Jeder kennt den Film "Titanic" doch ich habe mich schon immer einmal gefragt, wie die wahre Geschichte ist. Ob sie vielleicht eine ganz andere Geschichte ist?! Ich habe im Internet gesucht und hier habe ich eine Zusammenfassung geschrieben.
Viel Spa�!
> Der Aufbau
1903 (oder 1907, wie Manche behaupten) wollte White Star Line drei neue, riesige Schiffe bauen lassen. (die Titanic, Olympic und die Britannic).
Die Titanic wurde 1912 fertiggestellt.
Die Titanic war 269,04 Meter Lang, 28,19 Meter Breit, 56 Meter Hoch. Sie besa� drei Propeller und konnte 23 bis 24 Knoten H�chstgeschwindigkeit und 21 Knoten Reisegeschwindigkeit erreichen. Die vier Schornsteine der Titanic waren 24,54 bis 24,84 Meter hoch. Die Titanic war von den britischen Beh�rden f�r 3300 Passagiere zuz�glich der ben�tigten Mannschaft zugelassen worden. Allerdings wurde diese m�gliche Passagierkapazit�t aufgrund der Ausstattung der Titanic nicht voll ausgenutzt. In der ersten Klasse fanden 750 Personen, in der zweiten Klasse 550 Personen und in der dritten Klasse 1100 Personen Platz. Die Titanic bot damit Raum f�r insgesamt 2400 Passagiere. Ein Gro�teil des Innenraumes der Titanic wurde f�r die Ausstattung der ersten Klasse verwendet. Dazu geh�rten eine Squashhalle, ein Schwimmbad, ein Gymnastikraum mit diversen Trainingsger�ten sowie die �blichen Rauchsalons, Bibliotheken, Caf�s und Lounges. Das Schiff galt als ein Wunder der Technik und wurde aufgrund der vollautomatischen Wasserschutzt�ren zwischen den 16 wasserdicht abschottbaren Abteilungen von der Presse und der Reederei als �praktisch unsinkbar� bezeichnet.
> Die Rettungsboote?!
Als Abstellplatz f�r die Rettungsboote war bereits w�hrend des Baus das oberste Deck vorgesehen, welches in Bereiche f�r die erste und zweite Klasse unterteilt war. Zun�chst planten die Konstrukteure der Titanic die Installation von 64 Rettungsbooten, jedoch setzte sich Bruce Ismay, der Gesch�ftsf�hrer der Reederei, daf�r ein, dass nur die H�lfte dieser Rettungsboote installiert werden sollte, um eine bessere Sicht auf dem auch als Promenade dienenden Bootsdeck zu gew�hrleisten. Ein weiterer Designwechsel reduzierte die Anzahl der Rettungsboote auf 20. Rechnerisch w�ren jedoch mindestens 63 Boote f�r die Rettung aller 3.300 Menschen an Bord ben�tigt worden, falls die Titanic mit voller Kapazit�t von 2.400 Passagieren gefahren w�re. Bei der Jungfernfahrt stand nur f�r 1.178 Personen, ungef�hr die H�lfte der gut 2.200 Menschen an Bord, Platz in einem Rettungsboot zur Verf�gung.
> Der Untergang
Die Reise der Titanic wurde am 14. April gegen 23:40 Uhr j�h unterbrochen, als der Ausguck Frederick Fleet direkt voraus einen Eisberg entdeckte, dreimal die Alarmglocke l�utete und die Warnung direkt telefonisch an die Br�cke weiterleitete, wo sie vom 6. Offizier James P. Moody entgegengenommen wurde. Schon w�hrend des Telefonats bemerkte Fleets Kollege Reginald Lee, dass sich die Titanic zu drehen begann, so dass der wachhabende Offizier Murdoch den Eisberg bereits zuvor entdeckt haben musste und umgehend ein Backbord-Umrundungsman�ver eingeleitet hatte. Jedoch war der Abstand zum Eisberg bereits zu gering. Die Titanic kollidierte bei voller Reisegeschwindigkeit ungebremst mit ihrer vorderen Steuerbordseite mit dem circa 300.000 Tonnen schweren Eisgebilde.
Die Folge waren weitreichende Besch�digungen des Schiffes am Bug, vom Vorpiek bis zum Pivotpunkt, der bei der Titanic ungef�hr an der Grenze zwischen der f�nften und sechsten wasserdichten Abteilung lag. Mehrere Lecks betrafen alle sechs vorderen wasserdichten Abteile, was aufgrund des hohen Gewichts des eindringenden Wassers zum Versinken des Vorschiffes f�hrte. W�hrend die vorderen f�nf Abteile rasch vollliefen, konnte die Flutung in der sechsten Abteilung durch die Pumpen verlangsamt werden. In der ersten Stunde str�mten zwischen 22.000 Tonnen und 25.000 Tonnen Wasser in das Schiff. Dabei wurden die vorderen f�nf Abteile nahezu komplett geflutet, wonach die Titanic kurzfristig fast ein Gleichgewicht erreichte. Die Trimmung des Schiffes betrug zu diesem Zeitpunkt circa 5 Grad Richtung Bug, was von den meisten Personen wahrscheinlich noch nicht als bedrohlich wahrgenommen wurde. In der folgenden Stunde drangen h�chstens weitere 6000 Tonnen Wasser in das Schiff ein, die Trimmung ver�nderte sich dabei nicht gravierend.
Das n�chste Schiff, das auf den Notruf antwortete, war die Carpathia, welche fast vier Stunden bis zur Ungl�cksstelle brauchte.
Bei der Evakuierung wurde etwa 65 Minuten nach der Kollision, nachdem der kurz nach der Kollision ausgerufene Rat zum Anlegen von Rettungswesten von vielen Reisenden der ersten Klasse als �bertrieben angesehen wurde, das erste Rettungsboot in das Wasser hinabgelassen (abgefiert). Offiziell galt bei der Fierung der Rettungsboote der Grundsatz �Frauen und Kinder zuerst�, jedoch kam es meist darauf an, auf welcher Seite des Schiffes man sich befand und in welcher Klasse man reiste. Der zweite Offizier Charles Lightoller auf der Backbordseite legte den Befehl eher nach dem Motto �M�nner auf keinen Fall� aus, selbst wenn dadurch ein nicht einmal halb volles Boot gefiert wurde, weil keine weitere Frau bereit war, die noch stabil erscheinende Titanic zu verlassen. Eine Mutter hatte laut Augenzeugenberichten sogar M�he, ihren 13-j�hrigen Sohn zu sich in ein Rettungsboot zu nehmen, da der Offizier diesen bereits als Mann ansah. Es wurden auf der Steuerbord-Seite mehr Menschen gerettet als auf der Backbord-Seite. Von den vorhandenen 1178 Rettungsbootpl�tzen wurden nur 705 genutzt. Statt der teilweise m�glichen Kapazit�t von 65 Passagieren wurden viele Boote nur zur H�lfte besetzt; eines der f�r 40 Passagiere ausgelegten Rettungsboote wurde sogar bereits gefiert, als sich darin nur 12 Personen befanden. Man bef�rchtete zun�chst, dass die Boote zu zerbrechlich f�r solch hohe Passagierzahlen sein k�nnten. Au�erdem machte die Titanic noch l�ngere Zeit einen stabilen Eindruck, da sie kaum Schlagseite hatte. Die acht Musiker, von denen keiner den Untergang �berlebte, haben auf Anordnung der Schiffsf�hrung auf dem Bootsdeck Ragtime-Musik und andere heitere St�cke gespielt, um Panik zu vermeiden. Erst als offensichtlich wurde, dass das Schiff bald sinken w�rde und nur noch wenige Rettungsboote �brig blieben, brach Panik unter der Mannschaft und den Passagieren aus. Von den zum Schluss gefierten Booten wurden einige mit �ber 70 Menschen �berbesetzt.
Das letzte gefierte Rettungsboot, Notboot D, verlie� die Titanic um 2:05 Uhr. Die Funker wurden von ihren Pflichten entbunden, sendeten aber noch einige Minuten weiter. Gegen 2:10 Uhr war Kesselraum Nr. 4, die siebte wasserdichte Abteilung vom Bug aus gesehen, komplett geflutet. Rund 40.000 Tonnen Wasser dr�ckten den Bug in die Tiefe, das Wasser erreichte nun die Schiffsbr�cke und begann, das Bootsdeck zu �bersp�len. Zu dieser Zeit wurde auch Kesselraum Nr. 2 aufgrund von Wassereinbruch evakuiert, und der vordere Schornstein der Titanic st�rzte nach vorne um und erschlug einige Menschen im Wasser. Die Trimmung des Schiffes Richtung Bug nahm jetzt zunehmend extremere Ausma�e an; ein normales Gehen war genauso wie das Arbeiten in den Kessel- und Maschinenr�umen kaum mehr m�glich.
Gegen 2:18 Uhr fand ein Prozess seinen H�hepunkt, der schon Stunden zuvor schleichend begonnen hatte: Durch die ungleiche Verteilung der enormen Wassermassen im Schiffsinneren wirkten Kr�fte, f�r die die Konstruktion bei weitem nicht ausgelegt war. Hatte sich der Schiffsrumpf bislang nur verbogen, konnte er den immer st�rker werdenden Kr�ften zum Schluss nicht mehr standhalten und zerbrach in der Umgebung von Kesselraum Nr. 1. Dabei wurden auch die Dampf- und Stromleitungen gekappt, und das Schiff lag im Dunkeln. Der Bugteil, der zu diesem Zeitpunkt schon fast komplett unter Wasser lag, ging unspektakul�r unter, w�hrend sich das Heckteil senkrecht aufrichtete und schlie�lich mit einer gewaltigen Wasserverdr�ngung versank.
Das Heck sank um 2:20 Uhr auf der ungef�hren Position 41� 46′ N 50� 14′ W. Die Wrackteile schlugen in 3821 Meter Tiefe auf dem Meeresgrund auf. Insgesamt riss die Titanic zwischen 1490 und 1517 der �ber 2200 Passagiere und Besatzungsmitglieder in den Tod, darunter den Kapit�n, der freiwillig mit seinem Schiff unterging.
> Die Rettung
Nach dem Untergang mussten die geretteten Menschen in den Booten noch ungef�hr zwei Stunden warten, bevor sie von der Carpathia aufgenommen werden konnten. Die Nacht des Untergangs war sehr kalt, die Wassertemperatur lag unter 0 �C, etwas oberhalb des Gefrierpunktes von Meereswasser. Viele Menschen starben nicht w�hrend des Unterganges auf dem Schiff, sondern erst danach im Wasser an Hypothermie (Unterk�hlung) und trieben w�hrend der Ankunft der Carpathia (mit ihrem Kapit�n Arthur Rostron) der britischen Cunard Line um 4:10 Uhr morgens leblos im Wasser. Obwohl in den Titanic-Booten noch insgesamt mehrere Hundert Pl�tze frei waren, ruderten die Insassen von den um Hilfe Rufenden weg, aus Angst, ihr Boot k�nnte kentern, wenn zu viele der im Wasser Treibenden ins Boot klettern wollten. Lediglich Rettungsboot Nr. 4 kehrte um, es konnten allerdings nur noch f�nf �berlebende geborgen werden, von denen zwei im Boot starben. Gegen 3 Uhr, also etwa 40 Minuten nach dem Untergang der Titanic, verstummten auch die letzten Hilferufe aus dem Wasser. Erst danach kehrte auch Boot Nr. 14 unter dem Kommando des 5. Offiziers Lowe, der die Passagiere in andere Rettungsboote hatte umsteigen lassen, zu den im Wasser Treibenden zur�ck. Es wurden nochmals drei Menschen geborgen, die sich zun�chst auf Treibgut gerettet hatten. Nur insgesamt 704 Menschen �berlebten laut dem Untersuchungsbericht.