Für den angehenden Lowfer wird ein Empfaenger vorgestellt, den man mit wenigen Bauelementen schnell aufgebaut hat. Man kann damit die Aktivitaeten im Bereich um 137,700 kHz beobachten. Der Empfangsbereich ist mindestens +/- 80 Hz breit und laesst sich ggf. durch Ziehen des Quarzes nach beiden Seiten erweitern. Da man als Newcomer auf der Langwelle meistens nicht über eine leistungsfaehige Hochantenne verfuegt, kann man mit einer Rahmenantenne(Loop) erste Versuche machen. Diese muß allerdings einen eingebauten Vorverstaerker haben, also eine aktive Loop sein. Der hier beschriebene RX zeigte an einer mittelmaessigen Marconi-Antenne eine Grenzempfindlichkeit von -120 dBm ( = 0,2 uV an 50 Ohm). Dabei war das externe Rauschen ca. -100 dBm. Das folgende Bild zeigt die Empfangsleistung des VSCW1 an der T-Antenne. Die Signale wurden mit einer Hilfsantenne injiziert, so dass der Rauschhintergrund realistisch abgebildet ist. Die Einstellungen der Software (spectrogram 5.16) sind angegeben. Eine externe Verstaerkung der NF war nicht notwendig.
Der VSCW1 im Ueberblick
Mit einem gewoehnlichen Farbhilfstraeger-Quarz wird durch Herunterteilen eine Rechteckspannung von ca. 138,650 kHz erzeugt, die einen Dual-Gate-MOSFET-Mischer schaltet. Die Antennenspannung durchlaeuft einen Schwingkreis, der fest auf 137,700 kHz abgestimmt ist. Ein zweckentfremdeter Kleinleistungs-Operationsverstaerker (LM386N-1), der eigentlich als Endstufe für Kopfhoererbetrieb entwickelt wurde, übernimmt die notwendige Anhebung des Nutzsignals um mehr als 60 dB. Hier sollte man nur einen IC bekannter Hersteller(z.B. National-Semiconductor oder Motorola usw.) einsetzen, sonst kann man erleben, dass Verstaerkung und Rauschen nicht den Erwartungen entsprechen! Der LM386 wird mit einer herabgesetzten Versorgungsspannung von +5V betrieben.