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Verbesserung der Dienstleistungsqualität durch Preiswerte Leistungen |
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José
Ángel Vázquez Romero Co deAlojamientos Turísticos y Restauración Curso1995 / 96 EINLEITUNG
In einem Markt, in dem sich viele Konkurrenten auf einer Stufe nivelliert
haben und somit praktisch austauschbar sind, mub
es Ziel eines Betriebes sein, seinem Angebot zusätzliche Leistungen
anzugliedern, einerseits zur Abrundung bzw. Vervollständigung einzelner
Serviceleistungen, andererseits um ein spezielles Kundensegment anzusprechen.
Hierdurch soll ein Wettbewerbsvorteil erzielt werden, der langfristig die
Existenz des Betriebes sichern soll. Ziel mub es jedoch sein, in seinem Bereich innovativ tätig zu sein, um nicht
durch die Konkurrenten gezwungen zu werden, durch ein Nachziehen wieder auf ein
gleiches Niveau zu gelagen. Da diese Innovationen jedoch häufig mit hohen
Kosten und einem unbestimmten Nutzen verbunden
sind, soll in der folgenden Arbeit gezeigt werden, welche preiswerte Leistungen
dem Bretieb zur Verfügung stehen, um die Qualität seiner Leistungen zu
verbessern, ohne damit ein grobes finanzielles Risiko einzugehen. Der
Ansatz zu deisem Thema erwies sich als etwas schwierig, da in dieser Richtung
nicht sehr viel Material vorlag, es wurde jedoch versucht, durch die Bearbeitung
der Begrieffe “Qualität” und “Dienstleistung” und einige praktische
Beispiele am Ende der Arbeit, die Thematik zu verdeutlichen. 1 -DAS HOTEL
Im Grunde weib
ein jeder, was ein Hotel ist, und welche leistungen dort in Abstufungen erbracht
werden. Versucht man jedoch, die Vorstellungen zu einer das Wesen treffenden
Definition zu fassen, so spürt mann die Schwierigkeit, alltägliche
Begriffsinhalte logisch und exakt zu formulieren. Man kann die folgende
Definition finden:
“Das Hotel ist ein nach erwerbswirtschaftlichen Prinzipien gefürter
Dienstleistungsbetrieb, der Reisenden seine Betriebseinrichtungen und
Betriebsleistungen zur Verfügung stellt. Es repräsentiert die oberste klasse
aller Beherbergungsbetriebsarten und kann gegenüber verwandten Betriebsformen
nur durch sein umfangreicheres Gesamtangebot auf jeweils höherem Niveau unter
Berücksichtigung der geltenden Verkehrsauffassung abgegrenzt werden”.
Innerhalb der Betriebsarten, die mit obiger Definition als Hotel
bezeichnet werden, gibt es wiederum eine Vielzahl von Erscheinungsformen vom
“Hotel garni” bis zum “Luxus-Hotel”. Im
Folgenden sollen die in der Hotellerie erbrachen Diensleistungen etwas genauer
untersucht werden.
1. 1- Die Dienstleistung im
Hotel
Die Versuche betriebswirtschaflicher Autoren, das Wesen der Diensleistung
zu erklären, hat sich bisher als schwierig erwiesen. Durchgängig scheinen die
“mangelnde Speicherbarkeit”, die “Immaterialität” und der
“Kontakzwang des Abnehmers” diewesensbestimmenden Merkmale der
Dienstleistung zu sein.
Die hauptleistungen in der Hotellerie stellen Verpflegung und
Beherbergung dar, als Grundleistung ist jedoch die Beherbergung anzusehen, zu
der dir andere Leistung hinzukommen mub.
Um diese Grundleistung ranken sich eine Vielzahl von Nebenleistungen.
Die zweite Funktion, die Verpflegung, bringt ebenfalls eine Reihe anderer
Leistungen mit sich, zum Teil reine Serviceleistungen, als auch echte
Zusatzleistungen. Weitere Leistungen können das Nutzungsangebot von Räumlichkeiten,
das Angebot nicht unbedingt hoteltypischer Diensleistungen oder die Übernahme
von Handelsfunktionen sein.
Dem Hotel steht also eine Vielzahl mölicher Leistungen zur Verfügung,
um das Hotel neben seinen Hauptleistungen, der Übernachtung und der Verpflegung,
attraktiv auszugestalten.
In welchem Umfang und in welcher Qualität derartige Leistungen erbracht
werden, hängt vom jeweiligen Standard der betreffenden Häuser ab.
1. 2- Qualität in der
Hotellerie
Qualität wird gemeinhin bezeichnet als die Güte, Wertstufe oder
Beschaffenheit einer Sache, besonders im Gegensatz zur Quantität. Lassen sich
Begriffe wie Umsatz, Gewinn und Breakeven noch ziemlich genau definieren, so
erweist sich das bei dem Bregriff Qualität als schwierig. Es stellen sich z.B.
folgenden Fragen:
-Wie kann man Qualität messen?
-Hat sich die Qualität auch Dienstleistungen verbessert oder
verschlechtert?
-Bedeutet mehr Qualität auch mehr kosten?
-Decken sich die Qualitätsvorstellungen der Gäste mit denen des
Managements?
-Welche Qualitätsanforderungen müssen erfüllt werden, um den
Gästestamm langfristig zu sichern und neue Gäste zu gewinnen?.
Eine Beurteilung der Qualität kann sowohl nach objektiven Mehrmalen
erfolgen, wie z.B. bei einem chemischen Produkt, oder aber subjetiv nach
Zufriedenheit bzw. der Nutzenempfindung des Gastes.
1. 2. 1- Objektive Qualitätsbestimmung
Die Einteilung von Hotels nach Güteklassesn, nach Qualitätskategorien
ist hier wahrscheinlich die Wichtigste. Alle Versuche einer objetiven Qualitätskennzeichnung
können jedoch nur zu einem unzureichenden Ergebnis führen, da eine wirkliche
Aufklärung über die Güte erziel werden kann. Und wird nicht oft eine objetiv
gleiche Leistung von verschiedenen Personen als unterschiedlich empfunden?.
Die Initiative zur Qualitätskennzeichnung der eizelnen Betriebe und
deren Veörffentlichung kann hierbei von drei verschiedenen Seiten ausgehen: von
staatlichen Stellen, von den Anbiertern und von den Nachfragern.
1. 1. 2- Subjektive Qualitätsbestimmung
Weitaus wichtiger ist für das Hotel jedoch die Einschätzung des Gastes,
der für ihn gestiftete Nutzen und die von ihm empfundene Zufriedenheit. Es sind
vor allem 4 Bereiche, in denen eine Bewertung durch den Gast erfolgt und in
denen das Hotel eine aktive Qualitätspolitik betreiben kann:
-Das Hotel als Ort der Leistungserstellung (wo erfolgt die
Leistung)?;
-das Leistungssortiment (zu welchen Leistungen ist das Hotel
bereit)?;
-die Dauer der Leistungsbereitschaft (wann ist es zu diesen
Leistungen bereit)?;
-die Qualität der Leistungserstellung (wie erfolgt die Erbringung
der Leistung)?.
Auf diese vier Punkte soll hier nicht näher eingegangen werden, sie
werden im mündlichen Vortrag näher erläutert werden.
In der Praxis werden mit Erfolg Qualitätsüberwachungsprogramme ohne
viel Aufwand an Zeit und mit geringen Kosten angewendet. Hier findet eine Qualitätsbewertung
durch reguläre Gäste und Tetgäste anhand von
Gästefragegoben und Qualitätsgrade umgerechnet. Ziel dieser Mabnahme
ist:
-Messung der Qualitätsleisungen in allen Gastkontakbereichen
des Hotels;
-aufzeigen der Qualitätsprobleme in den Leistungsberiechen zur
sofortigen Abhilfe;
-Sichtbarwerden von Qualitätsverbesserungen;
-Erhaltung des Gästestammes und Gewinnung neuer Gästekreise.
1. 3- Kreativität
Eine weitere wichtige Voraussetzung für die Verbesserung der
Dienstleistungsqualität ist die Kreativität. Man versteht hierunter eine schöpferische
Kraft, die besonders durch das Finden neuer Aspekte und Ansätze zu Problemlösungen
gekennzeichnet ist.
Alswichtiger Einflubfaktor
ist hier die dominierende Gästeschicht und deren eigenarten und Zweck des
Aufenthaltes zu nennen. Das Hotel versucht, mit Hilfe interner und esterner
Quellen Informationen zu gewinnen, und hieraus neue Ideen für das
Leistungssortiment zu entwickeln und zur Anwendung zu bringen. Ziel ist es also,
Änderungen in der Nachfrage zu erkennen, und das Leistungssortiment darauf
einzustellen. Hier kann eine gelegentliche Orientierungsreise zu Unternehmen in
ähnlicher Positionn neuen Schwung und neue Idee bringen. Eine alte
Kreativweisheit sagt: “klauen Sie, wo immer Sie können, aber niemals beim
Nachbar”. 2 - GÄSTEANALYSE
Neben der Sammlung von Daten über die Konkurrenz, den Markt, bzw.
Marktveränderungen sollte der Sammlung von Daten über den einzelnen Gast eine
besondere Bedeutung zukommen. Ziel der Gästeanalyse ist es, möglichst viele
Informationen über jeder einzelnen gast und seine Gewohnheiten zu gewinnen. Mit
Hilfe verschiedener Methoden werden Daten über die Gästestruktur, das Gästeverhalten,
Vorstellung, Meinungen und Wünsche ermittelt. Der einfachste und kostengünstigste
Weg, Informationen über seine Gäste zu gewinnen, ist die Anlage einer Gástekartei.
Die Anlage einer solchen kartei sollte zumindest folgende wichtige Punkte
berücksichtigen:
Daten
der Gäste:
-Geschlecht
-Beruf
-Alter
-Familienstand
-Einkommen (soweit möglich)
-Nationalität
-Herkunft bei Inländern
-Reiseweck
-Reservierungsweg
-Ankunftsetermin
-Abreisetermin
-Preiskategorie
-Voll-
/halbpension Eine
besondere Bedeutung kommt hier der Erfassung aubergewöhnlicher
Leistungen zu, die der Gast regelmäbig in Anspruch nimmt, auberdem eventuelle Vorlieben und Extrawünsche wie z.B. :Lieblinbszimmer,
bevorzugte Stockwerke, Extradecken und dergleichen. Bedienung für den Unterhalt
einer Gästekartei ist jedoch die städige Aktualisirung. Die Anlage der Kartei,
der auch im Hinblick auf eventuelle Marketingaktivitäten eine wichtige Rolle
zukommt, zahlt sich besonders dadurch aus, dab
wiederkehrende Gäste und vor allem deren spezielle Wünsche und Gewohnheiten
vom gesamten Personal leicht erkannt werden können, und der Gast sich so
schneller und leichter willkommen und zu Hause fühlt. 3 -PRAKTISCHE BEISPIELE
Das Sortiment eines Hotels setzt sich zusammen aus der Grundleitung und
einer Vielzahl nachrageorientierter Zusatzleistungen. Ein wichtiger Einflubfaktor
für die Art dieser Zusatzleistungen ist die dominierende Gästeschicht. deren
Eigenarten und der Zweck ihres Aufenthaltes.
Dabei mub
sich das Hotel zum Teil an den gegebenen Bedarf anpassen, zum Teil kann es
versuchen, das Haus durch besondere Leistungen für besondere Kundensegmente
interessant zu machen. Will
man als kinderfreundlich gelten oder den Geschäftsreiseverkehr anziehen, so mub
das Leistungssortiment danach ausgerichtet werden. Im Folgenden nun einige
Beispiele, wie das Hotel durch preiswerte Leistungen sein Angebot für spezielle
Gästeschichten oder allgemein hochwertiger gestalten kann. Eine Einteilung, die
natürlich nicht genau erfolgenkann, da es zum Teil zu Überscheidungen kommt,
wurde durch die Einteilung in bestimmte Gästesegmente versucht.
3.1. Geschäftreisende
Besonders im Business-Bereich, der mehr durch Servicedenken geprägt ist,
als durch estremen Preisdruck, mub
sich das Hotel einiges einfallesn lassen, um die Buchungszahlen anzukurbeln.
Viele Hotelketten bieten ihren Gäste die Mitgliedschaft in einem Club an.
Durch die Mitgliedschaft in dem
Club einer Hotelkette _ein Grobteil
sind Geschäftsleute_ kommt der Gast in den Genub
einer Vielzahl von zusätzlichen Leistungen.
Für den Transport vom und zum Hotel steht in vielen Hotels ein
Zubringerdienst zur Verfügung. Der Gast wird auf Wunsch vom Bahnhof oder
Flughafen abgeholt und auch wieder abgeliefert. Im Hotel angekommen steht den
Mitgliedern ein “Express check-in” bzw. “Express check-out” zur Verfügung. Hat
der Gast eine Reservierung, und liegen alle nötingen Daten vor, so liegt für
ihn die fertige Anmeldung, der Schüssel und Informationsmaterial bereit. Der
Gast unterzeichnet lediglich seine Anmeldung und kann sich dann seine Geschäftten
widmen. Beim
“check-out” wäre etwas Ähnliches denkbar, der Gast meldet sich lediglich
ab, unter Umständen auch telefonisch von seinem Zimmer, und wird mit der
Rechnung im Moment nicht weiter belästigt. Die Rechnung wird ihm oder seiner
Firma zugesendet, oder es findet eine monatliche Abrechnung nach dem Muster
vieler Tankstellen statt. Viele Hotels wechseln ihren Mitgliedern auberdem
Schecks in Unterschiedlichen Höchstbeträgen in Bargeld um. Üblich ist
ebenfalls ein “upgrading” bei den Zimmern. Der Gast erhält hier für
denselben Preis ein Zimmer der nächsthöheren Kategorie. Die Mehrzahl der Clubs
versorgt ihre Mitglieder auberdem mit einer Tageszeitung, die der Gast auf sein Zimmer erhält, und
einer monatlichen Clubzeitung. Auch in der Zimmerausstatung stellt man sich auf
den Geschäftman ein. Zimmer, die sich bei Bedarf in einen kleinen konferenzraum
umwandeln lassen, grobzügige Schreibtische und Anschlüsse für alle wichtigen Geräte. Dem
Gast werden auf Wunsch Dolmetscherdienste und Sekräterinnen vermittelt, auberdem
ist es möglich, an der Rezeptioon Geräte wie Fax, tragbare Telefone und
tragbare Computer auszuleihen.
3.2. Weibliche Gäste
Eine Zielgruppe, der immer mehr Bedeutung zukommt, sind die Frauen. In
Spanien wir ihr Anteil an den geschäftsreisenden auf 10% geschätzt.
Patentrezepte für frauenfreundliche Angebote düfte es kaum geben, da die
Anforderungen zu unterschiedlich sind, doch je mehr man über die Zielgruppe weib, desto gezielter kann man Ideen entwickeln, und an die Frau bringen.
Das Personal wird darauf trainiert, weibliche Geschäftsreisende
besonders zuvorkommend zu behandeln. Besonders auf die Sicherheit der weibliche
Gäste wird geachtet. Sie erhalten Zimmer an besonders hell ausgeleuchteten
Stellen des Hotels, die leicht zugänglich sind, und
sich in direkter Nähe der Aufgänge befinden.
Im Verpflegungsbereich erhalten die weiblichen Einzelgäste ebenfalls
eien bevorzugteBehandlung. Ihnen werden in der Bar und im Restaurant die besten
Plätze zugewiesen. Auch bei der Gestaltung der Speisenkarten und der Speisen
versucht man, sich auf diese spezielle Gruppe einzustellen. Abwechslungsreiche
Speisekarten mit gesundheitsbewubten
und kreativen Gerichten. In einigen Hotels gibt es sogenannte “Hospitality
Tische”, an denen auf Wunsch Eizelreisende eingestellt werden.
3.3. Allgemeine Beispiele
Hotels der gehobenen Klasse erwarten ihre Gäste mit einer Vielzahl von
zusätzlichen Leistungen.
Alle Gäste werden auf ihren Zimmer mit Blumen, Sekt oder Mineralwasser
und frischem Obst empfangen. Ihm stehen verschiedene Serviceeinrichtingungen
rund um die Uhr zur Verfügung, wie Wäscherei und Reinigungsservice,
Schuhputzservice über Nacht, Näh und Auspacken der Koffer behilflich, es steht
ebenfalls spezielle Bettwäsche für Allergiker bereit.
Der Gast kann an der Rezeption kostenlos ein Schliebfach erhalten, das ihm für die Dauer seines Aufenthaltes zur Verfügung
steht. Das Hotel übernimmt Reservierungen jeder Art, und ist dem Gast auch
gerne bei der Zusammenstellung eines Programmes während des Aufethaltes
behilflich.
Die oben genannten Leistungen, die die gehobene Hotellerie ihren Gästen
bietet, können zum Teil auch von Hotels der niederklassigeren Kategorien in
einer abgewandelten Form übernommen werden. Der teure Sekt wird durch ein Glas
Sherry, und der aufwendige Obstkork durch einen kleinen Willkommengrub aus Marzipan oder Praline ersetzt.
Schlubwort
Durch die vorliegende Arbeit soll nicht der Eindruck erweckt werde, dab durch die eine oder andere preiwerte Kostenlose Leistung ein
unmittelbarer Verkaufserfolg erzielt werden kann, oder der Betrieb zwangsweise
einen Wettbewerbsvorteil erzielt. Viel wichtiger ist die Abrundund bzw.
Vervollständigung einzelner oder mehrerer Service-Einrichtungen, die erst in
ihrem Zusammenwirken mit den traditionellen Leistungen den Standard und die
Leistungsfähigkeit eines Unternehmens dokumentieren. Ob es um die Erstellung
von Wanderwegen in einem Ferienhotel, die Betreuung von Kindern oder die
Versorgung mit Strabenkarten geht, erst das gröbtmögliche Engagement zum Wohle des Gastes, sowohl in materieller as auch
in ideeller Hinsicht, schafft in einem Hotel die Voraussetzungen, die notwendig
sind, um zwischen dem Gast und dem Haus die optimale Beziehung herzustellen, die
den Gast langfristig an das Haus bindet. |
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