Mit der regelbaren Rueckkopplung kann man eine hohe Empfaengerempfindlichkeit herstellen. Allerdings ist die weiche Einstellbarkeit ein schwieriges Problem, so dass man von einem Nachbau abraten muss. Die Mitkopplung zieht die Resonanzfrequenz vom urspruenglichen Wert weg und verengt wegen der hohen Guete des Schwingkreises den Durchlassbereich so sehr, dass man die Abstimmung eigentlich nachstellen muesste. Die korrekte Einstellung auf hoechste Empfindlichkeit im Arbeitsbereich findet man nur unter Mitkopplungsbedingungen mit Hilfe eines sehr guten Wobblers. Ein Funkamateur, der nur gelegentlich zum Loetkolben greift, wird eine solche Ausruestung an Messgeraeten nicht haben. Dennoch seien nachstehend einige Bilder gezeigt, die die hohe Leistung der Mitkopplung herausstellen:
Man sieht, dass die Mitkopplung das schwache Signal aus dem Rauschen heraushebt. Kurz vor dem Schwingeinsatz ist die Bandbreite extrem gering. Im mittleren Bild sind das nur noch 50 Hz. Man wird wohl mit keinem anderen Prinzip (vielleicht nur noch mit Quarzfiltern) so einfach und wirkungsvoll die Erkennbarkeit eines Signals verbessern koennen. Die einmal eingestellten Bedingungen sind aber leider nicht stabil. Nach kurzer Zeit schon verstellt sich die Sache, so dass man staendig nachstellen muss. Waere das nicht so, koennte man den Vorverstaerker auf feste Betriebswerte setzen und so die Wirkung der Mitkopplung nutzen. Versuchsweise wurde der Mitkopplungspunkt durch eine Fremdspannung ueber einen NFET geschaltet. Dabei sind aber bestimmte Effekte, die durch Mischprodukte entstehen, nur schwierig zu vermeiden. Es wurden Schaltfrequenzen eingestellt, die mit 2 bis 4 Wellenzuegen den Schwingkreis entdaempften. Eine stabile und stoersignalfreie Arbeitsweise war nicht zu erreichen.
Unter Abwaegung aller Vor- und Nachteile ist ein guter Geradeausverstaerker fuer den praktischen Einsatz die bessere Loesung.