Frankreich: Bewaffnete Polizei kontrolliert Café-Besucher

von Marilla Slominski (Journalistenwatch, 13. August 2022*)

Anmerkungen, Links und Fußnoten: Nikolas Dikigoros

Seit Montag gilt in Frankreich: Wer nicht geimpft ist, muss draußen bleiben. In sozialen Medien verbreiten sich Fotos von bewaffneten Polizisten, die den Impfstatus von Café-Besuchern kontrollieren sowie Bilder von menschenleeren Restaurants und Plätzen.

Wer nicht über den im Juni eingeführten Gesundheitspass (pass sanitaire) verfügt, einem Nachweis für eine vollständigen Corona-Impfung, oder über einen Genesenen-Status oder eines maximal 72 Stunden alten negativen Corona-Tests, gehört in Frankreich zur Gruppe der Ausgestoßenen. Er hat weder Zugang zu Einkaufszentren noch zu Cafés, Restaurants, Bars – auch in den Außenbereichen –, Hotels, Campingplätze, Kinos, Museen, Kirchen, Bibliotheken etc. Wer dagegen verstößt, muß mit einer Strafe von 135 Euro rechnen. Im Wiederholungsfall drohen bis zu 9.000.- Euro Bußgeld.

In der schönen neuen Welt hat jeder Bürger eine "Mitführpflicht" seines "passe sanitaire"; jeder Geschäftsinhaber ist verpflichtet, sich den Gesundheitspass seines Kunden zeigen zu lassen, sonst droht ihm die Zwangsschließung und im Wiederholungsfall Haft bis zu einem Jahr.

In den sozialen Netzwerken kursieren Fotos und Videos, in welchen zu sehen ist, wie bewaffnete Polizeistreifen durch die Außenbereiche von Cafés laufen und die Gäste auffordern, ihren digitalen Gesundheitspass und ihren Ausweis vorzuzeigen. Die Franzosen sind wütend: Frankreich habe derart intensive Kontrollen der persönlichen Identität seit der Besatzung durch Hitler-Deutschland nicht mehr erlebt, so die Maßnahmen-Gegner laut RT. (Anm.: Dikigoros hat den Link entfernt, da RT seit März 2022 von den Zensurbehördern der BRDDR gesperrt ist, um zu verhindern, daß sich die Untertanen über die wahren Ursachen und Folgen des selbstmörderischen Finanz- und Wirtschaftskrieges, den die USA und ihre Vasallen gegen Rußland führen, aus beiden Lagern informieren. Leider war RT bisweilen tatsächlich unsachlich: Unter deutscher Besatzung gab es in Frankreich weder einen "Gesundheitspaß" noch derart umfangreiche Polizeikontrollen wie heute.)

Der offenbar völlig Corona-gestörte Präsident Emmanuel Macron bejubelt die von ihm geschaffene Zweiklassengesellschaft und die Abkehr von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. "Unsere Freiheit ist nichts wert, wenn wir durch ihre Ausübung unseren Bruder, Nachbarn, Freund, Eltern oder irgendjemand anderen, den wir zufällig getroffen haben, infizieren. Dann wird Freiheit zur Unverantwortlichkeit," definiert er den Begriff neu.**

Doch anscheinend sehen seine Bürger das anders. Restaurantbesitzer fürchten um ihre Existenz. Die Gäste bleiben aus. Leere Cafés, Straßen und Plätze sind das Resultat der Zwangsmaßnahmen.

Gegen den "passe sanitaire" gibt es seit Wochen heftige Proteste. Allein am vergangenen Woche sollen nach Behördenangaben über 230.000 Menschen landesweit auf den Straßen demonstriert haben.

Der französische Gesundheitsminister Olivier Véran wiegelt ab: "Wie groß auch die Anzahl an Demonstranten sein mag, sie ist immer noch niedriger als die Zahl an Franzosen, die sich genau zu diesem Zeitpunkt impfen lassen. [...] Ich bin bereit, ihre Bedenken anzuhören und alles zu tun, um sie zu beruhigen, aber es kommt ein Punkt, an dem es einfach genug ist", droht er seinen Bürgern.


*60. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer. Dikigoros kennt Ossis, die sich heute nach derart milden Formen der Freiheitsbeschränkung zurück sehnen.

**Wiewohl nach glaubhaften Umfragen nicht mal 10% der Wahlberechtigten hinter "Ödipussi" standen, machte sich der Diktator im April 2022 - wie bereits fünf Jahre zuvor - durch massiven Wahlbetrug bei der Stimmenauszählung erneut zum Präsidenten des "Sechsecks".


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