EU-Südost-Erweiterung:

Türkei schluckt Strukturhilfen

[Karikatur von Haitzinger, m.f.G.]

(FOCUS Online, 02. Dezember 2006)

Bilder, Anmerkungen & Links: Nikolas Dikigoros

Im Falle eines EU-Beitritts bekäme die Türkei fast ein Drittel der gesamten europäischen Strukturhilfen. Bisherige Mitgliedsstaaten gingen dann leer aus.

Zu diesem Schluss kommen Experten der Gesellschaft für Finanz- und Regionalanalyse (GEFRA) aus Münster. Die GEFRA hatte für ein Arbeitspapier des Europäischen Parlaments, das der CDU-Abgeordnete Markus Pieper kommende Woche in Brüssel präsentiert, berechnet, wie ein um die Türkei, den Balkan, Bulgarien und Rumänien erweitertes Europa ökonomisch aufgestellt wäre.

Laut GEFRA dürfte nach den geltenden Regeln ein EU-Mitglied Türkei im Jahr 2007 mehr als 27% (11,7 Milliarden Euro) aller Struktursubventionen (insgesamt 42,9 Mrd. Euro) aus Brüssel beziehen. 2014 wären es sogar 32% (16,3 Milliarden aus einem Gesamtbudget von 51,2 Mrd. Euro). Es käme dann zu massiven Streichungen bei den Regionalhilfen für die bisherigen Mitgliedsstaaten. Von derzeit 60 förderwürdigen Zonen zwischen Riga und Rom blieben nach der Erweiterung um Balkan und Türkei nur noch 39 übrig - keine in Deutschland, Italien, Spanien oder Malta. (Anm. Dikigoros: Ach, wie tragisch für die armen Schweine-Staaten!)


Die PIGS [Schweinestaaten] Portugal, Italien, Griechenland und
Spanien fressen sich am Geld der deutschen Steuerzahler satt

Die Tatsache, dass die EU-Kommission selbst bislang keine derartigen Hochrechnungen veröffentlicht hat, kommentierte Pieper in FOCUS mit den Worten: "Die EU-Kommission betreibt hier ganz bewusst Nebelkerzenpolitik." Statistisch würde zwar die Fläche der EU mit der Türkei, dem Balkan, Bulgarien und Rumänien um 35% zunehmen, die Zahl der Einwohner um 27% - die Wirtschaftsleistung der Gemeinschaft würde jedoch nur um 4% wachsen, das Pro-Kopf-Inlandsprodukt sogar um 18% sinken.


Anm. Dikigoros: Alles [un]schön und [un]gut. Aber wirtschaftliche Überlegungen spielten am Ende kaum eine Rolle: Läppische 16,3 Mrd. € p.a. schlucken heuer schon die Pleitegeier vom Balkan (incl. Rumänien) alleine. Daß die Türkei letztlich nicht aufgenommen wurde hatte ganz andere Gründe. Nein, nicht, weil sich dann eine Invasion von Millionen militanter, radikal-islamischer Rapefugees Migranten über Mitteleuropa ergießen würde - das sollte auch ohne einen Beitritt geschehen und nicht nur geduldet, sondern sogar gefördert werden!


Die Jüdin Sarah Dorothea Sauer, geb. Kasner [IM Erika]

Der Grund war vielmehr, daß man sich nicht über Cypern einigen konnte. Man beachte den Aschenbecher auf dem folgenden Bild!

[Poker um Cypern]


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