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Der optimale Empfaenger
Grenzempfindlichkeit


Wenn man die Helligkeit des Hintergunds mit dem eingespeisten -120 dBm-Testsignal vergleicht, erhaelt man einen Hinweis auf das durch die Antenne aufgenommene externe Rauschen. In "normalen Zeiten" kann man somit messen, dass etwa -120 dBm Rauschleistung vorhanden sind. Zu bestimmten Zeiten steigt der Pegel auf -110 dBm mit Spitzen, die weit darueber liegen. Es macht keinen Sinn, die Grenzempfindlichkeit des Empfaengers hoeher zu treiben, als das externe Rauschen ist. In der Betriebsart Phonie geht man davon aus, dass das zu empfangene Signal +3dB ueber dem Rauschen sein soll, um die Verstaebdlichkeit zu gewaehrleisten. Beim Spectrogram-Betrieb kann man ggf. noch 1 bis 2 dB unterscheiden. Im Hinblick auf IM und Uebersteuerung des Eingangs ist es allemal besser, die Grenzempfindlichkeit nicht zu hoch zu entwickeln. In ruhigen Empfangsgebieten oder beim Einsatz von extrem schmalen Quarzfiltern sind sicherlich Empfangsleistungen bis -125 dBm zu beobachten. Daher ist es zweckmaessig, die sichtbare Grenzempfindlichkeit ueber dem Eigenrauschen zu halten und andererseits eine sichtbar stark gestoerte Empfangssituation durch Vorschalten eines variablen Daempfungsgliedes zu verbessern. Was ein abgeaendertes Konzept ohne selektiven Vorverstaerker, aber mit erhoehter ZF-Verstaerkung, leistet, zeigt das folgende Bild:

rxovv1.gif


Man erkennt, dass ein Signal von -120 dBm auf dem Hintergrund des externen Rauschens kaum noch zu unterscheiden ist. Erst groessere Empfangsleistungen werden bemerkt. Offenbar wird bei diesem Breitbandkonzept etwas mehr Rauschleistung an den Eingang gebracht, als im Bild auf der Seite 36 zu sehen ist, weil dort das selektive Vorfilter mit erhoehter Gesamtverstaerkung bei einer bestimmten Einstellung das Signal von -120 dBm gerade noch erkennbar macht. Durch das Fehlen des selektiven Vorverstaerkers ist das Bild aber insgesamt ruhiger, da kaum noch stoerende Mischprodukte entstehen. Die Beobachtung wird etwas erleichtert, besonders dann, wenn wie im anderen Fall wichtige Teile eines Zeichens durch Ueberschreiben mit Stoerspitzen nicht eindeutig sind(Strich oder Punkt?). Das Durchschlagen des DCF39/DCF49 fuehrt jetzt nur zu sehr schmalen senkrechten Strichen, die einen kurzen Slow-CW-Punkt nicht wesentlich ueberdecken werden. Die 90-dB-Aufloesung des Spectrogram zeigt hier ihre Vorteile im Vergleich zur 30 dB-Aufloesung, wie man im naechsten Bild der folgenden Seite sehen kann.

                                                                                                                                                                                  

http://home.t-online.de/home/Bernd.Grupe/homepage.htm