VCD

In dieser Rubrik geht es um Veröffentlichungen im VCD - Format. Bei diesen Video - CDs handelt es sich um digitale Speichermedien, die in den meisten, handelsüblichen DVD - Spielern abgespielt werden können. Der größte Unterschied zur DVD liegt im verfügbaren Speicherplatz. Aufgrund des begrenzten Fassungsvermögens, kann eine VCD keinen kompletten Spielfilm speichern, so dass die meisten VCDs beidseitig bespielt sind und umgedreht werden müssen. Alle Filme sind im Originalton und im NTSC - Bildformat.

 

 

Specials / Dokumentation

 

 

The 1968 - Outtakes  neu!!!

Auf sechs VCDs gibt es Outtakes aus dem legendären Fernsehspecial des Jahres 1968, das endgültig das Comeback des Elvis Presley einläutete. Neben den vier Auftritten, die vor Publikum aufgezeichnet wurden, gibt es ebenfalls Outtakes der Studio - Sequenzen zu sehen. So sieht man die Produktion der damals herausgeschnittenen Bordell - Szene, die "Nothingville" - Szene etc. Die Bildqualität soll sehr gut sein. Obwohl die Anschaffung von sechs VCDs a' 1 Std. Spielzeit recht kostspielig sein dürfte, bekommt der Fan und Sammler sensationelles Material, das nicht nur den Elvis zeigt, den alle aus dem Fernsehen kennen, sondern auch den Menschen hinter der Fassade (quasi bei der Produktion seines TV - Images).

 

 

Elvis In Concert   

Mit dieser VCD bekommt der Sammler nun endlich auch das legendäre Fernsehspecial, das nur sechs Wochen vor dem Tode des King entstand. Am 19. und 21.06.1977 wurden Auftritte des King gefilmt und zu einer 45 Minuten - Show zusammengeschnitten. Gerade die Aufnahmen vom 19. Juni zeigen den Entertainer in erbärmlicher Verfassung. Im Vergleich zum Konzertfilm "That's The Way It Is", der nur sechs Jahre vorher entstand, wird einem erst klar, wie schnell Elvis abgestiegen ist. Obwohl der Star auch hier einige, gute Vorträge abliefert ("Hurt", "I Really Don't Want To Know", etc.), wird dem Fan in beinahe erschreckendem Maße deutlich, dass man dem Schwanengesang des einstmals besten Entertainers der Welt zusieht.

 

 

The Elvis I Knew   

Im Jahre 1994 entstand für das amerikanische Fernsehen diese Dokumentation. Charles Hodge, Elvis' "Mädchen Für Alles", berichtet von seiner Zeit mit dem King. Neben vielen, netten Anekdoten bekommt der Fan aber auch jede Menge Details über den Privatmann Elvis Aaron Presley zu hören. Als Highlight sind viele, sehr seltene Super8 - Clips zu sehen, die von Fans während den Konzerten gedreht wurden. Diese Filmszenen sind von bestechender Qualität und hochinteressant. Leider gibt es keine deutsche Version, aber wer der englischen Sprache mächtig ist, kann hier beruhigt zuschlagen.

 

The Last Tour       

Der Titel dieser VCD stimmt nicht so ganz, denn aus der letzen Tournee stammt nur der erste Film. Dieser hat es aber in sich. In absolut perfekter Bildqualität, die beinahe Fernsehniveau hat, bekommen wir Sequenzen aus der Kansas - City - Show vom 17.06.1977. Elvis singt unter anderem "Blue Christmas" und "Big Boss Man". Nach diesem sensationellen Clip gibt es noch Ausschnitte aus den beiden Chicago - Shows vom Mai '77. Hier sehen wir zum Beispiel die Lieder "Fairytale", "It's Now Or Never" oder auch "If You Love Me (Let Me Know)". Zwar kommen diese Clips nicht an die Kansas - Aufnahmen heran, aber auch hier ist die Bild- und Tonqualität mehr als nur passabel.

 

 

Return To Splendour  

Mit der "Return..." bekommt man exzellente Amateur - Clips von den Konzerten der Jahre 1969 bis 1975. Die Bildqualität ist gut bis grandios. Insbesondere die Aufnahmen vom November 1971 und Juni 1974 sind schlicht umwerfend. Die Aufnahmen wurden ohne Ton gemacht, aber der Hersteller dieser VCD gleicht dieses Manko dadurch aus, dass es zu jeder Szene Informationen ohne Ende gibt. Man erfährt, welche Songs Elvis auf der entsprechenden Tour sang, welche Anzüge er trug, usw. Ein toller Überblick über die Jahre 1969-75. Danach gibt es noch Backstage - Clips zu sehen, die auf Flughäfen (Elvis an seinem Flugzeug, etc.), vor Hotels und vor seinem Haus in Palm Springs geschossen wurden.

 

 

Elvis' Spielfilme:

Love Me Tender (1956)

Elvis' Einstand im Filmgeschäft, der Western "Love Me Tender" zeigt Elvis als Clint Reno, der die Verlobte seines als im Bürgerkrieg verschollen geglaubten Bruders geheiratet hat. Als der Bruder wieder auftaucht, kommt es zu Konflikten. Am Ende gibt es eine Schießerei und Clint stirbt. Elvis gibt als Schauspieler eine immerhin passable Figur ab, die Handlung ist nicht sonderlich gut, die meisten Songs sind ebenfalls Mittelmaß. Der Titelsong, die Ballade "Love Me Tender", wurde zum Klassiker.

 

 

Flaming Star (1960)

Abgesehen vom Titelsong und einer kurzen Einlage singt Elvis hier nicht. Stattdessen zeigt er, dass er tatsächlich zum Schauspieler taugt - wenn man ihm ein gutes Script und einen fähigen Regisseur an die Hand gibt. Elvis gerät als Mischling aus Weißem und Indianer in einen Konflikt zwischen den beiden Kulturen. Dieser Film ist wohl der beste Elvis - Film überhaupt, der durch das Digitalformat zusätzlich gewinnt.

 

Wild In The Country (1961)

Auch in diesem 1961'er Film steht die Schauspielerei im Vordergrund. Elvis spielt einen Kleinstadt - Rebellen der in einem Streit seinen Bruder verletzt. Er gelangt in die Obhut einer Bewährungshelferin, die ihm zu einem College - Stipendium verhilft und ihn auf den Grad der Tugend zurückführt. 

 

Girls! Girls! Girls! (1962)

Ein typischer Elvis - Film mit Sonne, Strand, hübschen Mädchen und vielen Liedern. Ein netter, gut gemachter Film mit netten, gut gemachten Gesangseinlagen.

 

Viva, Las Vegas ! (1964)

In dieser Musik - Komödie stellt Elvis einen singenden Rennfahrer dar. Zwar gibt es kaum Handlung, dafür aber mit Ann - Margret eine äußerst attraktive Filmpartnerin und ein paar gute Gesangsnummern.

 

Kissin' Cousins (1964)

Der 1964'er Spielfilm "Kissin' Cousins" zeigt Elvis in einer Doppelrolle. Zum einen spielt er einen Hinterwäldler aus den Südstaaten, zum anderen einen Offizier, der ebendieses, vom Hinderwäldler bewohnte Gebiet, fürs Militär räumen soll. Vor allem die Rolle des Dorfdeppen zeigt Elvis' Talent für die Komödie, was dem an sich schwachen Film aber auch nicht wesentlich weiterhilft. Die Lieder sind ebenfalls, bis auf wenige Ausnahmen, durchschnittlich.

 

 

Clambake (1967)

Bei diesem Film handelt es sich um eine der unzähligen Beach - Filme von Elvis. Dieser spielt einen Millionär, der die Identität eines einfachen Arbeiters annimmt, damit er eine Frau findet, die wirklich ihn liebt, und nicht sein Geld. Prompt angelt es sich eine Frau, die auf einen Millionär aus ist, und sich in Elvis verliebt. Er gesteht schließlich seine wahre Herkunft und es kommt zum Happy - End. Nicht nur die Story ist dünn, auch die meisten Lieder im Film sind schlecht. Lediglich ein paar Balladen sind nett gelungen. Auch Elvis selbst macht keine allzu gute Figur. Oft wirkt er blass, lustlos und übergewichtig.

 

 

Charro! (1968)

In diesem Western tritt Elvis als Ex - Bandit auf, der jetzt ein ehrliches Leben führt. Sein ehemaliger Bandenchef aber hat eine wertvolle Kanone gestohlen, die er nun verkaufen will. Jesse (Elvis) soll als Dieb dieser Kanone hingestellt werden. Der Film wäre als fünfundvierzigminütige eine gelungene Sache, aber zum Kinofilm mit doppelter Laufzeit aufgepumpt wirkt der Streifen recht langweilig und zu sehr gestreckt. Elvis selbst macht als Schauspieler eine ordentliche Figur, was dem Film, in dem Elvis, abgesehen vom Titelsong, nicht singt, aber auch nicht weiterhilft.

 

Elvis On Tour (1972)

Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich um eine Dokumentation einer Tournee. Im April 1972 filmte MGM vier Tourkonzerte und ein wenig Backstage - Geschehen. Elvis ist exzellent und singt ein großartiges Repertoire. Im Originalfilm ist der Bildschirm oft dreigeteilt, so dass man viel sieht und kaum etwas erkennen kann. Hier wurden zumeist die besten Szenen ausgewählt, so dass man oft den Eindruck hat, einen völlig neuen Film zu sehen! Alles in Großaufnahme, gestochen scharf und im guten Sound. Eine erstklassige Produktion.

 

The Lost Performances (1970/1972)

Zur Mitte der 90'er brachte "Warner Brothers" diesen, einstündigen Zusammenschnitt von Outtakes der Konzertfilme "That's The Way It Is" (1970) und "Elvis On Tour" (1972) heraus. Es werden vor allem Balladen und Countrysongs gezeigt. Neben den gelungenen Konzertausschnitten finden sich auch Aufnahmen von Proben aus dem Sommer 1970. Bild und Ton sind hervorragend.

 

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