Bremen 2002 - Annis Geburtstag

 

Am 26. April lud anni in ihre neue Bremer Studentenbude um gemeinsam mit den Männern abermals ihren 88sten Geburtstag zu begiessen.Dass die GEZ der tante just an ihrem Ehrentag einen persönlichen Besuch wegen fehlender Gebühren abstattete, ließ die Partylaune des Geburtstagskindes nur kurz erstarren. Auch die Absagen dreier fest eingeplanter Stammgäste ließen anni nur kurz schmunzeln.


 

Atze musste seiner frisch angelachten Perle aus Madrid eine Audienz gewähren; Rob hatte sich tags zuvor schon alkoholtechnisch übernommen und war fortan nicht mehr willig. Bleibt noch unser DSL-Ali. Ob seine Absage tatsächlich mit einem weiblichen Geschöpf zu tun hatte, bleibt nur ein Gerücht; bis heute konnte der Beweis dafür noch nicht erbracht werden. Experten vermuten, dass Faul-Ladd‘s Arsch abermals nicht den Weg vom Rechner weg fand.

 

 

Der Rest kam dann aber doch noch zufrieden im Blockdieker Ghetto an. Ehe der Grill angeschmissen wurde, um sich eine Fleisch- und Bratwurstentzündung abzuholen, machten diverse Gäste die Bekanntschaft mit annis sympathischer
multi-kultureller Nachbarschaft.

 

Bert jagte ein paar ausländische Mitbürger unfreiwillig mit der unwirschen Nachfrage nach einem „SUU-PEER-MAARKT“ in die Flucht; Dave dagegen wurde im Treppenhaus gleich dumm angequatscht wegen seines Leinefront-Pullis. Ein Match am angrenzenden Spielplatz scheiterte wohl nur an Daves schlimmen Vergangenheitserlebnissen mit den sympathischen Gaspistolen der 12-jährigen Russen aus Zürich.

Egal, der Abend schritt nach und nach weiter fort, eine Kiste Becks nach der anderen wurde geleert und zu später Stunde wurden auch noch die geschenkten Schnapsgläser eingeweiht und der Whiskey auf eine etwas unkonventionelle Methode vernichtet.

 

 

Überraschenderweise wurde nichts mehr aus der Spaßboxerei die uns Sperma und Niere schon des Öfteren in der Vergangenheit präsentiert hatten; einige Besucher hatten ihre Logenplätze auf dem Balkon vergeblich reservieren lassen.

Dafür bot Sperma eine andere 1A-Vorstellung auf dem selbigen, in dem er den im Magen gefangenen Alkohol auf ästhetische Weise über die Brüstung spuckte.

 

Dass der übermäßige Konsum von Kai Tracids DVD „Path of the Destiny“ (oder so ähnlich ?!?) daran schuld gewesen sein soll, ließ sich nicht bestätigen; wohl aber dass spätestens bei „Herrn Seilää“ und dem kleinen „Abbuzze“ die Kräfte bei einigen Gästen schwand und sie friedlich ins Land der Träume schlummerten.

 

 

Nachdem Dave, Niere und Saskia zu nachtschlafender Stunde die Heimreise antraten, lümmelten sich Sperma, Max, Schweiger, Bert und anni nach einem Gute-Nacht-Bier alsbald in den Schlaf.

Nach einem üppigen Frühstück am nächsten Morgen, bei dem Bert mit annähernd 20 Tassen Tee und 8 Brötchen den Rekord einheimste, wurden schnell die ersten Dosen vernichtet, um eine angemessene Stimmung für die Reise ins Weserstadion zu schaffen, wo der SV Werder am vorletzten Spieltag die Kiezkicker aus Pauli erwartete.

 

Nach einem großartigen Platzregen, bei dem Sperma sich nichts sehnlicher als ein Jacke gewünscht hätte, begab man sich pünktlich zum eintretenden Sonnenschein in die überdachte Osttribüne; echtes Timing eben!

 

 

Bei der unglaublich schlechten Stimmungslage der unterkühlten Fischköpfe, mussten wir schnell noch ein paar Bierchen vernichten, um es in der Kurve aushalten zu können.

Respekt verdient hatten lediglich die Pauli-Zecken, welche nach schneller 2:0-Führung dem entgeisterten Bremer Publikum zumindest kurzfristig ordentlich einheizte. Das bremische Kuriosenkabinett hatte dagegen wohl eher eine Schlaftablettenkur hinter sich; sogar nach dem der SV Werder das Spiel in der zweiten Halbzeit noch drehte , konnte man im Stadion eine Stecknadel fallen hören. Lediglich in der Pause tauten die Tribünen ein wenig auf, als die mittlerweile ergraute Elf des Europapokalsieges von 1992 begrüßt wurde.

Es wird sicherlich Zeit, dass die Roten in dieser Saison in Bremen einmarschieren, um den Langweilern aus der Hansestadt mal zu zeigen, was stimmungstechnisch in der Landeshauptstadt Niedersachsens los ist.




 

 





 








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