Quellen des Hellenismus
Literarische Quellen:
Zum Alexanderzug stammt von Arrian, einem römischen Senator aus Kleinasien, die bedeutendste Quelle. Er lebte jedoch im 2. nachchristlichen Jahrhundert, und griff auf folgende, nicht mehr überlieferte Quellen zurück:
Neben Arrian überstanden auch die Schriften des Diodors, von Curtius Rufus, Iustinus und von Plutarch.
Für die Zeit der Diadochen ist besonders Hieronymus von Kardia maßgeblich. Seine verlorengegangenen Berichte wurden von Arrian und Diodor aufgegriffen.
Verlorengegangene Schriftsteller für diese Epoche waren Phylarchos, Megasthenes und Timaios. Dieser benutzte als Datierung erstmals die Olympiaden.
Ein anderer Geschichtsschreiber war Polybios, der sich eigentlich mehr mit Rom befaßte, aber als Arkadier auch etwas über die griechische Geschichte schreib. Nach Polybios entstanden nur noch Sekundärquellen über diese Zeit.
Inschriften:
Die meisten Inschriften beinhalteten amtliche Angelegenheiten wie z.B. Gesetze, Verträge, administrative Einträge oder Ehrungen verdienter Bürger. Oftmals sind Inschriften sehr schwer zu deuten, weil viele griechische Namen schwer zu deuten sind. Die Namen des Großvaters wurden oft auf die Enkel übertragen, was die zeitliche Datierung erschwert.
Papyri:
Die Papyri konnten nur aufgrund der Witterungsverhältnisse in Ägypten den Zeitabstand zu heute überstehen. Viele Papyrifetzen wurden als Ausstattung von Mumien entdeckt. Dies stellt den Unterschied zu den Inschriften dar. Die Inschriften sollten die Zeit überdauern, die Papyri wurden weggeworfen. Meistens sind es Papyriabfälle niederer Beamter wie z.B. Korrespondenzen, Vorladungen und Gerichtsprotokolle.
Münzen:
Die meisten Münzen der Antike wurden zu Ehren der jeweiligen Regierung gemacht, weniger zur Unterstützung des Handels. Durch Münzfunde lassen sich Handelswege nachvollziehen oder auch Regierungsabsichten erkennen. Alexander ließ beispielsweise in Persien den dareikos schlagen, was seinen Anspruch auf den persischen Thron zeigt.