Haare und vieles mehr......

Kapitel 1

Man schrieb das Jahr 1968 und ich auf der Suche nach einem Job. Ich wollte ein Jahr lang etwas Geld verdienen, bevor ich mich wieder auf die Schulbank setzte. Ich lebte zu dieser Zeit bei meiner Tante Margot, welche mir nicht nur eine gute Freundin sondern durch Ihre aufgeschlossene Wesensart auch eine grosse Hilfe war. Sie war es auch, die mich spontan bei sich aufnahm, als meine Eltern sich trennten. Vater starb kurz darauf an einem Unfall und Mutter lernte ein Jahr später einen neuen Freund kennen, zu dem Sie schliesslich zog und wieder heiratete. Da ich bereits über 18Jahre alt war,konnte ich mein Leben selbst in die Hand nehmen und zog es vor zu Tante Margot zu ziehen. Eigentlich war Sie ja nicht meine leibliche Tante und wohl desshalb fühlte ich mich so sehr zu Ihr hingezogen. Sie führte ein recht sorgenfreies Leben was bei dem vielen Geld, das Sie von ihrem zweiten Ehemann geerbt hatte nicht besonders erschien. Obwohl in keiner Art und Weise knauserig oder gar geizig, hielt Sie es für sehr wichtig, dass ich mir mein Geld selber verdienen sollte. "Es kommt nicht drauf an was du machst, sondern ob es dir gefällt" beliebte Sie immer wieder zu sagen. 

Ich durchstöberte in der Folge die einschlägigen Zeitungsinserate ohne viel Erfolg. Ab und zu ging ich mich auch Vorstellen und entweder passte mir die Arbeit nicht oder man wollte keinen Langhaarigen 18 Jährigen Jüngling. Etwas entmutigt rief ich dann eine Telefonnummer an, die unter der Annonce "Allrounder gesucht"offenbar von einer Witwe aufgegeben wurde. Die Stimme am Telefon klang etwas herb aber durchaus sympathisch. Ich plauderte recht ungezwungen mit der Frau und machte schliesslich einen Termin am nächsten Tag bei ihr aus. Ich erzählte Tante vorerst nichts davon und machte mich etwas gleichgültig auf den Weg. Das recht grosse Haus lag am andern Ende der Stadt, inmitten eines Grüngürtel der die grossen und alten Villen dieses Quartiers umsäumten. Obwohl einiges von Tantes Reichtum gewohnt, verschlug es mir doch fast die Worte, als ich vor dem Haus von Frau Uraj stand. Ein schmuckes, altes Landhaus inmitten eines grossen Park mit vielen alten und hohen Bäumen. Ja hier konnte ein Allrounder wirklich einiges an Arbeit finden sagte ich zu mir und drückte die Hausglocke. Eine Dame so um die 40 öffnete mir mit einem Lächeln die Türe. 

"Sie müssen Daniel Bond sein nicht war......" und ohne auf meine Antwort zu warten wies Sie mich an einzutreten. Sie führte mich in einen sehr kostbar eingerichteten Salon und bat mich es mir gemütlich zu machen. Madame Uraj würde gleich kommen. "Sie nehmen doch sicher einen Kaffee, nicht?" Ich bedankte mich und schaute nachdem ich alleine war, beeindruckt umher. Kurz darauf betrat eine uniformierte junge Frau den Raum und mir verschlug es fast die Augen. Das junge Fräulein trug nämlich eine sehr auffällige, schwarz weisse Zofen oder Dienstmädchenuniform und sah für meine Augen sehr fremd aus. Auf ihrem hochfrisierten schwarzen Haar sass keck ein weiss- gestärktes Häubchen. 

"Ihr Kaffe Monsieur" flötete sie mit heller Stimme und ignoriertemein verdutztes Starren, servierte gekonnt den Kaffee und entschwand mit aufreizendem Gang so schnell Sie gekommen war. Ich hatte mich kaum erholt als eine sehr elegante Dame den Raum betrat und freundlich schauend auf mich zusteuerte und worauf ich automatisch erhob.

"Ich bin Ingeborg Uraj und Sie sind Daniel Bond, nicht war." meinte Sie vor mir angekommen und reichte mir Ihre schlanke weisse Hand zum Gruss. Ich errötete warum auch immer und meine Hand zitterte leicht, als ich sie Ihr drückte und Sie ebenfalls begrüsste. Sie bat mich zu setzen und nachdem auch Sie mit Kaffee bedient worden war begann unser Gespräch. Sie wollte erst alles über mich wissen und ich plapperte wie ein Buch.....völlig von der Rolle. Vor mir sass der Traum meines Lebens und ich wusste nicht wo mir der Kopf stand. Mein Traum bestand aus einem klassischen Deux-Piece Kleid, weissen sehr hochhackigen Pumpsen einem freundlich lächelnden etwas dick geschminkten Gesicht und einem Wunder von einer blonden Frisur. Ich hatte mein ganzes Leben noch nie so eine perfekt frisierte Coiffuregesehen und konnte meine Augen kaum davon lassen. Die Haare waren sehr stark auftoupiert und auf der rechten Seite gescheitelt. Eine hochhinausgehende Strinrolle hob sich elegant und sehr schön von Ihrer Stirne ab. Die Haare lagen wie ein überdimensionaler Ballon um Ihren Kopf und glänzten sehr stark. Ein kräftiger, süsslicher Duft ging von dem blonden Gebilde aus und mir war sofort klar, dass es der Duft Ihres Haarlacks sein musste. Das Blut schoss mir in die Wangen und ich hatte alle Mühe meine Erregung zu verbergen.

Ich war von dem Bild vor mir so fasziniert, dass ich gar nicht recht merkte wie Sie mich ausfragte und ich noch so gerne antwortete. Ich schafte es dann doch noch Sie endlich zu fragen was denn die Stellung so alles beinhalten würde.

"Nun Daniel......ich suche jemanden der hier im Haus Hand anlegen kann. Jemanden der nicht auf die Nase gefallen ist und handwerkliches Geschick ebenso anzuwenden weiss, wie Reinigungsarbeiten in und ums Haus. Er erledigt Einkäufe und dient mir als Chauffeur und wenn nötig begleitet er mich auch mal in den Ausgang. Zudem sollte er an den freien Tagen meines Dienstmädchens deren Dienst übernehmen. Und zu allem sollte er noch verschwiegen und unabhängig sein. Wie Sie sehen eine ganze Menge, daher die Bezeichnung Allrounder......nicht war." meinte Sie mit einem Lächeln.

Ich wusste nur eines, ich musste und wollte für diese Frau tätig sein, koste es was es wolle.

"Ich bin genau das was Sie suchen Frau Uraj, mir ist keine Arbeit zu schade." erklärte ich etwas vorlaut. Sie hob darob ihre dünnen Brauen und sah mich etwas überrascht an.

"Na ja.....wenn Sie so sicher sind junger Mann? Allerdings hab ich vergessen zu sagen, dass Sie hier im Hause leben müssten....wenigstens 5 Tage in der Woche. Lieber währe mir aber wenn Sie die ganze Woche über hier sein könnten. Sie erhalten ein Zimmer an dem es an nichts fehlen wird....einfach zwar aber komfortabel. Was den Lohn angeht so halte ich es wie ihre Arbeit....je nach Einsatzzwischen 1000 und 2000.- im Monat bei freier Kost, Logie und Arbeitskleidung." erklärte Sie mir.

Wir einigten uns darauf, dass Sie erst noch mit meiner Tante Kontakt aufnehmen möchte und Sie mich dann benachrichtigen würde.

Natürlich erzählte ich Tante von meinen Aussichten und schwärmte Ihr den Kopf voll und Sie konnte schliesslich nicht anders als Ihr Einverständnis zu geben.......insofern mich Frau Uraj einstellen wollte. Ein Tag später rief Frau Uraj Tante Margot an und Tante wie Sie war, lud die Damen zu uns ein. Ich konnte den Tag gar nicht erwarten und als es schliesslich so weit war, war ich aufgeregt wie noch nie. 

Tante hatte Frau Uraj zum Tee eingeladen und dann sassen wir zu dritt in unserem hübschen Wohnzimmer. Frau Uraj war elegant aber nicht so atemberaubend gekleidet wie das letzte mal und Ihr blondes Haar trug Sie diesmal aufgesteckt und es wirkte etwas streng. Sie hatte so eine fast aristokratische Ausstrahlung. Zu meiner Verwunderung unterhielten sich die beiden von Anfang an sehr gut und lachten viel. Frau Uraj erzählte nun, dass Sie mich gerne anstellen würde und möchte aber sicher sein, dass Sie, Frau Delago damit auch einverstanden währe.Tante Margot Ihrerseits erklärte, dass Sie diese Entscheidung mir überlassen müsse, Sie jedoch einverstanden sei. Man einigte sich schliesslich, dass ich in einer Wochen anfangen könne. Frau Uraj möchte zudem, dass ich mich von morgen an jeden zweiten Tagum 10Uhr und um 15Uhr bei Ihr melden solle, damit Sie mir alles erklären und zeigen könne. Zudem sähe Sie diese Zeit als eine Art Probe, die von beiden Seiten sicher gewünscht sei.

Als Frau Uraj uns verliess, war es bereits dunkel. Spontan viel ich, nachdem Frau Uraj gegangen war, Tante um den Hals und küsste Sie auf die Wange. Sie liess mich gewähren und flüsterte mir -dich hat es ja ganz doll erwischt...mein Schatz- ins Ohr. 

Beim Abendessen plauderten wir dann gemeinsam noch ein wenig über die Geschehnisse des Nachmittags wobei ich feststellen konnte, dass Tante sehr beeindruckt von Frau Uraj war. So wohlig und gut wie in dieser Nacht hatte ich schon lange nicht mehr geschlafen.

Ich war sichtlich nervös, als ich am Dienstagmorgen pünktlich um 10Uhr bei Frau Uraj erschien. Wieder lud sie mich erst zu einem Kaffee ein um mir dann gutgelaunt das ganze Haus zu zeigen. Dass Sie sehr wohlhabend sein musste, wurde mir bei der Besichtigung schnell einmal klar. Das grosse Haus hatte bestimmt über 10 Zimmer welche alle sehr kostbar und wie mir schien sehr feminin eingerichtet waren. Ein Zimmer fiel mir als besonders feminin auf. Es lag im zweiten Stock und war komplett in rosafarbener Tapete gehalten. Ein grosses Bett, ganz mit leuchtendem, pinkfarbenem Satinstoff bezogen teilte das Zimmer fast in zwei Hälften. Links davon stand eine altmodische Kommode, wie man sie etwa in alten Kostümfilmen sah. Ein grosser ovaler Spiegel welcher an seiner goldgefassten Umrandung mit drei grossen weissen und pinkfarbenen Schleifen drappiert war blickte mir provozierend entgegen. Überhaupt schien es mir in diesem Zimmer nur so von Schleifen und Spitzen zu wimmeln. 

"Also Daniel, das wird künftig dein Zimmer sein. Es wurde bis jetzt von einem meiner Mädchen benutzt, aber leider hat sie uns verlassen. Nun ich hoffe, dass du dich hier wie Zuhause fühlen wirst. Es hat eine eigene Dusche und eine Toilette in dem kleinen Raum nebenan. Wir werden dir noch einen kleinen Fernseher und ein Radio hineinstellen, damit du auch ein wenig dich unterhalten kannst." erklärte mir Frau Uraj geschäftig. 

"Oh das ist aber sehr aufmerksam Frau Uraj, vielen Dank." meinte ich und wurde etwas verlegen. 

"Es freut mich wenn dir das Zimmer gefällt." sagte Sie ohne allfällige weitere Bemerkungen von mir abzuwarten. " So du hast jetzt alles gesehen, wir werden jetzt wieder nach unten gehen."

Als wir gerade aus dem Lift traten, begegneten wir einer attraktiven Dame, welche uns entgegenkam.

"Ah da ist ja Helen. Darf ich Dich bekannt machen mit unserem neuen Hausboy, dem Daniel? Ich hab ihm gerade das Haus gezeigt. Daniel, das ist Madame Directrice. Sie ist meine rechte Hand und Stellvertreterin. Madame Direktrice wird deine direkte Vorgesetzte sein und dir in der Regel auch die zu machenden Arbeiten übertragen. Madame Directrice genießt mein volles Vertrauen und ich wünsche, dass du Ihren Weisungen strikte Folge leistest. Sie wird dir auch beibringen, was für Umgangsformen wir hier zu pflegen wünschen." meinte Frau Uray mit bestimmter Stimme. "Hast du den Termin erledigen können, Helen?" fragte Sie die Dame ohne mich zu Wort kommen zu lassen.

"Ja Gloria, die Uniformschneiderin kommt in einer knappen halben Stunde und bei der Coiffeuse hab ich ihn um 14Uhr angemeldet." erwiderte die Madame Direktrice sogleich.

"Sehr gut Helen. Also Daniel, Madame Direktrice wird dir dann genügend Geld für eine Taxe geben, welche dich Nachmittag zur Coiffeuse bringt. Ich habe sie angewiesen, dir ordentlich die Haare zu schneiden und eine feine Frisur zu verpassen. Mit deinen langen Haaren siehst du ja aus wie ein Mädchen. Nach dem Coiffeurbesuch kommst du mit einer Taxe wieder hierher und zeigst uns deine neue Frisur bevor du wieder heimgehst." erklärte mir Frau Uray immer noch sehr bestimmt und ließ keinen Zweifel aufkommen wie ernst sie das meinte.Ich war sehr überrascht ob der bestimmten ja dominanten Art, welche Frau Uray plötzlich auslebte. Sie machte mich ganz konfus und ich war nicht in der Lage zu protestieren.

"Ja wie sie wünschen Frau Uray." meinte ich errötend.

"Fein, du kannst jetzt wenn du willst noch einen kleinen Spaziergang im Garten machen. Geh aber nicht zu weit, damit wir dich rufen können, wenn die Uniformschneiderin ankommt." meinte jetzt wieder versöhnlich Frau Uray.

Ich war kaum 15 Minuten im Garten als ich meinen Namen rufen hörte.

"Daniel, viens tout suit!" hörte ich Madame Directrice mit schriller Stimme rufen. Das Dienstmädchen führte mich dann in ein großes Zimmer wo in großen Sesseln Frau Uray, die Direktrice und eine mir unbekannte ältere Dame sassen und Kaffee tranken.

"Ah, da bist du ja,Daniel. Madame Langen wird dir jetzt die Kleidermasse nehmen und für dich dann die Arbeitsuniformen schneidern. Du kannst dich jetzt hinter dem Paravent bis auf die Unterwäsche ausziehen unddich dann hier aufstellen." erklärte mir Frau Uray.Ich sah Sie erstaunt und fast erschrocken an. Als hätte Sie meine Verlegenheit gespürt, meinte Sie:

"Mach nicht so ein Gesicht Boy, wir sind alles erwachsene Frauen und haben wohl schon öfters einen jungen Boy in Unterwäsche gesehen. Allez....... wir wollen Madame nicht warten lassen." meinte Sie und ich verschwand ohne ein Wort zu sagen hinter dem Paravent. Nur in den Unterhosen bekleidet trat ich sehr gehemmt vor die drei Damen. Sie sahen alle auf als ich wieder vor Ihnen stand.

"Na also, mit so einem schlanken Körper brauchst du dich wirklich nicht zu schämen. Also Madame Langen, ich möchte für ihn eine Fahreruniform, dann eine Uniform für den Garten und die groben Arbeiten, dann eine Art Boyuniform für im Haus, eine Servieruniform und eine etwas festliche Dieneruniform für besondere Anlässe. Dazu immer die passende Unterwäsche in doppelter Ausführung." eröffnete Frau Uray der staunenden Schneiderin. Diese stand geschäftig auf und kam mit einem Massband auf mich zu um mich zu vermessen. Während Frau Uray und die Directrice sich plaudernd unterhielten notierte die ältere Dame alle Masse in einem kleinen Buch.

"Ach Madame Uray, seine Taille ist 65cm, soll ich alle Uniformen auf diese Grösse machen, oder trägt er zu allen Uniformen ein Korsett?" fragte die Schneiderin. Mir blieb fast das Herz stehen als ich das hörte.

"65cm ....... sagten sie, nun ich denke dass wir bei der Gartenuniform auf ein Korsett verzichten können. Bei den andern können sie von 55cm ausgehen. Ich denke, wenn Sie mit Messen fertig sind, kann er sich wieder anziehen. Übrigens welche Schuhgrösse hast du Daniel?" fragte Frau Uray mich, worauf ich meine Grösse mit 40 angab.

Nachdem ich mich wieder angezogen hatte schickte mich Frau Uray nach Hause. Tante welche gerade den Tisch gedeckt und etwas zum essen vorbereitet hatte, wollte natürlich wissen, wie es denn so gewesen sei. Ich erzählte Ihr nichts von der Schneiderin und meinen diesbezüglichen Erlebnissen, auch erwähnteich keine Einzelheiten über mein Zimmer. Dass Frau Uray mich zum Coiffeur schickte, musste ich allerdings erzählen. Jedoch unterließ ich es, Ihr zu sagen, dass ich Frau Uray anschliessen die Frisur zeigen müsse. Ich sagte einfach, dass ich Nachmittags nochmals vorbei müsse, da Sie mir noch den Rest des Hauses und den Garten genau zeigen wolle.

"Oh lala, Sie hat es aber eilig dich nach Ihrem Geschmack herzurichten.......haha. Hat sie auch gesagt wie du das Haar schneiden sollst?" fragte Tante amüsiert.

"Nein nicht genau, Sie sagte bloss, dass sie zu lang seien." meinte ich beiläufig.

Ich bestellte mir eine Taxe und fuhr zu der mir angewiesenen Adresse. Ich staunte handelte es sich doch um einen Damensalon und nicht wie erwartet habe um einen normalen Herrensalon. Mit etwas Herzklopfen betrat ich das Geschäft. Eine typisch aufgetakelte ältere Dame begrüsste mich musternd und fragte mich nach meinen Wünschen. Ich erklärte ihr, dass ich angemeldet sei und nannte ihr meinen Namen. 

"Angemeldet sind Sie? Wie ist doch gleich ihr Name......Bond.......Daniel.............nun da find ich aber nichts. Wann haben sie sich denn angemeldet?" wollte sie wissen.

"Ich......ich habe mich nicht selbst angemeldet. Eine Frau Schmitt hat für mich diesen Termin bei ihnen reserviert." meinte ich leise.

"Aha......mal sehen.......ach so......da haben wir den Eintrag. Ach sie sind der neue Page von Madame Uray, ja Frau Schmitt hat sie angemeldet für Haarschneiden und Frisieren. Eigentlich bedienen wir ja keine Herren, aber Madame Uray ist unsere beste Kundin und so das ist natürlich etwas anderes. Du kannst dich dort vorerst hinsetzen, die Coiffeuse wird gleich fertig sein mit ihrer Kundin." meinte Sie freundlich aber duzte mich plötzlich.

Nach vielleicht 10 Minuten erschien eine blonde grossgewachsene Dame in einem pinkfarbenem Arbeitskittel.

"Sie müssen Daniel sein, nicht war? Ich heisse Rothen, Esther Roten und bin die Coiffeuse von Madame Uray." begrüsste Sie mich freundlich und streckte mir ihre mit langen roten Fingernägeln drapierte Hand zum Gruss entgegen. Ich stand auf und drückte die Hand und erwiderte den Gruss.

Sie führte mich dann in den Coiffeursalon. Vor mir tat sich die Welt auf, welche ich bis anhin bloss durch Schaufensterscheiben kannte. Die Luft war gesättigt mit einem Duft nach Parfüms. Der Salon war etwa 6 Meter lang und hatte eine riesige Spiegelfront vor welcher 3 Frisierplätze angeordnet waren. Ein Platz, der in der Mitte war frei und für mich bestimmt. Auf dem linken Frisierstuhl sass eine Dame welche gerade die Haare eingerollt bekam, auf dem rechten Sitz trohnte ein junger Mann etwas Jünger als ich und wurde von einer jungen Coiffeuse geschoren. Neben dem Jungen sass eine ältere Dame offenbar seine Mutter. Frau Rothen liess mich Platz nehmen und legte mir einen pinkfarbenen Nylonumhang um. Natürlich nahm ich war, dass die andern mich interessiert beobachteten.Erst wurden mir die langen Haare gründlich gewaschen und mir viel sogleich das recht stark parfümierte Schampoauf, das Frau Rothen benutzte. Sie kämmte dann die Haare mit einem grossen Kamm zurück und richtete meinen Kopf zurecht.

"So Boy, jetzt heisst es Abschied nehmen von den langen Haaren gel. Aber machen tut das ja nichts, mit so langen Haaren läuft man auch nicht herum, gelle. " und Sie begann mit einer Schere und Kamm bewaffnet meine langen Haare zu kürzen. Ich versuchte ein etwas gezwungenes Lächeln aufzusetzen, was mir aber nur bedingt gelang. 

"Wie alt bist du eigentlich?" fragte sie so laut, dass man es auch nebenan hören konnte. Dass Sie mich duzte, machte mich in den Augen der andern anwesenden Leute auch nicht erwachsener.

"18 ......" erwiderte ich leise.

"Nein wirklich? Ich hätte dich kaum älter als 15 geschätzt." lachte sie laut heraus. Über den Spiegel konnte ich sehen wie die andern Leute ihre Hälse reckten und schmunzelten. Ich errötete einmal mehr. Frau Rothen bemerkte es mit viel Genugtuung wie mir schien.

"Gerade oft bist du ja nicht zum Haarschneiden gegangen. Dein Haar ist ja fürchterlich geschnitten. Einfach wachsen gelassen die letzten Monate wie?" meinte sie fragend.

"Ja schon........ es ist schon lange her, seit ich beim Coiffeur war." erwiderte ich schwach.

"So wie ich Frau Uray kenne, wird sich das wohl von nun an ändern, nicht? Seit wann arbeitest du denn jetzt bei Ihr?" fragte sie bestimmt und immer noch unverschämt laut.

"Eigentlich beginne ich erst am Montag, aber diese Woche lerne ich so das wichtigste kennen, das Haus und so." antwortete ich.

"Ach ja, erst am Montag? Angemeldet bist du von ihrer Sekretärin, Frau Schmitt, jedenfalls schon seit einigen Tagen. Normalerweise, bestellt mich Frau Uray zu sich in die Villa um allen die Haare zu machen. Eine richtige Dame undsehr grosszügige muss ich sagen. Ein Glück für dich, dass du für Sie arbeiten kannst." sagte sie und blickte mich dabei an, als hätte ich sogleich einen Kniefall zu vollführen.

"Doch natürlich ich freue mich auch einen Job bei ihr gefunden zu haben. " erwiderte ich sofort.

"Ja sie hat mir letzt mal als ich bei ihr gewesen bin, davon erzählt dass sie einen Hauspagen eingestellt hätte. Aber sie kann sich das ja leisten, die gnädige Frau." dabei strich sie mir durchs angetrocknete Haar und drückte meinen Kopf etwas zurecht. Meine Haarlänge war bereits auf Ohrenlänge gestutzt. Sie ergriff einen kleinen Flakon und begann meine angetrockneten Haare mit dem Zerstäuber zu netzen. Das Zeug duftete sehr stark und ich fragte mich allen ernstes, für was das wohl gut sei. Anschliessend zog sie mir einen geraden Scheitel und frisierte das Haar aus der Stirne. Nun nahm sie eine elektrische Haarschneidemaschine zu Hand und begann untersurrenden Klang meine Nackenhaare zu rasieren. Ich spürte das kalte Eisen auf meiner Haut und begann zu erahnen was mir da offenbar zukommen sollte.

"Sie machen es doch nicht etwa zu kurz, oder?" wagte ich eine erste Frage bezüglich meiner neuen Haarlänge. Frau Rothen sah mich schon fast belustigt an.

"Kurz? Nein......nein. oben bleiben sie wie sie sind. Nur hinten und um die Ohren putzen wir sauber aus. Man hat im Hause von Madame Uray ganz klare Vorstellungen darüber wie der Hauspage sein Haar zu tragen hat.......haha. Du glaubst doch nicht im ernst, dass man dich mit deinem Zottelhaar in diesem feinen Haus hätte rumlaufen lassen? Ausgerechnet Frau Uray.........haha. Sie legt ausgesprochen grossen Wert darauf, dass alle Angestellten immer Tipp-Top frisiert sind. Da macht sie beim Hauspagen bestimmt keine Ausnahme." meinte sie sichtlich belustigt.

Während sie mir nun die Haare um den Kopf herum abfräste wurde dem jungen Kerl neben mir die kurzen Haare gestriegelt. "Soll ich ihm einen Festiger draufmachen oder möchten sie es lieber brillantiniert haben, Frau Knaus?" fragte die Coiffeuse die Mutter des Jüngling. Diese sah kurz auf und schob die Brille weg." Machen sie ihm Brillantine drauf das glänzt dann so schön und sieht gepflegt aus." erklärte sie der Coiffeuse. Offenbar war der Junge aber nicht einverstanden.

"Ich..... ich möchte aber nicht Mama......bitte.....können wir es nicht einfach so belassen?" meinte er mit leiser und fast weinerlichen Stimme. Fast mechanisch sahen Frau Rothen und ich zu dem Jungen rüber, was ihn peinlich berührte. "Nein Robbi, dein Vater und möchten von jetzt an, dass du anständig und gepflegt herumläufst. Die Coiffeuse wird dir jetzt einen schönen Scheitel machen und damit das geht, wird sie dir die Brillantine drein machen. Nicht wahr Fräulein Sabine?" meinte die Mutter des Jungen.

"Natürlich Frau Knaus, du wirst sehen mein Junge, das wird toll aussehen." sagte sie zu dem Jungen und begann sein Haar mit einer handvoll besagter Haarpomade einzureiben. Dann zog sie ihm einen langen messerscharfen Scheitel und frisierte sein Stirnhaar mit einer Welle aus dem Gesicht. Mit einem grossen Spiegel zeigte sie dem Jüngling dann die neue Frisur auch von hinten.

"Voilà mein Junge..... ist es so recht Frau Knaus?" fragte die Coiffeuse die inzwischen vom Sessel aufgestandene Mutter. 

"Sehr schön Fräulein Sabine.......wunderbar. Vielen Dank." meinte diese zufrieden.

"Darf ich es noch ein wenig parfümieren oder geht es so?" hörte man die Coiffeuse fragen. Ich glaubte nicht richtig zu hören.

"Ach wegen mir schon, aber sie kennen ja die jungen Leute........ ich glaube nicht, oder möchtest du dass dir das Fräulein das Haar noch etwas parfümiert, Robbi?" fragte sie mit einem Grinsen den kreidenbleich gewordenen Jungen.

"Nein......nein.......bitte nicht......" sprudelte es aus seinem Mund. Die Frauen um ihn herum mussten lachen. Der ärmste tat mir wirklich leid. Man spürte es förmlich wie sie sich ob dem Jungen amüsierten.

Als die Frau mit dem Jungen gegangen war, konzentrierte sich Frau Rothen nun wieder ganz auf meinem Haarschnitt. Ich durfte kaum hinsehen. Rings um die Ohren waren die Haare wie rasiert und die weisse Haut gab dem ansonsten dunklen Haar ein kontrastreiches Aussehen. Auch wenn die Haare direkt auf dem Kopf noch recht lang waren, so sah ich furchtbar geschoren aus. Während sie mir die Haare abhobelte, hielt sie mit einer Hand die Domdäuse und mit der anderen Hand hielt sie meinen Kopf. Dabei glänzten ihre übertrieben langen und grellroten Fingernägel auf meinem dunklen Haar. Ich mussteeingestehen, dass mich das sehr erregte und diesen Zustand von weiblicher Dominanz sichtlich genieste, auch wenn ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen. Endlich schien sie mit ihrer Arbeit zufrieden zu sein. Sie musterte mich eingehend und legte dann die Maschine beiseite. Eigentlich erstaunlich, dass ich mir dies alles gefallen liess. Nie hat sie mich auch nur gefragt ob es so recht sei. Sie wusste, dass sie mich nicht zu fragen brauchte. Die Order die sie offenbarvon Frau Uray bekommen hatte reichte ihr wohl.

Sie frisierte mir dann wieder den Scheitel und kämmte mein Haar zurück. Das Haar war fast wieder abgetrocknet.

"So das sieht doch schon mal anders aus, nicht?" fragte sie und richtete meinen Kopf zurecht.

"Tja mein Geschmack ist es nicht gerade......" meinte ich und blickte vom Spiegel verlegen auf meine Knie.

"Oh...... je du ärmster.......haha. Aber ich denke dass Sie zufrieden sein dürfte, wenn es perfekt frisiert ist."

Ich dachte oh Schreck schon an den brillantinierten Boy als Sie mir aus einer kleinen Flasche eine stark duftende Flüssigkeit ins Haar rieb. Sie durchtränkte mein Haar gewissermassen und ich fühlte wie mir einiges an Flüssigkeit über die rasierten Kopfteile lief. Sie massierte mich energisch, so dass mein Kopf durch die Bewegungen ihrer Hand von vorn nach hinten fuhr.Mein klitschnasses Haar roch stark nach Parfüm und glänzte wie ein abgelutschtes Bonbon. Sie nahm nun einen feinen Toupierkamm und zog mir dann unter grösster Konzentration einen sehr langen und schneeweissen, wie mit dem Lineal gezogenen Scheitel auf der rechten Kopfseite. Dann kämmte sie die Haare nach beiden Seiten und hob mein langes Stirnhaar gekonnt in einer sehr grossen hohen Welle aus der Stirn, wobei die Oberkopfhaare dabei nicht überkämmt wurden. Dadurch erzielte die Stirnwelle eine viel dominantere Wirkung. 

"Voilà........ das währe es vorerst. Du kommst jetzt für 10 Minuten unter die Trockenhaube, aber dass du mir ja nicht an die Haare fasst oder damit an die Haube stösst." erklärte sie mir und stülpte eine grosse Haube über meinen Kopf. Da hörte ich auch schon das summen des Ventilators und spürte wie ein warmer Luftstrom über mein Kopf strich. Ich war vor Überraschung fast gelähmt und konnte mir nicht vorstellen für was das gut sein sollte. Der Schleier des Ungewissens legte sich aber dann, als sie nach einigen nicht unangenehmen Minuten den Trockner wegnahm und vorsichtig über mein Haar strich.

"Sola...... sehr schön geworden." meinte sie als die Frau von der Reception zu ihr trat. 

"Ach Frau Schmitt FrauKolber......ist da. Sie sind ja gleich fertig mit dem Boy, nicht?" fragte sie und musterte mich eindringlich.

"Eigentlich nicht, ich muss ihm die Frisurnoch lacken. Sagen wir so 10 bis 15 Minuten." meinte meine Coiffeuse und liess sich nicht aus der Ruhe bringen.

"Lacken? Aber dauert das denn so lange? " erwiderte etwas überrascht die Receptionistin. 

"Ja sicher, ich kann ihm ja kaum einfach eine ganze Dose raufsprayen in 2 Minuten, nicht? Sagen Sie Frau Kolber sie könne wenn sie möchte hier warten."

"Ja denn, ich werde es ihr sagen." meinte die Empfangsdame und mit einem etwas beleidigendem Blick auf mich machte sie kehrt.

Frau Rothen nahm eine goldfarbene Dose Haarlack auf welcher mit schwarzen Lettern -Elnett- zu lesen war in die Hand und schüttelte sie einige male.

"Ach Sabine, sei doch so lieb und hol mir eine neue Dose Haarlack......... du weißt schon den Elnett mit der extra starken Fixierung." rief sie der jungen Frau zu die gerade den Boden mit einem Besen säuberte.

Ich musste jetzt irgend etwas sagen, wollte ich nicht mit einem Haarlack die Haare voll kriegen, das wusste ich. Einerseits war das für mich ein unglaubliches Abenteuer, das mich ungeheuer erregte, andererseits wurde mir fast schlecht, wenn ich daran dachte, so vor Frau Urayzu erscheinen.

"A...... aber.....i....ich möchte wirklich nichts mehr auf dem Haar......Frau....Rothen." Auch wenn ich mir Mühe gab kam nur ein klägliches Stottern heraus. Sie sah mich darauf ernst an.

"So......so. Aber da ist Madame Uray anderer Meinung, Boy. Ich mache das was sie mir aufgetragen hat. Auch wenn ich wollte,kann ich auf deine Wünsche nicht Rücksicht nehmen. Ich kann es mir nicht leisten sie zu verärgern. Sie will dich nun offenbar so geschniegelt wie möglich, also kriegt sie dich auch so geschniegelt wie möglich. Beschweren kannst du dich ja nachher bei ihr. Soviel ich weiss, hast du ja nachher bei ihr vorzutraben." erklärte mir Frau Rothen und ließ keinen Zweifel offen, was Sie vorhatte. Ich zog es unter diesen Umständen vor den Mund zu halten. Viel brachte es ja ohnehin nicht, wenn ich anderer Meinung war.

Sabine brachte die Dose Haarlack und reichte sie meiner resoluten Coiffeuse. Mit einem -danke Sabine- nahm sie die Dose, schüttelte sie kurz und begann dann meine Frisur einzusprayen. Gleichzeitig mit dem zischen der Lackdose, dem sich um mein Haupt bildende parfümierte Duft, begannen meine Beine zu zittern, meine Erregung stieg ins unermessliche und ich wurde nicht nur verlegen darob, sonder schämte mich furchtbar. Das Blut schoss mir in den Kopf, als gäbe es nur eine diese eine Verbindung vom Herzen. Puttelrot, den Tränen nahe, versuchte ich meinen desolaten Zustand zu verbergen. Doch Frauen währen nicht Frauen, hätten sie für genau solche Situationen nicht einen sechsten Sinn.Statt meinen Zustand durch Ablenkung abzuschwächen, fasste mich Frau Rothen mit der linken Hand am Kinn und drückte meinen Kopf zurecht. als hielte sie ein paar Schuhe, die sie gerade imprägnieren wollte. Damit gab sie dem fast eingeschlagenen Nagel den letzten Zwick und ich ejakulierte unter vergeblichem Grimassieren in meine Hose. Ich hatte ausgetragen und sie die erste Schicht Haarlack aufgetragen. Noch nie in meinem Leben hatte ich mich so dämlich, so hilflos gefühlt. Ich schämte mich bis in die Zehen.

Frau Rothen war mein besonderer Gefühlszustand natürlich nicht entgangen. Sie hielt kurz inne mit lackieren, blickte mich etwas ungläubig an, senkte dann den Blick auf meine Schoss und meinte nur " das glaub ich doch nicht......" nahm die Dose Haarlack wieder zur Hand und begann von neuem meine Frisur zu lacken.

"Von wegen .......... -ich möchte nichts mehr aufs Haar- haha..... eine richtig schöne Lackfrisur machen wir jetzt, gel. " und sie führte nun die Düse des Haarlacks ganz nahe am Haar entlang, so dass ich den sanften Drück des entweichenden Sprays gut wahrnehmen konnte. Mein Haar war längst nass von dem vielen Lack. Kleine Tröpfchen bildeten sich und mein Kopf hing in einer schweren Wolke von aerosolgeschwängertem Parfum. Natürlich zog ich durch eine solche Behandlung die Blicke und Neugier der andern Salonbesucherauf mich. Hätte sich vor mir ein Loch im Boden aufgetan, ich währe ohne zu zögern hinein gesprungen. Aber ich sass da, musste es ertragen von einer schönen blonden Frau die zum heulen geschniegelte Frisur extrem mit Haarlack versiegelt zu bekommen. 

Als sie nach Minuten endlich von mir abliess, sah mein Haar aus als währe es aus dunklem Kunststoff gegossen. Es glänzte wie ich Haare noch nie glänzen sah. Sie hielt mir dann den Spiegel hinter den Kopf als Sabine neben sie trat.

"Wow..... sieht er aber jetzt fesch aus mit dem vielen Lack. Das hab ich echt noch nie gesehen. Wie das glänzt?" meinte sie. 

"Ja jetzt sieht er richtig süss aus unser Boy. Nun wie gefällt es dir mein Junge?" fragte mich die Coiffeuse belustigt. Sie genoss es richtig meine Verlegenheit und mein Schamgefühl auszuspielen.

Was sollte ich anders als ihr recht zu geben? Ein leises - ja danke- war alles was ich hervorbrachte. Sie nahm mir dann den Umhang ab und begleitete mich an den schmunzelnden Frauen vorbei zur Reception. 

"Einmal waschen, schneiden und frisieren. Dazu separat eine Dose Lack. Schreiben Sie es auf die Rechnung von Frau Uray." erklärte Frau Rothen der Empfangsdame. Diese musterte mich wieder von oben bis unten wobei ihre Augen sehr lange an meiner Frisur hängen blieben.

"Oh was für ein fescher junger Herr aus ihm geworden ist. Da wird Madame Uray aber sicher froh sein." meinte sie darauf.

"Ja ich hoffe es auch. Madame wünscht übrigens noch, dass er parfümiert wird. Und ach ja..... bestellen sie ihm dann liebenswürdigerweise eine Taxe. Und du mein Junge, lass Madame Uray von mir grüßen. Wir sehen uns bestimmt wieder." meinte Sie beschäftigt und liess mich stehen um sich um ihre neue Kundin zu kümmern.

Die Receptionistin lächelte, stand auf und ergriff einen Zerstäuber der vor Ihr, neben vielen andern Utensilien auf der Auslage stand und trag zu mir. Ihr Vorhaben versetzte mich in Angst und Bange, genau so wie es vor ein paar Minuten geschehen, als mir die Coiffeuse die Haare so unsinnig lackierte. Lackierte Haare war das eine, aber jetzt noch parfümiert zu werden? Ich wollte das auf keinen Fall und so setzte ich nicht nur eine ablehnende Mine zu Tag, sonder reklamierte ob dem bevorstehenden parfümieren.

"Nein bitte, das möchte ich nicht." gab ich doch recht abweisend zu verstehen.

"Aber aber, ......... ihre neue Chefin wünscht dass sie nicht nur auf dem Kopf, sondern ringsum gut duften. Das hier ist ein sehr angenehmes Parfüm, du wirst es mögen......" und schon begann sie mich mit dem Flakon zu besprayen.Ein sehr süsser, aufdringlicher, fast unangenehmer Geruch machte sich sogleich um mich breit. Auch wenn ich einen Schritt zurückwich, hatten mein Hemd, meine Arme bereits genügend des aufdringliche Duftes aufgenommen. 

Als ich endlich in der vorgefahrenen Taxe, auf dem Rücksitz Platz genommen hatte, meine Destination angegeben hatte, merkte ich erst wie mein parfümierter Geruch das innere des Wagens füllte. Dass die Fahrerin zudem noch eine Frau war, machte meine Hilflosigkeit vollends perfekt. Obwohl sie nichts sagte, merkte ich wie sehr sie mich über den Rückspiegel musterte. Als ich schliesslich vor der massiven Haustüre, von Madame Uray's Landhaus stand, überkam mich ein sonderbares Gefühl. Ich war sehr erregt aber schämte mich furchtbar. Die Zofe lächelte mich malizieus an und führte mich ins Haus. 

"Ich werde Madame sagen, dass Sie da sind, Daniel." meinte sie lächelnd und entschwand Richtung Salon. Nach kurzer Zeit kam sie wieder und lächelte noch immer.

"Madame hat Besuch und kann sie leider noch nicht empfangen. Aber Madame Direktrice möchte sie sehen. Bitte folgen sie mir."

Sie klopfte nur kurz und auf ein deutliches -herein- entschwand sie in das Zimmer um kurz darauf wieder mit einem Lächeln herauszukommen.

"Madame wünscht Sie jetzt zu sehen." meinte sie bevor sie wegstöckelte.

Ich trat ein und sah Madame Direktrice an einem grossen Pult sitzend einige Papiere lesend. Sie sah mich nicht an. Ich stand einfach da und genierte mich .

Nach vielleicht einer Minute sah sie auf.

"Ah ja.......unser neuer Page. Und was kann ich für dich tun?" fragte sie mich musternd. Ich war ob der ungewöhnlichen Frage etwas perplex. Eigentlich sollte Sie ja wissen was ich hier tat.

"Das Dienstmädchen hat gesagt ich soll mich bei Ihnen melden." meinte ich stockend.

"Ja Madame hat unverholt Besuch bekommen. Aber Sie will Dich unbedingt noch sehen. Nun.......mir scheint, war dein Nachmittag erfolgreich. Ordentlich frisiert hat man dich jedenfalls. Der Service im Salon war doch korrekt nehme ich an?" fragte Sie eng.

"Ja.......ich.......ich ...........meine es......." stotterte ich verlegen und sie unterbrach mich sogleich.

"Fein........ Daniel. Nun ich bin froh, dass du endlich wie ein kleiner Herr ausschaust. Wie dir Madame bereits mitgeteilt hat, bin ich deine direkte Vorgesetzte. Ich finde dich sympathisch und denke, dass wir beide zusammen auskommen werden. Wie du sicher schon festgestellt hast, haben wir hier in diesem Haushalt bestimmte Regeln, die es einzuhalten gilt. Sowohl Madame als auch ich sind darauf bedacht, dass das Personal oder die Dienerschaft wie ich es lieber ausdrücke, zufrieden aber auch sich ihrer Rolle in diesem Haus bewusst ist. Madame ist eine sehr gütige Dame, aber wünscht eine perfekte Arbeit. Ich als ihre Direktrice setze alles daran, damit Madame mit uns allen zufrieden sein kann. Madame legt wie ich übrigens auch, sehr grossen Wert auf ein perfektes Äußeres. Dienstkleidung, Benehmen und Umgangsformen sind Dinge die ich ständig kontrollieren werde. In dieser Hinsicht bin ich sehr streng und werde mich nicht zurückhalten Verfehlungen entsprechend zu bestrafen. Aber ich denke, dass du dir Mühe geben willst und dich 100% einsetzen wirst. Ist das so?" meinte sie nach ihrem Vortrag streng und bestimmt.

"Ja Madame Direktrice." antwortete ich ob dieser Dominanz etwas leise.

"Gut Daniel. Deine Arbeit bei uns beginnt nächsten Montag um 8Uhr hier in meinem Büro. Du wirst dann von mir die letzten Informationen erhalten und dann unter Aufsicht und Anleitung der Zofe die erste Woche alles erforderliche lernen können. Es ist mir sehr wichtig, dass du Marie, unserer verdienten Zofe den erforderlichen Respekt zollst und ihren Anweisungen freundlich und zuvorkommend Folge leistet. Du wirst sie künftig mit Fräulein Marie ansprechen, verstanden?" meinte Sie herrisch und sah mich über den oberen Rand ihrer Brille an.

"Ja Madame Direktrice." antwortete ich sogleich.

"Sehr gut Daniel. Ich glaube dass wir beide sehr gut miteinander auskommen werden. So und nun gehst du zu Madame und lässt dich inspizieren. Frag Madame aber vorherob Sie jetzt Zeit hätte ." erklärte Sie mir.

Als ich vor der offenen Salontüre stand, hörte ich Madame mit einer Dame parlieren. Ich überwand mich und klopfte an die offene Türe.

"Ja bitte." hörte ich Madame sagen.

Ich trat ein und wurde sogleich von den beiden anwesenden Damen gemustert.

"Ah mein neuer Page. Komm rein Daniel, was kann ich für dich tun?" fragte Sie.

Die Frage machte mich etwas konfus. Eigentlich hatte ich erwartet, dass Sie wusste warum ich hier war.

"Sie ........ ich meine Madame Direktrice schickt mich zu Ihnen. Ich soll Sie fragen ob Sie jetzt Zeit hätten." meinte ich nervös.

"Ja natürlich Daniel hab ich Zeit, was gibt es denn so dringendes zu Besprechen, dass es nicht bis am Montag warten kann?" fragte Sie freundlich.

"Ja...... ich.......Madame Direktrice meinte......ich soll......ich meine Sie........" ich brach ins Stottern aus. Das Blut schoss mir in den Kopf und machte mich ganz hilflos.

"Was stotterst du denn für einfältiges Zeug daher? Ich habe einen sehr angenehmen Besuch hier und wir mussten unser intensives Gespräch wegen dir unterbrechen. Weshalb hat dichmeine Direktrice also hergeschickt?"

"Ich soll Ihnen mein neuer Haarschnitt zeigen."

"Ach ja, wir haben dich ja beim Friseur angemeldet. Komm mal ein wenig näher damit ich was sehen kann." forderte Sie mich auf. Ich trat näher und ließ mich mustern.

"Hübsch Daniel, wirklich hübsch hast du es dir machen lassen. Die Frisur gefällt mir und ich denke, dass wir dabei bleiben werden. Etwas eigenwillig find ich dein Parfum, Daniel.Sind das deine Haare die so duften, oder hast du dich parfümiert?" fragte sie mit einem Lächeln. Ich errötete noch mehr.

"Die.....die Frauen im Salon......haben da das gemacht......." stotterte ich .

"Aber du brauchst dich desswegen doch nicht zu schämen mein Junge. Ich mag es wenn du gut duftest, das stört mich keineswegs. Fein......dann Daniel, dann sehen wir uns nächsten Montag. Ich lasse deine Tante grüssen." beendete Frau Uray diese Unterhaltung. Ich verabschiedete mich höflich und meldete mich wieder bei der Direktrice. 

"Und wie war Madame zufrieden, Daniel?" fragte sie mich ohne aufzusehen.

"Ich denke dass meine neue Frisur ihr gefallen hat, Madame Direktrice." antwortete ich brav.

"Sehr gut. Du weißt jetzt wie du hier rumzulaufen hast. So und nun darfst du endlich nach Hause. Ich freue mich, dich nächsten Montag pünktlich zu sehen. James wird dich nach Hause bringen."

Ende Kapitel 1

Hosted by www.Geocities.ws

1