Kapitel 3
Ich stand früh auf an diesem denkwürdigen Montag. Nach meiner
obligaten Dusche zog ich mich an. Weisses Hemd, schwarze Hose und schwarze
Schuhe. Zwar scheitelte ich mir mein Haar, aber es wirkte mit dem Hauch
Haarlack eher luftig und frei. Ich wusste, dass ich so wohl etwas provokativ,
die Forderungen aus dem Hause Uray nicht ganz erfüllte. Aber es war
als letzter Versuch meiner Selbst zu werten, mich gegen die mir sehr lächerlich
scheinenden Vorschriften aufzulehnen. Als mich Tante sah, hob Sie lediglich
etwas die Augenbrauen aber sagte nichts. Man würde mich um 7Uhr abholen,
hatte Madame Directrice ausrichten lassen. Mir war das auch recht und so
stand ich denn auch pünktlich bereit. Der Abschied von Tante Margot
war innig und herzlich und ich hatte Mühe, meine Tränen zu unterdrücken.
Da ich kein Gepäck mitnehmen durfte, hatte ich auch nichts vorzubereiten.
Der Wagen brachte mich dann auf dem kürzesten Weg wieder zu dem
herrschaftlichen Anwesen von Frau Uray. Ich benutzte den Personaleingang
und klingelte an der Haustüre. Es dauerte nicht lange und Marie das
Zimmermädchen öffnete die Türe.
"Guten Morgen Daniel, Madame erwartet dich in Ihrem Büro." meinte Sie freundlich.
Ich grüsste Marie zurück und stand dann schliesslich etwas
herzklopfend vor dem Büro von Madame Directrice. Auf mein anklopfen
hörte ich Ihr -Ja bitte- und ich trat ein. Vor mir sass Madame an
Ihrem Büropult und sah mich musternd aber lächelnd an. Madame
sah überwältigend aus. Sie trug Ihr dunkelbraunes Haar sorgfältig,
einem grossen Ball ähnlich frisiert.
Das hellbraune Kleid mit einem grossen weiten Kragen bestückt wirkte
elegant und sehr klassisch. Sie war sehr dezent geschminkt und der Raum
war erfüllt von einem leichten Parfum.
"Guten Tag, Daniel. Schön dich zu sehen. Ich freue mich dich willkommen zu heissen. Ich hoffe, dass du voller Tatendrang bist und dich freust für diesen Haushalt zu arbeiten." begrüsste Sie mich.
"Guten Morgen Madame Directrice. Ja ich freue mich hier arbeiten zu dürfen." gab ich freundlich wenn auch etwas nervös zurück, denn mir missfiel nicht wie sehr sie mich musterte.
"Das hör ich gerne, Junge. Die Arbeit hier bei uns wird für dich neu, streng und manchmal auch aussergewöhnlich sein. Madame Uray und auch ich sind jedoch der Ansicht, dass du das Zeug für einen perfekten Hauspagen mitbringst. Ach wenn du noch sehr viel zu lernen hast, glauben wir, dass du mit viel Einsatz, Wille und Bereitschaft, eine auch für dich angenehme Zeit verlebst. Aber wie du sicher schon gemerkt hast, ist das hier ein fast ausschliesslicher Damenhaushalt. Nicht dass wir etwas gegen die Männerwelt hätten, aber wir wir kommen auch sehr gut ohne ihre Dominanz zu recht. Von nun an wirst du unter Damen leben, von Damen Befehle erhalten, für Damen da sein und sie bedienen. Ich denke mal, dass dir das sicher gefallen wird, oder dass du das doch sehr gerne machen wirst, ist es so Daniel?" fragte Sie mich.
"Ja das mach ich gerne Madame Directrice. Ich hoffe, dass ich auch in diese Umgebung passe obwohl ich ein männliches Wesen bin." meinte ich und wollte damit ein wenig Humorvoll sein.
"Was passt und was nicht, haben wir dir letzten Freitag beizubringen versucht. Deine Kleidung ausgenommen, solltest du eigentlich begriffen haben, wie du hier rumzulaufen hast. Oder siehst du das anders Junge?" ihre Stimme wurde härter. Doch so schnell wollte ich nicht kleinbeigeben.
"Ich verstehe nicht ganz Madame...... ich habe heute morgen geduscht und mein Haar ist korrekt gescheitelt.........." erwiederte ich etwas nervöser.
"Hör mir mal gut zu, Daniel....... wir haben letzten Freitag diese Uebung mit der Coiffeuse nicht durchgespielt, damit du ein paar Tage später deine eigenen Interpretationen zum besten gibst. Entweder du hälst dich an die Vorschriften oder ich werde Wege finden sie dir beizubringen. Und da du offenbar selbst nicht gewillt bist, dich so zu pflegen wie wir das wünschen, wird während der ersten Woche, Fräulein Marie, unsere Zofe diese Arbeit übernehmen. Sie wird dich nicht nur frisieren sondern dir auch beim einkleiden behilflich sein. Das hat vor deinem Arbeitsantritt zu erfolgen. Sprich dich also mit Fräulein Marie ab. Ich erwarte dich jeden Morgen pünktlich um halb acht hier in meinem Büro. Uniformiert, frisiert und angenehm parfümiert. Haben wir uns verstanden Daniel?" meinte sie nicht böse aber mit sehr bestimmter Stimme.
"Ja Madame Directrice." antwortete ich schnell. Die Vorstellung von Marie täglich frisiert zu werden, war mir alles andere als unangenehm.
"Fein Daniel, dann lass dir noch einige wichtige Dinge erklären, auf die es mir ankommt. Achte stehts auf die richtige Anrede. Sei freundlich und zuvorkommend. Respektiere deine Vorgesetzten und alle Gäste und man wird es dir danken. So und nun halt die Ohren steif und lass dich nicht unterkriegen. Abgemacht?" sie lächelte mich wieder freundschaftlich an.
"Danke Madame Directrice. Ich werde Ihre Worte beherzigen und mir Mühe geben." antwortete ich devot.
"So ist es Recht, mein Junge. An der Einstellung wird es dir nicht fehlen." meinte Sie und drückte einen Knopf auf Ihrem Telefon. Kurze Zeit später erschien Marie.
"Sie haben geklingelt Madame?" hüstelte Sie kokett.
"Ja Marie......... du kannst den Boy jetzt auf sein Zimmer bringen und ihn eindressen. Ich erwarte ihn in 40Minuten tadellos frisiert , blitz-blank uniformiert und gut duftend wieder hier in meinem Büro." erklärte Madame Rothen der Zofe. Diese machte einen eleganten Knicks und unterdrückte ein Grinsen.
"Sehr wohl Madame. Bitte mein Junge....... hier gehts lang." meinte sie zu mir. Ich ging hinter Ihr her hinauf in den 2. Stock. Marie war ein recht hübsches Fräulein. Ich schätzte sie so um die 25Jahre. Ihr pechschwarzes Haar war sehr sorgfältig aufgesteckt und glänzte stark was auf eine grosszügige Anwendung von Haarlack schliessen liess. Zuoberst auf dem Haarturm steckte ein bauschiges Schleifenaragement, das offenbar Bestandteil der schwarz-weissen Zofentracht war. Sie trippelte auf bestimmt 10cm hohen schwarzen Lackpumpsen und der recht enge Knielange Rock ermöglichten ihr nur kurze Schritte. In meinem Zimmer angelangt lächelte Sie mich an.
"Voilà mein Junge........ dein Zimmer. Sieht es nicht süss aus? Ich habe den ganzen Sonntagnachmittag schuften müssen, damit es so aussieht." erklärte sie mir.
Ich sah mich um und wurde sogleich verlegen. Das Zimmer glich jetzt noch viel mehr als bei meinem letzten Besuch dem einer Frau. Die Bettlacken waren aus glänzendem pinkfarbenem Satinstoff und zusätzlich mit grossen Schleifen drappiert, an den kleinen Fenstern hingen weissgerüschte Vorhänge und auf der kleinen Frisierkommode stand eine grosse Flasche Parfum, drei Dosen Elnett Haarlack und verschiedene Toupierkämme fein geordnet. Links und rechts vom Spiegel standen zwei weisse Styroporköpfe mit je einer weissen und pinkfarbenen grossen Schleife bestückt. An einem Kleiderbügel am Schrank hing ein grellleuchtender pinkglänzender Hosenanzug und ein weisses Rüschenhemd. Zu allem aber war die Luft im Zimmer zum abschneiden stark parfümiert. Ich kannte den Duft, es war der selbe mit dem mich die Coiffeuse letzte Woche eingesprayt hatte.
"Es...... es .......sieht etwas anders aus..... vielleicht etwas gar feminin........ Fräulein Marie." meinte ich mich umsehend.
"Ja genau, die gnädige Frau wünschte es so. So aber jetzt müssen wir uns beeilen. Madame Directrice warte nicht gerne. Zieh dich jetzt aus damit ich wir dich anziehen können." meinte Marie. Ich sah sie etwas betroffen an.
"Sie meinen hier? Ich....... ich........" stotterte ich mit errötetem Gesicht. Ich schämte mich vor ihr auszuziehen. Sie lachte als sie mein Unbehagen wahrnahm.
"Du brauchst dich nicht zu genieren Boy........haha. Ich weiss wie ein Junge in Unterwäsche ausschaut......haha. Beeile dich bitte."
Ich musste mich ausziehen und und stand dann schüchtern nur in meiner Unterhose bekleidet vor ihr. Sie musterte mich kurz.
"Wenn die Gnädigste erfährt, dass du solche Unterwäsche
trägst, kriegt sie Brechreiz. Bei uns wirst du nur noch sehr schicke
Unterwäsche tragen." und sie reichte mir ein paar weisse, an den Rändern
mit Spitzen eingefasste Höschen. Es waren zweifellos Damenhöschen.
Sollte ich nun protestieren oder mir einfach nichts anmerken lassen und
das feminine Kleidungsstück anziehen? Ich entschied mich für
zweiteres und zog es mir an. Es passte kaum und aber bedeckte doch genügend
meine Männlichkeit.
Marie hatte inzwischen ein cremfarbenes Ding in der Hand und legte
es mir um die Taille.
Es
war ein schweres Satiniertes Korsett mit vielen Verstärkungen und
Stäben. Sie hackte die Verschlüsse an der Vorderseite ein und
begann das Monstrum im Rücken zu schnüren. Wiederum wagte ich
einen schwachen Protest.
"Fräulein Marie...... warum muss ich denn sowas tragen?" fragte ich.
"Damit du lernst dich schön gerade zu halten denk ich. In diesem Haus tragen alle ein Korsett." erklärte sie mir und begann damit die Schnürung im Rücken zusammen zu ziehen. Und je mehr sie an den Schnüren zog umso mehr kam ich mir wie in einem Schraubstock vor. War das Korsett auch sehr ungewohnt und auch unbequem, so durchrieselte ein neues sehr angenehmes Gefühl meinen Körper. Dieses Gefühl machte mich noch hilfloser als ich schon war und ohne zu klagen, liess ich mich fertig schnüren.
"Voilà...... toll siehst du aus Daniel." kommentierte Marie ihr Werk. Ich sah mich in ganzer Grösse im Spiegel und war selbst sehr erstaunt. Meine Taille war ungewöhnlich eng und meine Haltung war jetzt mehr als gerade. Das Korsett war sehr lang und reichte über den Po und mein Geschlechtsteil hinab, worüber ich nicht unglücklich war, regte sich mein Herr doch allmälich in die Horizontale.
"Es ist aber nicht gerade bequem......" meinte ich und drehte mich ein wenig.
"Das gibt sich mit der Zeit. Hier zieh diese schwarzen Strümpe an." und sie reichte mir ein paar Damenstrümpfe.
"Aber........." wand ich ein, doch sie unterbrach mich sogleich.
"Kein aber..... " meinte Marie und half mir die feinen Dinger über
meine Füsse zu ziehen und befestigte sie an den 6 langen Strumpfhalter.
Danach kam der Dress. Ich musste in die enge Keilhose schlüpfen und
merkte nun, dass der Dress ganz auf die Korsettmasse geschneider sein musste.
Bevor ich in die Träger schlüpfen konnte, hatte ich das Hemd
oder besser gesagt Bluse anzuziehen. Sie war blütenweiss und die Aermel
waren mit Rüschen gefasst. Der Kragen war sehr hoch und gestärkt.
Als die Träger des Hosenanzuges über meinen Schultern sassen,
spannte sich der infame pinkfarbene Dress faltenlos. Um die Halsmanschette
band sie mir nun eine grosse pinkfarbene Schleife und um die schmale Taille
schnallte sie mir einen sehr breiten weissen Lackgurt, der im Rücken
geschlossen wurde. Ich hatte mich zu setzen und Marie zog mir meine neuen
Schuhe an. Es waren weisse Lackschuhe mit breitem aber hohem Absatz. Es
stand ausser Zweifel, dass es sich hier um Damenschuhe handeln musste.
Die Schuhe schienen mir fast eine Nummer zu klein und drückten mich
von Beginn an. Sie legte mir dann einen geräuschten Frisierumhang
über und bürstete mein Haar aus.
"Schönes dichtes Haar hast du Dani, schade dass man sie dir so kurz abgeschnitten hat." meinte Marie.
"Danke...... Frl. Marie....... mir währe es auch lieber ich dürfte sie länger tragen." antwortete ich.
"Na ja..... vielleicht darfst du sie ja wachsen lassen. Also...... schau mir jetzt gut zu wie ich dein Haar mache, Dani. In ein paar Tagen wirst du das alles selbst machen müssen. Zuerst tränkst du das Haar mit diesem Haarfestiger gut durch........so siehst du......." und sie rieb mir die Flüssigkeit aus einem kleinen Fläschchen ins Haar. "So.....und wenn dann alles gut nass ist, ziehst du dir auf der linken Seite einen geraden, aber wirklich geraden Scheitel.......schau......" und sie teilte mir das Haar gekonnt nach beiden Seiten. "Voilà...... wenn der Scheitel sitzt, kämmst du dir die Haare mittels einer hübschen Welle aus der Stirn." Sie zog die Welle hoch und mit Schwung aus der Stirne. "So....... die Frisur ist jetzt fertig. Achte immer darauf, dass jedes Häarchen an seinem Platz liegt. Die Haare müssen jetzt noch getrocknet werden und dazu benutzt du den Haartrockner da." Sie öffnete einen Schrank und schob einen einfachen, auf Füssen stehende Trockenhaube hervor. Während ich nun unter der Haube sass, feilte sie an meinen Fingernägel. Nach vielleicht 10 Minuten entfernte sie die Haube und befühlte sanft die trockenen Haare.
"So das ist jetzt schön trocken. Und nun kommt der Lack drauf." sie nehm eine Dose vom Tisch, schüttelte sie kurz und stellte sich hinter mir auf.
"Zuerst sprayst du aus vielleicht 30cm Entfernung alles gründlich ein, so......schau......." und sie besprayte mich wie beschrieben ringsum gründlich.
"Diese erste Schicht lässt du trocknen......eine vielleicht auch zwei Minuten lang. Erst dann, beginnst du mit dem eigentlichen Lackieren. Die erste Schicht Lack hat die ganze Frisur schon so fest gemacht, dass eigentlich nichts mehr passieren kann. Jetzt führst du die Lackdose nicht mehr weit vom Haar weg, langsam ringsum. Ich werde es dir zeigen........" und sie begann nun meine Frisur von neuem einzusprayen. Wie schon letztes mal bei der Coiffeuse, stieg meine Erregung verstärkt durch das Korsett, die Damenunterwäsche und die groteske Bekleidung wiederum in ungeahnte Höhen. Obwohl ich das Gefühl genoss, schämte ich mich furchtbar. Den Kopf längst in einer dichten Parfumwolke, hörte Marie sicher erst nach etwa zwei Minuten auf. Mein Haar sah nässlich aus und glänzte wiederum sehr stark.
"So....... diese zweite Schicht lässt du jetzt kurz antrocknen aber benutze dazu keinen Haartrockner, damit der Duft in den Haaren bleibt. Hast du verstanden?" fragte sie.
"Ja schon Fräulein Marie........ wieso eigentlich muss ich mein Haar denn so stark gelackt tragen?" wollte ich wissen.
"Ich denke, dass die gnädige Frau das halt so wünscht. Wahrscheinlich gefällst du ihr so besser. Es schnigelt dich halt enorm heraus.......haha........ magst du es wohl nicht, wie?" fragte sie amüsiert.
Natürlich mochte ich es, aber wagte natürlich nicht diese Schwäche zuzugeben. Also suchte ich nach einer andern Antwort.
"Ach mich fragt hier ja sowieso keiner." meinte ich unterwürfig.
Sie lachte laut heraus.
"Das kannst du laut sagen Boy.......haha. Ein sonderbarer Junge must du ja schon sein, wenn du eine solche Stelle angenommen hast." meinte sie grinsend.
"Wie..... wie meinen sie denn das?" meinte ich ein wenig empört.
"Ach nicht persönlich.......ha........ nur man muss es wohl schon mögen, von Frauen so behandelt zu werden. Du wirst hier gehorchen lernen, das kann ich dir sagen."
"Ich gehorche gerne Frl. Marie....... mir macht das nichts aus." sagte ich nicht ohne Stolz.
Das wahren wohl die magischen Worte um aus der anfänglich recht netten jungen Zofe eine dominate Sie zu machen.
"Das will ich doch hoffen Boy. Wenn wir unter uns sind, wirst du mir parrieren und zwar aufs Wort. Vergiss das nicht!" herrschte sie mich an.
"Ja Fräulein Marie, gewiss." hauchte ich.
"Genau........ha........ so und nun wird unser neuer Page noch ein wenig kräftiger gelackt, gell." Und die Prozedur von vorhin wiederholte sich nochmals. Dann endlich, mein Haar glich mehr einer starren Hülle aus Schellack als richtigen Haaren, legte sie die Dose beiseite und machte sich dran, mir eine sehr grosse, pinkfarbene Schleife etwas seitlich am Kopf zu befestigen. Das war doch nun wirklich zu viel!
"Das möchte ich aber nicht, Frläulein Marie........" begehrte ich resolut auf. Sie drückte mich aber ebenso resolut in den Sessel zurück.
"Die Schleife wird getragen Boy. Du kannst dich ja bei Madame beschweren." meinte sie bestimmt und befestigte sie mittels einer engen Spange in meinem Haar. Ich musste dann aufstehen und sie begann, mich mit einem Zerstäuber von Kopf bis Fuss zu parfümieren. Es war furchtbar. Dann steckte sie mir noch ein grosses weisses Namensschild mit folgendem Wortzug auf die linke Brust -Damenpage Danielle-. In diesem lächerlichen Aufzug wurde ich von Frläulein Marie wieder zu Madame Directrice gebracht. Auch Marie klopfte wohlerzogen erst an und trat dann auf das gewohnte -Herein- in das Büro, wobei sie mich neben sich ins Zimmer schob.
"Der Page....... Madame." meinte sie und Madame Directrice sah mich musternd an.
"Oh la la........ Marie......... er sieht aber Formidabel aus. Komm Danielle, lass dich mal anschauen...." meinte Sie, stand auf und besah mich aus der Nähe.
"Der Dress sitzt wirklich perfekt. Die Frisur ist Brillant und duften tut er auch angenehm. Das hast du sehr gut gemacht Marie..... vielen Dank. Er machte doch keine Umstände oder?" wollte Sie wissen.
"Er hat sich tapfer gehalten Madame, einzig das Schleifchen im Haar
wollte er partout nicht tragen." gab Marie sogleich zur Antwort. Madame
sah erstaunt nach mir.
"Ach ja? Die Schleife passt doch hervorragend zum Dress? Er wird sich daran zu gewöhnen haben. Marie....... das währe es für den Moment. Ich werde dich rufen wenn du ihn hohlen kannst. Madame Uray möchte ihn noch begrüssen....." meinte Madame Rothen.
Marie verliess den Raum mit einem artigen Knicks und liess mich mit Madame Rothen alleine.
"Also Danielle, bevor ich dich zu Madame Uray bringe möchte ich, dass du Madame auch korrekt begegnest. Da währe erst mal die korrekte Anrede. Du wirst Sie von jetzt an mit -hochverehrte Madame- ansprechen. Halte dich stehts gerade, mach ein freundliches Gesicht und meldest dich steht richtig an. Anmelden heisst: du stehst stramm, Hände an die Hosennaht und sagst dann -hochverehrte Madame, Ihr Damenpage Danielle meldet sich zum Dienst......... oder zur Inspektion......oder was weiss ich....zur Begrüssung- oder was dann halt so ansteht. Danach befolgst du Ihre Befehle und Wünsche. Wenn du Sie dich nicht mehr braucht, meldest du dich wieder korrekt ab. Sei stehts freundlich und zuvorkommend, Madame kann unfreundliche Gesichter nicht leiden. Hast du alles kappiert, Danielle?" meinte sie bestimmt.
"Ja Madame Directrice." meinte ich kleinlaut.
"Fein, dann lass uns jetzt Madame deine Aufwartung machen." und ich
hatte hinter Ihr in den Salon zu marschieren. Vor der Türe stehend
meinte Sie: "Du bleibst hier bis ich dich rufe." und trat mit einem kurzen
klopfen ein und schloss die Türe hinter sich. Nach ein paar Minuten
öffnete Sie die Türe wieder und meinte streng: "die gnädige
Frau erwartet dich." und während ich durch die Türe stöckelte,
verliess Sie den Raum. Madame Uray sass draussen im Wintergarten und studierte
einige Papiere wie mir schien. Mit weichen Knieen und einem Kloss
im Hals begab ich mich zu Ihr. Sie sah wunderschön aus.
Ihr blondes Haar trug Sie sehr elegant aufgetürmt und adrett aus der
hohen Stirn. Sie trug heute recht viel Make-up und vorallem Ihre vollen
Lippen leuchteten in einem kräftigen Rot. Sie trug eine zahrt hellblaue
Seidenbluse und einen dunkelgrauen engen Rock. Weisse Pumps mit hohen Absätzen
komplettierten Ihre elegante aber einfache Garderobe. Sie sah mich eigenartig
an und ich konnte Ihrem Blick nicht lange wiederstehen und senkte meine
Augen ein wenig.
"Ihr Page meldet sich zum Dienst, hochverehrte Madame." hauchte ich mehr als dass ich sprach. Es war mir sehr peinlich diese lächerlichen Worte zu sagen.
"Fein....... aber hat der Page auch einen Namen?" fragte Sie freundlich.
"Äh.....entschuldigen Sie .......ich wollte sagen.....Ihr Page Daniel meldet sich zum Dienst, hochverehrte Madame." wiederholte ich errötend. Sie lächelte mich vergnügt an.
"Ist ja schon recht Junge. Ich weiss, alles ist sicher so Neu für Dich und am ersten Arbeitstag ist man noch ein wenig aufgeregt. Komm setz dich zu mir an den Tisch und lass uns ein wenig Plaudern." forderte Sie mich freundschaftlich auf. Ich bedankte mich sofort und setzte mich auf den kleinen Hocker Ihr gegenüber.
"So mein Junge....... erst einmal möchte ich dich herzlich Willkommen heissen in meinem Haus. Ich bin wirklich sehr froh darüber, dass du von nun an meiner Dienerschaft angehörst. Ich finde dich einen überaus angenehmen, sympatischen und hübschen Boy. Es würde mich überaus freuen, wenn du meiner Symphatie dir gegenüber durch Offenheit mir gegenüber wiedergiebst. Du darfst mir alles erzählen und Anvertrauen versprochen?" Ihre Stimme war nicht hart und es tat gut solche Worte aus diesem herrlich roten Mund zu hören.
"Ich verspreche es Ihnen hochverehrte Madame. Ich habe mich sehr gefreut für Sie zu arbeiten. Aber wie Sie ja selbst vorhin sagen, ich bin doch noch etwas nervös und fühle mich in dieser Uniform so komisch." Antwortete ich.
"Nun ja ich kann das verstehen...... an Uniformen muss man sich stehts Gewöhnen. Leider sind deine andern Uniformen noch nicht fertig und werden wohl erst in den nächsten Tagen eintreffen. Weisst du...... ich habe eine kleine Schwäche für Uniformen. Ich finde es unheimlich fesch, wenn man auf den ersten Blick erkennt wer Herrschaft und wer Dienerschaft ist. Der Dress den du trägst sieht doch fesch aus und mit dem süssen Ding da auf deinem Kopf sieht das sehr herausgeputzt aus.Aber sprechen wir nicht mehr von den Uniformen....... ich bin wirklich sehr froh darüber, dass du dich entschlossen hast, bei uns zu wohnen, Danielle. Marie hat übrigens dein Zimmer noch ein wenig hergerichtet, gefällt es dir?" fragte Sie und liess das Thema Uniform vergessen.
"Ja.......... schon....... vielleicht ein wenig...... wie soll ich sagen....... feminin eingerichtet." stotterte ich etwas verlegen.
Sie lachte laut auf.
"Oh findest du? Nun ja, es wurde halt früher von einer meiner Zofen bewohnt. Der zugegebener Massen etwas feminine Touch passt halt zu unser Lebensweise. Ich führe hier einen Damenhaushalt und aussser dem Fahrer und dem Gärtner, bewohnen nur weibliche Wesen dieses Haus. Bei dir hab ich mich entschlossen eine kleine Ausnahme zu machen. Allerdings musst du dich der Weiblichkeit unterordnen können. Und ich denke, dass du das kannst. Es mag dich zwar vielleicht etwas befremden, was ich ja auch verstehe, aber du bist auch einsichtig genug dich in diese Situation dreinzuschicken. Ich währe bitter Entäuscht mein Junge, wenn ich mich in dir getäuscht hätte." erklärte Sie mir.
Ich war dieser Frau verfallen, das konnte ich nicht leugnen. Auch wenn von solchen Sachen nie die Rede war, jetzt musste ich Farbe bekennen ansonsten die Folgen nicht abzusehen währen. Ich dachte nicht mehr logisch sondern liess mein Gefühl freien Raum.
"Ich will Sie nicht entäuschen, hochverehrte Madame. Sie sind eine wunderbare Frau und für Sie zu arbeiten ist für mich die erfüllung eines Traumes. Bitte.... entschuldigen Sie meine Worte..... aber ich musste Ihnen das sagen." meinte ich mit hochrotem Kopf, die Augen gesenkt.
"Oh...... das sind aber sehr liebe Worte von dir und sie freuen mich. Aber das bleibt unter uns, ja?" meinte Sie kokett.
"Ja....... natürlich hochverehrte Madame."
"Fein....... Madame Direktrice hat dir ja bestimmt schon viel erzählt wie es hier bei uns so läuft. Ich hab Sie übrigens angewiesen, dich sehr streng zu führen. Es ist mir sehr wichtig, dass du erkennst, dass das nicht gegen dich gerichtet ist. Gerade weil du mir so Symphatisch bist, möchte ich nur das beste für dich. Deine Tante hat mir selbst erzählt, dass sie dich wohl etwas verzogen hat. Ich finde deine Tante eine wunderbare Frau und bin sehr stolz, dass wir jetzt befreundet sind. Wir sind beide der Ansicht, dass es dir am Respekt vor Damen fehlt. Und das mein Lieber, werden wir dir hier beibringen. Später einmal wirst du mir und deiner Tante dankbar sein, dass du diese strenge Schule durchmachen musstest. Da du meistens mit meiner Direktrice zu tun haben wirst, ist es daher unumgänglich, dass du Ihr perfekt parrierst. Sie ist deine Vorgesetzte und auch Gouvernante. Sie wird deinen Arbeitsplan machen und dir sagen welche Uniform du zu tragen hast. Madame Rothen ist eine Freundin von mir und langjährige Mitarbeiterin die ich sehr zu schätzen weiss. Auch wenn Sie dich sehr streng halten wird, ist Sie jedoch ein liebenswürdiger Mensch und wie Sie mir sagte findet Sie dich ebenfalls sehr nett. So das währe es für den Anfang mein Junge. Halt die Ohren steiff und sei ein guter Damenpage, Verstanden?" schloss Sie Ihren Vortrag.
"Ja hochverehrte Madame." meinte ich sofort.
"Gut dann kannst du dich jetzt korrekt abmelden und zu Madame zurückkehren." befahl Sie mir.
Ich stand auf, stellte mich stramm und sagte:
"Ich danke Ihnen für das Gespräch hochverehrte Madame und melde mich ab."
Sie musterte mich von oben bis unten.
"Das muss noch ein wenig beübt werden. Sag Madame Directrice, dass ich ich wünsche, dass Sie mit dir täglich üben soll. Verstanden!" befahl Sie jetzt doch mit strenger Stimme.
"Jawoll hochverehrte Madame, ich werde es Madame Direktrice mitteilen." antwortete ich.
"Gut du kannst gehen, Page."
Ich stöckelte aus dem Salon und meldete mich wieder bei Madame Direktrice. Sie fragte mich sogleich, wie mein Gespräch ausgegangen sei und ich teilte Ihr mit wie nett die hochverehrte Madame gewesen sei. Danach musste ich Ihr aber auch mitteilen, dass die Gnädigste mit meinem Strammstehen nicht zufrieden war.
"Tja Danielle........ dann werden wir das zu üben wissen." und sie lächelte geheimnissvoll. "Aber jetzt an die Arbeit, Marie wartet bereits oben auf dich." meinte Sie und schickte mich nach oben.
Ende Kapitel 3