Rom und die hellenistischen Staaten
  • Die Eroberungen Roms
  • Gr�nde f�r den Niedergang
  • Wirtschaftliche Folgen
  • Die griechische Kultur in Rom
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    Die Eroberungen Roms

     

    Zu Beginn des Hellenismus waren die Gro�m�chte des �stlichen Mittelmeers so mit Streitereien untereinander und mit sich selbst besch�ftigt, sodass sie keine Notiz von den politischen Ver�nderungen in Italien nahmen. So wurde der Feldzug des Pyrrhos, der Tarent gegen die R�mer unterst�tzen sollte, als auch der Versuch Agathokles ein Gro�reich von Sizilien aus zu gr�nden nicht weiter beachtet. Hieron II von Syrakus fa�te die griechischen St�dte Siziliens zu einem Reich zusammen, doch f�hrte dies auf Grund seiner schwachen Au�enpolitik in die Povinzialisierung, Eingliederung in das imperium romanum. Doch auch diese Tatsache blieb in den hellenistischen Monarchien ohne weiteren Einflu�.

    Den Beginn der r�mischen Eroberungen setzte der erste makedonische Krieg (211-205 v. Chr.) der als Ursache einen Vorsto� Philipps V nach Illyrien hatte. Die R�mer hatten Bedenken, dass sich der Vormarsch auch auf weiter westliche Gebiete des Mittelmeerraums ausdehnen k�nnte. Aus diesem Grund schlossen sie mit dem Aitolischen Bund ein B�ndnis gegen Philipp V, der mit Hannibal einen Partner gefunden hatte. Der Krieg endete mit dem Frieden von Phoinike.

    Wie schon zuvor erw�hnt waren die Monarchien, die sich nach dem Tod von Alexander dem Gro�en gebildet hatten, mit ihrer eigenen Politik besch�ftigt. Der Seleukide Antiochos III wollte, wie auch Philipp V von Makedonien, die Weltherrschaft. Es gelang ihm auch Gro�k�nig zu werden und eine Restauration des Reichs ca. 205 v. Chr., nach Kriegen gegen die Iraner, Parther und Baktrier, durchzuf�hren. Au�erdem gab es einen Geheimvertrag zwischen Antiochos III und Philipp V der die Aufteilung �gyptens vorsah und schlu�endlich auch zu einem Krieg gegen das ptolemaischen Reichs f�hrte und dieses zu einem zwei Frontenkrieg zwang, da die Ptolem�er in Syrien gegen die Seleukiden und am Hellespont und in der �g�is gegen die Makedonier zu k�mpfen hatten. Aus diesem Grund schickten die Ptolem�er einen Hilferuf, der auch von Rhodos und Attalos unterst�tzt wurde, an den r�mischen Senat. Diesmal wurde Philipp V in Makedonien selbst angegriffen (200-197 v. Chr.) und schlie�lich in der Schlacht von Kynoskephalai besiegt. Mit dem Sieg bei Kynoskephalai hatte sich Rom eines Gegners entledigt, der im in Hellas im Wege stand, eine lebensbedrohende Gefahr war das makedonische K�nigreich f�r Rom nicht. Makedonien war milit�risch und politisch zu einem Trabanten der R�mer geworden. Eine eigene Politik war ihm von nun an untersagt.

    Allerdings wird Griechenland von T. Quinticus Flamininus f�r frei erkl�rt und so konnte Philipp V seine Macht in Makedonien wieder aufbauen. W�hrenddessen kam es zwischen Antiochos III und den R�mern zum Syrischen Krieg (192-188 v. Chr.) in dem Antiochos III eine Niederlage bei den Thermopylen (191 v. Chr.) und bei der entscheidenden Schlacht von Magnesia (189 v. Chr.) hinnehmen mu�te.

    179 v. Chr. tritt Perseus die Nachfolge Philipps V als Herrscher Makedoniens an. Nach nur acht Jahren seiner Herrschaft kommt es zum dritten makedonischen Krieg (171-168 v. Chr.), der mit der Schlacht bei Pydna endet und das Ende der Antigonidenherrschaft in Makedonien besiegelt.

    Das Kerngebiet Makedoniens wurde zun�chst in vier selbst�ndige Staaten geteilt – Pella, Pelagonia, Amphipolis, Thessalonike. Diesen Staaten war es verboten untereinander zu kommunizieren. Weiters wurde ein gro�er Teil des Heeres abger�stet, gerade stark genug um die Nordgrenze zu verteidigen, aber viel zu schwach um f�r Rom eine Gefahr darzustellen. Au�erdem erhielt jeder Staat eine eigene Verfassung und die Verpflichtung zu j�hrlichen Tributleistungen.

    Allerdings hatten sich die B�rger der vier makedonischen Staaten nie mit der Teilung ihres K�nigreichs abgefunden und so lebte in den meisten der Wunsch nach der alten Monarchie fort. Dies wu�te Andriskos 148 v. Chr. zu nutzen und gab sich als Sohn und Erbe Perseus aus. Er f�hrte sein Volk in den Aufstand gegen Rom, der aber mit einer Niederlage und der Degradierung Makedoniens zur provincia Macedonia endete.

    146 v. Chr. folgte eine Erhebung der Achaier gegen die R�mer und Spartaner, die vom r�mischen Senat mit der Zerst�rung Korinths bestraft wurde, da dort der Ausgangspunkt der Krieges lag und die r�mischen Gesandten fast gelyncht worden w�ren. Dieser Akt der Zerst�rung jener, neben Athen reichsten und geschichtstr�chtigen Stadt, sollte den Hellenen ein f�r alle Mal zeigen, was das Resultat eines Widerstandes gegen Rom sei.

    Mithradates VI, K�nig von Pontos, einte in drei gro�en Kriegen (88 - 63 v. Chr.) viele St�dte Griechenlands, Kleinasiens und am Bosporus und betrieb auch weiterhin eine Expansionspolitik, durch die er Bythnien, Mysien, Phrygien, Lykien, Pamphylien, Karien und die r�mische Provinz Asia in sein Reich eingliederte. Au�erdem ging er mit Tigranes, den K�nigen der Parther, Syrien, �gypten, Iberer, Athen, Achaia, Boiotien und Euboia. Seine Aktionen waren zu Beginn erfolgreich, da Rom sich gerade im Bundesgenossenkrieg befand. Der R�merhass dieser Koalition entlud sich im sogenannten Blutbad von Ephesos, bei dem

    80 000 R�mer ihr Leben verloren haben sollen. Allerdings wurde Mithradates von Sulla, Lucullus und Pompeius gestoppt. Bei diesem Krieg wurde auch Athen im Jahre 68 v. Chr. von Sulla erobert und gepl�ndert.

    �berhaupt traten Pl�nderungen durch r�mischen Soldaten in Griechenland immer h�ufiger auf.

    Einige Bruderkriege im Seleukidenreich erleichterten es Tigran, einem armenischen K�nig, das Reich zu besetzen. 63 v. Chr. richtete Pompeius Magnus das ehemalige K�nigreich als provincia Syria ein.

    In �gypten erleichterten Thronwirren den R�mern die Besitznahme des Ptolem�erreichs. So stritten Ptolemaios VI, Philometor und der „j�ngere" Ptolemaios um ihre Herrschaftsgebiete. Daher kam es, dass der „j�ngere" Ptolemaios die R�mer als Erben Kyrenes einsetzte, die 96 v. Chr. dieses Gebiet zugesprochen bekamen und es 74 v. Chr. in eine Provinz umwandelten.

    Allerdings wurde das unter Ptolemaios IX wieder geeinte Ptolem�erreich von Ptolamaios XII wieder geteilt, da er Zypern an seinen Bruder abgetreten hatte. Nun mischten sich die R�mer unter Sulla, Caesar (er plante mit Crassus schon Besetzung �gyptens) und M. Antonius immer wieder ein.

    Marcus Antonius befand sich schon seit langer Zeit im Osten des r�mischen Reichs, da er dieses Gebiet im Zuge des zweiten Triumvirats zugesprochen bekam. Dort wollte er im Stile Caesars dessen Partherkrieg f�hren um sich der r�mischen �ffentlichkeit als wahren Erbe des ermordeten Caesars zu empfehlen. Nachdem seine Frau Octavia, die Schwester Octavians, nach Rom zur�ckkehrte, da es nicht Sitte war, dass die Ehefrau ihren Gatten ins Feldlager begleitet, lie� M. Antonius Kleopatra VII zu sich holen, der er bald darauf verfallen war und 36 v. Chr. heiratete. Diese Tatsache vergiftete nat�rlich das Verh�ltnis zwischen M. Antonius und Octavian, da Marcus Antonius Kleopatra und deren gemeinsamen Kindern 34 v. Chr. Teile von Syrien und Pal�stina zum Geschenk machte – Teile des r�mischen Reichs. Nach dem Ende des zweiten Triumvirates 33 v. Chr. schworen Italien und die Westprovinzen Octavian einen Gefolgsschaftseid. Octavian bereitete sich nun auf den bevorstehenden Krieg mit M. Antonius vor und f�hrte von nun an zuerst einen Propagandakrieg gegen �gypten zur Verteidigung der nationalr�mischen Interessen gegen die „Hure" Kleopatra. So war es jetzt nicht mehr ein Krieg gegen M. Antonius, sondern ein Krieg gegen �gypten, der 32 v. Chr. begann und mit der Schlacht bei Aktium ( 2. September 31 v. Chr. ) sein eigentliches Ende fand, als der General Octavians, M. Vipsanius Agrippa, die Flotte M. Antonius� schl�gt und dieser mit Kleopatra flieht, wobei er seine Flotte und sein Heer f�hrerlos zur�ckl��t. So wurde der Machtbereich des 2. Triumviren auf �gypten beschr�nkt. Am ersten August 30 v. Chr. f�llt, nach den Selbstmorden M. Antonius und Kleopatras VII, Alexandria und somit wird auch �gypten als letzte hellenistische Monarchie zur r�mischen Provinz erkl�rt.

     

     

     

    Gr�nde f�r den Niedergang

     

    Die erfolglosen Versuche der Griechen sich der Eroberung Roms zu widersetzen gr�nden auf der Tatsache, dass in Griechenland ein Polyzentrismus bzw. ein Partikalismus herrschte. Als bestes Beispiel daf�r kann man die st�ndige Rivalit�t zwischen Achai und Aitolien sehen. Aber auch die Auseinandersetzungen zwischen Ptolem�er und Seleukiden, die syrischen Kriege, die neue Gefahr durch die Parther im Osten, innere Konflikte zwischen Einheimischen und Einwanderern und nicht zuletzt der Aufstand der Juden erleichterten den R�mern ihr Vorhaben erheblich.

    Der Aufstand des Juden Makkabaios und seiner Gefolgsleute entstand unter Seleukos IV., als der K�nig die Eink�nfte des Tempels an sich bringen wollte. Allerdings scheiterte sein Vorhaben durch g�ttliches Eingreifen. Unter Antiochos IV., der durch seine Hellenisierungspolitik Druck auf die Juden in seinem Reich aus�bte um sein Reich wieder zu festigen, wurde der Konflikt um den Tempel h�rter. Antiochos IV. war, nachdem er von C. Popilius Laenas durch ein Ultimatum zum R�ckzug aus �gypten 168 gezwungen worden war, sehr geschw�cht und ben�tigte daher Geld was ihn dazu veranla�te den Tempel zu pl�ndern und durch das Schlachten eines Schweines zu sch�nden. Aus diesem Grund begannen die Juden zun�chst einen Kleinkrieg unter der F�hrung von Matthatias, doch unter dessen Sohn Judas Makkabaios wurde ein voll ausgr�stetes Heer aufgestellt, dem es 164 vor Christus gelang den Tempel zur�ckzuerobern. Im Jahr 160 wurde Judas in einer Schlacht get�tet worauf Jonathan, der Bruder des Judas, und Simon die Feldz�ge weiterf�hrten. Diesem gelang es auch 141 die Festung von Jerusalem zu erobern, auf das hinauf der K�nig der Seleukiden, Demetrios II. Nikator, ihm ein au�ergew�hnliches Zugest�ndnis:

     

    Ich best�tige dir den Erla� aller Steuern, auf die die K�nige vor mir verzichtet haben, und aller sonstigen Geschenke, die sie dir erlassen. Hiermit gestatte ich dir, eigene M�nzen f�r dein Land zu pr�gen.

    - au�ergew�hnlich deshalb, da die M�nzpr�gung ein seltenes und nur widerstrebend verliehenes Recht war.

    Desweiteren fehlte es im hellenistischen Osten an einer „Supermacht" die den Widerstand gegen Rom h�tte koordinieren k�nnen, da zwar alle griechischen Staaten gegen die R�mer k�mpften, aber meist nicht alle auf einmal, in den verschiedensten B�ndnissen und in den verschiedensten Regionen (Kriege der Aitoler 191-189, Boiotier 171-170, Epiroter 171, Rhodier 171, Achaier 146, Athener 88 v. Chr.). Der Gegensatz zwischen der Masse/dem Volk und den einzelnen Vertretern der Oberschicht war ebenfalls einer der Gr�nde, da das Volk der hartn�ckigste Gegner der R�mer war und der R�merhass in der Oberschicht nicht so tief verwurzelt war.

    Da milit�rische Erfolge ausblieben wurde auch �fters die Politik des gewaltlosen Widerstandes gew�hlt und in den �stliche Monarchien seit dem dritten Jahrhundert angewandt.

    Nichts desto weniger gab es auch pror�mische St�dte und Reiche wie zum Beispiel Pergamon, Bythnien oder Rhodos. Rhodos, damals eine einflu�reiche Handelsmacht, rief oft den r�mischen Senat bei Auseinandersetzungen mit griechischen St�dten zu Hilfe, wodurch aber auch Roms Engagement und Einflu� im Osten wuchs. Jedoch reichte ab der Mitte des zweiten Jahrhunderts die relativ neutrale Haltung der Insel nicht mehr aus, da innerhalb der Reiche und Staaten auf der Peloponnes pror�mische Parteien bildeten. So brachen wilde K�mpfe zwischen den Anh�ngern und den Gegnern Roms aus. Auch auf Rhodos wo ein offener Streit zwischen zwei Partein herrschte, auf der einen Seite die Leute um Agathagetos, Philophron, Rhodophon und Theaidetos, die ihre ganze Hoffnung auf Rom setzten, auf der anderen Seite die um Deinon und Polyaratos, die ebensosehr auf Perseus und Makedonien hofften.

    So zog sich Rhodos den Zorn des r�mischen Senats zu, da dieser annahm, dass Rhodos Perseus im Kampf gegen die R�mer im Dritten Makedonischen Krieg unterst�tzt h�tte. Allerdings wurde die Bev�lkerung Rhodos� von einer Katastrohe durch einen r�mischen Straffeldzug verschont, doch der r�mische Senat erkl�rte Delos zu einem Freihafen, was geringere Eink�nfte und eine verringerte Machtstellung von Rhodos, und dadurch ein Wiederaufkommen der Piraterie im Mittelmeerraum, zur Folge hatte.

     

     

     

     

     

     

     

     

    Wirtschaftliche Folgen

     

    F�r die griechische Wirtschaft hatte die Unterwerfung der hellenistischen Staaten verheerende Folgen. F�r das r�mische Pendant hingegen waren die Siege der r�mischen Heere �u�erst ertr�glich, da alle besiegten Staaten Kriegsentsch�digungszahlungen leisten mu�ten und zahlreiche St�dte gepl�ndert wurden. Allein bis 167 v. Chr. mu�ten die, bis zu diesem Zeitpunkt unterworfenen Gebiete, 73 250 000 Denare zahlen. Danach wurde die Politik der Tributeintreibung, wie sie schon in Sizilien praktiziert wurde, auch in Griechenland eingef�hrt. Zu diesem Zweck wurde Makedonien in vier und Illyrien in drei Bezirke geteilt. Diese Bezirke mu�ten nun die H�lfte der Abgaben, die sie ihrem K�nig entrichtet h�tten, dem r�mischen Volk zahlen.

     

    Makedonien sollte in vier Bezirke eingeteilt werden, vom denen jeder seine eigene Versammlung haben sollte, und die H�lfte der Abgaben, die sie dem K�nige entrichtet h�tten, sollten sie nunmehr dem r�mischen Volk zahlen.

    Die R�mer beschr�nkten ihre Forderungen auf die H�lfte, da sie wu�ten, dass dies sowieso die h�chste Belastung f�r die schon ausgebluteten Gebiete w�re. Desweiteren wurden die makedonischen Silberbergwerke wieder ge�ffnet was zu einer Wiederaufnahme der Silberm�nzenpr�gung in Rom f�hrte.

    Nat�rlich war die Ausbeutung f�r die R�mer legitim und wurde auch von den Statthaltern mit aller H�rte durchgef�hrt, da sie sie als unabdingbar f�r die Aufrechterhaltung ihres Amtes, als auch f�r die weitere Finanzierung ihrer Karriere hielten.

    Trotz allem mu� jedoch gesagt werden, dass auch einiges Geld aus den Tributen wieder nach Griechenland als Darlehen zur�ckflo�.

     

     

     

    Die griechische Kultur in Rom

     

    Nachdem bis jetzt nur die negativen Folgen des Aufeinanderprallen des r�mischen Imperiums und der hellenistischen Staaten aufgezeigt wurden, soll jetzt die positive und auf lange Sicht wichtigere Seite betrachtet werden.

    Sobald die r�mischen Soldaten von den Feldz�gen heimkehrten und die als Geiseln, Abgesandte, H�ftlinge, Sklaven oder H�ndler nach Rom und Italien kamen, machten sie das r�mische Volk zum ersten Mal mit der griechischen Lebensweise und Sprache vertraut. �rzte und Philosophen lernten neue griechische Fertigkeiten und das griechische Erziehungssystem kennen und zu nutzen. Au�erdem tr�umte der r�mische Adel von griechischen Kunstwerken, nachdem man die, durch Pl�nderungen griechischer St�dte (Korinth, Athen) nach Rom gelangte Kunst, zu sch�tzen lernte. Dadurch wurde Rom zu einer Stadt in der die Reichen in gro�em Luxus und Wohlstand, wie in einem hellenistischem Zentrum, lebten

    Auch der Beginn der r�mischen Literatur ist auf den Hellenismus zur�ckzuf�hren. Erw�hnt sollte hier der �lteste r�mische Dichter Livius Andronicus werden, selbst Grieche aus Tarent. Er verfa�te eine metrische �bersetzung von Homer Odyssee. Auch Quintus Emius kam mit den griechischen Philosophenschulen in S�ditalien in Kontakt und schuf sp�ter die Annalen, ein gro�es Epos der r�mischen Geschichtsschreibung, die nun aus dem Bed�rfnis der R�mer den Griechen ihre Vergangenheit n�herzubringen entsteht. Als Vertreter der Geschichtsschreibung seien hier Pictor Fabius und Postumius erw�hnt. Auch das r�mische Drama wurde sehr von hellenistischen Autoren gepr�gt, da die R�mer sehr viel von ihren griechischen „Kollegen" abschauten und den Stoff aus griechischen Sagen, wie zum Beispiel dem Trojanischen Sagenkreis, entnahmen. Zur Verteidigung der r�mischen Literaten mu� man jedoch sagen, dass sie nicht einfach abschrieben, sondern die Thematik geschickt umwandelten.

    Die Kultur Griechenlands, sowohl mit ihren klassischen als auch mit ihren hellenistischen Autoren lieferte den r�mische Schriftstellern die Idee und das Vorbild eine selbst�ndige Literatur zu schaffen. Selbst gro�artige r�mische Dichter wie Cicero, Sallust, Catull, Vergil, Horatz oder Ovid d�rfen bzw. m�ssen auf griechische Wurzeln zur�ckblicken.

    Seit der Zeit des Flamininus waren die meisten gebildeten R�mer zweisprachig. Neben der Literatur ging auch die r�mische Philosophie der Griechischen hervor, au�erdem wurden griechische und r�mische G�tter die �hnliche Merkmale aufwiesen gleichgesetzt (Hades-Pluto). Es wurden auch in Rom, als auch in anderen St�dten, orientalische Gottheiten aus Syrien und Kleinasien �bernommen. Seit dem zweiten Jahrhundert wurden Kulte f�r siegreiche Feldherrn eingerichtet, was sp�ter zur Annahme der G�ttlichkeit durch die r�mischen Kaiser f�hren sollte.

    Selbst ihre eigene Geschichte zimmerten sich die R�mer so zusammen, damit sie in Trojanischen Sagenkreis pa�t.

    All dies Entwicklungen endeten schlu�endlich in einem gewaltigen Komplex zur r�mischen Kaiserzeit, in dem von der �stlichsten Grenze bis zur westlichsten in Spanien, eine nahezu einheitliche Kultur vorherrschte, die bis zum dritten Jahrhundert andauern sollte, gezeichnet von vielen Aspekten des Hellenismus.

     

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