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Kappputsch und der Generalstreik

Die rechte Bewegung agitiert sich mit der Dolchstoßlegende und der Erzbergerkampagne, um vom militärischen Versagen im 1. Weltkrieg abzulenken. Erzberger wird wegen seiner Tätigkeit beim Waffenstillstand stark attackiert. Eigentlich war er als ziviler Berater bei den Verhandlungen im Wald von Compiegne dabei. Es ist ungeklärt, weshalb er den Vertrag unterschreibt. Vielleicht war es die Hoffnung auf Milderung, wenn ein Zivilist unterschreibt. Die Militärs ziehen sich auf alle Fälle aus der Affäre. So wird Erzberger zum Hauptverantwortlichen von den Rechten gemacht. Politisch hat Erzberger auch Gegner in den höheren Kreisen, weil er eine Steuerreform plant.

Erzberger wird 1921 von einem Rechten ermordet.

1919 gibt es viele Streiks, bei denen wirtschaftliche Forderungen mit politischen verbunden werden. 1920 kommt es zum reichsweiten Streik der Eisenbahner. Die KPD sorgt für den Stopp der Kohlelieferungen, was nicht nur die Reparationszahlungen behindert, sondern auch in Deutschland für Heizmittelmangel, was für einen Ausnahmezustand sorgt.

1920 kommt es zum Sturm auf das Parlament, der mit 42 Toten endet. Deshalb erklärt die KPD die SPD als Arbeitermörder.

Im März 1920 kommt es zum Kapp-Putsch.

Seine Ziel:

Die Abrüstung - nach Versailler Vertag auf 100 000 Soldaten - ist die Existenzvernichtung von vielen Militärs. Der Sprecher der Offiziere, General Lüttwitz, soll gegen die Regierung ankämpfen. Die Nichtabrüstung bedeutet jedoch den Bruch des Versailler Vertrages.

In Deutschland existieren viele Freichors, inoffizielle Truppen, die sich um bekannte Ex-Millitärs scharen. Diese wollen ebenfalls nicht abgeschafft werden.

Mit einem gemäßigt-konservativen Auftreten möchte Kapp viele Schichten ansprechen. Doch letztlich steht keine Partei geschlossen hinter ihm. Am 14. März erfolgt die Ausrufung zum Generalstreik durch die SPD. Dies ist als ein Zeichen der Hilflosigkeit zu werten, weil die Reichswehr sich neutral verhält. Doch dem Generalstreik wird Folge geleistet, und auch die Beamten schließen sich diesem an.

Gründe des Scheiterns:

Am 17. März tritt Kapp zurück, nicht ohne anzugeben, daß er seinen Auftrag erfüllt habe. Anschließend flieht er.

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