Kurzer Überblick über die Chronologie
Die Chronologie ist in 3 astronomische Begrifflichkeiten geteilt:
Tag : Zeit, in der sich die Erde einmal um die eigene Achse dreht
Monat: Zeit zwischen zwei Neumonden
Jahr: Zeit, in der sich die Erde einmal um die Sonne dreht
Besonders lange Zeit hielt sich in Europa der julianische Kalender, der 46 v. Chr. eingeführt wurde. Bei diesem Kalender wurden jedoch 11 Minuten pro Jahr zuviel gezählt. Diesen Unterschied wird erst von Kopernikus ausgeglichen. Die Zeit zwischen 4. – 15. Oktober 1582 läßt man ausfallen, um den Kalender wieder anzupassen. Diese Veränderung wird jedoch nicht von allen Kulturen gleich angenommen. In Rußland hält sich der julianische Kalender bis 1918.
Die Datierung des Jahresanfanges entpuppte sich in der Vergangenheit als recht schwierig, denn es gibt verschieden Möglichkeiten.
Der Unterschied weniger Tage zwischen d.) und e.) zeigt auch, warum im heutigen Sprachgebrauch die Tage zwischen 2. Weihnachtsfeiertag und Sylvester "zwischen den Jahren" heißen.
Beginn der Zeitrechnung:
Hierbei haben sich verschiedene Kulturen und Religionen einen eigenen Anfang gesetzt.
Religiöse Feste verlangten oftmals astronomische Vorkenntnisse. Das jüdische Passahfest fällt auf den Tag des ersten Vollmondes an oder nach Frühlingsanfang. Das christliche Osterfest fällt auf den 1. Sonntag nach dem Frühlingsvollmond.
Lateinische Namen der Wochentage: Teilweise leben die lateinischen Bezeichnungen in romanischen Sprachen weiter
Sonntag = domenica
Montag = dies lunae ; der Tag sollte auf Neuhochdeutsch eher Mondtag heißen
Dienstag = dies martis
Mittwoch = dies mercurii
Donnerstag = dies Iovis ; Jupiter beherrscht den Umgang mit Blitz und Donner
Freitag = dies veneris
Sonntag = dies saturni