Andrej Derkatsch, ein ehemaliger ukrainischer Abgeordneter, der in der Ukraine viele Skandale ans Licht gebracht hat und deshalb aus dem Land fliehen musste, hat neue Informationen über die Sprengung der Nord Streams veröffentlicht, die deutsche Medien verschweigen.
Stammleser des Anti-Spiegel kennen Andrej Derkatsch gut, denn ich berichte seit 2019 über die korrupten Geschäfte des Biden-Clans in der Ukraine und habe darüber auch das Buch „Das Ukraine-Kartell“ geschrieben [...] Wer das Buch gelesen hat weiß, wer Andrej Derkatsch ist, denn er war es, der 2020 die Telefonate zwischen dem ukrainischen Präsidenten Poroschenko und US-Vizepräsident Biden aus dem Jahr 2016 veröffentlicht hat. Derkatsch hat damals auch weitere Dokumente und Kontoauszüge veröffentlicht, die die Vorwürfe gegen Joe und Hunter Biden belegt haben. Mit seinen Enthüllungen hat Derkatsch Joe Biden so sehr verärgert, dass eine der ersten Amtshandlungen der Biden-Regierung darin bestand, Sanktionen gegen Derkatsch zu verhängen [...]
Inzwischen musste Derkatsch aus der Ukraine fliehen und lebt in Minsk. Dort hat er im Januar ein interessantes Interview gegeben, das ich damals
übersetzt habe.
In dem Interview sprach er über die Sprengung der Nord Streams, aber es klang so, als würden seine Informationen die US-Version der Geschichte mit den ukrainischen Tauchern unterstützen, die die Pipelines von einem kleinen Segelboot aus gesprengt haben sollen. Da diese Version vollkommen unrealistisch ist,
war ich sehr verwundert,
dass Derkatsch die Version mit Details über die ukrainischen Taucher unterstützte, denn die Recherchen und Untersuchungen von Derkatsch sind normalerweise sehr gut.
Nun hat Derkatsch Licht ins Dunkel gebracht, denn er hat der weißrussischen Nachrichtenagentur BelTA letzte Woche ein
Interview
gegeben, in dem er die Ergebnisse seiner Recherchen genauer beschrieben hat. Ich bin dabei, das Interview komplett zu übersetzen und werde den Text in den nächsten Tagen komplett auf Deutsch veröffentlichen.
Der Kern seiner Ergebnisse ist, dass es die Vorbereitungen, über die die westlichen Medien berichten, tatsächlich gab. Es gab die ukrainischen Taucher, es gab die rumänischen Pässe, es gab auch das Segelboot, genauer gesagt, gab es sogar zwei Segelboote. Allerdings haben nicht die ukrainischen Taucher die Pipelines gesprengt, sondern ihre Aktion wurde als Tarnoperation durchgeführt, um Spuren zu legen, die bei Bedarf von der Täterschaft der USA an den Sprengungen ablenken sollten.
Als Seymour Hersh seinen Artikel über die Sprengungen der Nord Streams veröffentlicht hat, haben die wichtigsten Sprachrohre der US-Geheimdienste, also die New York Times in den USA und der Spiegel in Deutschland, der Öffentlichkeit einen Monat später die Räuberpistole mit den ukrainischen Tauchern aufgetischt, deren Spur allerdings extra gelegt worden war, um sie bei Bedarf als Ablenkung zu veröffentlichen. Der Segeltörn der Ukrainer auf der Ostsee konnte von den Medien mit Interviews von Zeugen in den angelaufenen Häfen untermauert werden und die Journalisten fühlten sich wie Sherlock Holmes, während sie in Wahrheit den Spuren eines von der CIA extra inszenierten Ablenkungsmanövers hinterherrannten, meint Derkatsch.
Das russische Fernsehen hat am Sonntag in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick über das Interview mit Derkatsch berichtet und ich habe den russischen
Bericht
übersetzt, um auf das Thema hinzuweisen. In den nächsten Tagen werde ich den gesamten Text des Interviews von Derkatsch auf Deutsch veröffentlichen.
Beginn der Übersetzung:
Nothing personal, just business: Mit der Sprengung der Nord Streams haben die USA mehrere Ziele erreicht
Letzte Woche hat der ehemalige Abgeordnete der ukrainischen Werchovna Rada, Andrej Derkatsch, die Ergebnisse seiner Nachforschungen über die Sprengungen der Nord Streams im September 2022 vorgestellt. Über die Details hat er mit der weißrussischen Nachrichtenagentur BelTA gesprochen.
Die USA haben die Nord Streams gesprengt, hier hat Derkatsch keine Widersprüche zu dem amerikanischen Investigativjournalisten Seymour Hersh. Aber Derkatsch hat eine wichtige Ergänzung, die eine gesonderte Vertuschungsaktion betrifft, die von der CIA durchgeführt wurde, um den Verdacht von den wahren Tätern abzulenken. Zu diesem Zweck wurde in der Ukraine eine spezielle Sabotagegruppe aus sechs Personen zusammengestellt und sogar ausgebildet.
Derkatsch sagte in dem Interview mit BelTA:
"Sie wurden über einen langen Zeitraum hinweg vorbereitet. Sie wurden in der Region Zhytomyr ausgebildet. Dort gibt es den Sokolovsky-Steinbruch. Er ist etwa 110 Meter tief. Die Ausbildung fand zunächst dort statt, dann in Rumänien, in der Nähe des NATO-Stützpunkts in Mangala. Sie trainierten an den South Streams.
(Anm. d. Übers.: Das sind nicht fertig gebaute Pipelines, die ursprünglich russisches Gas durch das Schwarze Meer über Bulgarien in die EU bringen sollten. Ihr Bau wurde 2014 auf Druck der EU-Kommission eingestellt, danach hat Russland als Alternative Turk Stream gebaut, die das russische Gas nun über die Türkei in die EU bringen.)
Danach haben sie eine große Jacht gemietet und wurden dann nach Polen verlegt. Es gab auch die kleinere Jacht "Andromeda", über die westliche Medien schreiben. Ihnen wurden rumänische Pässe gegeben. All das geschah unter der Aufsicht von Christopher Smith, der zu dieser Zeit der zweite Mann in der US-Botschaft in der Ukraine war. Er ist ein berüchtigter CIA-Mann. Heute ist er stellvertretender US-Außenminister für Europa und Asien. Der Typ wurde befördert. Wenn eine Tarngeschichte gemacht wird, ist sie gut gemacht. Wir wollen ja nicht die Erfahrung der CIA oder des MI6 bei der Vorbereitung von Tarnoperationen schmälern. Sie haben ziemlich viel Erfahrung darin, Stellvertreter oder Legenden zu benutzen, um eine bestimmte Ablenkung zu schaffen. Das ist auch passiert."
Die Amerikaner brauchten diese Tarnoperation, schließlich führten von Anfang an alle Spuren zum Weißen Haus. Schon beim Bau der Gaspipelines von Russland nach Deutschland durch die Ostsee haben sie alles getan, um den Bau zu verhindern. Und überhaupt forderten die Amerikaner und Biden persönlich ständig von den Europäern, kein russisches Gas mehr zu kaufen, und behaupteten, sie könnten die Alte Welt mit ihrem Flüssiggas versorgen.
Am 8. Februar 2022, zwei Wochen vor Beginn der Militäroperation in der Ukraine, versprach Biden öffentlich, die Nord Streams zu zerstören. Nach Gesprächen mit Bundeskanzler Scholz sagte Biden damals: "Wenn Russland einmarschiert, wenn seine Panzer wieder die Grenze zur Ukraine überqueren, dann wird es kein Nord Stream 2 geben, dann werden wir dem ein Ende setzen. Ich verspreche Ihnen, dass wir das tun können."
Sieben Monate später wurden drei der vier Pipelines in dänischen Hoheitsgewässern gesprengt.
Russland wurde von den Ermittlungen ausgeschlossen. Außerdem versuchte man zunächst, die Version zu verbreiten, dass wir es waren, die unsere eigene Pipeline gesprengt haben.
Dänemark, Schweden und Deutschland haben die Ermittlungen ganz offen sabotiert.
Am 8. Februar 2023 veröffentlichte der mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete amerikanische Enthüllungsjournalist Seymour Hersh sein Material, in dem er schrieb:
"Im vergangenen Juni brachten Kampfschwimmer der Marine unter dem Deckmantel der vielbeachteten NATO-Übung Baltops-22 ferngesteuerte Sprengsätze an und sprengten drei Monate später drei der vier Nord-Stream-Rohre. Biden traf die Entscheidung, die Pipelines zu sabotieren, nach einer mehr als neunmonatigen, streng geheimen Debatte. Die Frage war nicht, ob die Operation durchgeführt werden sollte oder nicht. Vielmehr ging es darum, wie die Aufgabe zu bewältigen war, ohne Spuren zu hinterlassen, wer für die Sabotage verantwortlich war."
Die Arbeit der Task Force zur Vorbereitung der Sabotage der Nord Streams, der Vertreter der CIA, des Pentagon und anderer Sicherheitsbehörden angehörten, wurde von Bidens nationalem Sicherheitsberater Jake Sullivan persönlich überwacht.
Die Recherche von Seymour Hersh war so überzeugend, dass das Weiße Haus dringend eine eigene Version herausgeben musste, der zufolge sich Amerika natürlich nichts hat zuschulden kommen lassen. Bereits einen Monat nach der Veröffentlichung von Hersh begann eine Gruppe von Autoren der New York Times, die vorbereitete Tarnoperation auszuführen. Die Zeitung veröffentlicht die Geschichte über einige ukrainische Aktivisten, die auf einer kleinen 15-Meter-Segeljacht, die mit falschen Pässen gemietet wurde, aufs Meer fuhren und die drei transkontinentalen Gaspipelines in einer Tiefe von 90 Metern in die Luft gesprengt haben.
Die kleine Jacht trug den Namen "Andromeda". Auf ihr sollen die Ukrainer angeblich zwei Tonnen Sprengstoff transportiert haben. Das Foto der Jacht wurde sofort vom deutschen Spiegel veröffentlicht. Das Team der ukrainischen Saboteure bestand aus sechs Personen. Und all dieser Quatsch wurde unter Berufung auf Informationen von anonymen amerikanischen Beamten veröffentlicht.
Wir sehen also, dass sich die Ergebnisse von Andrej Derkatsch und Seymour Hersh ergänzen und sich wie ein Puzzle zu einem einzigen Bild eines von den USA organisierten Terroranschlags auf die russischen Gaspipelines zusammenfügen.
Andrej Derkatsch ist für Washington und die Familie Biden schon lange ein rotes Tuch. Er war es, der vor vier Jahren die Tonaufnahmen der Gespräche zwischen dem ehemaligen ukrainischen Präsidenten Poroschenko und Vizepräsident Joe Biden sowie US-Außenminister John Kerry veröffentlicht hat. In den Aufnahmen fordert Biden von Poroschenko, die Firma Burisma, von der sein Sohn Hunter sein Gehalt bezog, in Ruhe zu lassen. Im Gegenzug versprach er der Ukraine eine Milliarde Dollar. Auch Kerry versprach Poroschenko eine Milliarde Dollar für die Entlassung des Generalstaatsanwalts Schokin.

(Für alle, die das Wortspiel auf dem Bild rechts nicht gleich verstehen: "Bride" = Braut; "Bribe" = Bestechung[sgeld] :-)
In den USA wurde gegen Andrej Derkatsch ein Strafverfahren eingeleitet, in dessen Rahmen ihm 30 Jahre Gefängnis drohen. Auch in der Ukraine wird gegen ihn ermittelt. Daher war er gezwungen, unterzutauchen.
Andrej Derkatsch sagte in einem Interview im Januar 2024:
"Am 19. Januar 2022 kam US-Außenminister Blinken in die Ukraine, um sich mit Selensky zu treffen. An dem Treffen nahmen eine ganze Reihe von Personen teil, mindestens 14. Bei dem Treffen sagte Herr Blinken zu Selensky folgendes: "Sie müssen dringend die Derkatsch-Frage lösen." Selensky begann, über gewisse Figuren der Opposition zu sprechen. Blinken wandte ein: "Wenn Sie die Derkatsch-Frage nicht lösen, werden wir sie mit unseren Partnern selbst lösen." Diejenigen, die bei dem Treffen dabei waren, waren beeindruckt, denn das war eine ziemlich scharfe Position des US-Außenministers, denn stellen Sie sich vor: Die Aufgabe des Präsidenten der Ukraine war es, die Derkatsch-Frage zu lösen."
Nach dem Gespräch verließ Derkatsch die Ukraine. Was Europa betrifft, das ohne billiges russisches Gas dasteht, so gerät seine Wirtschaft immer mehr ins Minus, die Verluste aufgrund des Abbruchs der Wirtschaftsbeziehungen zu Russland gehen in die Hunderte von Milliarden, Unternehmen schließen oder wandern in die USA ab, wo das Gas billiger ist. Mit der Sprengung von Nord Streams haben die USA gleich mehrere Ziele erreicht: Sie haben Russland geschadet, wirtschaftliche Konkurrenten in der EU ausgeschaltet und ihr Flüssiggas zum dreifachen Preis an die Europäer verkauft.

Nothing personal, just business.
Ende der Übersetzung
LESERPOST
(ausgewählt und z.T. leicht gekürzt von Dikigoros)
Stop Bush and Clinton (20. Mai 2024):
[...] Falls nicht mehr verhindert werden kann, dass die Wahrheit über die Nordstream-Sprengungen ans Licht kommt, halten Habeck usw. eine Pressekonferenz ab, bei der sie sagen, dass wir unseren amerikanischen Freunden dafür dankbar sein müssen, dass sie uns durch diese Aktion aus den Klauen des tyrannischen Diktators Putins befreit haben und dass sie den Umstieg auf erneuerbare Energien dadurch beschleunigt haben, und wir deshalb die Klimakatastrophe noch ein Jahr länger überleben werden. (Dass durch die Sprengung eine große Menge tatsächliche Treibhausgase - kein harmloses CO2 - in die Atmosphäre freigesetzt wurden, wird dabei natürlich weiter ignoriert.)
Der "Rückbau" der Pipelines wäre sowieso nötig gewesen, also bedanken wir uns bei Biden dafür, dass er das ganz kostenlos erledigt hat, und bieten an, zumindest einen fairen Anteil der Kosten zu übernehmen. Und Biden bekommt ein Bundesverdienstkreuz dafür.
(Anm. Dikigoros: Aber aber, doch nicht irgendein BVK, sondern mindestens die
Sonderstufe des Großkreuzes
- da befände sich Sleepy Jo dann in bester Gesellschaft :-)
Ausserdem müssen mehr amerikanische Soldaten ins Land geholt werden, weil wir jetzt Hilfe brauchen, um einen Terroranschlag von Putin als Rache für die Sprengung der bösen russischen Pipelines zu verhindern.
Deutscher Michel (20. Mai 2024):
In Texas werden mit deutschem Geld riesige LNG-Verladeeinrichtungen gebaut.
[...] LNG ist ein Abfallprodukt der Schieferoelgewinnung, das normalerweise abgefackelt, jetzt aber vom deutschen Steuerzahler vergoldet wird.
Da die US-Firmen planen, die Schieferoelgewinnung zurückzufahren, wird es in einigen Jahren kein US-LNG mehr geben - die Förderungsspitze soll dieses Jahr erreicht werden; ab dann geht's bergab.
Was bedeutet, dass unsere Investitionen in dreifach überteuertes Gas abgeschrieben werden können und dass wir künftig unsere Wälder (Den Rest derselben, den der Windradbau übrig lässt) in Holzgasanlagen verheizen müssen, was Deutschland dann endgültig zur Wüste macht.
Es ist ein gutes Gefühl, "Verbündete" zu haben, die einem bei jeder sich bietenden Gelegenheit ein Messer in den Rücken rammen.
Vielleicht aber wird sich das auf Deutsche kaum auswirken - wenn D. auf Befehl der USA die Ukraine-Behandlung bekommt.
Dann ist Schluss mit Amalek, und es gibt wieder ausgelassen tanzende Stammesmitglieder.
PS: Scholz
wird demnächst zu einem Festessen nach Washington eingeladen. Er ist der Braten.
Lumi (20. Mai 2024):
«In Texas werden mit deutschem Geld riesige LNG-Verladeeinrichtungen gebaut.»
In der Tat, finanziert u.a. von der LBBW und EnBW (fast komplett in öffentlicher Hand). Sicher wird man wegen "Belastungen der Umwelt" und "Unrecht an der indigenen Bevölkerung" noch einiges nachschießen müssen.
Zum Ausgleich wird Wintershall DEA, quasi der einzige deutsche Produzent von Erdöl und Erdgas, einem englischen Konkurrenten verkauft [...] Mir scheint, der Bund ruiniert mit seiner desaströsen Politik der BASF das Geschäft; diese will verkaufen, und Habeck nickt ab, weil er nicht weiß, was geostrategische Interessen sind.
Gunther (20. Mai 2024):
Der Käufer will bis 2035 Klimaneutral sein. Wieder so ein greenwashing-Konzern. Erreichen wollen sie das u.a. mit CO2-Einlagerung vor der Küste Englands. Überhaupt ist der Konzern, wenn man der Werbung glauben darf, in allem super vorbildlich. Frage mich nur, wie er mit 1800 Beschäftigten einen Konzern wie Wintershall DEA kaufen kann, der sicher Milliarden kostet. Woher wohl das Geld dafür kommt?
[...] Die US-"Eliten", wer auch immer von denen gerade am meisten davon profitiert, nutzen jedes Verbrechen, um ihren Profit zu sichern. Und unsere ach so ökologischen Grünen klagen sie nicht wegen der Umweltverschmutzung durch den brutalen Sabotageakt an, noch weigern sie sich, Frackinggas zu nutzen und bauen in Naturschutzgebieten in Rekordzeit Terminals, was irgendwann sicher zu einer ökologischen Katastrophe führt. Hauptsache, das Putingas fließt nicht mehr. Auf der einen Seite die Profiteuren, auf der anderen Seite ihre Zuarbeiter und Zuarbeiterinnen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, doch es könnte ja sein, dass nach der politischen Karriere der oder die eine oder andere Grüne in einschlägigen US-Unternehmen unterkommt. Joschka Fischer lässt grüßen.
Darrin (20. Mai 2024):
Ich glaube die Geschichte von Andrej Derkatsch nicht!
Die Theorie, eine Billigjacht mit 2 Tonnen Sprengstoff zu beladen, um dann ein paar ukrainische Tauchern + Notfallcrew die Schuld in die Schuhe zu schieben, ist als Ablenkungsgeschichte derart idiotisch, dass das Konzept selbst die CIA beschämen dürfte.
D.h. selbst unter dem Aspekt, man verkaufe gerne idiotische Geschichten, um zu sehen, wie dumm die „breite Masse“ wirklich ist, wäre so eine Ablenkung noch zu plump. Und wie man sieht, hat diese Geschichte auch nie funktioniert.
Ich glaube zwar, dass Ukrainer an der Unterwasser-Sabotage zunächst in der Ukraine und dann in Rumänien ausgebildet wurden, ich bezweifle aber, dass dies als willentliche Ablenkung für die Sprengung der Nord Stream geschah.
Viel wahrscheinlicher ist, dass man tatsächlich Anschläge durch die Ukraine vorbereiten wollte, sei es ein Anschlag irgendwo im Bereich der Krim oder in der Nähe der Zufahrt zum schwarzen Meer.
Die Schuldfrage von Nord Stream 2 war meiner Meinung nach bei der Vorbereitung und bis zur Sprengung völlig egal.
Denn es waren und sind vor allem die USA, die Russland als "gas station" betrachten, und am stärksten daran geglaubt haben, man könne das Land durch Sanktionen und Sperrung an Öl-/Gaslieferungen in den Ruin treiben.
D.h. man hatte dies zunächst rein durch eine angeordnete Abschaltung versucht, die aber zu viel zu viel Medienwirbel um Turbinen, Verträge mit Siemens in Kanada, etc. geführt hat. Es enstand sogar eine Panik vor Gasmangel und damit verbunden zu Protesten zugunsten einer Wiederinbetriebnahme.
Und in diesem Moment kam es dann zu Sprengung - quasi als Schlussstrich zum medialen Hickhack.
D.h. dadurch war klar, dass die USA über die Uneinigkeit/Ungehorsamkeit Deutschlands erbost waren, und Nägel mit Köpfen gemacht haben. Zumal auch klar wurde, dass es zu keinem rapiden Zusammenbruch Russlands kommen würde, wodurch auch klar war, dass man nicht wieder zu Gaslieferungen mit einem "neuen Russland" zurückkehren würde.
Das ist so offensichtlich, dass man auch keine Alternativgeschichte brauchte oder aufgebaut hatte, allein schon weil der Zeitpunkt der Sprengung so nicht geplant war.
[...] Fakt ist, dass bereits eine Abschaltung des Gasflusses den angestrebten finanziellen Verlust für Russland hätte bedeuten können. Eine Sprengung wäre aus finanzieller Sicht überflüssig.
Und wäre ein mittelfristiger politischer Umsturz in Russland wirklich erreichbar gewesen, wäre eine Sprengung sogar kontraproduktiv. Da man ja durchaus mit einem Russland, das zuvor kapitulierte, und sich aus der Ukraine zurückziehen musste, wieder Geschäfte gamacht hätte.
Auch aus Sicht einer Eskalationsspirale im Ukraine-Konfliktes kam die Sprengung zu spät. So stritt man sich die erste Zeit bereits bei Fragen über die Lieferung von Helmen. Ehe es da um Panzer, Panzerhaubitzen, Taurus-Raketen oder gar F-16 ging, war der Konflikt bereits im vollem Gange. D.h. hier gab es offensichtlich keine Alternativstrategie der NATO.
Es hat also auch für die Ukraine keinen nennenswerten Mehrwert gebracht. Denn während des Konfliktes wäre der Gasfluss sowieso nicht wieder angestellt worden. Und so war es auch hauptsächlich Polen, die durch neu gebaute Pipelines in der Sprengung Nord Streams immerhin eine gestärkte Position gegenüber Deutschland sah. (Siehe Zitat Sikorski zur Sprengung; bzw. später in der Frage der Panzerlieferungen).
Daher hatte die Sprengung eher eine mediale Wirkung, die zudem noch nicht einmal erfolgreich war. Zu offensichtlich war eine Einmischung der USA (allein schon aufgrund diverser Statements Bidens).
Den einzigen Nutzen kann daher in einer gewissen Endgültigkeit des angestrebten Narrativs sehen.
(Anm.: Dikigoros hat die sachlich unsubstantiierten, persönlichen Anfeindungen gegen "Darrins" Beitrag gestrichen. Er selber sieht das im Prinzip ähnlich wie letzterer; allerdings gibt es auch noch andere Profiteure der Pipeline-Sprengung, deren Unterwassser-Streitkräfte überdies für den Anschläg in der Ostsee nicht erst groß hätten ausgebildet werden müssen, vor allem das Veruneinigte Königreich in der Nordsee.)
Deutscher Michel (21. Mai 2024):
Letzte Meldung: Die Biden-Regierung hat den Bau der LNG-Verladeanlagen gestoppt - es gelten neue Umweltauflagen - rückwirkend.
Mit ein wenig Pech muss der genze Kram abgerissen und neu errichtet werden. Da Deutschland die Kosten trägt, ist man hier großzügig beim Verbieten.
Ahmet (21. Mai 2024):
Die USA haben das Ende der Pipeline angekündigt. Das Motiv spricht ebenfalls für die Täterschaft der USA.
Das ist unbestritten. Die Reaktion der Deutschen ist hingegen unfassbar! Ein Großteil, weiß bis heute nicht, um was es überhaupt geht. Viele wiederum zucken mit den Schultern und klagen über die hohen Energiepreise und vor allem die extrem gestiegenen Nebenkosten fürs Wohnen.
Eine gar nicht so kleine Minderheiten freut sich sogar dafür, dass die Pipeline zerstört wurde. Das ist so, als würde jemand einem auf's Maul hauen und mehre Zähne herausfallen, und das Opfer würde sich beim Täter bedanken.
In Deutschland gibt es viele aufrechte Menschen, es gibt aber auch viel ehrloses Pack. Jeder afrikanische Kleinstaat geht aufrechter als "das Volk der Dichter und Denker", das eher ein Volk der Kriecher und Diener ist.
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