Seite 83
Der optimale Empfaenger
Direktmischprinzip(DM)
Nein, es geht doch noch weiter mit dem DM!
Das negative Urteil ueber den DM trifft nicht zu, wenn man die Moeglichkeiten fuer den Empfang von Slow-CW-Signalen betrachtet. Ich hatte wohl im Eifer meiner Untersuchungen ganz vergessen, dass die Software fuer die Darstellung von SCW(Slow-CW), das man kuenftig auch VCW(Visual-CW) nennen wird, geradezu deshalb erstellt wurde, um aus dem Rauschen heraus das Nutzsignal zu isolieren. Mit Hilfe der FFT und der statistischen Bewertung gelingt es ja nur auf diese Weise, Signale unterhalb des Rauschpegels sichtbar zu machen. Das eigentliche Geheimnis fuer einen Erfolg mit dieser Software, ist, dem PC einen Mindestpegel des Nutzsignals anzubieten. Das Programm kann nur rechnen, wenn etwas Signal auf einer Nutzfrequenz vorhanden ist!
Man braucht also nur die HF noch staerker anzuheben, um neben dem Rauschen wieder einen berechenbaren Nutzpegel zu haben. Also munter fortgefahren mit der Vorverstaerkung, und es klappt tatsaechlich:
Man kann jetzt -120 dBm gerade noch vor dem Rauschhintergrund wahrnehmen. Dabei wurde allerdings auch die Einstellung der Software etwas verschaerft: 11k; mono; 16 bit; 280 ms; 6 Avarage; 0,7 Hz; 16k-Rate. Die Grenze des sichtbaren Pegels ist bei der 90dB-Darstellung bei -65 dBm. Das ist der Mindestpegel fuer diese Betriebseinstellung. Das NF-Signal war laengst tief im Rauschen verschwunden, denn dieser Pegel lag bei durchschnittlich -35 bis -45dBm, das Nutzsignal bei -65 dBm!
Natuerlich kann man ein solches Signal nicht mehr hoeren, wodurch wohl klar ist, dass man mit dem DM bei solchen niedrigen Pegeln kein Normal-Speed-CW abwickeln kann! Hier endet die bisher erreichte Grenzempfindlichkeit dort, wo das Nutzsignal weniger als 2dB bis 3dB ueber dem Rauschen liegt. Das duerfte bei guten Empfangsbedingungen bestenfalls bei -90 dBm bis -100dBm sein.
Die oben abgebildeten Signale wurden mit einer Gesamtverstaerkung von 55 dB aufgenommen. Dabei wurde im Versuchsempaenger ein MOSFET-Mischer verwendet, der auf den folgenden Seiten beschrieben wird.
http://home.t-online.de/home/Bernd.Grupe/homepage.htm