Westliche Militärunterstützung für Kiew

Waffen teils unbrauchbar, Söldner verzweifelt

von Dietmar Munier (ZUERST, 17. März 2022)

leicht gekürzt von Nikolas Dikigoros

Kiew. Die westlichen Waffenlieferungen an die Ukraine halten offenbar nicht, was sich Kiew davon versprochen hat. Denn das anspruchsvolle westliche Kriegsgerät kann von vielen ukrainischen Soldaten – und erst recht Zivilisten – nicht bedient werden. Es wird deshalb oft an Ort und Stelle einfach zurückgelassen und fällt den vordringenden russischen Truppen in die Hände. Die russische Armee und pro-russische Milizen haben sich nun offiziell für die „Waffenspenden“ bedankt.

Auch ein Teil der deutschen Lieferungen hat inzwischen die Seiten gewechselt. Die Ampel-Regierung hatte vor zwei Wochen die Lieferung von 500 Stinger-Flugabwehrraketen und 1.000 Panzerfäusten an die ukrainischen Truppen genehmigt. Aus der Ukraine sickerten inzwischen Meldungen durch, daß viele davon für den Einsatz „untauglich“ seien. Teilweise wurden die Waffen inzwischen von der russischen Seite erbeutet.

Ähnlich unglücklich verläuft der Einsatz ausländischer Söldner in der Ukraine. Immer mehr Videos, die in den sozialen Netzwerken kursieren, zeigen verzweifelte Soldaten aus Großbritannien, Kanada oder den USA, die vom Einsatz in der Ukraine offenbar völlig überfordert sind. Allein bei einem russischen Luftangriff auf einen mutmaßlichen NATO-Ausbildungsstützpunkt in der West-Ukraine kamen am Sonntag mindestens 35, möglicherweise aber bis zu 180 ausländische Söldner ums Leben.

Vor allem die russischen Luftangriffe und der Artilleriebeschuß setzt den Söldnern zu. Viele versuchen wieder abzureisen. Die ukrainische Regierung zwingt die ausländischen Soldaten in Knebelverträge über mindestens drei Jahre (!) Kampfeinsatz. Zudem werden fliehenden Söldnern die Pässe abgenommen. Insiderberichten zufolge nutzt die ukrainische Armee die ausländischen Söldner bevorzugt, um aussichtslose Kämpfe zu führen, also als Kanonenfutter.


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