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Morgenpost,  21.03.02, Artikel
   

Mai-Demo: Körting bleibt bei harter Linie
Innensenator Ehrhart Körting bleibt bei seiner Linie. Auch nach dem gestrigen Gespräch mit dem Bürgerbündnis «Denk Mai Neu!» will der SPD-Politiker «keine polizeifreien Räume» am 1. Mai in Kreuzberg dulden. Seine Sprecherin Henrike Morgenstern sagte: «Eine Präsenz der Polizei wird es geben, wenngleich sich die Einsatzkräfte zurückhalten werden.» Ziel müsse es sein, die Kreuzberger vor gewaltbereiten Menschen zu schützen.

FU-Professor Peter Grottian, einer der Initiatoren des Bürgerbündnisses, kritisiert Körting. «Der Senator muss die politische Verantwortung für den 1. Mai übernehmen. Körting tut das nicht, sondern überlässt der Polizei den Einsatz.» Das Bürgerbündnis will einen polizeifreien Raum um Lausitzer- und Mariannenplatz schaffen und diesen mit politischen und kulturellen Veranstaltungen befrieden. Grottian befürchtet, dass sein Bündnis zwischen die Mühlsteine von Polizei/Innenverwaltung und autonomer Szene gerät. Gestern hat das «Revolutionäre 1. Mai Bündnis» Widerstand gegen die Befriedungspolitik angekündigt. Zudem verübten Unbekannte am Montagabend in der Dresdner Straße (Kreuzberg) einen Brandanschlag auf Grottians Auto. Es entstand Totalschaden. sz
 






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