p r e s s e | & - m i t t e i l u n g Associtated Press (AP ) - 29.03.02 |
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Montag 29. April 2002, 14:55 Uhr
Ausschreitungen am 1. Mai wegen Nahost-Konflikts befürchtet Berlin (AP) Die Berliner Polizei befürchtet bei den Demonstrationen am 1. Mai wegen des Nahost-Konflikts Ausschreitungen. In Berlin lebten viele Menschen aus dieser Region, die «emotional sehr bewegt» seien, sagte Polizeivizepräsident Gerd Neubeck am Montag. Er hoffe, dass pro-israelische und pro-palästinensische Gruppen getrennt marschierten. Vor gut zwei Wochen wurde die britische Botschaft in Berlin bei einer Demonstration des «Bündnisses Pro Palästina» mit rund 10.000 Menschen beschädigt. Zudem plant die NPD am 1. Mai eine Demonstration im Stadtteil Hohenschönhausen, wie Berlins Innensenator Ehrhart Körting sagte. Dafür seien rund 1.500 Menschen angemeldet. Er rechne mit Gegendemonstranten, die jedoch auf Distanz gehalten werden sollten. Insgesamt seien für den 1. Mai und den Vorabend 42 Veranstaltungen angemeldet. Allein im Stadtteil Kreuzberg gebe es drei Demonstrationen. Auch wenn es aus dem linksextremen Spektrum Aufrufe zur Gewalt gegeben habe, gehe er davon aus, dass die Veranstaltungen friedlich verliefen. Neubeck kündigte an, dass die Berliner Polizei deeskalierend wirken und so wenig Angriffsfläche wie möglich bieten wolle. «Wir werden alle Straßenfeste im normalen Dienstanzug begleiten und an den Brennpunkten mit Augenmaß präsent sein», sagte er. Wenn sich die Lage zuspitze, werde die Polizei jedoch schnell eingreifen. Seit 1987 liefern sich Polizei und Steinewerfer in Kreuzberg am 1. Mai regelmäßig Straßenschlachten. Im vergangenen Jahr wurden nach Krawallen mehr als 600 Menschen vorübergehend festgenommen. |