| Heisser Tee JC war ganz allein. Der s��liche Duft des hei�en Tees stieg in seine Nase und kitzelte sein Gesicht. Er umfasste die Tasse mit beiden H�nden und genoss die aufsteigende Hitze. Sein Kopf war tief �ber die Tasse gebeugt, die Augen geschlossen atmete er tief ein und aus. Das einzig vernehmbare Ger�usch war das Heulen des Schneesturms, der drau�en tobte. Er seufzte, richtete sich wieder sich wieder auf und ging mit der Tasse in der Hand zum Fenster r�ber, schaltete auf seinem Weg das Licht aus und setzte sich auf das breite, von der Heizung angew�rmte Fensterbrett. Langsam zog er seine F��e aufs Brett, schlang die blassen Arme um die angewinkelten Beine und beobachtete aufmerksam das Schneegest�ber. Er nippte an dem dampfenden Tee, presste sein Gesichte gegen die eisige Fensterscheibe und starrte auf die unendlich vielen Schneeflocken die durch die Luft gewirbelt wurden. In der K�lte w�nschte er sich nichts sehnlicher, als jetzt jemanden mit sich zu haben. Einen Hund, ne Katze oder wenigstens ein Kuscheltier. Er schloss seine blo�en Arme um die, mit nur mit einem d�nnen Hemd bedeckte Brust und schaukelte zitternd auf und ab. Die Tasse stand neben seinen F��en und w�rmte seine Wade leicht. Im blassen Licht, das die Schneeflocken reflektierten, schimmerten seine blauen Augen hell auf und glitzerten wie Kristalle. Er schreckte auf, als pl�tzlich sp�rliches Licht durch einen T�rspalt bis zu ihm hervordrang. �Josh?�, h�rte er eine unsichere Stimme. �Hier.�, fl�sterte JC kaum h�rbar und wendete sich nicht vom Fenster ab. Ein Schatten huschte in das Zimmer und erstickte sofort in der Dunkelheit, als sich die T�r wieder schloss. �Was machst du hier?� Keine Antwort. JC widmete sich voll und ganz dem Schneegewitter. Justin kam jetzt n�her geschlichen, setzte sich zu JC ans Fensterbrett und blickte auf die dampfende Tasse Tee hinab. Seine Beine schoben sich langsam zwischen die von JC und er kam ihm bedr�ckend nahe. Mit den Augen suchte er JCs Blick, nahm dann bald die Tasse in die Hand und probierte den Tee. Mit verzogenem Gesicht schluckte er ihn herunter, schauderte und sch�ttelte den Kopf. JC schenkte ihm immer noch kein bisschen Aufmerksamkeit. �Was ist los?�, fragte er jetzt und die Tasse in JCs kalte H�nde. Die zwei hellen, blauen Augen flogen �ber die Schneeflocken, dann blickten sie in den Tee in der Tasse und richteten sich schlie�lich auf Justins tiefschwarze Pupillen. �Nichts.�, sagte er und l�chelte ein wenig. Seine Augen schimmerten wie Kristalle zwischen Eiswasser, die blassen Lippen hoben sich kaum von der Haut ab und eine K�ltewelle jagte seinen R�cken hoch. Justin zitterte bei dem Anblick von JCs halbnacktem K�rper. Er selbst trug wenigstens eine lange Jogginghose und ein Sweatshirt, trotzdem fror er. JCs Heizung ist nicht gerade effektiv, dachte Justin. Mehr als das Fensterbrett kann sie auch nicht w�rmen. Seine Beine schoben sich weiter zu JCs vor, der weiche Stoff streifte die bleichen Waden, aber er schien ihn nicht zu bemerken. Er blickte nur kurz in Justins Augen, sein Blick wanderte �ber das junge Gesicht, doch dann wendete er sich wieder dem Schneesturm zu. Justin versuchte einen Blick in seine schimmernden blauen Augen zu erhaschen, ruckte noch etwas n�her und griff schlie�lich nach JCs H�nden. �Josh?�, hauchte er und Angst spiegelte sich in seinen Augen wieder. Er erhielt keine Antwort. Ein Zwinkern, JCs Gestalt verschwamm vor ihm und wurde unscharf. Eine Hitzewelle schwappte durch seinen K�rper und er zog hastig seinen Pullover aus. �JC, was hast du in den Tee getan?� Seine Stimme schlich sich als ein Wispern �ber seine Lippen. Er schluckte, schloss seine tr�nenden Augen und atmete tief durch. �JC?�, seine Stimme zitterte leicht und es war nicht zu �berh�ren, dass er sich f�rchtete. JC sah ihn ruhig an, l�chelte schwach und murmelte: �Schlaftabletten. Zur Beruhigung.� Justin nickte m�de. �Warum ist es so hei� hier drin?� �Die Heizung...�, h�rte er ihn sagen. �Heizt unregelm��ig.� Justin lehnte seinen schweren Kopf gegen das von au�en angefrorene Glas und starrte in den Schnee. JC nahm noch einen letzten Schluck von dem abk�hlenden Tee, schwang seine Beine �ber den Rand des Fensterbretts und stand auf. Er blickte auf Justin herunter, strich ihm sanft durch die wilden locken und schlich dann zu seinem Bett her�ber. Er lie� sich auf das k�hle Laken fallen, kroch unter den Stoff und erlaubte ihm, sanft �ber seine Arme zu streichen. Justins ruhiges Atmen lag im Zimmer, seine schmale Silhouette zeichnete sich gegen den glitzernden Schnee ab und JC schloss langsam seine m�den Augen. Am n�chsten Morgen fand er Justin im Tiefschlaf auf seinem Fensterbrett wieder. Er hatte sich seit letzter Nacht nicht vom Fleck bewegt, lehnte immer noch am mit Eisblumen zugefrorenen Fenster. Drau�en glitzerte der Schnee im D�mmerlicht, die rote Sonne schimmerte zwischen kahlen �sten und Justin und seine Umwelt waren in ein blaur�tliches Licht getaucht. Justin zwinkerte, blickte JC mit seinen tiefblauen Augen an, in denen kleine rote Flammen tanzten und beobachtete das Bild, das sich ihm bot. �Wo ist der Sturm?� �Weg.� JC l�chelte und half Justin auf die Beine. �Kochst du heut Abend wieder Tee?�, fragte er und g�hnte. �Wenn du willst.� Justin nickte, zog sich seinen Pullover �ber den drahtigen K�rper und zwinkerte mit seinen gl�nzenden Augen. �Dann bis heut Abend.� Er stand auf, schlich aus dem Zimmer und schloss die T�r leise hinter sich. |