










![[Karikatur von Ben Garrison, m.f.G.]](kingofthepaperdollarbg.jpg)




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*Angehörige von Dikigoros' Generation kennen wahrscheinlich - wenigstens dem Namen nach - Carlos Vetter Giacinto Facchetti. Der langjährige Kapitän - und kurzzeitige Präsident - des FC Inter Mailand und der italienischen Fußball-Nationalmannschaft ("Squadra azzurra") [...] Über die traurige Geschichte von "Inter" nach Facchettis Tod schreibt Dikigoros an anderer Stelle mehr. **Deutschsprachige Biografen - denen die langjährige Moderatorin der Deutschlandfunk-Sendungen für italienische Gastarbeiter offenbar unbekannt ist - schreiben statt dessen gerne, daß er für "Rita Pavone" komponiert habe, wohl weil das die einzige italienische Sängerin ist, die sie kennen, so wie Adriano Celentano der einzige ihnen bekannte italienische Sänger ist. (Caterina Valente, als Tochter spanischer Immigranten in Paris geboren, war französische - und später durch Heirat auch deutsche - Staatsbürgerin, und Vico Torriani Schweizer.) Aber Dikigoros hat das Repertoire der jüdischen Wahlschweizerin und Deutschenhasserin durchgesehen: Der Name Pedersoli taucht dort kein einziges Mal auf.
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Er hatte das Glück, nicht mehr mitzuerleben, wie aus jenem "Getränk für harte Männer" unter neuem - jüdischen - Management eine Marke wurde, zu deren Bewerbung die Firma bevorzugt TTT - Tunten, Transen und Tittenlose - einsetzte und dadurch einen Verbraucherboykott auslöste, der sie an den Rand des Ruins brachte. (Wer es diesseits des Atlantiks nicht mitbekommen haben sollte, google unter "Mulvaney" oder unter "Conservative Political Action Conference".) Wer weiß, vielleicht hat er sich schon im Grabe umgedreht und einen neuen Künstlernamen im Jenseits angenommen? Er stand nämlich politisch ziemlich weit "rechts", hatte sogar einmal (2005) bei einer Regionalwahl für "Forza Italia" kandidiert - allerdings ohne Erfolg, da Berlusconis Partei überraschend schlecht abschnitt, so daß sein Listenplatz nicht für ein Mandat ausreichte.
****Dikigoros hat oben bewußt das magyarische Kinoplakat abgebildet - nicht nur, weil der Filmtitel dort korrekt (mit den Stiefeln im Plural) übersetzt ist, sondern auch, weil "Bud Spencer" und seine Filme in Ungarn so populär waren und sind wie in kaum einem anderen Land. (Seine Bücher erschienen nicht nur auf Italienisch, Englisch und Deutsch, sondern auch auf Ungarisch.) 2017 wurde ihm in Budapest ein überlebensgroßes Denkmal auf den Namen "Carlo Pedersoli" errichtet. (Er ging also nicht nur nach Westen, sondern auch nach Osten :-)
Für Neugierige: Der schlecht leserliche Satz unter dem Namenszug ist ein Zitat aus Girottis Grabrede im Jahr zuvor. Auf Deutsch: "Wir haben uns nie gestritten." (Nur im Film - als "Krokodil" und "Nilpferd" :-)
*****Über den Erfolg jener anspruchslos-primitiven Klamauk-Filme - wohlgemerkt nicht beim durch Zwangsgebühren finanzierten
Staatsfernsehen,
sondern auf dem "freien Markt", in Kinos und Videotheken - haben sich viele Psychologen und andere kluge Leute den Kopf zerbrochen. Darf Dikigoros - der jene Zeit ja auch miterlebt hat - ganz laienhaft seinen Senf dazu geben? Bittesehr:
******Nur seiner Filme? Nein, dann wäre Dikigoros' These über die Ursachen kaum haltbar. Es war vielmehr ein Zug der Zeit. Erinnert sich noch jemand an die britische Fernsehreihe "The Persuaders"? Sie wurde Anfang der 1970er Jahre gedreht, mit dem Ex-Heiligen ("The Saint") Roger Moore alias "Simon Templar" und dem Zerstreuungsjuden******* (und erklärten Deutschenhasser) Bernie Schwartz alias "Tony Curtis" in den Hauptrollen. Wie "Bud Spencer" und "Terence Hill" schlugen sie sich durch die bisweilen recht zähe Handlung, wenngleich weniger klamaukig und entgegen dem Titel oft wenig überzeugend. Auch dem deutschen Staatsfernsehsender ZDF wurde die Serie *******Dies ist Dikigoros' eigene Wortschöpfung, die er für besser hält als den üblichen Ausdruck "jüdische Diaspora". Er bezeichnet damit diejenigen Angehörigen des "auserwählten Volkes", die es als ihre Berufung ansehen, sich als Schmarotzer über alle anderen Völker der Welt zu "zerstreuen" - mit der verlogenen Begründung, von diesen dazu gezwungen worden zu sein -, um sich ihnen wie Läuse in den Pelz zu setzen und sie auszusaugen. Sie sind Todfeinde der "Zionisten", die es - angeregt von einigen osteuropäischen Juden, vor allem dem aus Österreich-Ungarn stammenden Benjamin Theodor Herzl und seiner Schrift "Der Judenstaat" - unternommen haben, sich im Land ihrer Vorfahren ("Erez Israel", "Zion") mit ihrer Hände Arbeit eine neue Heimstätte zu schaffen und aus den Wüsten, die arabische Eroberer im Laufe der Jahrhunderte geschaffen haben, wieder blühende Gärten zu machen. Dieses Unterfangen ist den "Zerstreuten" ein Dorn im Auge, da es ihre eigene Existenzberechtigung in Frage stellt. Ihr sehnlichster Wunsch ist die Zerstörung des Staates Israel und die Ausrottung der "Zionisten", weshalb sie stets auf der Seite seiner arabischen und sonstigen muslimischen Feinde stehen.
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