| Gerhard's Revolution Homepage | [email protected] | |||||||
| Ein Mensch muß nicht alles tun, aber etwas. Denn es macht nichts, wie klein der Anfang scheint: was einmal gut gemacht wird, ist für immer gemacht. Alle Menschen erkennen das Recht auf Revolution an; das heißt, das Recht darauf, die Untertanenpflicht zu verweigern und Widerstand zu leisten, falls die Tyrannei oder Ineffizienz der Regierung zu groß und unerträglich sind. Über die Pflicht zu zivilem Ungehorsam von Henry David Thoreau |
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Robin Hood Der englische Bauernaufstand Der Bauernkrieg von 1525 Die Bostoner ‚Tea-Party' Die revolutionäre Kommune Die Ludditen Die Eureka Stockade, Australien Die Pariser Kommune Die Suffragetten Die Zapatistas Rosa Luxemburg Ludlow-Massaker Donovan Slacks Mohandas Gandhi Che Guevara Martin Luther King Malcolm X Studentenaufstände 1968 RAF (Rote Armee Fraktion) schwarze Blocks Jose Bové Tiananmen Platz EZLN (Zapatista Nationalbefreiungsarmee) Ya Basta! / Le Tute Bianche / Disobbedienti / WOMBLES Carlo Giuliani 12. Jahrhundert, Robin Hood Robin Hood stahl von den Reichen, um den Armen zu helfen, und verbrachte die Mehrheit seines Lebens als Bandit. Bekannt dafür, im Sherwood-Wald mit einer Bande Rebellen zu wohnen, stellte Robin Hood eine ständige Bedrohung für die Autorität des Sheriffs von Nottingham dar. Altbekannte Mitglieder seiner Gruppe waren Little John (sein Haupt-Bogenschütze), der Mönch Tuck, und seine Geliebte, Maid Marion. 1381, Der englische Bauernaufstand, geführt von Wat Tyler. Nach der Einführung einer überzogenen Kopfsteuer führte Wat Tyler Bauern aus Kent und Essex nach London, wo Gebäude geplündert und in Brand gesetzt wurden. Richard II. traf die Rebellen und nahm ihre Anforderungen an, die Leibeigenschaft, das Feudalsystem, Marktmonopole und Handelsbeschränkungen abzuschaffen. Aber als die Rebellen den Erzbischof von Canterbury gefangen nahmen und töteten, und die Beschlagnahme alles Kircheneigentum forderten, wurde Tyler von dem Bürgermeister von London getötet. Richard II. nahm seine Versprechungen zurück und der Aufstand, der überall in England sich verbreitet hatte, wurde brutal unterdrückt. Der Bauernkrieg von 1525 1525 führten wohlhabende und mittelsländische Bauern einen Aufstand, in dem sie das Abschaffen der Leibeigenschaft und einen Abbau der Abgaben an die Leibherren forderten. Die Bauern machten die Rechte und Gesetze ihrer Gemeinden (im Gegensatz zum Herrschaftsrecht) geltend. Dörfer schlossen sich an andere im Aufstand zusammen, Bereiche an Bereiche, bis im April 1525 300,000 Bauern unter Waffen standen. Sie gestalteten ihre eigene Militär-Hierarchien und teilten die Armee in Einheiten – jedoch hat ihr Mangel an Ausbildung dazu geführt, daß die Leibherren den Aufstand letztendlich unterdrückten. Weit über 100,000 Bauern sind während des Aufstandes ums Leben gekommen und viele mehr wurden danach hingerichtet und gefoltert. Um die Kosten abzubezahlen, die den Aufstand zu unterdrücken notwendig waren, wurde das Feudalsystem tatsächlich verstärkt und die Belastung auf die Bauern stieg an. Die optimistische Hoffnung, alle Klassen zu vereinigen und soziale, wirtschaftliche und politische Rechte zu gewinnen, war brutal zerstört worden. 1773, Die Bostoner ‚Tea-Party' In der Nacht vom 16. Dezember, 1773 sind die Söhne der Freiheit, geführt von Samuel Adams, auf drei britische Schiffe in den Bostoner Hafen gegangen. Gekleidet als amerikanische Ureinwohner, haben sie dann die Schiffsladung von Tee in der See abgekippt, bevor sie ruhig das Deck gefegt haben und die Erststeuermänner jedes Schiffes dazu zwangen, zu schwören, daß sie nur den Tee zerstört hätten. Gegen die Preise des britischen Tees protestierend, die die amerikanische Händler unterboten, vertrat die Bostoner ‚Tea Party' die Kulmination eines Boykotts und der Ablehnung, den Tee an amerikanischen Hafen anlanden zu lassen. Die Kolonisten konnten es nicht mehr hinnehmen, daß die Briten sie besteuerten, ohne ihnen Repräsentation im Parlament zu genehmigen. Die Bostoner ‚Tea Party' war ein definierender Moment, der zur Amerikanischen Revolution führte. 1792, Die revolutionäre Kommune Während der Französischen Revolution vertraten die Führer der Kommune die Stadtarbeiter, die Handwerker und die radikale Bourgeoisie. Sie organisierten den Ansturm des Tuileries-Palastes und die Haft von Louis XVI. 1811-1816 Die Ludditen Die Ludditen waren englische Arbeitergruppen, die direkte Aktionen unternahmen, um für ihre Stellen zu kämpfen: sie zerstörten die neuen Maschinen, die drohten, sie zu ersetzen. Die Aufstände fingen in Nottinghamshire an, als Textilarbeiter Strickmaschinen zerstörten, und haben sich danach bis Lancashire, Cheshire und Yorkshire ausgebreitet, wo Arbeiter die Webmaschinen angegriffen haben. Die Regierung hat die Aufruhre schließlich brutal unterdrückt.XVI. 1854 Die Eureka Stockade, Australien Sich gegen eine neue monatliche Steuer wehrend, rebellierten die Bergarbeiter in Ballarat und errichteten Barrikaden. Sie erhielten Unterstützung durch populären Protest und der Aufstand erreichte mehrere Ziele: die neue Steuer wurde abgeschafft und die Bergarbeiter gewannen Repräsentation im Parlament. Dies hat zum Männerwahlrecht und Reformen in der Arbeiterbewegung geführt und wird als die Geburt der Demokratie in Australien angesehen. 1871 Die Pariser Kommune Nach dem Verlust des Deutsch-Französischen Krieges standen die Pariser der von Thiers angeführten neuen nationalen Regierung entgegen und lehnten es ab, sich zu entwaffnen. Während die National-Versammlung zu Versailles einen demütigenden Frieden hinnahm, hat Paris eine Kommune gewählt. Mit Zielen wie Wirtschaftsreformen bestanden die Kommunarden aus einer Auswahl politischen Standpunkte – darunter Marxisten und radikale Republikaner. Im April belagerten die Staatstruppen Paris und marschierten in der Stadt während der ‚Blutigen Woche' (21.–28. Mai) ein. Trotz des Taktiken der Kommunarden, Barrikaden zu benutzen, Geiseln zu töten und Brände zu setzen, wurde die Kommune brutal vernichtet – mehr als 18.000 Pariser wurden umgebracht. 1900s-1920s, Die Suffragetten 1903 hat Emmeline Pankhurst die „Women's Social and Political Union" gegründet, ein für das Frauenwahlrecht kämpfender Frauenverein. 1905 unterbrachen die Suffragetten eine öffentliche, von Winston Churchill und Sir Edward Grey besuchte Versammlung, in dem sie „Stimmrechte für Frauen" forderten. Obwohl sie verhaftet wurden, war dieses Ereignis das Erste in einer lange Reihe von direkten Aktionen. Sie haben Kirchen niedergebrannt, (da sich die Anglikanische Kirche ihnen entgegenstellte), sich an Buckingham Palace angekettet, die Häuser von Politikern mit Brandbomben angegriffen, und sich geweigert, Steuern zu bezahlen. So oft sie gefangengehalten wurden, sind die Suffragetten in Hungerstreik getreten. Im Juni 1913 starb Emily Davison für ihre Sache, als sie sich vor dem Pferd des Königs im Derby-Pferderennen niedergeworfen hat. 1914 unterstützten die Suffragetten die Kriegsanstrengungen und 1918 wurde der erste Schritt zum Frauenwahlrecht mit dem Volksrepräsentationsgesetz vorgenommen 1910s, Die Zapatistas Zapata wurde berühmt während der Mexikanischen Revolution 1910, als er eine aufständische Armee gegen den Diktator, Porfirio Diaz, geführt hat. Zapatas Befreiungsarmee des Süden kämpfte jedoch weiter, da sie die neue reformistische Regierung ablehnte, und forderte die Sozialisierung des Landes. Am 10. April 1919 wurde Zapata zu einem Treffen mit Regierungstruppen, die zu meutern schienen, gelockt – und wurde kaltblütig erschossen. Die Zapatistas kämpften weiter in Geiste ihres Führers, doch die Frage des Landeigentums war bis in die dreißiger Jahre nicht wieder behandelt. 1910s, Rosa Luxemburg Rosa Luxemburg, geboren im russischem Polen, wurde eine linksgerichtete Revolutionärin in Deutschland. In Schutzhaft während des Ersten Weltkrieges schuf sie die Spartakus-Partei mit Karl Liebknecht. Entlassen 1918 während der deutschen Revolution machte sie aus dem Spartakusbund die DKP. Im Januar 1919 wurden sie und Liebknecht dennoch verhaftet und als Führer des Spartakistischen Aufstandes in Berlin angeklagt – und auf dem Weg zum Gefängnis, wurden sie von Soldaten ermordet. 1914, Ludlow-Massaker 1914 sind die Bergarbeiter von Colorado in Streik getreten, um das Recht von ihren Arbeitgebern zu gewinnen, in die ,United Mine Workers of America'-Gewerkschaft eintreten zu dürfen. Als die Kohlengesellschaften die Bergarbeiter und ihre Familien von den Werkshäusern vertrieben, errichteten die Streikenden eine Zeltsiedlung auf öffentlichem Land. Um 10.00 Uhr am 20. April 1914 wurde die Zeltsiedlung von Kohlengesellschaftswächtern und einer Gruppe von den Kohlengesellschaften geheuerten Milizionären und Streikbrechern umzingelt. Mit einem auf einem Panzerwagen befestigten Maschinengewehr wurde auf die Zelte geschossen, bevor das Zeltlager in Brand gesteckt und angegriffen wurde. 20 Personen, einschließlich einem Dutzend Frauen und Kindern, wurden abgeschlachtet. Während die Streikführer verhaftet und aus der Kohlenindustrie ausgeschlossen wurden, mußte kein Mitwirkender des Massakers je vor Gericht stehen. 1920s, Donovan Slacks Donovan Slacks war der Führer eines englischen Aufstandes in den zwanziger Jahren, nachdem die Regierung versucht hatte, den Fischern eine neue Steuer aufzuerlegen. Die Rebellen errichteten Barrikaden und erklärten ihre Enklave zu einem neuen Staat. Der Aufstand dauerte ein paar Wochen, bevor die Regierung Truppen und Polizisten eingesetzte, um die Rebellen brutal zu unterdrücken. Mehr als 30 Menschen wurden getötet, einschließlich Donovan Slacks und fünf Frauen. 1900s-1940s, Mohandas Gandhi 1907 organisierte Gandhi seine erste, erfolgreiche satyagraha [die Wahrheit festhalten], als er in Südafrika wohnte. Dies war eine Aktion von zivilem Ungehorsam mit gewaltfreiem Widerstand, die gegen Gesetze protestierte, die die indische Minderheit diskriminierten. In den zwanziger Jahren ist Gandhi nach Indien zurückgekehrt und hat die nationalistische Bewegung angeführt, bevor er 1930 den Protest gegen die von der Regierung eingeführte Salzsteuer führte. Für diesen 200-Meilen Marsch, um Salz aus der See zu extrahieren, wurde Gandhi verhaftet. 1942 bot Gandhi an, Großbritannien im Zweiten Weltkrieg zu unterstüzen, wenn Indien Unabhängigkeit gewährt wurde. Als die Briten dieses Angebot ablehnten, rufte Gandhi satyagraha aus und die ‚Verlaß India!'-Bewegung ist geboren – dafür wurde Gandhi bis 1944 interniert. Am 30. Januar 1948 wurde Gandhi erschossen, während er versuchte, Gewalt zwischen Hindus und Moslems zu schlichten. 1950s-1960s, Che Guevara Che Guevara nahm an den argentinischen Aufständen 1952 gegen den Diktator Juan Perón teil, bevor er dem linksgerichteten Regime in Guatemala beitrat. Als dieses Regime zusammenbrach, floh er 1954 nach Mexiko, wo er Fidel Castro zum ersten Mal kennenlernte. Guevara half bei der Rebelleninvasion von Kuba 1956 und ist Castros Oberstleutnant geworden. Nachdem Batista 1959 stürzte, ist Che Guevara Präsident der Nationalbank geworden – er hat Kuba schnell wirtschaftlich mit dem kommunistischen Block zusammengeschlossen und Beziehungen mit der USA abgebrochen. 1965 machte Che Guevara einen gescheiterten Versuch, eine Revolution im Kongo und anderen afrikanischen Ländern anzufangen. Als er 1967 eine Guerrillabewegung in Bolivien anführte, wurde er von Regierungstruppen festgenommen und hingerichtet. 1950s-1960s, Martin Luther King Baptistenpfarrer Martin Luther King führte 1955-56 den erfolgreichen schwarzen Boykott von nach Hautfarbe getrennten Bussen in Montgomery, Alabama, der die Busgesellschaften dazu gezwungen hat, die Rassentrennung aufzuheben. Überzeugt von der Idee des gewaltfreien Widerstands, organisierte er die 'Southern Christian Leadership Conference' und wurde mehrmals verhaftet. Im August 1963 führte er mehr als 200.000 Menschen beim 'Marsch auf Washington', wo er seine "Ich habe einen Traum..." Rede gehalten hat. Als er in Memphis, Tennessee war, um einen Streik von Stadtreinigungsarbeitern zu unterstützen, wurde Martin Luther King am 4. April 1968 erschossen. 1950s-1960s, Malcolm X Malcolm X, ein kämpferischer, schwarzer Führer, lernte erst von den Black Muslims, als er im Gefängnis saß – er wurde ein Moslempfarrer, als er 1952 freigelassen wurde. 1964 hat er sich aber nach einer Pilgerfahrt gen Mecca zum altgläubigem Islam bekehrt. Obwohl er dann glaubte, daß es Brüderschaft zwischen Schwarzen und Weißen geben konnte und obwohl er die Organization der afro-amerikanischen Einheit gründete, unterstützte er immer noch kämpferischen, schwarzen Nationalismus. Aber Malcom X wurde im Februar 1965 bei einem öffentlichen Auditorium in New York erschossen. 1968 Studentenaufstände 1968 wurden Pariser Studentenproteste, die das Ende des Vietnamkrieges und Universitätsreformen forderteten, von der französischen Polizei brutal unterdrückt. Die Unruhen verschlechterten sich, als die Studenten Kopfsteine sammelten und Barrikaden errichteten. Dann kam eine nie dagewesene Entwicklung: die Hälfte der nationalen Arbeiterschaft (10 Millionen Menschen) hat sich den Protesten angeschlossen und ist in Generalstreik getreten. Die Demonstrationen riefen nach besseren Löhnen, dem Rücktritt De Gaulles, und einem Ende der Polizeibrutalität. Als die Regierung einen großzügigen Deal mit der größten kommunistisch unterstützten Gewerkschaft, die die Fabriken besetzte, abgemacht hatte, kehrten die Arbeiter zur Arbeit zurück. Der Studentenaufstand ist abgeebbt, aber der Aufstand hatte wichtige Siege gewonnen. Ein Jahr später mußte De Gaulle abtreten. 1970s-1990s, RAF (Rote Armee Fraktion) Die RAF war eine linksgerichtete Terrororganisation in Deutschland, die gegen das politische und wirtschaftliche Etablissement kämpfte. Nachdem die Polizei die Studentenproteste 1968 brutal unterdrückt hatte, kamen Thorwald Proll, Horst Söhnlein, Gudrun Ensslin und Andreas Baader zusammen und steckten deutsche Kaufhäuser in Brand. Als sie am 2. April 1968 verhaftet wurden und vor Gericht standen, schrieb die Journalistin, Ulrike Meinhof, mitfühlende Artikel über die Gruppe in der Konkret-Zeitschrift. Am 11. April wurde der intellektuelle Führer der Studentenproteste, Rudi Dutschke, von einem Mann erschossen, der eine konservative Zeitung mit der Schlagzeile 'Stopp Dutschke jetzt!' trug. Danach wurde die rechtsgerichtete Presse, angeführt von Axel Springer, ein neues Angriffsziel der Linksgerichteten. 1970 haben Meinhof und ihr Anwalt Baader aus dem Gefängnis gesprengt und die Gruppe begann den 'antiimperialistischen' Kampf. Brandlegung und Bombenanschläge auf US Militärbasen, Polizeireviere und die Axel Springer-Korporation folgten. Die Gruppe veröffentlichte ein Manifest, in dem sie sich zum ersten Mal als die RAF bezeichnen ließen. 1972 wurde die Gruppe endlich festgenommen und verhaftet. Während die Mitglieder in Hungerstreik traten, tauchte die sogenannte zweite Generation der RAF auf – bestehend aus Sympathisanten mit keinen persönlichen Verbindungen zu den ursprünglichen Mitgliedern. Die zweite Generation entführte Politiker und 1977 haben sie während des Prozesses den Staatsanwalt Siegfried Buback erschossen. Als die erste Generation schließlich verurteilt wurde, begann 1977 der 'Deutsche Herbst' der Gewalt. Hanns-Martin Schleyer – Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und ehemaliger Nazi – wurde gewalttätig entführt. Die RAF forderte die Freilassung von zehn Terroristen, einschließlich der ursprünglichen Mitglieder der ersten Generation. Am 13. Oktober wurde ein Lufthansaflug von vier Arabern entführt, die die gleichen Anforderungen wie die RAF und ein paar ihrer eigenen stellten. Die Regierung entschied, Verzögerungstaktik zu benutzen, anstatt die Anforderungen zu erfüllen. Am 18. Oktober um fünf nach Mitternacht stürmte die GSG9 das Flugzeug und tötete die Luftpiraten. Während der Nacht wurden Baader und Ensslin tot in ihren Gefängniszellen gefunden – Baader mit einer Schusswunde, Ensslin erhängt. Obwohl die Untersuchung kollektiven Selbstmord festgestellt hat, glaubten viele, daß sie in dem Hochsicherheitsgefängnis ermordet wurden. Am 19. Oktober verkündigten die Entführer Schleyers, daß er hingerichtet worden war. Die dritte Generation der RAF waren aktiv während der 1980er und 1990er Jahre, in dem sie Großindustriellen, Geschäftsleute und Beamte tötete und US-Militäranlagen angriff. 1998 traf ein Brief bei Reuters ein, der verkündigte, die RAF sei aufgelöst worden: "Vor fast 28 Jahren, am 14. Mai 1970, entstand in einer Befreiungsaktion die RAF. Heute beenden wir dieses Projekt. Die Stadtguerilla in Form der RAF ist nun Geschichte." 1980s – heute, schwarze Blocks Ein schwarzer Block ist eine vorläufige Gruppe von Aktivisten innerhalb einer Demonstration, die darauf zielt, Solidarität mit der größeren Gruppe Protestler anzubieten und Selbstverteidungstaten in ihrem Namen durchzuführen. Die deutschen Medien haben den Begriff Der schwarze Block erstmals während der 1980er Autonomenproteste benutzt, die zur Verteidigung der Squats (Häuserbesetzung) und als Solidaritätsanzeige für die RAF gedacht waren. Normalerweise aus Anarchisten bestehend, stört der schwarze Block, kämpft und entwaffnet die Polizei, gibt erste Hilfe an Protestler, die mit Tränengas angegriffen werden, errichtet Barrikaden und zerstört symbolische Ziele wie Banken und Multis. Der schwarze Block wird nicht durch Ideologie geprägt, sondern stellt eine Taktik dar die Polizeitbrutalität während der Proteste anzufechten. 1980s – heute, Jose Bové Jose Bové, ein französischer Bauer, protestiert bei landwirtschaftlichen und ökologischen Streitfragen mit direkter Aktion und ist mehrmals verhaftet worden. 1988 führte er den 'Pflügen des Champs Elysee'-Protest in Paris gegen europäische Quoten und 1990 führte er Hungerstreike, die nach mehr Staatszuschüsse riefen. Als kämpferischer Feind von GV-Kulturpflanzen hat er eine Novartis-Saatproduktionsstätte und GV-gezüchtetes Getreide zerstört. Bové verbrachte drei Monate im Gefängnis, nachdem er 1999 seine Bauerkonföderation in einen Angriff gegen eine McDonalds-Filiale führte. Das halbgebaute Restaurant wurde als Ziel gewählt, um gegen die Industrialisierung des Essens und gegen amerikanische, auf französischen Käse auferlegte Zölle zu protestieren. Jose Bové ist ein Symbol der Antiglobalisierungsbewegung geworden. 1989, Tiananmen Platz 1989 haben chinesische Studenten in Beijing angefangen, dem toten Kommunistischen Partei-Vorsitzenden, Hu Yaobang zu Ehren zu protestieren, den sie als Befürworter der Demokratie hielten. Als Arbeiter, Intellektuelle und Staatsbeamte sich überall in China den Demonstranten anschlossen und die Protestler auf eine Million wachsen ließen, erklärte die Regierung Kriegsrecht und hat Maßnahmen ergriffen, um Tiananmen-Platz auszuräumen. Obwohl die Protestler mit den Soldaten kämpften und Straßenbarrikaden errichteten, haben Staatstruppen die Proteste schließlich am 3. Juni und 4. Juni unterdrückt. Die Studentenführer wurden verhaftet und die Debatte über demokratische Reform wurde zum Schweigen gebracht. 1994, EZLN (Zapatista Nationalbefreiungsarmee) Die unbekannte EZLN hat am 1. Januar 1994 die Macht in Chiapas, Süd-Mexiko ergriffen, und rief nach den Landreformen, für die Zapata gekämpft hatte und gestorben war. Obwohl die Rebellen von Tausenden von Staatstruppen umgeben sind, steht die mexikanische Regierung jetzt unter Druck, die Landverteilung zu reformieren. Die Stimme der eingeborenen und unterdrückten Völker ist in den letzten zehn Jahren immer kräftiger geworden. 1990s – heute, Ya Basta! / Le Tute Bianche / Disobbedienti / WOMBLES 1996 wurde die italienische Ya Basta! Gruppe in Solidarität mit dem EZLN-Aufstand 1994 gegründet. In Geiste der Zapatistas förderte Ya Basta! Vereinigungen mit der italienischen Hausbesetzungsbewegung und Le Tute Bianche (Weiße Latzhosen) und 2000 haben sie zusammen ein besetzes Sozialzentrum verteidigt. Die Tute Bianche tragen zu Demonstrationen gepolsterte, weiße Arbeiterlatzhosen und Helme als Schutz vor Polizeibrutalität. Der Name, Disobbedienti, kann als Beschreibung dieser italienischen kämpferischen Gruppen eingesetzt werden. Die W.O.M.B.L.E.S.(Weiße Latzhosen-Bewegung, die effektive, libertarische Kämpfe initiiert) Gruppe benutzt die gleichen Taktiken in Großbritannien. 2001, Carlo Giuliani Carlo Giuliani, ein 23-jähriger italienischer Aktivist, wurde von der Polizei während der Demonstrationen am G8-Gipfel 2001 in Genoa brutal ermordet. Am 20. Juli gab es gewalttätige Konfrontationen zwischen den Carabinieri und den Protestlern. In dem Gewühl hob Giuliani einen Feuerlöscher auf, den er an einem Polizeijeep werfen wollte – ein Polizist in dem Jeep hat aber den jungen antikapitalistischen Demonstrant in das Gesicht geschossen. Als andere Polizisten eine Absperrkette um die Tatszene formten, fuhr der Polizeijeep rückwärts über den sterbenden Körper Giulianis. Keine Anklagen sind je gegen den Polizisten gebracht, der ihn erschoß. Carlo Giuliani wurde ein Blutzeuge für die Antikapitalistische Bewegung. Bilder des Ereignisse sieht man an: http://www.nadir.org/nadir/initiativ/agp/free/genova/pics3a.htm |
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