Das Politbarometer hat seine regelmäßige Umfrage veröffentlicht, aber Spiegel-Leser erfahren nicht, wie die Deutschen über die Bundesregierung denken. Der Spiegel sieht seine Aufgabe weiterhin darin, die Bundesregierung so positiv wie möglich darzustellen.Die aktuelle Umfrage des Politbarometers ist so deutlich, dass ich ohnehin über die Ergebnisse berichten wollte. Und als der Spiegel sie in einem Artikel mit der Überschrift "ZDF-»Politbarometer« - Große Mehrheit hält Kanzler Scholz für führungsschwach" behandelt hat, wurde das noch wichtiger, denn Spiegel-Leser erfahren nicht, wie die Menschen in Deutschland tatsächlich über die Bundesregierung, die der Spiegel so freudig medial unterstützt, denken. Und viel mehr, als in der Überschrift gesagt wurde, erfahren die Spiegel-Leser auch nicht über die Ergebnisse der Umfrage. Im letzten Absatz schreibt der Spiegel noch: Niemand in Deutschland will mehr die AmpelDas hat der Spiegel ausgesprochen nett formuliert; die Wahrheit ist für die Bundesregierung jedoch noch weitaus schlimmer. Auf die Frage, welche Koalition die Deutschen sich wünschen, gab es - wohl zum ersten Mal in der Geschichte - eine Koalitionsmöglichkeit, für die sich 0 (null!) Prozent der Deutschen ausgesprochen haben. Und das war die Ampel. Das zeigt, wie schlecht die Stimmung in Deutschland ist und wie die Politik der Bundesregierung, die von Medien wie dem Spiegel immer noch in ein grundsätzlich positives Licht gesetzt wird, in Deutschland angenommen wird. Übrigens gilt das für alle möglichen Koalitionen, denn nur eine Koalitionsmöglichkeit bekommt mehr als 8% Zustimmung. Aus irgendeinem Grund wollen demnach 23% der Deutschen wieder eine Koalition aus CDU/CSU und SPD. Wie unzufrieden die Deutschen mit der Politik der etablierten Parteien insgesamt sind, sieht man daran, daß sich auch für diese "beliebteste" Koalitionsmöglichkeit weniger als ein Viertel der Befragten ausgesprochen haben. Das zeigt auch die Frage, ob eine CDU-Regierung denn bessere Arbeit machen würde, als die jetzige Regierung, der laut Politbarometer aktuell 71% Prozent der Deutschen schlechte Arbeit bescheinigen. Aber die Menschen glauben nicht an die CDU, denn nur 38% sind der Meinung, eine CDU-geführte Regierung würde bessere Arbeit machen, während 45% der Deutschen der Meinung sind, das würde keinen Unterschied machen. (Anm. Dikigoros: Wenn es nach Merz, Söder und vor allem dem designierten Verteidigungsminister Kiesewetter ginge, befände sich die BRDDR längst im offenen Krieg gegen Rußland. Es gibt nur zwei Parteien, die den ruinösen Finanz- und Wirtschaftskrieg gegen Rußland beenden wollen - und die, nebenbei bemerkt, zusammen eine Zweidrittel-Mehrheit der Abgeordneten hätten -; die wollen aber beide nicht über ihren eigenen Schatten springen und koalieren - wofür Dikigoros übrigens ein gewisses Verständnis hat :-) Aber für die etablierten Parteien ist die Tatsache, dass schon fast die Hälfte der Deutschen ihnen nicht mehr zutrauen, eine halbwegs gute Arbeit zu machen, kein Grund, irgendetwas an ihrer Politik zu ändern. Besser erklären?Allerdings erfahren Spiegel-Leser davon nichts; der Spiegel verschweigt seinen Lesern die wahre Stimmung in Deutschland und versucht statt dessen den Eindruck zu verbreiten, dass die Mehrheit der Menschen hinter den Themen ( LGBT, Gender, Russland-Sanktionen, grüne Energiewende etc.) steht, die die etablierten Parteien inklusive der CDU/CSU vorantreiben. Wäre das so, wären die Zustimmungswerte zur Politik jedoch andere. Dass Bundesschlumpf Scholz allen Ernstes erklärt, er habe Chancen die Bundestagswahlen zu gewinnen und Kanzler zu bleiben, und dass Bundeskinderbuchautor Habeck allen Ernstes Kanzlerkandidat sein will, zeigt, wie weit diese Traumtänzer, die Deutschland sehenden Auges wirtschaftlich und gesellschaftlich zerstören, von der Realität entfernt sind. Ich habe neulich versucht, einem russischen Freund zu erklären, dass die Bundesregierung und auch die deutschen Medien angesichts der Stimmung und wirtschaftlichen Lage in Deutschland allen Ernstes meinen, die Regierung mache eine gute Politik, sie müsse sie den Menschen nur besser erklären, dann wird alles gut. Der Russe hat mich angeschaut, als wäre ich ein wenig irre, denn in Russland würde niemand auf so eine Idee kommen, und kein Politiker würde so etwas sagen. Die Menschen wissen, wie es ihnen geht, und es ist die Aufgabe der Politik, das Leben der Menschen zu verbessern. Das ist die allerwichtigste Aufgabe einer Regierung, und nur daran sollte sie gemessen werden. (Anm. Dikigoros: Pfui, Herr Röper, das schrieb doch schon ganz ähnlich vor 100 Jahren der böse Nazi Adolf Hitler in Mein Kampf!) Aber in Deutschland wird die bei Wahlen wichtigste Frage, nämlich ob es den Menschen unter der Regierung besser oder schlechter geht als vor einigen Jahren, aus gutem Grund nicht mehr gestellt. Die Antwort wäre zu eindeutig. Stattdessen sind die Wahlslogans der Parteien zu vollkommen inhaltslosen und leeren Phrasen über irgendwelche "Werte" verkommen, anstatt Vorschläge zu machen, wie es mit dem Land wieder bergauf gehen kann. Dass deutsche Politiker aller etablierten Parteien inzwischen offen sagen, die Deutschen sollten sich damit abfinden, dass die Zeiten des Wohlstandes in Deutschland vorbei sind und dass die Zeiten schlechter werden, anstatt etwas dagegen zu tun und den Wohlstand in Deutschland irgendwie zu bewahren, ist für Russen ebenfalls unverständlich, denn einem Russen zu erklären, dass die Deutschen diese Parteien, die ihnen ein schlechteres Leben versprechen, trotzdem wählen, ist vollkommen unmöglich; das versteht in Russland kein Mensch. Das Thema FlüchtlingeInteressant ist, was die Umfrage darüber aussagt, wie die Deutschen über Zuwanderung denken. 71% der Deutschen meinen, dass Deutschland den Zustrom von Flüchtlingen nicht verkraften kann, während nur noch 27% meinen, das ginge. Nur noch bei den Anhängern der Grünen und der (inzwischen bedeutungslos gewordenen) Linken ist mit über 70% eine Mehrheit der Meinung, Deutschland könne diesen Zustrom auch weiterhin verkraften. Die AfD wird in der Umfrage natürlich verteufelt, aber man sollte sich daran erinnern, dass CDU/CSU, FDP und sogar SPD beim Thema Flüchtlinge inzwischen auf den Kurs der AfD einschwenken, wenn sie nun eine Begrenzung der Zuwanderung und strengere Abschiebungen fordern. Hätte man bei diesem Thema ab 2015 auf die AfD gehört, gäbe es viele der heutigen Probleme in Deutschland gar nicht. Und die AfD wäre auch nie so stark geworden, wie sie heute ist. Aber das gibt bei den Blockparteien CDU/CSU, FDP und SPD, die nun zumindest verbal den Kurs ein wenig ändern, niemand zu. Und in den Medien sowieso nicht. Dass die etablierten Parteien nun zumindest verbal den Kurs ändern und sogar medienwirksam ein paar hochgradig kriminelle Afghanen abgeschoben wurden, hat einen handfesten Grund: Die Stimmung in Deutschland kippt extrem schnell, denn noch im März meinten 42%, Deutschland könne die Masseneinwanderung weiterhin verkraften. Dass die Zahl jetzt auf 27% eingebrochen ist, war ein Weckruf, der zu griffigen Parolen der Politiker geführt hat; aber de facto wurde keine einzige Gesetzesänderung eingebracht, die wirklich etwas bewirken könnte. Das ist also wieder nur Show; die etablierten Parteien haben nicht ernsthaft vor, etwas zu ändern. Alarmsignal WahlbeteiligungBesonders bedrohlich dürfte für die etablierten Parteien sein, dass sich bei der kommenden Bundestagswahl eine Rekord-Wahlbeteiligung abzeichnet. Bisher waren die Nichtwähler eine schweigende Gruppe, die mit der deutschen Politik mehrheitlich nicht einverstanden war und daher keiner Partei ihre Stimme geben wollte. Dass diese Wähler nicht mobilisiert wurden, um für eine echte Opposition zu stimmen, die in Deutschland wirklich etwas ändern will, hat den etablierten Parteien genützt. Nun aber zeichnet sich ab, dass die Menschen in Deutschland wirklich die Nase voll haben, weil auch die bisherigen Nichtwähler wählen gehen wollen. Während die Zahl derer, die nicht wählen wollten, fast immer zwischen 20 und 30% schwankte, ist sie nun auf 14% eingebrochen. Für die etablierten Parteien dürfte das ein Alarmsignal sein. Spiegel-Leser wissen von alledem jedoch nichts, denn der Spiegel hält seine Leser bei Themen, die der Redaktion nicht gefallen, dumm, wie der Artikel über die Umfrage zeigt. LESERPOST
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