung hielt sich begreiflicherweise in Grenzen, während Olli von der Closed Society sich voller Vorfreude auf den gewonnenen Liter Bier aus dem Schlauch einen dummen Spruch nach dem anderen anzuhören hatte. Irgendwann kam dann sein Gewinn endlich und mannhaft leerte er diesen Schlauch, der allerdings eine Eichprüfung nicht wirklich überstehen würde, auch in einem Zug. Frostbeule freute sich derweil über ihren Gewinn, einen Appelkorn aus dem Plastikfläschchen. Irgendwann war dann auch die Verlosung zuende und da der Wirt sich für ein ordentliches Ferkel hielt, bat er darum, nicht genutzte Lose keinesfalls auf dem Boden der Bierakademie zu entsorgen, sondern diese bitteschön ordnungsgemäß auf dem Bordstein vor der Türe abzulegen, da man schließlich eine teuer bezahlte Stadtreinigung habe, die auch was zu tun brauche. So wurden die Lose mit Helau genau dieser Verwendung zugeführt. Danach wurden weiter alte Geschichten ausgetauscht und neue Bekanntschaften geschlossen, bis die Teilnehmer des Turniers seitens ihrer Teamchefs ins Hotel geschickt wurden.
Am nächsten Morgen, nach einem viel zu frühen Frühstück und eher weniger als mehr ausgeschlafen, trafen so nach und nach dann alle auf dem Trainingsgelände des OFC ein, das die Fanbetreuung liebevoll hergerichtet hatte. Es gab dort nicht nur ein kleines Zirkuszelt, mehrere Pavillons, deren Schatten im Laufe des Tages oft und gerne genutzt wurde und einen Bierwagen, sondern auch einen eigens aufgebauten Fanshop, eine Großbildleinwand, eine Grillstation und eine Musikanlage. Die Mannschaft der Closed Society wartete bereits und auch die Mitglieder des 1. Fanclubs schälten sich so nach und nach aus den Zelten, in denen sie auf dem Gelände übernachtet hatten. Kurz bevor das Turnier starten sollte, trafen Paffi, Tobi Lehmann mit seinem Papa und Mucki im Club-Mobil ein. Sie brachten noch Freundschaftsschals zum Verkauf mit, denn die Erstauflage der Offenbacher war schon ausverkauft. Nun wurde uns auch eine Reportage des HR1 vorgespielt, in der es um die Fanfreundschaft und das anstehende Turnier ging. Selbst andere lokale Medien hatten an diesem Ereignis nicht vorbei gekonnt und entsprechend berichtet und das eigentlich bereits eingestellte Fanmagazin der Kickers, die Kicker-Überraschung hatte ein Revival in Form einer Fanfreundschafts-Jubiläums-Sonderauflage erlebt.
Pünktlich um 10 Uhr wurde das erste Spiel der Gruppenphase angepfiffen und die Faninitiative schlug sich wacker, aber erfolglos und musste sogar Eigentore einstecken. Wer die Torschützen waren, soll hier dezent verschwiegen werden, allerdings sollte es nicht bei diesen Eigentoren bleiben. Natürlich wurde das Team vom mitgereisten Fanblock genauso unterstützt, wie später die beiden anderen Leverkusener Mannschaften. Leider waren die Gruppengegner von FI-Team und 1. Fanclub offensichtlich ausgeschlafener, anders ist es absolut nicht zu erklären, dass es beiden Teams nicht gelang, die Gruppenphase zu überstehen. Allerdings soll nicht unerwähnt bleiben, dass die FI-Mannschaft in der Gruppenphase gegen die beiden späteren Erstplatzierten verloren hatte. Einzig das Team der Closed Society schaffte souverän den Einzug ins Viertelfinale. Der guten Stimmung am Spielfeldrand tat das aber keineswegs Abbruch und es wurde jedes Tor bejubelt und jeder gute Schuss beklatscht. Zum Ende der Gruppenphase hatten alle drei Teams auch ein gemeinsames "Feindbild" ausgemacht und der entsprechende Gegenspieler durfte sich besonders über einen von Melle geschickt geschossenen Ball an seinen Kopf freuen. Man wunderte sich schon sehr rund um die Leverkusener, dass sie ob dieses Balls so plötzlich in lauten Jubel ausbrachen, doch verdient war verdient, und außerdem war Melle sowieso die beste Frau in einer Leverkusener Mannschaft (sie war allerdings auch die einzige!). Die Closed Society hatte eigentlich zu Beginn des Turniers nicht vorgehabt, möglichst weit zu kommen, weil ein solches Turnier doch ziemlich lange dauert und man sich mit dem Konsum anderer Getränke als Wasser doch ein wenig einschränken muss, bis der offizielle Teil vorbei ist. Mit Erreichen des Viertelfinales packte die Jungs dann aber richtig der Ehrgeiz und es wurde die Parole ausgegeben, mindestens Vizemeister werden zu wollen, weil man das von Leverkusenern nun mal so gewöhnt sei.
Diese Zielsetzung verfolgten sie im Spiel konsequent und so zogen sie nach einem spannenden 7-Meter-Schießen mit bewundernswerten Reflexen ihres Torhüters ins Halbfinale ein. Der Jubel am Spielfeldrand war entsprechend und man fieberte dem nächsten Spiel entgegen. Leider gab es bei der Weitergabe des Starttermins schwere Kommunikationsstörungen, sodass ein Teil des Leverkusener Fanblocks nur noch einen Rest der zweiten Halbzeit sehen konnte. Da lag die Closed Society bereits zurück und es war schier nicht mehr möglich, das Finale noch zu erreichen. Auch das Spiel um Platz 3 konnten sie am Ende nicht mehr für sich entscheiden, aber da alle vorher traumhafte Spielzüge und wunderschöne Tore gesehen hatten, war niemand wirklich enttäuscht. Während nun die einen duschen gingen, konnten die anderen locker das Finalspiel genießen und anschließend noch die letzten wärmenden Sonnenstrahlen nutzen, bevor es zur Siegerehrung gehen würde. Es hatte sich Prominenz angekündigt und alles wartete gespannt auf Rudi Völler, der in beiden Vereinen seine deutlichen Spuren hinterlassen hat und damit der perfekte Stargast für die Siegerehrung war. Nach einem kurzen Interview, das auch von HR1 aufgezeichnet wurde und sicherlich ebenso in der Oktobersendung von Radio FI eine Rolle spielen wird, wurden dann die Trophäen überreicht. Das FI-Team hatte es immerhin geschafft, nicht letzter und auch nicht vorletzter zu werden, was mit lauten Freudengesängen quittiert wurde. Die erworbenen Prämien ließ man sich sogleich von Rudi Nationale signieren, um sie später für einen guten Zweck versteigern zu können. Nach der Siegerehrung und der Stippvisite des Leverkusener Sportdirektors schließlich ging der offizielle Teil des Tages mit einer wunderbar zusammengestellten Präsentation der Offenbacher auf Großbildleinwand zuende. Alte Fotos, gepaart mit den Vereinshymnen sorgten bei einigen für wahre Gänsehügel.
Nun war es Zeit, gemeinsam zu feiern. Besonders der Turnierdritte, die Kategorie Offenbach, ein Team aus ganz jungen OFC-Fans sorgte für viel gute Stimmung, weil sie ihren dritten Platz so feierten, als seien sie gerade Weltmeister geworden. Dass darüber eine Bank zu Bruch ging und auch die Tische nicht so ganz widerstandsfähig waren, kann schon mal vorkommen. Bei guter Musik und unter Absingen der bestens bekannten Bayer- und OFC-Fangesänge vertrieb man sich so die Zeit, bis die Auslosung zur nächsten Runde des DFB-Pokals starten würde. Besonders Paffi hatte in dieser Zeit schwer zu tun, denn er tauschte nicht nur einen ganzen Harem mit Grimaudino, nein, er wurde auch als Haremswächter angestellt. Wir alle wissen, was das heißt und versichern Paffi ob des am 16.09.06 gestarteten Eunuchentums unseres herzlichen Beileides. Stimmungsvoll wurde es noch einmal, als nach Einsetzen der Dämmerung bengalische Fackeln gezündet wurden. Der Kapitän des FI-Teams, Eschi, war da nicht mehr zu halten, und es war nicht wirklich erkennbar, was mehr leuchtete, die Bengalo oder seine Augen, als er mit der Fackel in der Hand wie ein Derwisch auf und ab hüpfte. Theo und Samer versuchten anschließend, der sichtlich aufgewühlten Menge noch ein paar Geschichten aus alten Zeiten nahe zu bringen, und man hörte, dass nicht nur Fanfreundschaftsehen geschlossen wurden in den letzten 25 Jahren, sondern dass auch ein Fanfreundschaftsbaby geboren wurde. Doch die Spannung darauf zu erfahren, wer der jeweilige Gegner in der nächsten Runde des DFB-Pokal sein würde, war zu groß, als dass noch jemand ernsthaft zugehört hätte.
Als dann endlich die Auslosung begann, begegnete uns auch der SC Pfullendorf vom Vortag wieder, bei dem die Kickers das Spiel der zweiten Hauptrunde bestreiten würden. Das hielten alle für eine ebenso lösbare Aufgabe, wie diejenige, die Bayer mit dem MSV Duisburg vor sich hat. Und so konnte man nun erleichtert tanzen, feiern und den Abend genießen, bis irgendwann die uniformierte Staatsmacht am Gelände erschien und die Beschwerden von Offenbacher Bürgern weitergab, denen es am Stadion zu laut war. Also wurde die Musik leiser gedreht, gepflegt über solche Stimmungsverderber geschimpft und unverdrossen da weiter gemacht, wo man vor dem unerwarteten Besuch in Uniform angefangen hat. Wann genau dieser Abend zu Ende ging, ist nicht überliefert, aber das ist ja auch egal, schließlich soll man nicht auf die Uhr sehen, wenn man gerade besonders viel Spaß hat. Irgendwann war die Feier halt zuende und man trennte sich, nicht ohne sich für den nächsten Morgen zum angekündigten Frühschoppen zu verabreden oder sich für die Spiele der Profis am Sonntag viel Glück zu wünschen.
Leider musste sich das FI-Team am Sonntagmorgen von Lemmi und Jens bereits wieder verabschieden. Der eine hatte sich eine Verletzung zugezogen und wollte nun aus verständlichen Gründen früh nach Hause, während der andere noch beruflichen Verpflichtungen nachzukommen hatte. So begab man sich ohne die beiden noch einmal zum Bieberer Berg, wo sich um 08:00 Uhr morgens die OFC-Fans zum Frühschoppen getroffen hatten und von wo aus sie um 09:00 Uhr, nicht ohne eine immer noch feiernde und ihren Pokal mitschleppende Kategorie Offenbach, nach Paderborn durchstarten wollten. So gegen Mittag waren alle Leverkusener Teams dort wieder vereint und während die einen noch etwas essen gehen wollten, brachen andere schon wieder auf in Richtung Frankfurt, wo es das Spiel der Profis zu verfolgen galt. Über dieses Spiel und vor allem das Ergebnis decken wir hier gnädig den Mantel des Vergessens. Passend zu der Tatsache, dass ein schönes Wochenende nun langsam ausklingen würde, begann es auf der Rückfahrt am Abend dann noch zu regnen, wie aus Kübeln.
Aber nun sind alle mehr oder weniger gesund und munter wieder in Leverkusen eingetroffen und die Faninitiative SVB e.V. bedankt sich sehr herzlich bei Lars und Manuela, den beiden Fanbetreuern aus Offenbach, und allen OFC-lern für die tolle Organisation des gesamten Wochenendes!

In diesem Sinne: OOOH SCHORSCH IS DESSS SCHEEE.....
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