JAPAN - Das Land der aufgehenden Sonne

-Ist ein Inselstaast.

-Gr��e:
372313 km�

-Einwohnerzahl:
121,8 Mio.

-Haupstadt:
Tokio (Tokyo)

-Sprache:
Japanisch und Englisch

-Religion:
Shintoisten, Buddhisten, christliche Minderheit

-W�hrung:
Yen (�)

-Mitglied:
Colombo-Plan, OECD, UNO

-Staatsform:
palarment.-demokrat. Monarchie

-Naturraum:
umfa�t den durch das jap. Meer vom asiat. Festland abgetrennten rd. 5000 km langen Inselbogen aus Hokkaido, Hondo, Kiuschu, Schikoku, Okinawa und zahlreichen kleineren Inseln;
reich gekammertes Gebirgsland (Fudschijama 3776 m, auf Hondo) mit breiten K�stenebenen;
vulkanreich, h�ufig Erdbeben;
ca. 60% desLandes sind bewaldet; Mosuneinflu�; an der SO-K�ste h�ufig Taifune

-Bev�lkerung:


�berwiegend Japaner, meist in den St�dten lebend; Ainu

-Wirtschaft:
Anbau von Reis (Hauptnahrungsmittel), ferner Getreide, Kartoffeln, Tee und Obst; Viehzucht; Kohleberg-; Stahl-, Kraftfahrzeug-, Textil- und Porzellanbau, chem., Spielwarenindustrie, Herstellung von feinmechanichen, optischen und elektronischen Ger�ten, Schiffsbau; Seefischerei und Perlmuschelnzucht.

-Geschichte:


In vorchristlicher Zeit Einwanderung durch mongolische und malaiischer V�lker, die in Jahunderte w�hrende K�mpfe gegen die Urbev�lkerung (Ainu), das ganze Land eroberten. Errichtung zahlreicher Partikularstaaten. Ab dem 4. Jh. n. Chr. Starker Einflu� der chinesischen Kultur (u.a. �bernahme der chinesischen Schriftzeichen und der Religion). Das patriachal. Staatsgef�ge wurde durch die Taikwa-Reform (649 - 49) zentarlisiert. Die tats�liche Macht blieb indessen nicht bei Zentralherrscher (Nara-Periode 710 - 84), sondern ging w�hrend der der Heian-Periode (784 - 1192) an den Hofadel (Kuge) �ber und mit Beginn der Kamakura-Periode (1192 - 1333) an die Ritter- oder Kriegerkaste (Buke), die durch Shogune (Feldherrn) herrschte. Die ersten Europ�er kamen w�hrend der Aschikaga-Periode (1338 - 1573) ins Land, das in der folgenden Tokugawa-Periode (1603 - 1867) au�er Holl�ndern und Chinesen, denen der Hafen Nagasaki offen blieb, allen Fremden gesperrt wurde. Erst 1853 erzwang ein amerikan. Geschwader die �ffnung der H�fen und einen Vertrag (1854). 1868 �bergab der letzte Shogun die Regierungsgewalt an Kaiser Mutsushito (Meidisch-Periode, 1868 - 1912), der seine Residenz in Tokio nahm. In rd. 30 Jahren machte sich nun Japan die technischen und wissenschaftlichen errungenschaften des Abendlandes zu eigen und gab sich 1889 die erste Verfassung, baute vor allem aus seine Milit�rmacht aus. 1894/95 Chin. - Jap. Krieg, Friede con Shimonoseki (Gewinn Formosas und der Pescadores). 1904/05 Russ. - Jap- Krieg. Friede von Portsmouth (Japan gewann Port Arthur und die S�dh�lfte von Sachalin). 1910 Annexion Koreas.
Im 1. WK des dt. Pachtgebietes von Kiautschou und der meisten dt. S�dseeinseln. 1931 Angriff auf die Garnision von Shanghai, 1935 Austritt aus dem V�lkerbund. 1937 Beginn des Chin. - Jap. Krieges. 1940 Abschlu� des Dreim�chtepaktes mit Deutschland und Italien f�r eine gewaltsame ostasiat. Gro�raumpolitik. Im 2. WK 1941 �berfall auf den amerikan. St�tzpunkt Pearl Harbor; Kriegserkl�rung der USA, Gro�brit.s und Chinas. Bedingte Anfangserfolge und Landgewinne f�r Japan, dann ernstlich R�ckschl�ge. Abwurf der ersten Atombombe auf Hiroshima 6.8.1945, der 2. auf Nagasaki 9.8.1945.; Kriegserkl�rung der UdSSR; jap. Kapitulation. 1946 erste demokrat. Wahlen; Verk�ndigung der neuen Verfassungdurch den Kaiser. Amerikan. - engl. Truppen in Japan bis zum Abschlu� des Friedensvertrages von San Francisco (1951), der von den USA, Englandund 46 weiteren Staaten (ohne UdSSR und China) unterzeichnet wurde. 1956 Abkommen zwischen Japan und der UdSSR ber die Beendigung des Kriegszustandes. 1960 Sicherheitsabkommen mit den USA (u.a. Einr�umung von amerikan. Luftwaffen- und Flottenst�tzpunkten auf jap. Boden) 1972 R�ckgabe von Okinawa, das jedoch weiterhin Milit�rbasis der USA bleibt.
Japan z�hlt zu den f�hrenden Industriel�ndern der westlichen Welt. Staats oberhaupt seit 1989 Kaiser Akihito, Reg.chef seit 1994 ist T. Murayama.

-japanische Kunst:
Schon zu Beginn unserer Zeitrechnung virtuose Beherrschung der Schmiedekunst und des Bronzegu�es. Mit der Ausbreitung des Buddhismus (6.Jh.) bed. Entwicklung aller Kunstgattungen unter starkem chin. Einflu�.
Architektur: Der Tempelbau entwickelte sich aus der anf�ngl. Primitiv-ploynesiche Bauweise (Schrein von Isumo) unter dem einflu� de Zen-uddhismus (ab 12 Jh.) zu charakteris. Jap. Bauformen. Traditioneller Wohnbau: Holzbauten mit Schiebew�nden aus Papier. Bau- und Gartengestaltung, die zusammen eine Einheit bilden, entsprechen dem religi�sen Grundgef�hl des Zen-Buddhismus.


Malerei: Entfaltung erst mit Einf�hrung des Buddhismus; l�ste sich schon bald darauf (8. - 12. Jh.) vom chinesischem Einflu�. Zun�chst Fudschiwarastil als spezifisch japanische Ausdrucksform. Entwicklung des eigentlichen japanischen Rollbildes erst nach dem 12. Jh. ( Andachtsbilder in Deckfarben, u.a. von Kakemono); Grafiken als Vorstufe der Profanmalerei (Jamato-E); Tuschmalerei (chinesischer Ursprungs); Farbholzschnitt (18. / 19. Jh.): Meister des Ukio-E (Genreszenen) waren u.a. Susuki Harunobu und Kitagawa Utamaro. Schauspielerbildnisse schufen u.a. Toschusai Scharaku und Tojokuni. Katsuschika Hokusai und Ando Hiroschige gestalteten Landschaft und (humoristische) Alltagsszenen. Schattenlose Helligkeit und ausschnitthafte Kompositionen wirkten auf die neuere europ�ische Kunst, besonders in Frankreich auf die Gruppe der Nabis. Zu den Werken der buddhistischen Plastik geh�ren Holzskulpturen und vergoldetet Bronzeg�sse. Zu dieser Zeit entstand die Buddhagro�plastik des Tori Busschi im Horjudschitempel in Nara (623 vollendet).
Keramik: �bernahme der Porzellanherstellung um 17. Jh. Von den Chinesen; im Zusammenhangmit dem Teegenu� erlangte vor allem die Herstellung von Porzellanschalen k�nstlerische Bed.; seit dem 8. Jh. Lackkunst (chin. Ursprung), haupts�chlich am Goldgrund.

-japanische Schrift:
eine Silbenschrift (Kana) mit 2 Formen (Katakana und Hiragana); entwickelte sich aus der zu Beginn des 5. Jh.s n.Chr. �bernommen chin. Schrift, die �ber Korea nach Japan gekommen sein d�rfen.

-japanisches Meer:
Randmeer des Pazifiks, zwischen dem asiatischen Festland und Japan, bis 4225 m tief.

-japanische Sprache:
ein eigener Sprachstamm, zeigt keine Verwandschaft mit dem Cinesischen. Dennoch wurde es von diesem durch die Schrift stark beeinflu�t. Da mit den einzelnen Ideogrammen auch deren Lautwerte �bernommen und im Laufe der Zeit abgewandelt wurden, entstanden viele chin.-jap. Neben den rein jap. W�rtern. Umgangs- und Schriftsprache sind voneinander stark verschieden.

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