MYTHEN UND SAGEN

IRISCHE SAGEN UND MYTHEN

(hauptsächlich aus: "Wo die Zeit keine Macht hat - Feen, Hexen und Druiden in der Sagenwelt Irlands" von Gerald Axelrod)

Der Rinderraub von Culy

Die Geschichte beginnt, als die Königin Maeve (Herrscherin der 4 südlichen Provinzen Irlands) und ihr Mann Ailill (Herrscher von Ulster, der nördlichen Provinz) auf die Frage kamen, wer von beiden reicher sei. Sie waren beide gleich reich, nur hatte Ailill einen mächtigen Stier, der 30 Mann auf seinem Rücken tragen konnte und der Liebling aller Kühe war. Maeve wollte das selbe besitzen wie Ailill, so ließ sie das ganze Land nach einem solchen Stier absuchen, doch sie fand keinen. In Nordirland gab es noch einen zweiten Stier dieser Art, also beschloß sie, das Tier zu stehlen, und fechtete damit einen Krieg zwischen Nord- und Südirland an. Die Männer Nordirlands waren mit einem Fluch belastet: immer wenn große Gefahr drohte, verließen sie für ein halbes Jahr ihre Kräfte. Maeve machte sich ihre Not zunutze: sie marschierte mit 60000 Mann in Ulster ein. Der einzige, der Stark blieb, war Cuchulinn (später mehr von ihm), der Sohn eines Gottes und eines Menschen. Es gelang im allerdings nicht, alleine den Raub des Rindes aufzuhalten, so schlich sich Maeve mit dem Stier davon. Cuchulinn gelang es, das Heer ein halbes Jahr hinzuhalten, bis die Männer Ailill's wieder zu kräften kamen und Maeves Heer besiegen konnten. Schließlich trafen Maeve's und Ailills Stiere aufeinander und töten sich gegenseitig in einem Gefecht.

Das Matrichart, das Frauen die führende Rolle in Irland zuschob, wurde durch den Rinderraub von Culy zerschlagen.

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