|
"Naturreligion"
ist ein Oberbegriff für alle Religionen, die die Natur als wichtigsten
Bestandteil, sozusagen als "göttlich" betrachten.
Im Großen und Ganzen geht es um die Erkenntnis, dass
das göttliche das ist, was uns am Leben hält und unser Leben entstehen
lässt. Es geht darum, das alles um uns herum, alles was wir zum Leben
brauchen aus der Natur kommt.
An die Natur glauben heißt also, glauben das wir ein Teil
der Natur sind, genauso wie die Natur ein Teil von uns ist. So ist nicht
nur die Natur selbst Gottheit, ein Teil vom göttlichen steckt auch im
Menschen. Leider hat sich der Mensch so weit von dieser Vorstellung
entfernt, das wir mehr und mehr das Bewusstsein verlieren, das man die
Natur erhalten muss, um zu überleben.
Die
Naturreligion ist auch kein Monotheismus, wichtigste Elemente dieser
Glaubensrichtung sind Mond und Sonne.
Mond und Sonne sind Symbole der höchsten Gottheiten, die
beide die selbe Stellung haben, auch wenn in der Schöpfung davon die
Rede ist, das die Göttin (Symbol: Mond) einst den Gott (Symbol Sonne)
geschaffen hat, als sie in einen Spiegel (Symbol für das Universum)
sah. Sie fand sich selbst so schön das ein Teil von ihr in den Spiegel
überging und sich von ihr so weit entfernte, das er zu einer zweiten
Gottheit wurde.
In den westlichen Naturreligionen werden im Jahr 8 Feste
gefeiert, die jedes Jahr aufs neue die Geschichte der Jahreszeiten erzählen.
Man glaubt, das die Göttin jedes Jahr 3 Aspekte durchläuft. Im Frühling
sieht man sie als Jungfrau, im Sommer ist sie in voller Pracht und wird
zur Mutter und wird im Winter zur alten Frau (vielleicht kennst du die
irische Sage von den 3 Brigitten).
Wenn
man das ganze von der realistischen Seite betrachtet, wird einem doch
klar, das es die Sonne ist, die die Pflanzen wachsen lässt, das es der
Mond ist, der für Ebbe und Flut sorgt und das wir ohne diese Ereignisse
nicht existieren können, und niemals existiert hätten.
Der
Unterschied zwischen Naturreligionen und anderen Religionen ist also,
das nicht an irgend ein überirdisches Wesen geglaubt wird, das oben im
Himmel sitzt und Anweisungen gibt, sondern an die Kraft dessen, was uns
am Leben hält, das, was wir nicht nur spüren oder "erahnen"
können, sondern auch sehen und anfassen.
|