Liebe zwischen drei Zeilen

 

 

 

Von Sirius Black aus Escabour

 

Es war Anfang Februar, Hermineknallte im Gryffindor-Gemeinschaftsraum einen Stapel B�cher auf den Tisch vor Harryund Ron. Sie hielt ihnen eine Liste unter die Nase: �Hier, das ist der genaue �bungsplan f�r einen Monat. Ich will ja nicht dass ihr w�hrend meines Wegseins v�llig verbl�det!� �Sekunde�,sagte Harry, �w�hrend deines Wegseins? Wieso wegen deines Wegseins?� �Ach, hab ich euch das noch nicht erz�hlt? Ich fahre einen Monat nach Beauxbaton, wegen des Sch�leraustauschs.� �Du f�hrst�was?!� �Das war doch nur ein Witz, oder?�, stammelte Ron, �das meinst du doch nicht im Ernst?� �Doch, das meine ich ganz im Ernst, meine Sachen sind gepackt, der Zug steht bereit, ich fahre bis aus dem Gel�nde von Hogwarts heraus, und dort wartet ein Portschl�ssel nach Frankreich.�, sagte Hermine. �Und wozu soll das gut sein?� fragte Harry. �Naja, zu vielem, man lernt franz�sisch und -�hm- es ist doch einfach mal interessant auf einer anderen Schule zu sein.�,meinte Hermine und stolzierte davon, auf halber H�he drehte sie sich noch mal um und kam zur�ck: �Tsch�ss Ron.� Sie umarmte ihn. �Und tsch�ss Harry.�

Harry und Ron sahen zu, wie Hermine winkend im Zug verschwand.

 

Es waren nun schon zwei Wochen seid Hermines Wegsein vergangen. Ron war nicht mehr der Alte, er war immer muffelig, und lachte fast nie, im Unterricht tr�umte er, oder kritzelte irgendetwas in sein Heft, was er, wenn Harry es lesen wollte, immer schnell zuhielt, daf�r vergrub er sich immer mehr in Hermines �bungsplan, und er a� nichts, am Tag nahm er vielleicht grademal zwei Toast zu sich. Wenn Hermine wiederkam, w�rde er nur noch ein Strich in der Landschaft sein. Und genau das war der Grund: Hermine, irgendwie schien Ron Hermines Wegsein nicht zu verkraften.

Alle sa�en morgens in der gro�en Halle versammelt. �Die Post kommt�, schrie irgendwer. Und schon st�rzten an die zweihundert Eulen in die Halle, darunter Hedwig, die wei�e Schneeeule. Sie flog zu Harry herunter und lie� einen Postkarte fallen, die sie im Schnabel gehabt hat:

 

Lieber Harry,

ich bin jetzt schon �ber zwei Wochen in Frankreich (wie du hoffentlich mitgez�hlt hast), es ist hier sehr warm, aber ich vermisse Hogwarts (und vor allem euch) sehr. Ich muss jetzt zum Unterricht.

Liebe Gr��e, deine Hermine

 

Harry drehte die Karte um, auf der R�ckseite war die sch�ne Idylle Frankreichs zu sehen. Pl�tzlich landete ein kleiner braun, grauer Tennisball in auf seinem Teller. Und der Tennisball war, wie es sich herausstellte gar kein Tennisball, sondern eine winzige Eule, die sich aufrappelte, zu Ron her�ber taperte, und ihm einen Brief gab. Er hatte keinen Absender.

Lustlos riss Ron ihn auf, nahm das Blatt zur Hand und las. W�hrend er das tat, weiteten sich seine Augen und sein Mund �ffnete sich halb. Harry konnte sehen dass seine Augen immer nur eine Zeile lasen, wenn er mit ihr fertig war fing er von neuem an zu lesen. Der Pudding wurde aufgef�hrt, wie in Trance nahm Ron seinen L�ffel und a�, die Augen immer noch auf den Brief gerichtet. Inzwischen hatte Ron die Aufmerksamkeit aller Gryffindors auf sich gezogen.Nach einiger Zeit fragte Harry: � Ron, von wem ist der Brief und vor allem was steht drauf?� Keine Regung. Aber Draco Malfoy, der alles mitgeh�rt hatte, was zu h�ren war (und das war, wei� Gott nicht viel), kam her�ber: � Kannst du dir das nicht denken Potter? Weasleyhat bei einem Gewinnspiel gewonnen, einen Silbersickel! Er ist reich! Endlich kann er sich mal was leisten!� Und mit einem weiteren sp�ttischem Grinsen sagte er noch: � Also achtet �drauf, morgen macht Weasley Gro�einkauf!� Mit diesem Satz hatte Ron nun schon die Aufmerksamkeit der ganzen Halle auf sich gezogen. �Ron�, fl�sterte Harry, � die ganze Halle brennt darauf zu erfahren was in dem Brief steht!� Verstohlen blickte Ron sich um und steckte den Brief ein.

Da heute Sonntag war hatten sie keinen Unterricht, Harry hatte vorgeschlagen heute nach Hogsmeade zu gehen und Ron hatte zugestimmt. Sie beschlossen einen etwas einsameren Weg zu nehmen, um ungest�rt reden zu k�nnen. Sie waren keine zwanzig Meter gelaufen da fragte Harry: �Von wem war der Brief den jetzt?� Wortlos �berreichte Ron Harry den Brief und letzterer las laut vor:

 

Lieber Ron,

ich bin jetzt schon zwei Wochen in Frankreich (wie du hoffentlich mitgez�hlt hast), es ist hier sehr warm aber ich vermisse Hogwarts (und vor allem DICH) sehr. Ich habe mich nie getraut es dir zu sagen, aber ich glaube es geht dir genau so: Ich LIEBE DICH!!!! Und ich freue mich schon unheimlich dich wieder zu sehen! 90000000000000000000000000 K�sse w�nscht

deine Hermine.

PS: Ich glaube mit Viktor wird das nichts, ich meine, er will in Bulgarien bleiben und ich in England.

 

Urpl�tzlich erschien Draco Malfoy mit seiner Freundin Pansy Parkinson vor ihnen: �Draco hat zu Weihnachten einen Tarnumhang bekommen!� Ron wurde rot wie eine �berreife Tomate. �Ihr habt doch nicht alles mitgeh�rt, oder?�, stammelte er. � Macht es euch etwa �was aus?�, kreischte Pansy Parkinson, �S��, Liebe per Post!� �Die Granger kann froh sein, dass sie sich in Weasley verknallt hat, �nen anderen w�rde sie n�mlich nicht kriegen!� �Aber sie hatte schon �mal �was mit Viktor Krum!�, warf Pansy ein. �Ach ja, ich verga�, Weasley ist ja nur die zweite Wahl! So, und nun wollen wir euch nicht mehr bel�stigen!� Er warf den Tarnumhang �ber sich und Pansy. �Wenn ihr mutig seid�, rief Harry, �dann zeigt ihr euch, aber wenn ihr Memmen seid, dann versteckt ihr euch hinter einem Umhang!� Malfoy bannt sich den Umhang locker um die H�ften (was �u�erst seltsam aussah) und verschwand. Als Malfoy verschwunden war brach Ron in Tr�nen aus: �Er hat Recht, ich bin wirklich nur die zweite Wahl.� �Ach Quatsch�, tr�stete Harry, obwohl er sich nicht sicher war ob das stimmte, �die hat doch schon immer ein Auge auf dich geworfen, nur du hast ihre Liebe nicht erwidert, da hat sie sich kurzer Hand Krum geschnappt!� �Meinst du wirklich?�, fragte Ron und putzte sich laut die Nase, �aber in ihrem Brief h�tte sie ihn wirklich nicht einbringen m�ssen!�

Als Harry und Ron abends wiederkamen fanden sie einen Zettel auf Harrys Bett:

 

Sehr geehrter Mr Potter,

Ich will sie daran erinnern, dass Sie der Teamcaptain der Gryffindors sind, wie Sie wissen ist n�chste Woche ein Spiel gegen Ravenclaw, ihre Mannschaft ist noch ziemlich schlapp, ich habe Ihnen den Quidditchplatz einschlie�lich bis n�chsten Sonntag von 15.00-18.00 Uhr gemietet.

Minerva McGonagall, stellvertretende Schulleiterin

PS: Sie sollten mal daran denken ihren H�ter Mr Weasley auszuwechseln, er l�sst sich in letzter Zeit ziemlich h�ngen.

 

�Willkommen zum ersten Quidditchspiel dieser Saison!�, rief Ernie Maximilian, der Kommentator, �Gryffindor spielt gegen Ravenclaw! Die Mannschaftscaptaine sch�tteln sich bitte die Hand.� Harry sch�ttelte die Hand von Cho Chang, welcher Tr�nen in die Augen stiegen. �Sie besteigen nun bitte ihren Besen!� W�hrend sie flogen kam Cho ganz nah an Harry heran: � Harry, es tut mir Leid, dass ich dachte, du liebst Hermine, ihr seid�einfach nur sehr gute Freunde, das habe ich nun gemerkt. K�nnen wir uns nicht bitte wieder vertagen? Ich tue alles� .� Harrys Herz schmolz� .

Als Chos Team genau 160 Punkte hatte (Harrys nur 10), fing Harry den Schnatz, das hatten er und Cho vorher so abgemacht. �Gewonnen hat Gryffindor ��h- Ravenclaw ��h- unentschieden!�

 

Es war der erste M�rz als Ron schreiend in den Jungenschlafsaal st�rzte: �Hermine kommt wieder, Hermine kommt wieder!� Harry, der sich grade seine Socke anzog und dabei in einen d�sigen Wach-Schlaf gefallen war sprang nur so in seine restlichen Klamotten. W�hrend er aus dem Gryffindor-Gemeinschaftsraum lief, warf er noch einen Blick aus dem Fenster, und tats�chlich, da lief ein M�dchen mit wuschligen, braunen Haaren gradewegs auf das Schloss zu. Hermine! Ron st�rmte die Treppe herunter, da lief ihm Hermine auch schon in die Arme� .

Als sie sp�ter zu dritt auf der Bank sa�en, und Hermine von Frankreich plauderte, kam sich Harry ziemlich fehl am Platz vor, wie das f�nfte (bzw. dritte) Rad am Wagen. Bis Cho sich zu ihnen auf die Bank setzte�.

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