Colorado
Mein Spring Break Trip nach Colorado. Ich wei� nicht recht, wo ich mit dem Bericht �ber meinen Trip nach Colorado beginnen soll. So viel ist da geschehen. Also fange ich einfach am Anfang an. Am Tag vor unserer Abfahrt �berpr�ften Bill und ich erst einmal die Wetterberichte f�r Colorado f�r die folgenden Tage. Die Voraussagen lauteten, dass es am Mittwoch bedecktes Wetter geben sollte, Donnerstag sollten wir Schnee bekommen und Freitag und Samstag sch�nes Wetter mit Sonnenschein. Ich stellte mir vor, dass mich eine ungeheuer gute Woche da unten in Colorado erwartete.Am n�chsten Tag hatte Eric (Gastbruder) noch einen Sportveranstaltungstermin . Er kam auf Platz 6 unter 16 Teilnehmern beim H�rdenlauf. Er war recht zufrieden damit. Nach der Veranstaltung fuhren wir endlich Richtung Colorado. Auf unserem Weg brachten wir Jonathan noch nach Des Moines. Er war w�hrend seiner Ferien eine Woche lang bei Sue gewesen. Dann fuhren wir 4 Stunden weiter bis nach Aurora, Nebraska. Dort gab es ein nettes �Hotel�. Wir hatten zwei H�user, eins f�r Bill und Sue und eins, in dem Eric und ich untergebracht waren.Am n�chsten Morgen um 8 Uhr ging es dann in unserem sch�nen, gro�en Van mit umklappbaren Sitzen weiter. Unser Ziel war, in Winter Park anzukommen. W�hrend der ganzen Fahrt h�rten wir Radio, weil wir nat�rlich an den Stra�enzustandsberichten interessiert waren. Ungef�hr 40 Meilen vor Denver sollte der erste Schnee kommen und die Stra�en sollten vereist sein. Genau so war es auch. Circa 40 Meilen mussten wir dann auf Glatteis und bei ausgesprochen schlechten Stra�enverh�ltnissen fahren. Es war glatt. Die Stra�e war mit einer etwa 25 cm dicken Eisschicht bedeckt. Nach einer Weile sahen wir die ersten Wagen im Stra�engraben liegen. Wir halfen einer Dame, die etwas zu schnell gewesen und im Graben gelandet war. Sie benutzte noch unser Handy und nach einer ganze Weile konnten wir dann endlich weiter fahren. Es war aber gut, dass wir ihr geholfen haben. Unser gro�er Van hatte auf den vereisten Stra�en keine Probleme, denn Bill ist ein guter Fahrer und fuhr entsprechend langsam, wenn es n�tig war. Dann kam der erste Verkehrsstau etwa 30 Meilen vor Denver. Es war verr�ckt. Kein Mensch konnte mehr vor oder zur�ck. Am Rande der Stra�e t�rmten sich hohe Schneeberge und viele Fahrzeuge waren total zugeschneit. Wir fuhren dann irgendwann von der Stra�e ab in ein kleines St�dtchen, aber dort war alles wegen des Schnees geschlossen. Das war das reinste Chaos. Der Schneesturm war so stark, dass die Leute nicht mehr aus ihren H�usern heraus konnten. Es war unglaublich. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht so viel Schnee gesehen. Also, wir waren vom Highway abgefahren in der Hoffnung, eine andere Stra�e nach Denver/Winter Park zu finden. Wir haben dann nach etwa einer Stunde tats�chlich einen anderen Weg gefunden. Um 17.30 Uhr kamen wir ohne weitere gr��ere Schwierigkeiten in Denver an. Wir brauchten Sprit und suchten einen Laden, wo wir Skip�sse kaufen konnten. Eine Tankstelle fanden wir recht schnell, aber es war unm�glich ein Lokal zum Essen oder ein B�ro f�r die Skip�sse zu finden. Alles war geschlossen wegen des Schneesturms am vorherigen Tag. Wir versuchten dann also zu unserer Ferienwohnung in Winter Park zu kommen. Aber die Interstate I-70 (Fernstra�e) war gesperrt. Es ist die einzige Stra�e, die dort in die Rocky Mountains und nach Winter Park f�hrt. So mussten wir also umdrehen und nach Denver zur�ck fahren. In der Stadt sahen wir wie schwer der Sturm wirklich gewesen war. B�ume waren umgest�rzt, einige Stra�en waren so mit Schnee zugeweht, dass man sie gar nicht befahren konnte. Wir sahen eine Menge Autoparks von Autoh�ndlern und die Autos waren absolut zugedeckt. Wir versuchten nun ein Hotel zu finden, wo wir �bernachten konnten, aber viele Hotels waren schon ausgebucht. Alle Leute, die versucht hatten durch die Rocky Mountains zu fahren, waren in Denver stecken geblieben. Schlie�lich fanden wir doch noch ein Hotel, wo wir die Nacht verbringen konnten. Wir hofften, am n�chsten Morgen nach Winter Park weiter fahren zu k�nnen, aber die Stra�en waren noch immer gesperrt. Einige Lawinen waren gesprengt worden, die jetzt die Stra�e blockierten, sodass niemand durch kam. Also noch ein Tag des Wartens und der Hoffnung, dass die Stra�en am n�chsten Tag ger�umt sein w�rden. Jetzt mussten wir das Hotel wechseln, denn unseres war schon wieder voll belegt. Wir zogen also um auf die andere Stra�enseite. Einen Tag Skifahren hatten wir schon verloren. Wir machten eine Fahrt durch Denver, aber alles war wegen des Schneechaos geschlossen. Selbst der Flughafen war dicht und tausende von Leuten waren dort gestrandet. Einige mussten im Terminal �bernachten. Es war wirklich verr�ckt.Dann endlich, nachdem wir zwei Tage in Denver verbracht hatten, konnten wir die Interstate I-70 befahren. Wir packten unsere Koffer und verlie�en das Hotel so fr�h wie m�glich. Wir fuhren eine Weile und standen im Stau. Das war eigentlich nicht �berraschend, denn nat�rlich war so viel Verkehr auf der Interstate. Ich konnte endlich die ersten Eindr�cke von den Rocky Mountains sammeln. Unglaublich, unwahrscheinlich, unbeschreiblich, ungeheuer gro�artig. Ich kann das gar nicht beschreiben. Das muss man mit eigenen Augen sehen. Nach einer Weile l�ste sich der Stau auf und wir konnten weiter fahren. Doch dann kam schon die n�chste schlechte Nachricht. Der Berthourd Pass war geschlossen, wegen der enormen Schneemassen. Dieser Pass ist die einzige Zufahrt nach Winter Park. Wir beschlossen nach Silverthorne zu fahren. Das ist ebenfalls ein gro�er Skiort in den Rocky Mountains. Wir liehen uns Ski und schlie�lich wurde um 12.30 Uhr Traum wahr: Ski fahren in den Rocky Mountains. Das Gebiet, in dem wir waren, hie� Copper Mountain. Es war eindrucksvoll. Optimaler Schnee, ein wenig Sonne und kaum Menschen. Eric, der ein wirklich guter Skifahrer ist, und ich fuhren alle Abfahrten ab. Ganz schwarze, schwarze, blaue und gr�ne. Es hat so riesigen Spa� gemacht. Oben konnte ich die wunderbaren Rocky Mountains �berblicken, die mit Schnee bedeckt und von der Sonne beschienen waren. Ein unglaubliches Panorama. Nach dem Skifahren holte uns Sue ab und sie brachte gute Nachrichten. Der Berthourd Pass war inzwischen offen. Wir beschlossen also, das Skigebiet zu wechseln und wie geplant nach Winter Park zu fahren. Wir brachten unsere Ski zur�ck und ein paar Stunden nachdem wir Silverthorne verlassen hatten kamen wir in Winter Park an. Wir fuhren zu unserer H�tte und a�en mal erst. Dann gingen wir eine neue Skiausr�stung leihen und kauften ein paar Dinge, die wir brauchten. Ich hatte jetzt richtig gute Ski (160 cm lang)und ich freute mich riesig auf den n�chsten Tag. Um 8.15 Uhr waren wir an der Abfahrt. Ich dachte, das sei fr�h, aber nein. Die Schlangen an den Liften waren schon ziemlich lang. Aber so schlimm war es nicht. Der ganze Tag war ein voller Erfolg. Ganz toll. Sonne, Neuschnee, gutes Material und das Gebiet war so gro�, dass es nicht stark befahren erschien. Winter Park war noch besser als Copper Mountain. Man konnte alles fahren. Normale Abfahrten, steile Abfahrten, Waldabfahrten, ... . Wir haben alles mal probiert. Die Tiefschneepisten waren so tief verschneit, dass man versank und fast gar nicht fahren konnte. Es war unglaublich. Soooo viel Schnee. Um 16.00 Uhr holte Sue uns ab und wir sind dann nach Ames zur�ckgefahren.Alles in allem hatten wir einen gro�artigen Trip nach Colorado � trotz aller Schwierigkeiten und Probleme - schlie�lich konnte ich noch in den Rocky Mountains Ski fahren. Eins ist sicher: ich muss irgendwann noch einmal nach Colorado
back