| Mississippi Teil 2 Tief atmend und nass geschwitzt griff er nach der Flasche, die f�r ihn am B�hnenrand abgestellt wurde. Schwei� rann seine Stirn herunter und das graue Shirt klebte unangenehm eng and seinem R�cken. Er sch�ttelte es ein wenig, um die k�hle Luft an seinem K�rper hochkriechen zu lassen. Es f�hlte sich toll an. Ein Schluck aus der Flasche und er war wieder fit f�r den n�chsten Song. 'Yeah', dachte er 'Die Show der Shows! Und ich bin ein Teil davon! Das sind wir. Die auf der B�hne da oben, yeah, das sind wir!' Er atmete tief durch und inhalierte die noch frische Luft. Die Fans jubeltem ihm zu, sie schrien und flippten total aus. Das mochte er. Er f�hlte sich, als ob er auf der Erde st�nde und alle zu ihm aufsahen. Mit gro�en, bewunderten Augen blickten sie zu ihm. Eine Kamera schwebte �ber ihnen und filmte ihn. Im Fernsehen konnten sie ihn jetzt auch sehen. Er wollte gerade anfangen, etwas zu den Fans zu sagen, als pl�tzlich ein schriller Ton unbarmherzig durch die Halle krachte. Das Kreischen fuhr ihm bis tief ins Knochenmark und er warf reflexartig seine H�nde vor die Ohren. Dann bebte der Untergrund und er wurde auf den Boden geschmissen. Der, mit dem Bart am Kiefer, fiel neben ihm auf die Knie und sch�ttelte ihn wie wahnsinnig an den Schultern. "Lance!", kreischte er �ngstlich. "AAAAAAAHHHH!" ~*~ "Lance, was zum Teufel ist los?!?" Lance schreckte hoch und blickte entsetzt um sich. "W-...was?", stotterte er und kniff seine Augen zusammen, weil das grelle Sonnenlicht, welches durch das ge�ffnete Fenser drang sich in seine Augen brannte. "Telefon." "Was?" Er sah verwirrt um sich. Die jubelnden Massen waren verschwunden, keine B�hne und auch keine Scheinwerferlicht. Der Schlagzeugbeat, der noch Sekunden zuvor seinen K�rper durchzuckte verklang in seinen Ohren. Die Schreie wurden leiser und der Tanzboden wandelte sich zu seinem Schreibtisch um. Aus dem Fenster drang Vogelgezwitscher, B�ume raschelten im Wind und das Korn wiegte sich gem�tlich in den Feldern. Der Geruch von Heu kroch in seine Nase und er seufzte leise. 'Alles nur ein Traum. Ein d�mlicher, verfluchter Traum!' Seine Mutter dr�ckte ihm den Telefonh�rer in die Hand und fl�sterte: "Ein gewisser Justin Timber-...TImberlake oder so aus Orlando will mit dir sprechen. Er hat irgendetwas mit Popgruppe und f�nftes Mitglied gesagt. Ich weis auch nicht genau." "OK.", murmelte er und wartete, bis sie aus seinem Zimmer gegangen war. 'Justin, den Namen kenn ich doch!', schlich es durch sein Gehirn. Er hob den H�rer mit zitternden H�nden langsam zu seinem Ohr hoch und stammelte nerv�s mit seiner tiefen Stimme: "Lance Bass. W-wer ist da?" Ein Pferd wieherte auf der Weide und Lance schloss langsam das Fenster. "Ich hei�e Justin Timberlake und bin hier grad in Orlando, mit vier von meinen Freunden.", erkl�rte eine junge Stimme am anderen Ende der Leitung. Lance schluckte und nickte. "Ja und?" "Wir wollen ne Band gr�nden, aber uns fehlt noch eine gute Basssstimme. Ich hab meine Gesangslehrerin gefragt, ob sie jemanden kenne und sie hat gesagt, dass du ganz gut w�rst." Eine kleine Pause. "Und was soll ich machen?", fragte Lance und lehnte sich in seinem Holzstuhl zur�ck. "Du wei�t, dass ich in Mississippi wohne, oder?" Er h�rte ein leichtes Lachen und dann sagte die Stimme: "Klar, flieg doch mal r�ber. Vielleicht wird aus uns noch ne richtig coole Pop Gruppe oder so was." Normalerweise h�tte Lance sofort verneint. Aus seinem sch�nen Mississippi fliegen? Niemals! Er schloss seine Augen nur f�r einen kurzen Moment. Der Beat h�mmerte wieder durch seine Brust, Dampfwolken stiegen am B�hnenrand hoch und Laser durchbrachen das D�mmerlicht im Stadion. Blitzlichter prasselten auf sie nieder, die Fans jubelten und schrien ausgelassen und er griff rasch nach der Hand von dem, mit dem rasierten Kopf. Ein gl�ckliches L�cheln breitete sich auf seinem Gesicht aus, als er sich langsam verbeugte. "OK.", hauchte er ins Telefon und blickte auf die �de Weide hinaus. Aus dem Telefon h�rte er erleichtertes Lachen von mehreren Jungs. Die Stimmen kamen ihm irgendwie bekannt vor, er konnte sich aber nicht im geringsten vorstellen von wo. |