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Der Aufstieg Makedoniens

Weder Sparta, noch Athen kann aus dem peloponnesischen Krieg längerfristig Nutzen ziehen. Beide poleis können keine größere Ordnungsgewalt in Griechenland aufbringen. Statt dessen kommen mit Theben und Makedonien neue Kontrahenten auf. Die Zeit von 404 – 338 v. Chr. läßt sich in vier Phasen einteilen.

  1. Phase (399 – 387): Sparta übernimmt wieder den Schutz der griechischen Städte Kleinasiens, und kämpft so gegen seinen einstmaligen Verbündeten Persien. Dieser verbündet sich mit Athen und Theben. Dank persischer Zahlungen wird jetzt Athens Befestigungen neu aufgebaut. Mit der Niederlage in der Seeschlacht bei Knidos 394 v. Chr. verlieren die Spartaner ihre Seeherrschaft. Daraufhin handelt Sparta mit dem persischen König Artaxerxes II. den Königsfrieden 387 v. Chr. aus, um seine Hegemoniestellung zu behalten.
  2. Phase: Athen schließt sich mit Theben zum 2. Attischen Seebund zusammen. Sparta fühlt sich durch Theben bedroht, und schließt ein Bündnis mit Athen, um gegen die Thebaner zu kämpfen. Aber es wird in der Schlacht bei Leuktra 371 vernichtend geschlagen. Die Thebaner unter der Führung des Feldherrn Epameinondas befreit Messenien, das spartanische Helotenland, was die spartanische Macht bricht.
  3. Phase: Athen versucht sich der Politik des neuen Perserkönigs Artaxerxes III. zu erwehren, der die östlichen Seebundsmitglieder von Athen abspalten will. Deshalb zieht Athen in den Bundesgenossenkrieg von 357 – 355, um seine abgefallenen Mitgleider wiederzugewinnen, scheitert jedoch an Persien.
  4. Phase: Makedonien gewinnt während der Regierungszeit von Philipp dem II. von 359 – 336 an Macht. Das ehemalige Barbarenland unterwirft den nordgriechischen Raum, und erreicht die Hegemoniestellung in Griechenland. Der athenische Redner Demosthenes ruft permanent zum Widerstand gegen Philipp II. auf, was schließlich angenommen wird. Doch die Makedonier bleiben 338 in der Schlacht bei Chaironeia siegreich und vereint im nächsten Jahr die griechischen Städte zum Korinthischen Bund, der unter der Führung Philipps II. im gemeinsamen Kampf die Griechenstädte Kleinasiens befreien will.
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