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Der
Rinderraub von Culy
Die
Geschichte beginnt, als die Königin Maeve (Herrscherin der 4 südlichen
Provinzen Irlands) und ihr Mann Ailill (Herrscher von Ulster, der nördlichen
Provinz) auf die Frage kamen, wer von beiden reicher sei. Sie waren
beide gleich reich, nur hatte Ailill einen mächtigen Stier, der 30
Mann auf seinem Rücken tragen konnte und der Liebling aller Kühe
war. Maeve wollte das selbe besitzen wie Ailill, so ließ sie das
ganze Land nach einem solchen Stier absuchen, doch sie fand keinen. In
Nordirland gab es noch einen zweiten Stier dieser Art, also beschloß
sie, das Tier zu stehlen, und fechtete damit einen Krieg zwischen
Nord- und Südirland an. Die Männer Nordirlands waren mit einem Fluch
belastet: immer wenn große Gefahr drohte, verließen sie für ein
halbes Jahr ihre Kräfte. Maeve machte sich ihre Not zunutze: sie
marschierte mit 60000 Mann in Ulster ein. Der einzige, der Stark
blieb, war Cuchulinn (später mehr von ihm), der Sohn eines Gottes und
eines Menschen. Es gelang im allerdings nicht, alleine den Raub des
Rindes aufzuhalten, so schlich sich Maeve mit dem Stier davon.
Cuchulinn gelang es, das Heer ein halbes Jahr hinzuhalten, bis die Männer
Ailill's wieder zu kräften kamen und Maeves Heer besiegen konnten.
Schließlich trafen Maeve's und Ailills Stiere aufeinander und töten
sich gegenseitig in einem Gefecht.
Das
Matrichart, das Frauen die führende Rolle in Irland zuschob, wurde
durch den Rinderraub von Culy zerschlagen.
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