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Mallorca 2002

Genau 1 Jahr und 3 Tage nachdem der Flieger wieder auf heimischem Boden aufgesetzt hatte, fanden sich die vier letzten Mohikaner abermals auf dem Weg zum Ballermann wieder.

In freudiger Erwartung z�hlte man die Stunden ehe Anni, Bert, Max und Niere ihren verloren geglaubten Exil-Spanier Lennart wieder in die Arme schlie�en konnten. Selbiger weilte nicht fern der Partymetropole hinter einem Schreibtisch der Deutschen Bank und leckte sich ebenso schon alle 10 Finger im Hinblick auf die kraftraubende n�chste Woche.

 

Obwohl wir des�fteren schmerzhaft daran erinnert wurden, dass wir uns lediglich auf einem Zweistundenflug befanden (merke: Zweistundenflug = ein Bier), lie�en es die f�nf Mann-Hampelmann noch am gleichen Abend im neugestalteten Bierk�nig krachen. Freundliche Unterst�tzung erhielt man durch Lennis Mitbewohner Ralf sowie die ebenfalls in El Arenal vegetierenden J�rdis, Annika und Ulrike.

Nicht zum letzten Mal bekam man an jenem Abend die besucherfreundlichen Mischungen aus Vodka und O-Saft zu sp�ren, bei denen dem nicht-alkoholischen Part lediglich die Gestalt eines farbgebenden Fingerhutes zugute kam.

 

Alsbald zappelte man wieder un�sthetisch auf den Tischen herum. Anzumerken bleibt dass Babs und Bert ein Streich vom Gleichgewicht gespielt wurde, beide in hohem Bogen vom Tisch flogen und unser zartes Gesch�pf Babs den dicken Hintern von Bert ungesch�tzt zu sp�ren bekam. Vielleicht w�re es umgekehrt gesundheitsf�rderlicher gewesen!

 

Niere hatte derweil nichts dazu gelernt und schlummerte friedlich auf ihrem Hocker. Wildfremde Pauschaltouristen konnten es zwischenzeitlich nicht lassen unserem Heimchen Zigaretten ins Ohr zu stecken oder Bierdeckel auf den Kopf zu legen. Ein gerngesehener Beitrag f�r die Homepage betrunkene-dekorieren.de.

 

Dass die n�chsten Abende �hnlich brisant verliefen, scheint nicht verwunderlich.

Big J�rgen lieferte uns einen Abend im Megapark ein stimmungsfrohes �Finale, Finale, Hurra, die Welt hat�s gesehen, wir sind wieder da.�.

Ein Feuerwerk wurde ebenso gez�ndet durch Mickie Krause und Guildo Horn im Riu Pallace.

Kurioserweise war DJ Sammy abend f�r abend gerade frisch von der Love Parade zur�ckgekehrt. Gemeinsam mit Tanzmaus Luder-Loona und DJ Cyrus (von Beam vs. Cyrus) gab er sich bei pumpenden B�ssen im Joy Pallace ein Stelldichein.

 

Den Vogel abgeschossen aber hatte Koksnase Onkel J�rgen Drews. Seit seinem zugedr�hnten Auftritt im Oberbayern, bei dem er mit seiner Kr�chzstimme unsere Nackenhaare zu Berge steigen lie�, waren wir einstimmig der Meinung, dass dieser Mensch ganz raus ist.

 

Die schlechte Perfomance wurde durch Drohungen seinerseits wettgemacht, er w�rde die B�hne sofort verlassen:

�Setz dich hin..., so kann ich nicht arbeiten..., ich brech hier ab, ...jetzt setzt euch hin..., es reicht: ich sing jetzt nur noch drei Liter..., ���hh Lieder, dann brech ich ab...., ich bin der K�nig der Dealer, Schuuuuhmania und Wieder alles ganz raus....(danke Bert!!!), n�chstes Jahr wird dieser scheiss Laden hier umgebaut, aber solange setzt ihr euch gef�lligst hin, ist das klar, sonst brech ich hier ab...., ....gleich gehe ich r�ber zur Theke, gehe `n Bier trinken und gebe Autogramme auf alle K�rperteile, ihr wollt doch schlie�lich Titten sehn...., danach muss ich hier leider abbrechen, Ramona wartet, die sch�lt sich 500 Meter weiter mit ihrem Alabasterk�rper nackt im Bett...., au�erdem wird meine Tochter bald acht Jahre und kriegt ihre Lippen aufgespritzt wie Ramona....�

Selten hatte man Niere so sehr um ihren Schlaf beneidet wie an jenem Abend.

 

Weitere Anekd�tchen in der Kurzfassung:

1.)   Anni schmeisst ihr Handy morgens um sechs gerne mal in den Fahrstuhlschacht um sich der Aufmerksamkeit des Fachmanns sicher zu sein, der extra f�r die r�stige Tante den Fahrstuhl auseinander baut.

 

2.)   Ralf ist jetzt �ber die grenzen Mallorcas hinaus als Krugdieb aus dem Bierk�nig bekannt. Dass man mit drei Promille jedoch nicht mehr so gut weglaufen kann, bekam er schnell zu sp�ren als wildgewordene Aufpasser ihn mit einer Blutgr�tsche zu Boden zwangen. Fausthiebe und Sch�rfwunden folgten.

 

3.)   Bueno Caballeros, das Abendessen war derma�en eine Frechheit, dass man das sogar durch die fr�hliche Bauarbeiter-Kleinfamilie best�tigt bekam. Ihr in akribischer Kleinstarbeit ausgearbeiteter Synchrontext geh�rt zu den diesj�hrigen Klassikern: �Mein Essen k�nnt ihr haben.� �...Meins auch.� �...und meins schon lange.� Bert und Niere lehnten jedoch dankend ab und zogen alsbald eine gepflegte Scheibe Brot als Hauptnahrungsmittel (neben dem Alkohol) vor.

 

4.)   Wenigstens waren die Zimmer absolut drin: Klimaanlage, Fernseher, K�che, Herd, K�hlschrank etc. Lenni und Ralf nutzten unsere Bude sogar um dem hauseigenen Fra� des Puta-Pallace zu entkommen und zauberten bisweilen eine schmackhafte Pasta auf den Tisch.

 

5.)   Dass Max eine Pfeife ist, wussten wir ja schon lange. Dass er das aber w�rtlich nehmen  musste, war gelinde gesagt geschmacklos. Seine Interpretation von �Moonlight Shadows� steht mittlerweile auf dem Index. Amnesty International ermittelt.

 

6.)   M�nner werden fl�gge: Bert vergn�gt sich mit breitem Honigkuchenpferdgrinsen  mit einer Madrid-Bekanntschaft von Babs und l�sst daf�r sogar das �15 Euro saufen bis der Arzt kommt� ein wenig ruhen. F�r Niere bricht das Weltbild zusammen und sie beschlie�t nicht als alte Jungfer enden zu wollen. Sein noch am selben Abend gestarteter Eroberungsfeldzug der holden Weiblichkeit endet jedoch in einem Zwiegespr�ch mit dem Lebensgef�hrten seiner Angebeteten..., weil Niere NICHTS kann!

 

7.)   Niere geht neuerdings zur Geisterstunde gerne mal auf Hundejagd. Diverse K�ter werden �ber die halbe Promenade gejagt, in der Hoffnung dass diese im Anschluss einen Ehrenplatz auf dem Grill bekommen.

 

8.)   Gut zu wissen, dass man den nachmitt�glichen Hunger durch die Pizza- und Burgerparties im Bierk�nig stillen konnte. Geschickt entzog man sich der eigentlichen Getr�nke-Verzehrpflicht, einem nackten Mann kann man schlie�lich nicht in die Taschen fassen. Ein einziges St�ck Pizza pro Nasenb�r scheint zwar recht wenig, aber wozu gibt�s zwei verschiedene Eing�nge an denen man sein Gl�ck versuchen kann.

 

Alles in allem abermals eine herrliche Woche. Vielleicht eine Lehre f�r diejenigen, die in Hannover geblieben sind: Auch Retro-Reisen haben ihren Reiz!

 

Zum Schluss gehen noch Gr��e raus an die Menschen, die uns die Stunden am Strand ein wenig vers��t haben, als da w�ren:

Bruce Twarze, Phil Tert�te, Sean Stein, Andi Wand, Cindy Kerzenan, Walter Beiter, Ben Ehmen, Perry Ode, Malte Pil-Choice, Bred R. Zaun, Marga Sucht, Wanda Lismus, Christian St�nder und Achim Merdasgleiche.

 

Beenden m�chte ich mit unserem Lieblingszitat von �Onkel J�rgen�:

Genannter antwortete auf das Gegr�hle �J�rgen Drews ist Homosexuell � schwul� ganz keck:

�Ich hab echt nichts gegen Schwule, aber wenn mich einer anfasst, den erschlage ich.�

Danke und Prost-Mahlzeit !!!

 

 


 

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