Diokletian
Diokletian ( von 284 – 305 Herrscher) erkennt die ernsthafte Bedrohung des Reiches. Er versucht das Reich durch Reformen zu stützen:
- er begründet die Tetrarchie, die Herrschaft von Vieren. Er wahrt prinzipiell die Reichseinheit, setzt jedoch vier Herrscher ein. Zwei ältere Herrscher, mit dem Beinamen Augustus, zwei jüngere Herrscher mit dem Cognomen Caesar. Nach 20 Jahren treten die Augusti zurück. An ihre Stelle kommen die Caesaren, die wieder neue Stellvertreter benennen.
- Währungsreform durch Neuprägung von Goldmünzen, um die Inflation zu bekämpfen.
- Aufteilung des Reiches in 12 Diözesen (Verwaltungsbereiche). Diese Gebiete sind noch einmal in 4 Präfekturen eingeordnet. Die Präfekturen haben ihre Sitze in Nicomedia, Mailand, Sirmium und Trier.
- Bauern werden an ihr Land gebunden. Dies soll die Agrarproduktion wieder stärken.
- Es werden Zwangsinnungen eingerichtet, welche die Handwerker an ihren Beruf binden sollen. Die Söhne von Handwerkern müssen den gleichen Beruf wie ihr Vater erlernen.
- Die Steuerzahlungen werden im Voraus festgelegt. Für ihre Eintreibung sind die Stadträte verantwortlich. Mit diesen festgelegten Steuern ist ein langfristig Planung möglich.
- Höchstpreise für Waren werden festgelegt
Diese Reformen stärken die Wirtschaft des Staates, errichten jedoch ein Staat, der die Bürger zu Untertanen macht. Diese strenge Regulierung der Wirtschaft erinnert stark an die absolutistische Wirtschaftspolitik des 17. und 18. Jahrhundert.