EOG-Kommentare zum DM-Spiel 621

Frankreich

Die Auslosung besagt, ich nehme Frankreich. Prima, mit Frankreich hab ich letzte DM-Vorrunde (also noch die Zweiten weiterkamen) gute Erfahrungen gemacht, allerdings in einem Betonbündnis, würde also neu werden. Frankreich ist aber ein interessantes Land mit vielen Optionen, das gefiel mir schon mal.

In Österreich saß Michael, den ich aus einer weiteren Partie kannte, neben Stefan in Italien der einzige, mit dem ich schon gespielt habe, Stefan kannte ich aus der letztjährigen  DM-Vorrunde.

Tjalf (E) und Ralph (D) schätzte ich (glaube ich, lang lang ist’s her) recht stark ein, Sebastian (R) und Norman (T) weniger.

Am Anfang schienen sowohl Tjalf als auch Ralph gewillt zu sein mit mir zusammen zu spielen, was schon mal sehr gut war *g*. Da ich mir von einem D-F mehr versprochen habe, habe ich es dann gleich mit Bre-Eng angepackt. Tjalf hat wie abgesprochen nach Edi eröffnet und im Herbst dann Lon genau so verteidigt, wie ich es erhofft hatte – soweit die Ratespielchen mit Tjalf, die ich gewonnen habe ;-).

Um schnell gegen E anzukommen, zu Beginn mit Sebastian einen Deal vereinbart: Ich ziehe nach Eng, er Mos-StP, dann bekommt E nicht mal einen Aufbau. Schließlich hat das für Sebastian auch gelohnt, er hat Nwy gleich im ersten Herbst kampflos bekommen.

Im Süden lief es derweil etwas seltsam. Micha hat gleich im ersten Zug großräumig gemissordert und startete damit gleich als 4-VZ-Spielball der recht starken Nationen R und T und eines zum Lepanto ansetzenden I als Nachbarn.

Im Herbst ging dann das große Durcheinander im Osten los: Norman stabbte Sebastian endgültig und brachte ihn damit langfristig gegen sich auf (Sebastian dürfte im gesamten restlichen Spiel keinen Gedanken mehr an ein Zusammenspiel mit ihm „verschwendet“ haben), während Stefan sich überraschend gegen Mich wandte und Micha in Gal einmarschierte.

Ein stark bedrängtes R gefiel mir natürlich überhaupt nicht, daher gefiel mir der italienische Angriff umso besser, außerdem versuchte ich Micha und Norman von R abzuhalten, denn den brauchte ich ja noch für D...

Für D und mich lief es erstmal ganz gut, außerdem kam ich ohne Probleme in meine sichere Stellung mit den Armeen in Gas und Spa, die dort erstmal stehen blieben. Sie machten mich ein sehr unattraktives Ziel für I und dürften auch D abgeschreckt haben.

 

Im H02 gab es dann das nächste Ratespielchen gegen Tjalf, das ich verlieren sollte: Landung in Wal oder in Lon und Iri? Ich entschied mich genau wie Tjalf für Wal (wobei ich Tjalfs gutes Zugset erst nach der Auswertung gesehen habe, sonst hätte ich wohl anders gezogen), so dass sich nichts veränderte, außer dass D nach Nth vordrang :-(.

Sehr überraschend fanden sich in dem Zug auch Stefan und Micha, so dass der Lepanto verspätet doch noch stattfand und sich der an sich stark stehende Norman rundherum mit Feinden umgeben sah, da das R-Ö trotz einiger Geplänkel immer noch hielt.

Da es jetzt sehr schnell mit Norman hätte zu Ende gehen können, überlegte ich, wie ich ihn weiter als Macht im Spiel halten konnte, denn möglichst viele verschiedene Interessen in der anderen Ecke sind nur gut für mich.

Prinzipiell war der Angriff Stefans auf Norman ja nicht verkehrt, so dass ich im richtigen Moment in Stefans Rücken fallen konnte, damit weder er sich kräftig wehren noch Norman daraus Profit schlagen und sich regenerieren konnte. Dumm nur, dass Sebastian absolut nicht von einer Zusammenarbeit mit Norman zu überzeugen war und Norman etwas sehr unter Druck zu stehen schien.

An dieser Stelle kommt Tjalf wieder ins Spiel, dem ich schon vorher ein Angebot angekündigt hatte, falls er nach dem Herbst noch in NAt steht, allerdings mit dem Hintergedanken dann schon in Wal zu stehen.

So konnte ich mein Vorhaben ihn gegen I einzuspannen, während ich Iri und Lon von ihm nehme, nicht durchsetzen, war aber froh ihn angesprochen zu haben, weil ich ihn aufgrund oben beschriebener Lage um Norman auch unter anderen Bedingungen bereit war mitzunehmen, auch schon mit dem Hintergedanken die späte Zusammenarbeit anschließend gegen D fortzusetzen. Tatsächlich gab es Überlegungen neben I auch sofort D anzugreifen, die wurden aber schnell auf Eis gelegt, das wäre etwas übermotiviert gewesen...

 

Jedenfalls war der Frühjahrszug mit NAt-MAt und Gas-Mar die Vorbereitung auf den Stab an Stefan, an den natürlich gleich eine Mail rausging, dass Mar aufgrund der englischen Flotte in MAt in Iberien gebraucht werde und gar nicht nach Pied ziehen könne. Er sah das auch gleich ein und wurde eines besseren belehrt: Die Absprache mit E ging voll auf. Innerhalb kürzester Zeit bauten wir eine schlagfertige Front auf, der Stefan keineswegs gewachsen war, während ich Iri englisch ließ und Lon mit der einstigen F Iri nahm – eine Sicherheit für Tjalf und eine Vorbereitung des Stabs an Ralph, der sich in den Verhandlungen mit Tjalf bereits andeutete und den Ralph auch schon zu spüren schien. Den Anlass dafür gab er dann selbst, als er ohne Ankündigung Nwy von Sebastian nahm und es anschließend wieder zurückgab und nach Nth zurückkehrte. Der Zug nach Nwy war natürlich kein Problem, im Gegenteil, es war ein Zeichen, nur der Zug zurück war ein entsprechend entgegengesetztes Zeichen, das dann den Ausschlag gab.

 

Herbst 1904 kam schließlich der Angriff auf Ralph, Tjalf war als Bündnispartner mittlerweile fest eingeplant. Gespräche mit Sebastian eben darüber sicherten mir auch seine Unterstützung.

Dummerweise hatte Tjalf meinen Stab nur ausgenutzt um Ralph und mich auseinander zu bringen und schloss sich dem schwächer dastehenden Ralph an – ein sowohl kurzfristiger wie auch langfristiger Fehler, denke ich. Kurzfristig sicherte es ihm Spa, er hätte aber Tun bekommen, wie es ihm versprochen worden war. Langfristig plante ich ihm immer etwa halb so viele VZ zu lassen wie ich selbst hatte (OK, das hätte man ihm mitteilen können anstelle der Überlebensgarantien.... ^^).

Das führte natürlich zu mehreren Problemen: Zum einen hatte ich seine Flotte im Süden fest eingeplant und stand nun mit meiner einzelnen ziemlich verloren da unten und war mehr als je zuvor und mehr als mir lieb war auf Micha angewiesen – der übrigens auf den Zug nach Italien aufgesprungen war und sich den Kuchen mit mir teilte, sonst hätte das doch länger gedauert. Zweitens wusste er natürlich, wie ich ziehen würde, und so verlor ich im Norden Nth und Lon, während MAt mitten in meinem freien Rücken stand, tolle Sache.

Meine plötzliche Schwäche führte dann dazu, dass ich Michael etwas mehr brauchte, und so supportete ich ihn nach Nap in der Hoffnung, dass Stefan Tun in Ruhe lässt – was er natürlich nicht tat. So konnte ich mit Rom, Bel und dank Sebastian auch Den die Verluste von Tun, Spa und Lon ausgleichen und musste immerhin nicht abbauen.

Mit dem Angriff auf Stefan hatte ich zwar erreicht, dass er von Norman ablies, der immerhin Gre als Ersatz für die absehbarerweise verlorenen Sev und Rum ergattert hatte, aber nun konnte ich Micha schlecht davon abhalten ihn anzugreifen, so dass ich unterm Strich nicht so viel gewonnen hatte, wie ich wollte und Norman nicht wirklich beistehen konnte.

 

Mit russischer Hilfe wurde dann weiter konzentriert im Zentrum Deutschlands aufgeräumt (wir schreiben das Jahr 1906), während ich mich im Süden zurückziehen musste, weil Tjalf sich ja querstellte :-(.

Den Höhepunkt der Abwärtsfahrt krönte dann der Herbst 1906. Micha überzeugte Sebastian, dass der sich doch Den und Kiel von mir nehmen könne (mir zu überlegen, dass Micha dahinter steckt, hat nicht sonderlich lange gedauert, Sebastian hat es aber auch bald bestätigt) und überließ mir Nap nicht wie abgesprochen.

Die Karte vom H 06 ist sowieso die geilste, ich mit meinen kümmerlichen 5 VZ und freiem Rücken, dafür einer Flotte in Bal, einer Armee in Rom und so Zeug, während eine englische Flotte in Spa und eine deutsche in Eng stehen ^^.

Aber die Schwäche war schließlich meine Stärke, denn damit war ich auf einmal keine Gefahr mehr. Aber der Reihe nach, ich denke, dieser Phase des Spiels (mit Hauptaugenmerk auf die Zeit nach W06) sollte besondere Aufmerksamkeit zukommen:

 

Abgebaut habe ich absichtlich in der Heimat, und zurückgezogen habe ich mich nach Bal, und beides waren ganz entscheidende Punkte.

Die Abbauten zeigten Tjalf und Ralph, dass mein zwischen Herbst und Winter rausgegangenes Angebot eines verspäteten Western Triples ernst gemeint ist, und waren ein klares Zeichen des Vertrauens und der Richtung, in der ich agieren wollte. Tjalf war schneller dabei, aber nach ein wenig Zureden sah auch Ralph Sebastian als wichtigeres Ziel, das es anzugreifen und einzudämmen galt. Ob es ein Fehler war, kann ich im Nachhinein nicht sagen, immerhin waren wir Nationen der Größe 5, 3 und 3 VZ Sebastian alleine hatte 11...

Jedenfalls rettete ich so meine Haut, die sonst wahrlich sehr dünn geworden wäre. Das Ö-R machte das Spiel, auch wenn Norman sich glücklicherweise noch immer auf 3 VZ hielt.

Nach dem Winter schrieb ich auch eine recht umfassende Mail nach Russland, wie lang genau die war, weiß ich nicht mehr, waren aber wohl mehrere Seiten. Durch meine Abbauten und den Rückzug nach Bal war ich nämlich durchaus eine Bedrohung für Sebastian. Ich erklärte ihm, dass es jetzt offensichtlich ein D-E-F geben würde, das er damit provoziert habe und er diesem nicht standhalten wird, da seine Front gegen uns viel zu dünn besetzt sei und meine F Bal in seinem Rücken ihm besonders unberechenbar und vielseitig Schaden zufügen würde. Zusätzlich packte ich in die Mail noch ein paar überspitzte Verschwörungstheorien über Ö’s Weg zum Ziel und warum die Fortsetzung des Ö-R gefährlich für ihn wäre.

Hab zwar nicht wirklich dran geglaubt, aber er war tatsächlich an Wiedergutmachung interessiert und bot mir die beiden VZ, die er mir genommen hatte, wieder an :-). Zwar griff er Micha nicht wirklich an, aber das musste ja auch noch nicht, auch wenn es Norman vorläufig das Überleben gesichert hätte, aber er kehrte zurück zum Bündnis mit mir, und das war mir natürlich wichtiger.

Es folgten die interessantesten Züge der Partie (neben dem Stab an Stefan vielleicht), was eben darauf zurückzuführen war, dass ich irgendwie mit jedem verbündet war und am Ende so ziemlich jeden Zug vorher wusste. Mit Tjalf und insbesondere Ralph habe ich ein leicht böses Spielchen gespielt, da ich ihre Züge wusste und Sebastians und meine daran angepasst habe, so dass ich als Schaltzentrale bewirken konnte, dass wir a) Vorteile gegen Sebastian errangen, b) wie stark diese Vorteile ausfielen, damit er sich sicher fühlte, dass ihn nicht verraten würde, und c) dass alle von Sebastian eroberten VZ zufällig an mich gingen und ich damit der einzige von uns war, der aufbauen konnte und so die etwas überraschende VZ-Entwicklung 7-5-8 schaffte. Durch die guten Kontakte mit Micha und Sebastian war mir auch die Lage im Osten ziemlich klar, weil Sebastian glücklicherweise nach Gal war und ich mich als Vermittler zur Einnahme von der Resttürkei und zur Erhaltung ihres Bündnisses angeboten habe. So wusste ich dann im Wesentlichen alle Züge und habe schließlich Norman etwas beraten, der so im H 1907 ein weiteres Mal seine 3 VZ halten konnte *g*. Gleichzeitig half mir Micha noch nach Tun, was einerseits eine Verzögerung gegen Norman brachte und mir andererseits den dritten Aufbau um meine Heimat endlich wieder abzusichern.

Danach konnte ich Norman nicht mehr gut weiterhelfen, dafür verstand ich mich mit Micha prima und hatte Frieden im Süden – trotz der gebauten F Mar. Die musste ich bauen, weil Tjalf und Ralph immer noch nichts vom F-R wussten und eine F Bre anderenfalls sehr auffällig gewesen wäre.

Eigentlich wollte ich nach 2 Zügen des doppelten Spieles Schluss damit machen und die beiden offensichtlich angreifen, hatte das mit Sebastian auch so vereinbart, weil für ihn ein formales D-E-F natürlich nicht das Gelbe vom Ei war. Dann aber machte Ralph einen sehr ungewöhnlichen Vorschlag, bei dem ich erst etwas skeptisch ob des Nutzens war, aber nach einigem Überlegen fand ich einen Weg, wie ich das prima ausnutzen konnte. So musste dann Sebastian einen weiteren Zug im „stillen F-R“ hinnehmen, allerdings mit einem Plan über die genauen Züge von uns beiden und Ralph und Tjalf für Frühling (und Herbst für Sebastian und mich). Nach diesem Plan würde Tjalf auf 2 VZ zurückfallen, Ralph sogar auf nur eines, außerdem wäre das Lon gewesen, während alle seine Einheiten aufgelöst worden wären, wodurch es nutzlos geworden wäre. Nur hat Ralph sich nicht ganz an die Absprache gehalten, wodurch ich ungewollt nach Nth kam und er sich nach Den zurückziehen konnte. Das war einerseits schade, andererseits kontrollierte ich damit den Dreh- und Angelpunkt Nth, die Armee in Den hat eh nicht den großen Aktionsradius und gegnerische Einheiten in Den und Nwy waren für das Kräfteverhältnis innerhalb des F-R ja auch eher förderlich ;-).

 

Jedenfalls hat soweit alles geklappt, mehr noch: In der neuen Situation war es für mich ein leichtes die Insel zu erobern, während sich Tjalf sogar ohne mein Bitten allein gegen Sebastian wendete. Das war mir natürlich nur recht, da Sebastian weiterhin der VZ-stärkste am Brett war, und so habe ich die Einnahme der Insel etwas verlangsamt, damit Tjalf nicht gleich alles abbauen musste. Außerdem bestand das R-Ö ja weiterhin. Die beiden zerlegten in dieser Zeit Norman auch endlich und endgültig, so dass wir nur noch zu viert waren.

Danach habe ich Tjalf dann um Unterstützung gebeten, denn der Stab an R war nun fest anvisiert, und prompt zieht er gegen mich, habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden. Jedenfalls hat ihn das 2 VZ gekostet, die ihn aus dem Rennen warfen (auf sein letztes VZ Edi hatte er null Einfluss) und Sebastian zufielen, der damit plötzlich auf 15 landete und damit förmlich nach dem Stab schrie.

Nebenbei war der Stab zu dem Zeitpunkt auch mein einziger Weg noch zu VZ zu kommen. Micha hatte mich (zu Recht? Ich weiß es nicht.) als den Stärkeren von uns beiden ausgemacht und alles gegen mich geworfen. Damit konnte er zwar nur Rom gewinnen, das schien ihn aber nicht davon abzuhalten, und so hatte ich mich von Rom schon verabschiedet, Tun dagegen war sicher. Doch Sebastian fiel ihm in den Rücken, und so drehte Micha sich komplett um und ich war der lachende Dritte. Denn ich setzte meinen Stab an Sebastian erst nach seinem an Micha an. Er sah ihn dann zwar kommen (war wohl einen Tick zu offensichtlich), sicherte leider auch Mun und Kiel ab, konnte sich am Ende aber nicht mehr gegen die vereinten Kräfte von Frankreich und Österreich wehren, da ich Micha logischerweise nicht dazu veranlassen wollte wieder mal zu wenden und ihn machen ließ.

Als der Angriff auf Sebastian nach dem unbefriedigenden Anfang mit Mun und Kiel umso erfolgreicher weiterging, witterte ich nach VZ-Nachzählen meine Chance. Das aufgrund der Stellung maximal mögliche waren 18 VZ, im nächsten und letzten Herbst würde jeder darauf achten, jetzt noch nicht, dachte ich mir, und die Aussicht von 11 auf 18 VZ zu hopsen war schon sehr verlockend.

Also nutzte ich Michas offene Stellung – leider mal wieder ohne im gänzlich zu trauen: Tri, Ven und Gre wäre viel geschickter gewesen als Ven, Nap und Gre, aber ich setzte auf dieses Jahr, danach hatte ich ohnehin keine Chance mehr, wie 1912 bestätigen sollte – und wagte den Versuch des Solos. Dabei baute ich auf die bisherige Erfahrung, dass Sebastian tendenziell zu defensiv gespielt hat und die Stärke eines Gegenangriffes unterschätzt hat. Ich erwartete von ihm den Zug Sil S Ber, der mir Mun sicher und Kiel fast sicher erhalten und Den sicher eingebracht hätte. Zusammen mit dem sicheren Edi und den drei VZ von Micha wären die nötigen 7 Zugewinne beisammen gewesen, aber ausgerechnet diesen Zug entschied sich Sebastian dafür Berlin zu riskieren und Mun mit dreien anzugreifen, wodurch er es auch bekam und ich nur auf 17 kam :-(. Ich würde mich freuen in seinem EoG den Grund dafür zu erfahren, vielleicht war es aber auch nur eine falsche Einschätzung meinerseits.

Anschließend an den Stab hatte ich eine lustige, vor allem aber interessante und sehr ausgedehnte Diskussion über Moral, Ziele und Spielverhalten mit Micha.

Am Ende verständigten sich die beiden dann noch auf ihre letzten Züge, konnten so das Solo verhindern und mich zurück auf 16 bringen. Da ich noch versucht habe mit sehr viel Glück (ja, es war theoretisch möglich) noch die 18 zustande zu kriegen und dafür bisschen was riskiert habe, fiel ich noch auf 15 zurück, aber versuchen muss man’s ;-).

Zu den einzelnen Spielern:

England / Tjalf: Ein ungewöhnlichen Ideen gegenüber aufgeschlossener Spieler (hab ich jetzt mal aus unserem I-Angriff abgeleitet), der mit mir gemeinsam haben dürfte, dass er sich dem Führenden nicht oder nur sehr ungern unterordnet (leider ;-) ). Er hat seine Haut teuer verkauft, wie ich bei den Verhandlungen vor dem Stab an Stefan feststellen musste. Er hat sich dann leider etwas früh gegen mich gewehrt, ich hätte mir ein längeres Bündnis vorstellen können, aber den Juniorpartner zu stellen dürfte nicht sein Ding sein. Hatte das ganze Spiel durch keine wirklichen offensiven Optionen.

Deutschland / Ralph: Das Spiel hat mit Ralph gut begonnen, wir konnten Tjalf gut unter Druck setzen, weil wir uns schnell verstanden. Dann kam aber der Angriff auf Stefan dazwischen und nach meinem Stab an ihm hatte er keine großen Möglichkeiten mehr. Zähneknirschend hat er dann dem Dreibund gegen Sebastian zugestimmt, vermutlich in dem Wissen, dass seine Lage in der Mitte ihn dem Untergang weihte, unabhängig von seinen Versuchen.

Italien / Stefan: Bis auf das Bestätigen der DMZ lief zwischen uns nicht allzu viel, nach meinem Angriff war es dann bald gar nichts mehr, aber nach eigener Aussage ist Italien ohnehin nicht sein Lieblingsland ;-). Schien mir auch etwas viel hin und her mit Micha.

Türkei / Norman: Etwas mehr als nur eine Mail pro ZAT hätte alles etwas besser laufen lassen können, bei so wenig Kommunikation kann eigentlich so viel nicht bei rumkommen. Hast dich zwar zu Beginn gut positioniert, das aber nur auf dem Brett, gegen die Feinde war dann kein Kraut mehr gewachsen.

Österreich / Micha: Nach dem verkorksten Start hat er das nicht schlecht hinbekommen sich mit gezielten Hieben nach allen Seiten ein paar VZ einzufangen, der Durchbruch kam dann mit dem Ausräumen Italiens und dem russischen Stab an mir. Den hat er schon nicht schlecht eingebaut, allerdings die Situation danach nicht ganz genutzt. Ich denke, er hätte mich mehr bluten lassen müssen, als er die Gelegenheit dazu hatte. Ist halt zu gutmütig, der Mann ^^.

In jedem Fall war er aber mein Hauptgegner, der mit mir immer um Sebastian gekämpft hat. War schon interessant, bis kurz vor Schluss gab es kaum Krieg zwischen R, Ö und F, es lag alles im diplomatischen Bereich, wer Sebastian besser lenken kann :-). Dort sehe ich auch den Schlüssel des Endspiels zu meinem Sieg: dass Sebastian ihn angegriffen hat und nicht mich.

Russland / Sebastian: Zweifellos nicht schlecht für seine erste Onlinepartie, so kurz vor dem Sieg zu stehen. Profitiert hat er sicherlich von Micha und mir, dass wir ihn brauchten und deswegen mit aufgebaut haben. Im Endeffekt hat er wohl viel gelernt in dieser Partie, eigene Ideen kamen noch nicht, oder zumindest zu wenig. War aber immer interessiert bei der Sache und lernbereit. Wenn ich jetzt wüsste, wie viel von seinen nicht mit mir abgesprochenen Zügen Eigeninitiative waren und was aus Michas Hand kam... einige Züge waren recht verfehlt (der vergessene Rückzug/Aufbau H 1910 sowie die Ausführung des Stabs an Micha H 1909), teilweise aber auch gut (H 1911 Angriff auf Mun statt Verteidigung, H 1912). Bin mal gespannt, wie er sich entwickelt.

Spielleiter / Thomas: Schönen Dank fürs Spielleiten! Auf Anfrage extra noch eine VZ-Historie eingebaut, ansonsten eine übersichtliche Homepage, wo alles Wichtige drauf ist, so muss das sein :-).

 

So, das war’s auch schon ^^.

 

Kolja

 

Deutschland

Nach meinem unglücklichen Ende mit Italien in der ersten Runde war ich gar nicht erbaut darüber, wieder eine Mittelmacht übernehmen zu müssen. Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass Nationen wie England, Frankreich oder die Türkei auf Grund Ihrer Lage etwas einfacher zu spielen sind. Aber was soll’s – nachdem ich vorher gegen Deutschland (Andreas Savelsbergh) verloren hatte, wollte ich es diesem nachmachen.

1901 Die Vorbereitungen

Mein anfänglicher Plan war denkbar einfach. Ich wollte Ruhe im Osten und Süden und im Westen eine Hausmacht entweder mit England oder Frankreich aufbauen. Ich ging davon aus, dass es relativ einfach war, ein Bündnis F-E diplomatisch zu verhindern. Für den Osten bezog ich öffentlich Stellung für Österreich und betrachtete die Besetzung von GAL durch Russland als Casus belli. Mit Wien selbst vereinbarte ich schnell Freundschaft und Informationsaustausch. In der Frage von Tirol stellte ich klar, dass ich – im Sinne aller - keine Einheit dort sehen möchte, was Italien nach Westen und Österreich nach Osten bewegen sollte. Nach der russischen Eröffnung nach STP (mit Blick auf NWY) und der französischen Besetzung des Kanals war die Sachlage relativ klar: England würde extreme Schwierigkeiten bekommen (NWY, LON), alle anderen könnten beruhigt aufbauen. Ich könnte mit einem Schlag drei VZ erhalten und der Zukunft relativ gelassen entgegensehen.

1902 Alles nach Plan

England konnte nicht bauen, Österreich orientierte sich stark nach Osten, Frankreich begann ruhig und souverän. Einzig die italienische Besetzung Tirols (ich sandte wohl eine Warnung) machte mich etwas unruhig, zumal der Italiener weiter nach BOH zog und mich Hilferufe aus Wien erreichten. Das weitere Nachrücken Italiens konnte ich verhindern, verlor aber darüber etwas den Blick für den Osten (GAL), weil ich gemeinsam mit Frankreich daran arbeitete, England möglichst schnell niederzuringen. Über die russischen Aktivitäten in Skandinavien machte ich mir zunächst keine Gedanken, da Russland durch die Türkei bedroht war. Frankreich versuchte mich zu mehr Aktivität zu bewegen – vor allem Richtung Osten – was mir gar nicht behagte. So lange England nicht von der Bildfläche verschwunden war und ich ausreichende Absicherungen an der französischen Grenze hatte, konnte und wollte ich dieses Risiko nicht eingehen. Ich glaube, dass genau das umfangreiches Wasser auf die diplomatischen Mühlen in Paris war. Nicht umsonst war Italien nicht zu bewegen, nach Westen zu marschieren und auch Frankreich ließ sich ziemlich Zeit bei der Eroberung Englands. Also brachte auch ich meine Truppen ruhig in Stellung (NTH).

1903 Erste Wolken am Horizont

Anfang 1903 schienen die Messen für die Queen gesungen. Deutsche und französische Truppen standen so, dass binnen zweier Züge die Insel gefallen wäre. Ich nutzte den nie abgerissenen Kontakt nach London, um England dazu zu bewegen, Frankreich zumindest etwas zu beunruhigen. Mit dem Zug nach MAT geschah das auch – allerdings baute Frankreich das später nahtlos in seine Diplomatie ein. Währenddessen gewann Österreich etwas Luft – die Lage schien dort für mich relativ stabil, also gefahrlos zu sein. Ende 1903 „nervte“ mich nur Frankreich immer wieder mit dem Wunsch, ich möge nach Osten expandieren. Ich lehnte mit Hinweis auf das noch existierende England und die fehlende Absicherung ab – und begann, mir Sorgen zu machen. Ohne französische Unterstützung konnte ich kaum auf die Insel gelangen, Russland war zwar freundlich, aber dennoch unsicher (er hatte bereits GAL besetzt) und ich sorgte mich um eventuelle Verhandlungen betreffend meiner führenden Position – ich hatte sechs VZ und lag als Mittelmacht in Schlagdistanz. Kurz: ich wollte unbedingt eine weitere Einheit und die gab es nur in Norwegen.

1904 Überfall auf Norwegen – der Scheidepunkt

Ich holte mir Norwegen unter vielen Entschuldigungen an die russische Adresse und baute eine Armee auf, die ich zur Sicherung gegenüber Frankreich einzusetzen gedachte. Mit Moskau besprach ich die sofortige Rückgabe Norwegens und hielt das Versprechen auch ein. Ich machte mir Hoffnung auf EDI und wollte zunächst kompakt stehen und abwarten, was anderswo passiert. Keinesfalls wollte ich mit 7-9 VZ in Führung gehen und anschließend das Angriffsziel für alle anderen Länder werden. Was ich tat, war kurz gesagt Blödsinn. Schon lange hätte mir klar sein sollen, das Frankreich nebenher (wie ich auch) Verhandlungen mit England und Russland führte – nur wesentlich erfolgreicher. Das Beispiel Italien hätte mir noch vor dem Auge stehen sollen ebenso wie das Beispiel GAL – Russland hätte ich nicht trauen dürfen. Darüber hinaus war der Bau einer Armee Unsinn – eine Flotte wäre sinnvoller gewesen, was sowohl NTH als auch England, den Kanal oder die Meere um Skandinavien betraf. Ich dagegen schlidderte von links nach rechts und wieder zurück, anstatt entweder konsequent gegen Russland oder Frankreich vorzugehen. Ende 1904 war es dann soweit: Russland und Frankreich vertrieben mich aus NTH, einen Abbau musste ich hinnehmen. Und das trotz der englischen Warnung, die ich aber als Falschmeldung interpretierte.

1905 Dem Ende entgegen

Mir war sofort klar, dass ich am Ende war, würde nicht noch ein Wunder passieren. MUN war offen wie ein Scheunentor und meine anderen Truppen würden rasch durch konzentrierte Angriffe zum Weichen gezwungen werden. Ich ersuchte Wien um Hilfe und bekam sie auch versprochen. Allerdings blieb es beim Versprechen, was mich angesichts meiner offene Treue (was zumindest Italien und Russland verärgert haben könnte) etwas verstimmte. Einzig mit England hatte ich guten Kontakt und wir ließen uns die eine oder andere Sache einfallen, um als absehbare Verlierer noch etwas Pfeffer in die Partie zu bringen. Mit meiner verbliebenen Flotte versuchte ich, soviel Verstimmung wie möglich bei der französischen Seite zu verursachen, war aber auch überrascht vom schnellen russischen Vormarsch.

Ab 1906

Der Rest war eigentlich nur das Herauszögern des unvermeidlichen Endes, gepaart mit der Hoffnung, dass Frankreich oder Russland einen Fehler machten – was indes nicht eintrat. Ich öffnete eher noch Russland die Tore, um es Frankreich in der Folge schwerer zu machen – zu groß erschienen mir dessen Erfolgsaussichten. Frankreich überließ mich auch dem Russen, da es im Süden gemeinsam mit Österreich Italien filetierte und sich auch nicht groß an England stieß, das ebenso wie ich allenfalls die großen noch ärgern konnte. Nach dem Ende Italiens zog Frankreich wieder nach Zentraleuropa und dem konnte ich nichts mehr entgegensetzen. Im Frühjahr 1909 war alles vorbei.

Den weiteren Verlauf können nur die verbliebenen Kombattanten beurteilen. Ich habe nur sporadisch Einblick in die Partie genommen und festgestellt, dass es Frankreich wiederum gelungen ist, England für seine Ziele einzusetzen – diesmal gegen Russland. Österreich hingegen kämpfte für sich und das m.E. mit wenig Fortune und Geschick.

Die Mitspieler

Tjalf Hoffmann (England)

Sehr netter Kontakt, stand anfangs auf verlorenem Posten. Nie unsachlich und – wie ich zu spät bemerkte – sehr vertrauenswürdig. Sehr gern wieder, aber dann vielleicht von Anfang an auf derselben Seite?

Kolja Szillat (Frankreich)

Der absolut verdiente Sieger der Partie. Wie er gleich vier Nationen anfangs in den Griff bekam und durch die Partie leitete war bewundernswert. Und um den Punkt zu klären: Es bestand zu keiner Zeit die Absicht, einen Stab gegen Frankreich zu unternehmen. Zu groß war die russische Gefahr im Rücken, genau wie andersherum auch. Daher wollte ich solange wie nur möglich gleichstarke Nationen auf dem Brett (so bis 1907) um anschließend mit einem guten Partner vorzugehen. Das war für mich Frankreich. Allerdings glaube ich auch, dass die Angst vor einem deutschen Stab nur die vorgeschobene Begründung für den eigenen war.

Stefan Krekeler (Italien)

Wir hatten nur selten Kontakt. Offensichtlich kam Stefan mit Kolja besser zurecht als mit mir – seine Züge, insbesondere Richtung SIL habe ich dennoch nicht verstanden. Ich denke, dass das frühe Ausscheiden damit zusammenhängt.

Michael Turzer (Österreich)

Freundlicher Kontakt, allerdings ohne Hintergrund, als es (für mich) darauf ankam. Michael kochte legitimerweise seine eigene Suppe, ein Blick über den Tellerrand wäre aber – auch angesichts des Spielverlaufs – angebrachter gewesen.

Sebastian Hoffschneider (Russland)

Fast noch Erster geworden, was ich angesichts der relativ aggressiven Spielweise (Expansion in Skandinavien, gegen Österreich und Türkei) kaum für möglich gehalten hätte. Als er Chancen sah, nutzte er sie konsequent – gute Leistung.

Norman Jansen (Türkei)

Wir hatten kaum Kontakt und so wäre eine Einschätzung unangebracht. Angesichts der Politik seiner Nachbarn wäre anfangs wohl mehr drin gewesen, danach war es eine aussichtslose tapfere Partie.

Thomas Kolling (Spielleiter)

Gewohnt souverän, zurückhaltend und sachlich. Wie immer eine glatte „1“.

 

Österreich

Den Anfang habe ich seinerzeit formidabel verbockt. Das ganze war eine Mischung aus, ganz klar, meinem Tippfehler, spielleiterischer Konsequenz (korrekt so, wenn auch ärgerlich) und russischer kurz-vor-ZAT-Meldetechnik. Ich wollte damals nur einen Zug ändern, was mir auch gelang, dabei habe ich aber zwei andere Züge, die richtig vorlagen, verhunzt.
Meine Motivation hatte vom Fleck weg einen Dämpfer.
Leider sind meine Erinnerungen nicht mehr so hell weshalb ich nicht mehr auf exakte Zugabgaben eingehen kann. Jedenfalls vermutete ich hinter Sebastian sehr bald jemanden den man gut lenken und beeinflussen kann. Norman stellte sich rasch als guter Spieler heraus und Stefan als Kommunikationsbremse erster Güte. ;)
Mit Ralph hatte ich einen relativ lockeren Kontakt, der aber maximal nur in Informationsaustausch mündete.
Durch die Konstellation entschied ich mich für ein Bündnis mit Russland. Nach kleineren Anfangsschwierigkeiten lief das aber sehr gut an. Vor allem durch Normans Angriff auf Russland. Ich meine mich erinnern zu können das Russland sogar arg in Bedrängnis geriet. Mir passte das ideal in die Strategie. Ich wollte Sebastians Vertrauen gewinnen. Und das gelang. Wir spielten das Bündnis konsequent runter, wobei wir immer wieder weniger als Individuen gehandelt haben, sondern vielmals wie ein Land. Die Ideen und Züge waren größtenteils mein Werk. Zwar besprachen wir exakt alle Züge, doch oft wurden meine Vorschläge 1:1 umgesetzt. So gespielt hatte Norman nie eine Chance.
Wie ich bei Kolja jetzt lese litt Sebastian aber unter Inkontinenz ;) was unsere Züge anging. Nun gut, egal wie, Norman hatte auch so keine Chance.
Das Kapitel Stefan ist ebenso schnell abgehandelt. Der Kontakt zu ihm war selten und viel zu oft viel zu wage. Und getreu einer Doktrin, der Nachbar der nicht schreibt ist dein Feind, fand ich in Frankreich jemanden der auch VZ mochte. Gesagt getan. Stefan, zumal noch mit englischer Hilfe, hatte keine Chance, und wie er dann auch schrieb, letztendlich auch keine Lust mehr.
Der Krieg gegen Osmanien tobte zu dem Zeitpunkt noch.
Aber es begann nun die Phase der Belauerung mit Kolja. In dieser Phase gerieten im Norden die russischen Truppen auf deutschem Boden in französische Reichweite. Ich hoffte dort auf Konfliktpotenzial um später einen guten Moment abzupassen Russland zu stabben.
Auch aus Deutschland kamen Bittgesuche. Ralph schreibt dazu etwas, ich weiß leider die Umstände nicht mehr. Ich kann nur noch rätseln, vermute aber, dass ich mich als nicht in der Lage empfunden habe ihm effektiv zu helfen. Ich erinnere mich noch schwach, dass ich immer einen Zug hinterher hing. Ja Ralph, ich wollte dir damals helfen, den Grund warum ich es letztendlich nicht tat weiß ich nicht mehr.
In der Phase hatte ich auch noch mehrfach versucht England anzuschreiben. Ich hoffte ihn gegen Frankreich einspannen zu können. Mit seiner Hilfe hätte ich tatsächlich den Angriff gewagt. Aber es kam leider überhaupt gar keine Reaktion auf meine Mails. Also büßte Norman.
Woran ich mich auch noch erinnere… In der Phase wurde Frankreich einmal massiv von Russland angegriffen. Meine Finger waren da mit im Spiel. An den Angriffsplänen war ich mit effektiven und umgesetzten Vorschlägen beteiligt.
Letztendlich schied Norman aus und das Spiel nahm für mich ein Ende durch den russischen Angriff. Ich gab ihm restlos alle meine Züge zur Einsicht um ihn davon zu überzeugen, dass er mit mir spielen solle gegen Frankreich. Vor allem nachdem er mir vorher erklärte das er Bündnispartner nicht verraten würde. Ich schätzte mich als deutlich im Vorteil vor Frankreich ein, zumal zwischen den beiden mehrfach Konflikte offenbar waren. Ich hingegen hatte bis dahin mehrere mindergute Stabmöglichkeiten ausgelassen und ein richtig gutes Bündnis gespielt, ihm praktisch uneingeschränkte Einsicht gelassen und seinen Beteuerungen Glauben geschenkt, dass sein Spielziel längst erreicht war. Sebastian lieferte mir nach dem Stab als Grund die Begründung, dass ich ihm die Züge gesagt hatte und er eine reife Frucht pflücken wollte. Okay…
Insofern war sein Stab kein echtes Kunststück, und ganz ehrlich, dafür, dass er jeden einzelnen Zug wusste, war der Stab nicht geglückt. Da war weit mehr drin.
Ich warf noch mal alles in die diplomatische Waagschale. Erfolglos. Wenigstens teilte mir Sebastian mit das er nun kämpfen wolle.
Also gut. Konnte er haben. Das Spiel war für mich beendet, ich spielte noch runter was nötig war und teilte Kolja mit das das Spiel in ihm einen berechtigten Sieger gefunden hatte. Doch das Spiel hielt noch einen echten Hammer für mich bereit, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Die Sache ist mit Kolja ausgewertet und deshalb erledigt. Aber das ganze führte zu einer echten Sinnkrise. ;) Es waren daraufhin etliche lange nächtliche Mails. ;)
Sebastian hatte ich trotz numerischer Unterzahl weitgehend im Griff. Meine Angriffstaktik ging auf, die Einschätzung dass er defensiv spielt traf zu, so konnte ich ihn trotz seines Stabs zurücktreiben.
Der letzte Zug war Kolja’s Wunsch geschuldet. Und nach langem hin und her mit Kolja haben dann Sebastian und ich noch gemeinsam gezogen. Das Ergebnis ist die letzte Auswertung.

Das wars, genauer ins Detail kann ich nicht weil ich es nicht mehr weiß. Ich hoffe ich habe nichts verquergelt.

Zu Tjalf,

Hatte kaum Kontakt, war nett, aber eben sehr selten und sporadisch. Als wir Berührungspunkte hatten sahen seine Pläne anderes vor.

Zu Ralph,

Kontakt war da, aber wir waren beide massiv in andere Kriegsschauplätze eingebunden. Dadurch kam es fast zu keiner gemeinsamen Aktion. Leider konnte ich ihm nicht helfen.

Zu Kolja,

Ich hätte es wissen müssen. In meiner ersten Partie mit ihm hatte ich ihn als den großen Manipulator ausgemacht. Ich war selbst genug gewarnt. Souverän und mit viel Engagement der einzig berechtigte Sieger.

Zu Stefan,

Mensch, schreib mehr! Und schreib Handfestes!

Zu Sebastian,

Seine erste Partie. Er nimmt sicher viel mit aus der Partie, und auch wenn es so im Text vielleicht anders rüberkommt, er hat seinen eigenen Kopf. Für die Premiere war das eine richtig gute Partie. Viel Erfolg weiterhin!

Zu Norman,

Ein netter Kontakt. Schlussendlich wollten Sebastian und ich ihn wegräumen. Er hatte keine Chance mehr. Die Übermacht war zu massiv. Tapfer und Aufopferungsvoll bis zum bitteren Ende. Mein Respekt für diese Energieleistung in aussichtsloser Situation.

Zu Thomas,

Spielleiter müssen nicht laut sein. Ruhig, sachlich, konsequent. So wie es sich gehört! Vielen Dank! Und auf zu DM640. ;)

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