Der Sprecher der Bundesaußenministeriums hat kritischen Journalisten offen mit Bestrafung gedroht. Damit ist ein neuer Tiefpunkt in der Frage der Meinungs- und Pressefreiheit in Deutschland erreicht, der an die dunklen Zeiten der deutschen Geschichte erinnert.Bei der Regierungspressekonferenz am 13. Februar hat Florian Warweg, Journalist der Nachdenkseiten, eine Frage nach den Sanktionen der EU gestellt. Die Antwort des Sprechers des Bundesaußenministeriums (Anm. Dikigoros: Von welchem fremdsprachigen Artikel hat T.R. das bloß wieder mit seinem K.I.-gesteuerten Programm übersetzen lassen? Die Behörde heißt nicht "Außenministerium", sondern "Auswärtiges Amt"!) zeigte, wie es im heutigen Deutschland um die Meinungs- und Pressefreiheit bestellt ist: Hier stellt sich bereits die erste Frage: Wenn die Presse- und Meinungsfreiheit in Deutschland gegeben ist, wie kann man sie dann "unterlaufen"? Entweder darf man jede politische Meinung vertreten (abgesehen von Nazi-Narrativen, Rassismus u.ä.), oder man darf es nicht. Aber wie kann man die Presse- und Meinungsfreiheit, wenn es sie denn gibt, "unterlaufen"? Danach folgte die erste Drohung an kritische Journalisten, die bei den Themen, die der Regierung wichtig sind, abweichende Meinungen vertreten: Man muss wissen, was die Sanktionierung durch die EU bedeutet: Es wird einem das gesamte Vermögen eingefroren und man wird entrechtet, indem man de facto ein Berufsverbot bekommt, weil einem niemand mehr etwas bezahlen darf. Und das, ohne dass einem ein Gesetzesverstoß vorgeworfen wird, denn Sanktionen sind eine rein politische Entscheidung. Das ist also reine Willkür zur Vernichtung von Regierungskritikern, mit anderen Worten: Repression und politische Verfolgung. Aber damit nicht genug, denn danach sagte der Sprecher des Bundesaußenministeriums: Dass Herr Warweg über diese mit einem Rechtsstaat nicht zu vereinbarenden Maßnahmen anspricht, findet der Sprecher des Bundesaußenministeriums also deshalb gut, weil er in seinen Antworten jedes Mal die Drohung gegen regierungskritische Journalisten wiederholen kann, dass es jeden von ihnen jederzeit treffen kann. Da ein deutscher Journalist unter Sanktionen gestellt wurde, der das Pech hat, noch in der EU, konkret in Berlin, zu wohnen, der nun darauf angewiesen ist, dass die Regierung ihm (kein Scherz) erlaubt, monatlich von seinem eigenen Geld etwa 500 Euro für den Lebensunterhalt seiner vierköpfigen Familie auszugeben und die Regierung ihm nun sogar diese Summe gesperrt hat, hat Warweg noch eine Frage nachgeschoben: Die Antwort des Sprechers des Bundesaußenministeriums war an Zynismus kaum zu überbieten: Nehmen wir das einmal auseinander:
Auch die nächste Aussage, die "Konsequenz des Handelns" seien "im Vorfeld bekannt" ist reiner Zynismus, denn die Sanktionen sind politische Entscheidungen. Es gibt kein Gesetz und auch keine Regierungsanweisung, in der aufgelistet wäre, wofür man sanktioniert werden kann und was man noch sagen oder schreiben darf, wenn man eine Sanktionierung vermeiden will. Das beste Beispiel dafür ist der Schweizer Jaques Baud, der sanktioniert wurde, weil er Selenskys früheren außenpolitischen Berater korrekt (!) zitiert hat. Deutschland ist nun wirklich dort angekommen, wo es zu Beginn der dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte schon mal war. Der Ausspruch "Wehret den Anfängen!" ist nicht überholt, denn über die Anfänge der Errichtung eines Repressions- und Unterdrückungsstaates ist das heutige Deutschland bereits weit hinaus. zurück zu Der Fall Alina Lipp (vom selben Autor) |