Rhythmische Bewegung zu harmonischen Klängen |
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Was hat man davon, wenn die Musiklehrerin mit dem Sportlehrer kollaboriert?
Richtig.
Tanzstunden.
Aus den uralten Boxen, die sie in der Turnhalle verteilt hatten - natürlich systematisch so, dass es zu interessanten Interferenzeffekten kam - drang das Quietschen einer Rückkopplung, das alle Schüler dazu brachte, sich mit übertrieben dramatisch verzogenem Gesicht stöhnend die Ohren zuzuhalten. Es dauerte ein bisschen länger als nötig, bis man darauf gekommen war, das Mikro weit genug von den Lautsprechern zu entfernen.
„Guuuuut!“, sagte unsere Musiklehrerin in trällerndem Tonfall und mit einem ihrer unheimlich strahlenden, schiefzähnigen Lächeln. „Einen schönen guten Morgen euch allen. Wir werden gleich anfangen, aber vorher möchte ich euch bitten, euch in Paaren zusammenzufinden.“
Ich lehnte mich an dem am weitesten von allen anderen entfernten Platz an die Wand, verschränkte die Arme vor der Brust und tat so, als würde mich das alles gar nichts angehen, während unter den anderen Schülern das obligatorische Getuschel und Gekicher losging. Alle setzten sich mehr oder weniger zielgerichtet in Bewegung, suchten ihre Wunschpartner, stritten sich mit anderen oder fügten sich grummelnd ihrem Schicksal, während die Lehrer von Gruppe zu Gruppe gingen und das Chaos in Maßen zu halten versuchten.
Innerhalb der nächsten zwanzig Minuten, die ich unter besseren Umständen dafür hätte nutzen können, eine viertel Million an der Börse zu verdienen, schaffte es dann auch der größte Teil der Schüler, sich in Zweiergruppen zusammenzufinden und sich halbwegs zivilisiert aufzustellen.
„Kaiba, ist Ihnen irgendwas nicht recht?“ Mein Sportlehrer war wie aus dem Nichts neben mir aufgetaucht und richtete seinen stechenden Blick auf mich. Er klang perfekt höflich, als würde es ihn wirklich interessieren, aber ich wusste, dass er es nicht so meinte. Er hasst mich. Das beruht auf Gegenseitigkeit.
Es könnte daran liegen, dass ich normalerweise vom Sportunterricht befreit bin und ihm fernbleibe. Wenn das nicht geht, gebe ich mir nicht unbedingt Mühe, meine Verachtung für seine debilen Ballspiele zu verhehlen. Ich verstehe nicht ganz, warum ihn das so stört, aber da wohl jeder Mensch ein Feindbild braucht...
„Wollen Sie nicht eines der Mädchen auffordern, Kaiba?“, säuselte plötzlich meine Musiklehrerin, die im Gegensatz zu dem Mann, neben dem sie soeben erschienen war, die meiste Zeit über ein großer Fan von mir zu sein scheint. Allerdings nicht in diesem Moment, den sie lieber dazu nutzte, mich vorwurfsvoll anzuschauen.
Ich sah mich um und entdeckte eine kleine Gruppe mich hoffnungsvoll ansehender Mädchen. Tatsächlich. Die waren mir bisher noch gar nicht aufgefallen. Jetzt einfach nein zu sagen, würde vermutlich einen sehr schlechten Eindruck machen.
Was ich jetzt brauchte, was eine Verzögerungstaktik. Das Problem war, dass mir keine wirksame einfiel. Ich war schon fast soweit, meine Lehrerin nach ihrer neuen Frisur zu fragen, um wenigstens ein Paar Sekunden Aufschub zu ergattern, als ich aus dem Augenwinkel eine Horde Jungs ankommen sah, die auf der verzweifelten Suche nach den übrigen weiblichen Wesen waren und nun entschlossen auf meine Verehrerinnen zuhielten. Es kam zu einigen Diskussionen und empörten Wortwechseln, die der Intervention der Lehrer bedurfte, aber schließlich war alles so, wie ich es gewünscht hatte: Ich war der Aufmerksamkeit der Pädagogen entgangen und der einzige übriggebliebene Schüler. Es war perfekt.
Zumindest bis zu dem Moment, in dem die Tür der Sporthalle aufgestoßen wurde und Joey Wheeler hereinstolperte und seine Entschuldigung keuchte. Der Idiot hatte natürlich nicht mitbekommen, dass der Musikunterricht in die Turnhalle verlegt worden war und hatte über eine viertel Stunde gebraucht, um herauszufinden, wo er hinmusste. Ein Zeitraum, in dem jeder, der bei halbwegs klarem Verstand war, schon längst nach Hause gegangen wäre. Aber nicht Joey Wheeler.
Die unheilvollen Blicke der Lehrer glitten von ihm zu mir und mir war sofort klar, was jetzt kommen würde. Ihm anscheinend auch, denn sein Blick blieb an mir hängen und sein entschuldigendes Grinsen verschwand innerhalb einer Nanosekunde. Die Lehrer sagten irgendwas zu ihm und er stapfte mit gesenktem Kopf und düster vor sich hinmurmelnd zu mir. Er stellte sich in ungefähr zwei Metern Abstand auf und sah mich abwartend an.
„Was ist los? Hat dich der Hundefänger aufgehalten?“, fragte ich unfreundlich.
Ich sollte niemals die Antwort hören, denn die Musik setzte ein, und alles ging in scharrendem, schlurfendem Getrappel unter, als sich die Pärchen über die Tanzfläche verteilten, während die Lehrerin Anweisungen in das Mikro gab.
Ich verstand kaum ein Wort, was sowohl an dem statischen Rauschen der alten Anlage, als auch am Hintergrundlärm liegen konnte. Vielleicht auch daran, dass Wheeler und ich viel zu sehr damit beschäftigt waren, uns feindlich, aber entsetzt anzustarren.
Es wäre wahrscheinlich dabei geblieben, aber dann kam der Sportlehrer herangerauscht und bedachte mich mit einem erstaunlich maliziösem Lächeln für einen Mann, der in etwa die Ausdruckskraft eines Holzklotzes besitzt. „Warum tanzen Sie nicht?“, fragte er in seinem üblichen täuschend neutralen Tonfall.
„Das soll wohl ein Witz sein.“, stieß Wheeler hervor.
Die Musik wurde lauter gedreht und die Rückkopplung fiepte einmal mehr auf und ließ nur langsam wieder nach.
„Das wievielte mal sind Sie diesen Monat zu spät, Wheeler?“, fragte er im Weggehen, schon auf dem Weg zur nächsten Herausforderung an seine pädagogischen Fähigkeiten, einer Schlägerei, die sich unter zwei kollidierten Pärchen entsponnen hatte.
Ich überlegte, was ich tun konnte und rechnete mir meine Chancen aus, unauffällig aus der Turnhalle zu kommen. Die Musiklehrerin hatte sich in der Tür postiert und sah zu mir herüber. Ganz schlecht also.
Ich konnte auch schlecht weiter rumstehen, denn auf nichts stürzen sich Lehrer mit größerer Freude als auf unwillige Schüler. In dieser Hinsicht sind sie wie ausgehungerte Geier.
„Ich führe.“, stellte ich klar, ohne mich von der Wand wegzubewegen.
Wheeler sah auf und ich erwartete schon offenen Widerstand, aber dann zog er nur mit einer Mischung aus Resignation und Selbstironie die Augenbrauen hoch. Oh. Mein. Gott. Er musste schon etliche Male zu spät gekommen sein. Wie kommt es, dass ich unter seiner Schlampigkeit zu leiden habe?
Ich hörte ein schweres Seufzen und ein halbherzig gemurrtes „Nun komm schon Kaiba.“, dann fasste er mich dreisterweise am Handgelenk und zerrte mich zwischen die anderen, tanzenden Schüler, um der allgemeinen Aufmerksamkeit des Lehrkörpers zu entgehen.
Im dichtesten Gewoge blieb er dann abrupt stehen, ließ glücklicherweise meinen Arm los (der sich da wo er mich angefasst hatte warm und klebrig anfühlte) und drehte sich zu mir um.
Und prustete los. Ich verstand nicht wirklich, was an dieser Situation komisch sein sollte, aber Wheeler hatte anscheinend seine gute Laune wiedergefunden und ließ sich nicht davon abbringen, mich aufzuklären: „Du siehst auf, als wärst du auf dem Weg zum Schafott.“
Aha. Wahnsinnig komisch.
Es dauerte ungefähr eine halbe Minute, bis Wheeler sich soweit erholt hatte, dass er weiterreden konnte. „Okay. Ich seh das so: Wir haben beide Pech gehabt, wir werden uns beide zum Löffel machen, aber wenn wir uns schon blamieren müssen, dann wenigstens mit Stil.“
Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass Wheeler der einzige Mensch auf der Welt ist, der der Meinung ist, sich mit Stil blamieren zu können.
Wir standen da und lauschten der Musik. Eins, zwei, drei, eins, zwei, drei... Es war ein Walzer. Ich verstehe nicht, warum alle Welt der Ansicht ist, man müsse Walzer tanzen können. Kein Mensch tanzt mehr Walzer. Na gut, vielleicht tanzen romantische, sentimentale Trottel über fünfzig manchmal Walzer. Aber das ist vermutlich nur ein Symptom unaufhaltsam voranschreitender Senilität, so wie im Park zu sitzen und Tauben zu füttern. Man hörte die unterdrückten Schmerzenschreie der sich gegenseitig auf die Füße tretenden Tanzpartner. Man hörte die gemurmelten Ermutigungen und Tipps der Lehrerin.
„Sie kommt!“, zischte Wheeler mir zu. „Jetzt komm schon her und führe, verdammt!“
Ich kam widerwillig etwas näher, immer noch in der verbissenen Hoffnung, mir könne etwas einfallen, wie ich diesem Schwachsinn und Wheeler elegant entkommen könnte. Ich wollte schon erleichtert aufatmen als die Lehrerin ein paar Meter vor uns abdrehte, aber da tauchte plötzlich der Jahnjünger neben mir auf. „Na los, tanzen, tanzen!“, rief er gutgelaunt, blieb vor uns stehen und sah uns erwartungsvoll an, wobei er keineswegs die Gruppe schadenfroher Schaulustiger entmutigte, die sich um uns herum bildete.
Wheeler wurde unter den Blicken der anderen rot bis unter die Haarwurzeln und ich wusste, ich war in der Hölle. Und Satan würde erst wieder verschwinden, wenn er mich mit Wheeler Walzer tanzen sah. Viel schlimmer konnte es eigentlich nicht mehr werden.
Wir näherten uns einander. Langsam, aber entschlossen. Wir sahen einander herausfordernd an. Dann seufzte Wheeler schwer, nahm meine Hand in seine, streckte sie aus und legte seine andere Hand auf meine Schulter. Ich erstarrte.
„Na, wunderbar! Und nun habt euch nicht wie kleine Mädchen und tanzt.“, meldete sich der Meister des Psychoterrors wieder. „Und ihr anderen auch! Hopp, hopp!“ Und dann war er weg. Natürlich hatten nur ungefähr die Hälfte der Schüler wieder angefangen zu tanzen, die andere Hälfte starrte uns immer noch an.
„Ist irgendwas?“, ranzte ich die verbliebenen Gaffer an.
„Gibt’s irgendwas zu sehen?“, schnauzte Wheeler gleichzeitig.
Der Effekt war beeindruckend. Innerhalb von etwa einer Sekunde taten alle um uns her so, als wären dermaßen ins Tanzen versunken, dass sie uns nicht mehr bemerkten.
Die Musik ging weiter. Ein, zwei, drei, eins, zwei, drei... Inzwischen war es der Schneewalzer, also das mit Abstand schlimmstmögliche Lied. Wir standen da und starrten über die Schulter des jeweils anderen Löcher in die stickige Sporthallenluft.
„Wir sollten anfangen, bevor er wiederkommt und es noch schlimmer macht.“, murmelte Wheeler schließlich zögerlich.
Ich hätte ja gern gesagt, dass es nicht schlimmer werden könnte, aber ich wusste, dass unser sadistischer Sportlehrer einen Weg finden würde.
„Na gut“, sagte ich resigniert. „aber wenn du mir auch nur einmal auf die Füße trittst...“
Wheeler bedachte mich mit einem übertrieben breiten Grinsen. Wahrscheinlich war er schon wieder auf dem besten Weg zu einer geistigen Haltung, mit der er dieser Situation etwas Erheiterndes abgewinnen konnte. Was auch immer das sein sollte. Vermutlich dass mir das alles so viel peinlicher war als ihm.
„Du musst deine andere Hand auf meine Hüfte legen.“, stellte er trocken fest.
Ich dachte etwas wie: Oh, mein Gott, wenn es dich gibt, bitte töte mich! Aber natürlich kam kein Blitz von Himmel und erschlug mich und auch der Boden wollte sich nicht unter mir auftun.
Ich legte also die Hand auf seine Hüfte und verfluchte die Musiklehrerin und den Sportlehrer sowie alle Befürworter innovativer, liberaler Lehrmethoden und fächerübergreifenden Unterrichts. Dann standen wir bereit. Wheeler nickte mir zu, wir zählten stumm eins, zwei, drei-
Und machten beide einen Schritt nach vorn, woraufhin wir frontal zusammenstießen und uns hastig wieder auf Armeslänge voneinander entfernten.
„Du musst mit einem Schritt nach hinten anfangen, Wheeler.“, zischte ich ihn an.
„Oh. Okay...“, sagte er nur mit einem schiefen Lächeln.
Er hatte offensichtlich keine Ahnung, wie die Tanzschritte waren, aber ich würde mich eher von einem Wolkenkratzer stürzen, als es ihm zu erklären.
Wir nahmen wieder Position. Nickten uns zu. Zählten stumm: eins, zwei-
„Einen Moment noch.“, rief Wheeler plötzlich und nahm hastig wieder etwa Abstand. „Mit welchem Fuß muss ich einen Schritt nach hinten machen?“
Mit welchem... „Links.“, entschied ich spontan, ohne zu zögern.
„Von mir links oder von dir links?“
„Du hast nur ein linkes Bein, oder?“
„Ah. Da wär’ ich mir nicht so sicher, aber okay. Und was mach ich dann?“
Ich brauchte tatsächlich all mein räumliches Vorstellungsvermögen, um diese Frage zu beantworten. „Ein Schritt nach rechts.“
„Mit dem linken oder dem rechten Fuß?“
„... dem rechten.“ Wie kam es eigentlich, dass ich ihm jetzt doch die Tanzschritte erklärte?
„Und dann?“
„Den linken Fuß wieder ranziehen.“
„Und dann?“
„Dann das ganze nach vorn.“
„Mhm...“ Wheeler verarbeitete diese Flut an Informationen mit großem Ernst.
„Also so.“ Er machte die Schritte einmal vor. Ich war mir nicht ganz sicher, aber es sah halbwegs richtig aus, also nickte ich genervt.
„Dann ist es aber völlig egal, ob ich mit einem Schritt nach hinten anfange oder du.“, stellte er fest.
„Darum geht es nicht. Ich führe, du gehst nach hinten.“
„Ja, alles klar.“, sagte er gedehnt. Warum wurde ich das Gefühl nicht los, dass er sich über mich lustig machte?
Wir nahmen wieder Position. Nickten uns zu. Zählten bis drei.
Und tanzten. Ich war völlig verblüfft. Wir müssen ausgesehen haben wie die letzten Idioten, aber es funktionierte. Ich hatte den Eindruck, dass es erstaunlich gut lief, aber nach der fünften Schrittfolge blieb Wheeler abrupt stehen. „Ich will ja nicht so tun, als hätte ich Ahnung, aber sollten wir uns nicht im Takt bewegen?“
„Tun wir das nicht?“, fragte ich ehrlich verwirrt.
„Nein. Wie kommt es, dass du die blöden Schritte kennst, aber nicht tanzen kannst? Diese Musik ist zum Einschlafen, aber immer noch nicht so langsam. Außerdem bist du völlig verkrampft. Ich weiß, es ist ein Tanz für alte Leute, aber nicht mal im Seniorenheim tanzen sie so steif wie du.“
„Ich habe nun mal wichtigeres zu tun, als zu tanzen.“ Da! Er hatte mich dazu gebracht, mich dafür zu rechtfertigen, dass ich nicht tanzen kann. Ich hasse ihn.
„Also gut... locker und schwungvoll...“, murmelte Wheeler vor sich hin. „...ich zeig dir mal das Prinzip.“
Und dann stellte er sich vor mich hin und tanzte. Nicht Walzer. Es sah eher so aus, als würde er von einem Schwarm Bienen angegriffen. Er hopste sinnlos hin und her, wand sich ein bisschen und fuchtelte wild mit dem Armen um sich. Ich nahm sicherheitshalber noch einen halben Schritt Abstand.
Als die Zuckungen aufgehört hatten, sah er mich erwartungsvoll an.
„Und da gab es ein Prinzip?“, fragte ich mit einer hochgezogenen Augenbraue.
„Na gut, einmal noch.“ Und er fing unbeirrbar wieder an zu wackeln und zu fuchteln.
„Das ist lächerlich.“, informierte ich ihn und sah mich nervös nach den anderen Schülern um, die inzwischen wieder kichernd um ums herum standen.
„Warum lachst du dann nicht?“, fragte er mit geradezu penetrant guter Laune und einem breiten Grinsen.
Er tanzte weiter wie ein Bekloppter und ich spürte, wie doch tatsächlich ein Lächeln drohte, meine Mundwinkel nach oben zu ziehen.
„Ha!“, rief Wheeler etwas außer Atem und wieder halbwegs still stehend. „War das ein Lächeln? Willst du es nicht auch mal ausprobieren?“
„Mit Sicherheit nicht.“ Eher würde ich mir glühende Nadeln unter die Fingernägel treiben lassen, als so rumzuhampeln. Walzer tanzen zu müssen war schon schlimm genug.
„Na gut, dann versuchen wir es jetzt noch mal mit diesem Walzerding.“, sagte er unbeirrt. Was ist das für eine grässliche Eigenschaft, alle Dinge mit solcher Begeisterung zu tun? Hat er soviel Spaß daran, mich hier vor allen Leuten lächerlich zu machen?
Wir nahmen also wieder Aufstellung. Eins, zwei, drei. Und los. Diesmal waren wir wesentlich schneller. Wir blieben im Takt, rempelten nur ganz wenige anderen Tänzer an, traten uns nur ganz selten auf die Füße. Es war gar nicht mal so schrecklich. Ich musste nicht ständig darüber nachdenken, was für ein peinlicher Idiot Wheeler war. Vielleicht machte es sogar ein ganz kleines bisschen Spaß.
Als nach ein paar Minuten die Schulglocke schrillte, blieben auf einen Schlag alle Schüler stehen. Man hörte ein Aufatmen durch die gesamte Halle gehen. Wir hatten sofort aufgehört zu tanzen und standen still zwischen all dem Gewühl und dem sich steigernden Lärm der durcheinander redenden Schüler. Ich spürte Wheelers eine Hand warm und schwer auf meiner Schulter, die andere verschwitzt an meinen kalten Fingerspitzen.
Wir machten gleichzeitig einen großen Schritt zurück und wichen dem Blick des anderen aus. Vom anderen Ende der Halle, drängelten sich Wheelers Freunde rufend und winkend durch die aus der Halle strömende Menschenmenge. Wheeler warf mit noch ein irgendwie wackliges Grinsen zu und verschwand in ihre Richtung zwischen einer Gruppe schnatternder Mädchen.
Was hat man also davon, wenn die Musiklehrerin mit dem Sportlehrer kollaboriert?
Richtig.
Tanzstunden.

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© 2006 by Elster |
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