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Auf dieser Seite werde ich Gedichte und Balladen posten, die ich irgendwann einmal im Internet gefunden habe und die mich auf ihre Weise beeindrucken. Unter jedem "Shriftst�ck" befindet sich eine Klammer, in dem der Autor steht, so dass sich hier keiner hintergangen f�hlt. Bei einigen bin ich mir jedoch nicht sicher, wer die Ballade nun verfasst hat. Sollte es jemandem trotzdem nicht passen, dass ich hier sein Geschriebenes ver�ffentliche, schreibt mir einfach eine Email und ich werde es wieder von der Page nehmen :)! Viel Spa� noch beim Lesen. |
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Ali Baba
Kennst du Ali Baba? Er hatte eine R�uberh�hle. Meine Seele ist diese H�hle. - Sesam, �ffne Dich - Du wirst Sch�tze finden. Goldene Kelche bergen meine Kindheit. In Perlen schimmert das Gl�ck meines Lebens. Die Liebe pulsiert warm in roten Rubinen. Bernsteinfarbenes Lachen, von Silberf�den durchsetzt.
T�cher siehst Du? Ja, da sind T�cher. Meine Tr�ume haben sie gewebt. Darunter verborgen? Truhen sind es. Schwere Truhen. Aus schwarzem Ebenholz. Sch�tze? fragst Du. Hab acht! Sie haben Schl�sser aus Stahl. Niemand darf sie �ffnen.
Diamanten sind darin. Das sind meine Tr�nen. Ruhend in einem Meer von schwarzen Federn. Das ist mein Schmerz.
Hauche Deinen Atem nicht unter die T�cher, die sie verh�llen. Du f�ndest die Schl�ssel sonst - Gedanken, die schlafen.
Und �ffnetest die Truhen Du und hebtest die Deckel auch nur sacht,
Wogen schwarzer Federn und diamantene Lava
w�rden ausgespien, sich durch die H�hle w�lzend alles unter sich begraben.
Ali Baba kehrte zur�ck und ich m��te Dich t�ten.
(Zauberfee)
Morgend�mmerung
Traurige Seele! Gestern hast du noch gelacht heute rinnen dir die Tr�nen �ber die Wangen und fallen tief in die Abgr�nde des zwielichtigen Schwarz der Kreisel der Gedanken rotiert in den Wogen der Gef�hle ein eisiger Hauch von Leere umspielt dein Genick der Schrei aus den Tiefen des Gewissens ist das Letzte was deine Seele des Schattens dem Licht zusendet sieh die schwarze Sonne geht auf.
(Yalanna)
Das Ende des Winters
Er war kalt geworden, als der Fr�hling anfing und sie erfror beinahe, als sein Sommer kam. Sie war ihm beigestanden, diesen schweren Winter lang; hatte ihn mit Z�rtlichkeit und Liebe �berh�uft. Dann erholte er sich von seinen Schw�chen, wurde selbstgef�llig; keine Geste des Danks. �berfl�ssig f�hlte sie sich, emotional ausgebrannt, hatte alles gegeben, nur um ihn zu w�rmen. Und jetzt endlich gehandelt - nun liegt er so kalt auf der Wohnzimmercouch; mit dem Messer im Bauch.
( *** )
Nach morgen
In den Mauern singt eine Greisin von fernen S�mpfen, aus deren Nebeln eines nicht endenden Morgens einsam das Summen des Knaben t�nt - dessen Leichnam abgelegt wurde, an der M�ndung des Flusses
( *** )
Ich bin das Gestern, das Heute und das Morgen
Und ich habe die Macht, auch ein zweites Mal geboren zu werden. Ich bin die g�ttliche, verborgene Seele, Die die G�tter schuf und die Bewohner der Tiefe, Des Ortes der Toten und des Himmels versorgt. Huldige dem Herrn des Schreines, der im Zentrum der Erde steht. Er bin ich, und ich bin er.
(Aus dem �gyptischen Buch der Toten, E. Kappeller)
Im Tal der ungeweinten Tr�nen
Weit hinter�m Horizont der Zeiten Die Seelen sich zur Ruhe legen Um durch die Ewigkeit zu gleiten Das Meer der Stille schreit vor Schmerzen Nach ihrer Zukunft nicht mehr fragend Verbluten seelenlose Herzen Laut dr�hnend den Verlust beklagend Und die Finsternis besteigt den Thron Um �ber�s Niemandsland zu herrschen Sie rei�t an sich den verdienten Lohn Die Trauernden zu unterwerfen.
( *** )
Ich bin...
...die Ausgeburt der H�lle Und auch ein St�ckchen Himmel Ich bin mein eigener Gesselle Storm�scher Reiter ohne Schimmel Ich bin mein Tod und auch mein Leben Ich halt� mein Schicksal in den H�nden Ich kann mir selber Hoffnung geben Und meinen Blick selbst �berblenden Ich bin das Letzte, das ich sehe Wenn Tag und Nacht einander schneiden Wenn fragend ich am Abgrund stehe Und �ber Fall und Flug entscheide.
( *** )
Kalt wie Schnee
So kalt wie Schnee m�cht� ich darnieder liegen, hingestreckt und ausgebrannt. Was will die Welt mir bieten an Lug und Trug den ich noch nicht gekannt ? Von d�stren W�nschen, Tr�umen gleich, die sehnend ich erwarte der gr��te w�r zu sterben durch Deine Hand, die Zarte. Oh, letztes Licht verl�sch� alsbald und nimm den Lebensfluch von mir. In Melancholie steh ich erwartend, sinnenfroh vor der verschlossnen T�r. Noch hebt�s die Brust, noch atmen Lungenfl�gel ein; sie rauben mir Erl�sung. Verdammtes Herz, es schl�gt, da� Blut pulsiert in lustloser Erregung. Im Trab verfliegt die Zeit, die meine ist, doch nie die meine war. Gl�ckstr�nen in den Augen, verkl�rt erwachend, als Dein Gift ich sah. Dem Gram, dem Ha�, der Farce, dem Antlitz dieser endzeitlosen Welt entflieh�n; Euer Gewissen ist nicht rein, doch mein�s: Ich hab Euch nicht verzieh�n.
(Stefan T. Pinternagel) |
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