Elvis Auf DVD - Die Spielfilme

Alle Veröffentlichungen dieser Rubrik sind nur im Region Code 1 (USA) und im amerikanischen Originalton erhältlich. Bild und Ton wurden bei allen Veröffentlichungen überarbeitet, so dass dies nicht bei jedem Film erwähnt wird.

 

Loving You (1957)

Elvis' zweiter Spielfilm zeigt den King in der Rolle eines aufstrebenden Sängers in den Fängen einer bösartigen Managerin. Film und Soundtack sind ganz auf das Image des "King Of Rock' n Roll" ausgerichtet.

 

Jailhouse Rock (1957)

Auch Elvis' dritter Spielfilm, diesmal wieder in s/w, zeigt Elvis als Rocker. Wegen einer Schlägerei muss er in den Knast, wird dort zum Sänger und macht später Kariere. Ein guter Film, dessen Titelsong zum Klassiker wurde.

 

King Creole (1958)

Trotz der vielen Gesangseinlagen zeigt der Film Elvis als Schauspieler, sogar als überraschend guten. Die Story zeigt Elvis als Nachtclub - Sänger, der sich mit Gangstern herumschlagen muss. Der Film ist gut gespielt, perfekt inszeniert (Regie führte M. Curtiz, der sich u. a. für "Casablanca" verantwortlich zeigte) und mit einem grandiosen Soundtrack ausgestattet.

 

GI Blues (1960)

Nach seiner Armee - Zeit in Deutschland spielte Elvis einen, wie originell, in Deutschland stationierten US - Soldat. Er wettet, eine Nacht allein mit einer Tänzerin zu verbringen. Da er aber gleichzeitig ein Baby betreut verliert er die Wette, da er ja nicht mit der Frau allein war. Elvis empfand die harmlos - dümmliche Story, nicht ganz zu unrecht, als peinlich und auch die Lieder können denen aus dem Vorgänger "King Creole" keinesfalls das Wasser reichen. Das Werk traf dennoch den Zeitgeschmack. Film und Schallplatte waren die bis dato erfolgreichsten Presley - Produkte.

 

Blue Hawaii (1961)

Dieser Film war der erste "Sommer, Sonne, Strand und Mädchen - Film" von Elvis. Technisch perfekt produziert, aber dennoch seicht wie eine Pfütze. Die Lieder sind ebenfalls nicht die besten, ein paar Ausnahmen gibt es, seltsamerweise enthält der Soundtrack mit "Can't Help Falling In Love" einen Klassiker. Das Lied ist das Highlight des Films.

 

Viva Las Vegas (1964)

Elvis mimt einen Rennfahrer, der sein Geld verliert und im Hotel jobbt. Mit Ann - Margret hat er diesmal eine gleichwertige Filmpartnerin, die ebenfalls Schallplatten - und Filmerfolge vorweisen konnte. Sie ist das Highlight des Films, der Rest ist Mittelmaß. Die Lieder sind ganz nett.

 

Roustabout (1965)

Zur Mitte der 60'er spielte Elvis wieder den Rocker, allerdings in stark gemäßigter Form. Er ist ein Klischee eines Rebellen, mit Motorrad und Gitarre, das auf einer Kirmes arbeitet und den maroden Betrieb durch sein Gesangstalent saniert. Die Story ist, wie gewohnt, dünn, aber dafür sind die Lieder ganz nett.

 

Frankie And Johnny (1966)

Elvis als Sänger auf einem Raddampfer - Casino im vorletzten Jahrhundert. Ein netter Film mit einem netten Soundtrack.

 

Clambake (1967)  

Der King spielt einen Millionärssohn, der mit einem Arbeiter die Identität tauscht, um eine Frau zu finden, die ihn liebt und nicht sein Geld. Die Story ist dünn, Elvis wirkt bleich, übergewichtig und gelangweilt und auch die Musik rangiert zwischen Peinlichkeit und Mäßigkeit.

 

 

Charro! (1969)  

Nachdem Elvis fast ein ganzes Jahrzehnt mit dem Abdrehen mehr oder minder dümmlicher Musikkomödien verbracht hatte, lieferte er 1969 einen Western ab, in dem er nicht singt und sich auf die Schauspielerei konzentriert. Er spielt einen ehrlich gewordenen Gangster, dem von seiner alten Bande ein Verbrechen (der Diebstahl einer wertvollen Kanone) angehängt werden soll. Da man aufgrund von Protesten sämtliche Gewalt - Szenen und sonstige Szenen, die irgendwie anrüchig sein könnten aus dem Script entfernt hatte, blieb ein ziemlich langatmiger Film über, der für eine fünfundvierzigminütige Fernsehfolge gut geeignet gewesen wäre, aber zum 90 Minuten - Kinofilm aufgeblasen recht öde wirkt. 

 

That's The Way It Is - Special Edition (1970 / 2001) 

Als der Film im Herbst 1970 startete, legte MGM eine Mischung aus Werbefilm und Dokumentation vor. Jetzt, mehr als dreißig Jahre später, bekommen wir eine tatsächliche Dokumentation über das "Elvis Summer Festival 1970" - und was für eine! Von den ersten Proben, über Vorbereitungen in Las Vegas, bis hin zum eigentlichen Konzert wird die Gastspielreiche im International Hotel dokumentiert. Viele neue Szenen wurden hinzugefügt, alte Aufnahmen (Interviews mit Fans, etc.) wurden gekippt, so dass nun eine echte Doku über die Gastspielreihe vorliegt. Man bekommt einen guten Einblick darüber, wie Elvis in Los Angeles mit seiner Rhythmusgruppe probt, später in Vegas die Hintergrundsänger/innen und schließlich das Orchester hinzukommt und wie sich einzelne Lieder im Laufe der Proben verändern. Neben der eigentlichen Arbeit werden auch viele Szenen gezeigt, in denen Musiker und Sänger einfach nur Spaß haben und herumalbern. Alle Aufnahmen wurden digital neu gemastert und der Ton liegt in perfektem Dolby Digital vor. Wir können nur hoffen, dass "Elvis On Tour" (der Dokumentarfilm über die April - Tournee 1972) ebenso bearbeitet wird.

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