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Die Reformen des Kleisthenes

Der Schwachpunkt der solonischen Verfassung sind die Phylen, die sich an einem gentilizischem System orientieren, und von den führenden Adelsgeschlechtern dominiert wurden. Die Reformen des Kleisthenes soll dies verbessern. Er läßt die Bürger in den demen (Stadtbezirk) zusammenfassen. Die Bewohner eines demos regeln in Bezirksversammlungen ihre Probleme selbst, und stellen Bürgerlisten für den Kriegsfall auf. Das gesamte Land der polis Athen mit 100 demen teilt er in 3 regionale Einheiten (trittys = Drittel) ein. In diesem Falle sind die Einheiten die Stadt Athen mit Umland, das Küstengebiet und das Binnenland. Jeweils 3 Trittys, aus je einer Region, werden zu einer der 10 Phylen gelost. Der Name Phyle hat mit der archaischen Phyle nichts mehr gemeinsam. Sie ist jetzt territorial aufgebaut. Die Kombination dreier regional unterschiedlicher Trittys in einer Phyle senkt die Einflußmöglichkeit adliger Familien.

Die Aufteilung des Volkes in 4 Vermögensklassen nach Solon bleibt bestehen, doch dafür wird die Verfassung in anderen Punkten geändert:

Die Reformen des Kleisthenes lassen immer noch aristokratisch – timokratische Elemente in der Verfassung zurück, sind jedoch ein Schritt in Richtung Demokratie, die durch Perikles ausgebildet wird.

 

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