Vollendung der Demokratie unter Perikles
Perikles ist der herausragende demokratische Politiker Athens zur klassischen Zeit. Während seiner Ära erreicht die Vollendung der demokratischen Verfassung. In der Geschichtswissenschaft wird die Zeit seiner Regierungszeit bis zu seinem Tode durch die Pest 429 wird auch oft als das perikleische Zeitalter bezeichnet. Er stammt aus einer adligen Familie, die im öffentlichen Leben engagiert war. Sein Vater war Feldherr bei der Seeschlacht 479 v. Chr. bei Mykale, und seine Mutter war mit Kleisthenes verwandt. Perikles erhielt als junger Mann ein Ausbildung bei berühmten Lehren seiner Zeit. Seine rhetorischen Fähigkeiten konnten die Volksversammlung zu seinen Gunsten beeinflußt.
Perikles gehörte zu den politischen Kreisen, die sich gegen die prospartanische Politik wandten. Zusammen mit Ephialtes versucht er den Areopag zu schwächen, der die Stütze der bestehenden Ordnung war. Mit einigen Bestechungsanklagen gegen Apropagmitglieder kann er dessen Stellung schwächen, und während der Verbannung von Kimon stürzen. Die Befugnisse des Areopags, dessen Institution aus der Adelszeit stammten, werden auf den Rat der 500 und die Volksversammlung übertragen. Im Jahre 461 v.Chr. fällt Ephialtes einem Attentat zum Opfer. Seine Führungsrolle nimmt jetzt Perikles ein, der die Demokratisierungspolitik vorsetzt. Er läßt jetzt auch Zeugiten aus der 3. Einkommensklasse zum Archontat zu, und führt die Diätenzahlung für Abgeordnete ein, um ein politisches Engagement auch den ärmeren Schichten zu erlauben
Perikles genoß keine Sonderrolle in diesem System, aber es bleibt zu vermuten, daß er keine besonderen Rechte brauchte, um seine Ideen durchzusetzen. Man nimmt an, daß seine rhetorischen Fähigkeiten und politischen Erfolge den Athenern viel Vertrauen einflößte, daß sie ihn immer wieder zum Strategen wählten, und er damit genügend Einfluß auf die Regierungsgeschäfte hatte.