Das hatte ich bisher nicht erlebt: Da haben doch nur 2 bis 4 QSOs an diesem Wochendende stattgefunden! Fast zwei Tage lang habe ich das Band beobachtet und kein Signal empfangen. Der LF-Cluster und die Berichte im reflector bestaetigten meine Vermutung, dass es nicht das Ergebnis eines tauben Empfaengers war. Konnte also leider kein Spectrogram dokumentieren. Vielleicht am naechsten Wochenende.
Zur Optimierung meiner Antenne habe ich die Ladespule wieder aus dem Kunststoffbehaelter genommen und unter dem Dach eines Nebengebaeudes frei aufgestellt. Dabei wollte ich eine bessere Anpassung mit einem Transformator, der zwischen der Zufuehrung und die Linkwicklung geschaltet wurde, erreichen. Das ging leider nicht wie erwartet: Ein Rinkern mit 50 mm Aussendurchmesser und 30 mm Inenndurchmesser(Farbe Orange/Rot) wurde primaer mit 10 Wdgn und sekundaer mit 10 + 15 Wdgn bewickelt. So sollte das guenstigste Widerstandsverhaeltnis durch probeweises Anzapfen der Sekundaerwicklung eingestellt werden. Die Sache klappte nicht. Offensichtlich ist der Ringkern, der eine Primaerinduktivitaet von 3 uH aufwies, nicht fuer die Langwellenfrequenzen geeignet. Es ging kaum Leistung ueber den Kern. Bei einer spaeteren Verwendung als HF-Trafo fuer den Empfang zeigte sich eine Daempfung von 17 dB. Ich habe dann den Trafo weggelassen und mit einer Krokodilklemme den Punkt auf der Primaerwicklung der Ladespule gesucht, bei dem sich der groesste Antennenstrom und das beste SWR einstellte. Danach hatte ich jetzt endlich wieder 0,9 A Antennenstrom, wie ich ihn mit einer anderen T-Antenne vorher immer einstellen konnte. Das bedeutet eine Steigerung um 30 %. Eigentlich muesste ich jetzt bis PA kommen!?
Bei der Gelegenheit suchte ich gezielt nach der Herkunft des 750 Hz-Signals, das sich immer noch im Empfangsbild zeigte und bei schwachen CW-Stationen das Mithoeren sehr stark stoert. Habe dazu ein Spektrogramm von 0 Hz bis 1 kHz mit dem Analyzer aufgenommen. Man erkennt im Bild die vielen Netzoberwellen und den herausragenden 750Hz-Ton.