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Schulbücher in der guten, alten Zeit bis Weimar

 

Der ethnische Homogenitätsgedanke des deutschen Vaterlandes bleibt trotz andere Indizien bestehen. Laut einem Flüsterwitz im 3.Reich sieht der ideale Deutsche folgendermaßen aus :"Blond wie Hitler, flink wie Goebbels und schlank wie Göhring.

Theodor Fontane und Brentano haben ausländische Vorfahren. Auch Walter Darrey ( Vertreter der Blut-und-Boden-Theorie und Minister im 3.Reich), Odilo Globotschnik (SS-Mörder), Lothar de Maiziere und Oskar Lafontaine ( als Führungspolitiker !!!) haben ausländische Vorfahren gehabt.

Die Anfänge des Mythos der ethnischen Homogenität zeigen sich um 1800. Eine gemeinsame Kultur und Abstammung sollen ein ethnische Identität zeigen. "Deutsch sein ist eine Frage des Blutes"

Die Verfasser der Schulbücher, die von Millionen gelesen werden, waren keine Wissenschaftler, sondern nur Lehrer. In den Schulbüchern werden oft politische und militärische Ereignisse verwendet. Der Nationalstolz wird durch Chauvinismus ausgedrückt, jedoch finden sich keine rassistischen Auslegungen

Die "Germania " von Tacitus ist der Ausgangspunkt. Diese Berichte werden für bare Münze genommen. Tacitus überhöhte absichtlich die Germanen, um die römische Dekadenz anzuprangern. Die Behauptung, daß die Germanen sich nicht mit anderen Völkern verheirateten, wurde im 19.Jh. von Archäologen widerlegt.

In den alten Schulbüchern wird vieles ausgelassen, denn es müssen 3000 Jahre in 200 Seiten abgehandelt werden.

Es wird nicht von den römischen "Einwanderern" (ehemalige Soldaten, Kaufleute,...) erzählt. Auch nach dem Rückzug der römischen Armeen blieb römisches Erbgut zurück.

Da dies in den Schulbücher verschwiegen wurde, erhielten die Schüler einen Eindruck von ethnischer Homogenität.

Auch bei der Ostbesiedelung verschwanden die Slawen nicht einfach spurlos, sondern vermischten sich mit den Deutschen. Doch im Mittelalter war der Stand wichtiger als ethnische Abstammung. Auch war im Mittelalter das heilige römische Reich deutscher Nation ein Völkergemisch und daher multiethnisch.

Auch die Hugenotteneinwanderer hinterläßt genetische Nachkommen. Doch zur Reformationszeit war die religiöse Abstammung das Wichtigste. In den Schulbüchern werden besonders die Eroberungen Friedrichs des Großen erwähnt. Unerwähnt bleiben die vielen Polen, die durch die Gebietsveränderung preußisch wurden. Zur Zeit des Kaiserreichs wird Deutschland als ethnisch-homogen dargestellt. Die Polen, Litauer, ... im Reiche bleiben unerwähnt. In diese alten Schulbüchern gibt es keinen Antisemitismus zu lesen.

In England und Frankreich wird in den Schulbüchern der Ursprung ihres Volkes nicht als homogen beschrieben, sondern man erwähnt die Heterogenität ihres Volkes. In Frankreich beginnt die Geschichte des Volkes mit den keltischen Galliern, gefolgt von den Römern und Franken. Erst durch die Verschmelzung dieser Völker entsteht die französische Nationalität. In Großbritannien zeigt sich noch mehr Heterogenität, da auch Waliser, Schotten und Iren zum Lande zählen.

Die Schulbücher im alten Deutschland waren nicht alleiniger Mythenüberträger, doch sie bildeten jedoch einen Nährboden. Über ein Land gibt es zwei Möglichkeiten dessen Geschichte zu betrachten : a.)es gibt eine ethnische Nation, die den Bürger von der Abstammung herleitet.

b.)Die multiethnische Nation, die verschieden ethnische Teile beherbergt.

Heute ist die Multiethnizität weiter fortgeschritten, da die Medien die Botschaft der Toleranz predigen.

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