Und wenn sie erst gestorben sind...
Wieviele sind noch
übrig?
Sagt, wieviele sind
geblieben?
Von dem ewig
dämlich blökenden,
Getier,
der Schmähung würdig?
Von
den Maden, die den Stumpfsinn lieben,
Den Asseln, Lebensschäbigen?
Keines! Denn zuletzt
gelacht
Haben wir alle
umgebracht!
Wo sind die, die am
meisten meckern
Weil sie
das Denken nicht verkraften?
Sich selbst wollen sie übertönen!
Die, die säuisch sabbernd viehisch
kleckern
Und unsren Glanz
mit Kot behaften?
Laßt
laut uns ihren Staat verhöhnen!
Lieb kurzlebig und unerkannt
Ist auch der letzte heut`
verbrannt!
Zwar waren sie die
Vielen,
Doch sie wußten
voneinander nicht.
So ist
ihr Reich vergangen!
Erstatte Gott Bericht!
Daß seiner Schöpfung Krone,
Allein auf unsrem Kopfe
ruht
Und daß er daran
Gutes tut:
Ob mit uns oder
ohne uns!
Opus Suspiriorum
Heute sah ich sie weinen, und verzweifelt drangen ihre
Seufzer
vor die Ohren des Flusses...ein Meer aus
Tränen.
Es gibt ihn nicht mehr, sie hat ihn verloren; und die
Tragik bringt ihr Herz zum Staunen. Die Hände wringend, für immer
weinend:
Sie hört keinen reden, außer den Schmerz ihres Herzens.
Vom
eigenen Ausweg betört und gefangen,die Fluten der Liebe unter
sich
ausgegossen, entlieht sie den Idealen des Lebens.
Die Dämmerung ihr
Herz zerreißt, denn es ist die Farbe seiner Haut
die sie erblickt...und
das Silber des Mondes, den Schatten der Bäume:
Sein
Wesen ward erkannt!
Für immer gebrochen
und voller Gram, konserviert im eigenen Gedanken,
doch
sie will nicht.
Vor dem Ende nie
zurückschauend, begibt sie sich auf die Reise,
und es
ist ein langer Weg...zurück.
Das Licht umgreift
sie warm, der Glanz badet sie in der Liebe.
Und am
Ende?
Wird er dort sein?
Wird
sie ihn wiederseh`n?
Nein!
Wird er es nicht
sein, der sie empfängt?
Ihre Augen nehmen
Kontakt auf mit den Blicken der Vergangenheit.
Ein
Lächeln nur: " Ich bin daheim ", und sie ist zuhause.
Doch
er verblaßt.
Sie ist tot.
Gestorben im
Kummer.
Mater Suspiriorum.
Für immer
Für Deine Augen...für Deinen Blick!
Für
Deine Hoffnung...für Deinen Glauben!
Für Deine
Wärme...für Deinen Geruch!
Für Deine Lippen...für Deinen
Kuß!
Für Deine
Liebe...
Für immer und immer und immer und
immer!
Ich sag` die Welt ist eine Scheibe,
Und
ich sag` sie dreht sich doch!
Sie dreht sich
vorwärts, rückwärts, seitwärts,
Immer so wie ich es
will!
Und wenn mich Gott nochmal zum Narren
hält,
Wird er an mir
verzweifeln!
Mit dem Rücken an der
Wand,
Hebt mir den Spiegel vors
Gesicht!
Ich trotz` dem Himmel und der
Hölle,
Trotze Sonne, Mond und
Sternen,
Trotze Allem, Nichts und
Jedem,
Trotze dem Wind, seinen
Gesetzen!
Denn nur wer kämpft mit unverlernter
Zärtlichkeit,
der kann verlieren,
Doch
wer nicht kämpft hat schon verloren,
Und für den Kampf
bin ich geboren!
Mit Dir in die Unendlichkeit,
An das
Ende aller Zeiten:
Bedingungsloser
Glaube wies den Weg Dich zu begleiten!
Denn Gallilei hatte
Recht,
Als er mir ständig sagte:
" Die
Welt, sie dreht sich immer noch,
Und sie, sie liebt
Dich doch!"
Für Dein Schweigen...für Dein Lächeln...
Für Deinen
Herzschlag...für Deine Angst!
Für Dein Seufzen...für Deinen Schmerz!
Für
Deine Haut...für Deine Träume!
Für Deine Liebe...
Für Immer und immer und
immer und immer!
Ich sag die Welt........
Entflamme mich mit
Herrlichkeit,
Das Leben, es ist unser!
Wir
frieren nicht in Dunkelheit,
Das Licht, es hat
mich wieder!
Wenn Du an meiner Seite
bist,
Dann ekelt sich der Tod!
Die
Welt ist schlecht, doch dreht sie sich,
Und Du, Du liebst
mich sicherlich!
Ode an
Epiphanie
Mein Grab bleibt wieder leer!
Versuch` es,
töte mich heut` Nacht!
Nähe meinen Mund mir zu
Mit rostendem
Stacheldraht!
Die Dornen lasten schwer,
Auf meinem Haupte, das trotzdem
lacht!
Sterben wirst Du!
Ich war`s der Judas darum bat!
Spreche mir die Zunge heraus,
Kratze mir die
Augen aus,
Taumele mich zum Abgrund hin,
Schinde meinen Leib!
Fresse
mir das Herz heraus,
Koche mich in Essig aus;
Fast ist es vollbracht heut`
Nacht,
Schlag die Nägel tiefer!
Je mehr ihr auch mein Leben lebt,
Desto
leichter sollt ihr sterben!
Je mehr ihr euch dem Zorne weiht,
Desto mehr
werdet ihr weinen!
Je leiser ihr das Schleichen lernt,
Desto leichter
könnt ihr morden!
Je mehr ihr euch verstümmelt,
Desto mehr werdet ihr
fühlen!
Je mehr ihr von euch preisgebt,
Desto mehr könnt ihr
verlieren!
Je mehr ihr von mir fressen wollt,
Desto leichter werdet
ihr krepieren!
Trinket mein Blut! Freßt meinen
Leib!
Geht meinen Weg! Glaubt meine Wahrheit!
Lebt mein Leben!
Schmetterling, so komm` herein, ich will
dass Du mich tötest,
Und meine Lippen, mein Gebein mit Liebeskummer
rötest!
Ich hab` den Regen lieb gewonnen, mit Lippen, Armen, Händen:
So
saug` mich aus, so atme mich, in Dir will ich verenden!
Schmetterling, so komm` herein, und flieg`
mich in die Wonne,
Laß` mich fliegen, denn hinter den Wolken droht die
Sonne.
Ich hab` den Regen lieb gewonnen, mit Lippen, Armen, Händen,
Da
Geschichten von der Liebe generell nur sehr schlecht enden.
Dies ist kein
Traum
Gregor, Gregor, schlaf schnell auf!
Lauf,
hetz`, bespuck`, zerschneide sie!
Die Welt, sie hat den Tod verdient,
Sie
west zur Hölle, trau` darauf !
Denn blutend röhrt geschlitztes Vieh,
Wenn
man tut, was als Mensch sich ziemt:
Oh Samsa, Samsa, hab` die Kraft,
Die
Gutes will, doch Böses schafft!
Schäflein, Schäflein, an der Wand,
Mit
Zappelkäferzier und Gier,
Beißen wir euch die Gurgel durch,
Sieh`
Wölfelein, ach, dies ist dein Land!
So töte! Töte alle hier!
Erhaben lab`
Dich, leck die Furcht!
Zerstoße ihr Primatenreich,
Als Unmensch und als
Gott zugleich!
Dies ist kein Traum, das Leben
lehrt
Ein Spiel in dem Du sehr schnell lernst
Die erste Regel ist und
bleibt:
Dies ist kein Spiel, dies ist todernst!
Ist Weltmacht so
begehrenswert,
Daß sie Abschaum zum spotten treibt?
Laßt stolz uns über
Leichen schreiten
Und aus Herzen warm ein Fest bereiten!
Der Wille gibt
das Endziel an:
Wer war`s der lallte: Dies ist Schaum?
Preist aller
Leben Niedergang:
Macht hoch die Tür für Samsas Traum!
Verstecke mich, Du feiges Kind,
Du
solltest Deine Lüge seh`n!
Betrüge mich, Du weißt mit wem,
Noch einmal
gib` Dich hin, geschwind!
Belüge mich, und schau` mich an,
Zeig` mir was
falsche Reinheit heißt!
Verrecke mich, was Du nicht weißt:
Zum Schluß, da
hab` ich`s doch getan!
Am Ende bleiben Ich und Ich,
Und ich, ich bin
das Maß der Welt,
Weil außer mir nur Gott noch zählt
Und Gott schweigt
sicherlich!
Gregor, Gregor, schone keinen Menschen
mehr,
Es bringt doch nichts!
Wenn alle vor Dir gleich schlecht
reden:
Lohnt es sich da Blut zu weinen?
Noch flackert leicht der Hoffnung
Licht,
Nur: Wer wird heute wem vergeben?
Oh Samsa, Samsa, hab` die
Kraft,
Die Glück nur will, doch Leichen schafft!
König, König,
ungehalten,
Strecke jeden Kniefall nieder!
Heut` Nacht soll`n alle Köpfe
rollen,
Laß` Zorn anstattens Gnade walten!
Schon lange ist Dir ihr Blick
zuwider;
Erkenne Dich! Du musst nur wollen!
Preist aller Leben
Niedergang...
Sodann!
Mein Flaggschiff in die Sonne
Luna
Tausendschön!
Gefolgt vom
Sternenwind fliegt sie durch das Weltenall
Und löscht uns aus!
Sie läßt uns Gott versteh`n, oh holdes
Mondenkind!
Sie fliegt schneller
als der Schall, nirgendwo und überall!
Luna Märchenhaft!
Mit Deiner Zauberkraft läßt Du Blumen blüh`n
Und Welten implodier`n!
Ich will zur Venus geh`n, auf Saturn Dich
wiederseh`n!
Luna
Tausendschön!
Für immer bin ich
Dein,
Oh Luna mein!
Mein Flaggschiff in die
Sonne,
Jeden Tag zu einer andren
Zeit,
Steht es versteckten
Ortes,
Zum Abflug schon für mich
bereit!
Sein Treibstoff ist das
Lächeln,
Das Luna mir
entlockt...
Und surreal ergrinst
die Qual,
Wenn Nietzsche hinterm
Steuer hockt!
Wenn steinig die
Milschstraße schimmert,
Voller
Unverständnis Mars uns wimmert,
Die Angst zu scheitern Herzblut quetscht
Und Pluto seine Monde fletscht,
Dann singe ich umso lauter,
Meine Hymne auf Dein Leben!
Denn stets ist nur das eine
wichtig:
Dieser Weg ist
richtig!
Heute Nacht ist mein Tag
Zum Firmament seh` ich
auf,
Denn beim Blick in die
Weiten,
Zählt wenig, was zwischen
uns liegt.
Sterne blicken
zurück,
Rufen: " Fliege, mein
Freund, heute Nacht ist Dein Tag
und wer klug ist, der fliegt."
Der Flug der Engel entblößt
meinen Neid,
Ach, wär` doch auch
ich schon dem Tode geweiht.
Auf
himmlischen Schwingen durchglitt ich die Nacht,
Von den Sternen mit Schutz und mit Obhut
bedacht.
Den Weg weist Luna, die
Göttliche, mir,
So bin ich vor
der Dämmerung des Morgens bei Dir.
Nun heb` ich mich
auf,
Gefühle zu reiten, zu
folgen,
Dem Rufe der
Nacht,
Denn die Wirklichkeit
bricht,
Durch die Kraft meines
Herzens
Und so kann ich schweben,
ganz lautlos und sacht...
Die Wirklichkeit
sticht,
In meine Augen, in mein
Herz,
Streckt mich nieder,
beendet den Tanz...
Denn durch Lichtstrahlen
wird nun der Himmel verletzt,
An
meiner Gram sich die flammende Quelle ergötzt.
Ihr Gestirne, vor dem Schlummer erbitte ich
nur,
Leistet mir noch diesen
einzigen Schwur:
Bevor Ihr
vergeht, sie zu küssen von mir,
Denn mein Traum ist verwirkt, so verweile ich
hier...
Das Ende Krönt das Werk
Ich bin schwarz, ein
Monolith.
Etwas, das es
ewig gibt.
Ich bin Haß,
Tod, Hirarchie,
Mit mir
kommen Licht und Liebe.
Ich bin weiß, das Morgenlicht.
Etwas, das die Nacht zerbricht.
Wärme und Geborgenheit,
Mit mir kommen Tod und Fäulnis
Rot - Die Frucht der
Liebe,
Rot - Geronnenes
Leben.
Rot - Auf all Deinen
Wegen,
Rot - Zu Deiner
Geburt.
Weiß - In gleißendem
Licht;
Weiß - Die Zygote
zerbricht.
Weiß - Ist nur der
Zwilling;
Weiß - Der Schwärze der
Nacht.
Nichts - In Deinem Denken,
es existiert nicht.
Nichts - Wenn
der Spiegel erlischt.
Nichts -
Unglaublich, wunderbar,
Nichts -
Das letzte Mysterium ist immer unlösbar!
Nichts - Das die Sterne
verbirgt,
Nichts - Wenn die
Zweisamkeit sirbt.
Nichts - Ein
heller Schein in Deinem Körper,
Nichts - Vive la Nuit!
Weiß -Nur die halbe
Existenz,
Weiß - Nur die halbe
Eminenz,
Weiß - Wie die
Sonne,
Weiß - Wie der
Schnee.
Rot - Das Volk wie
Maden,
Rot - Mit Brot und
Spielen,
Rot - Das Blut in
Euch;
Rot - Zeugt Leben und
Tod.
Schwarz - Blitze in der
Ebene,
Schwarz - Stürme und
Regen,
Schwarz - Nie wieder
denken, fühlen:
Schwarz - Nie
wieder Leben!
Ich bin schwarz......
Thanathan und Athanasia
Hört, hört, die Nacht
schreit um ihr Leben,
Weil
Thanathan vom Himmel fiel.
Nach
Sterblichkeit zu streben,
Sie zu
küssen war sein erstes Ziel.
Heut` wird er sie entführen,
In das Licht der Casiopaia,
Ihre Unschuld dann berühren...
So spricht Thanathan zu Athanasia,
Sein Lächeln strahlt so sonderbar:
" Dein Glanz erwärmt mein
Innerstes,
Dein Feuer läßt mich
frieren,
Was hinter Deinen Augen
liegt,
Es wundert mich zu
Tode!
Der Tau an Deinen Lippen
soll die meinigen verzieren!"
Und
durch das Dunkel hallt es:
Vernunft ist nichts! Gefühl ist alles!
" Sternschnuppen glimmen
lauter jetzt
Und spinnen
reibungsvoll ein Netz,
Von der
Sonne Flammenspitzen her zu mir:
Ich sehe Gott in Dir!
In Deinen Schoß will ich die Tränen säen,
Sie unentwegt nach Innen liefen!
Kometen will ich weinen,
Regen in des Kosmos Tiefen!"
Die Wahrheit! Schrei` sie
heraus Du Tor!
Nimm Deinem Herz
die Last!
Und klag` sie so in der
Nacht Ohr,
Daß deren Schwärze
sanft erblaßt:
Der ist ein Narr,
der sie nicht stößt,
Sie zärtlich
in die Tiefe reißt
Und ihr, auch
wenn es Furcht einflößt,
Einheit
von Herz und Seel` beweist!
" Den Engeln möchte ich
Flügel stehlen,
Um den
schnellsten Weg zu Dir zu wählen!
Ein Traum, von dem Du wissen solltest...
Ich kenne Dein Zittern, ich kenne Dein
Bangen,
Ich sage es nochmals, ich
möchte Dich fangen...
Und finde
nichts, daß Du nicht fallen wolltest!"
"Springe, Athanasia,
springe herab,
Zertrampele meine
Liebe für den Tod!
Küsse bis zum
Rand mich voller Leben
Und
schneid` endlich das Wort mir ab!
Festgeredet steh` ich hier in Not;
Es fällt mir nichts mehr ein, was meine Stimme
bringt zum beben!
Der Tag zu
hell, die Nacht zu kalt,
Der Weg
war weit, erhöre mich bald!"
Länger als zu lange mußte
Thanathan noch warten,
Er brachte
Athanasia die allerschönsten Gaben.
Doch wollt` sie weder hören, noch sich an seinem Blicke
laben!
Er malmte sich das Hirn
und materte sich zum Erbrechen!
Thanathan erstarrte und sein Blut tranken die
Raben.
Selbst der Anblick seines
Todes wollt` die Liebe nicht bestechen!
An Athanasias Ängsten mußte Thanathan
zerbrechen
Und an seinen bleichen
Knochen nagen nunmehr nur noch Ratten!
In Wirklichkeit jedoch ist
Thanathan niemals gestorben.
Und
sie, sie hat ihn stets geliebt, die ganze lange Zeit;
Zu seinem kalkuliertebn Glück ging Thanathan zu
weit,
Denn egal wie groß das
Leiden war, Gott ist auf seinen Seiten.
Zwar war er für ein solches Spiel zuvor niemals
bereit,
Doch Märchen sind für
Menschen da, uns Träume zu bereiten,
Und Träume sind zum Leben da, die Wahrheit zu
begleiten:
So hat er bis zum
Letzten Athanasias Gunst erworben.
Thanathan und Athanasia, ihr Lächeln strahlt so
sonderbar...
Opus Tenebrarum
Mitten in der
Nacht,
Schrie ein Traum, ein
Traum aus Leben
Und der Geist,
der Geist Gottes,
Schwebte über
dem Wasser.
Die blassen Hände des
Daseins,
Griffen verzweifelt nach
der Vision,
Ihr fahles Fleisch
löste sich von den Knochen.
Und
zurück im Grabe,
Labte es sich an
der Verwesung und lächelte.
Der
Wind erregt das Land
Und für ewig
seufzt die Finsternis.
Hast Du
Lust auf Deinen Tod?
Die
Vergangenheit hat mich vermißt.
Der blasse Mond lacht mir ins Gesicht:
" Gott, bevor ich lebte, da gab es
Dich!"
Das Große Werk ist nun
bereit,
komme in meine Arme,halte
mich fest:
Liebe Mutter es ist
Zeit!
Ihre blutroten Lippen
umschließen meinen Mund...
Und
saugen mir die Kraft heraus.
Der
starre Blick in ihre liebevollen Augen gerichtet,
Als mich der Tod umarmt.
Und ihr langes Haar weht im Wind.
Laßt die Uhren 13 schlagen.
Wie gern hatte ich sie geliebt.
Sie wird ihren Wald
errichten
Und Gott wird an den
Ästen hängen.
Er wird dicht und
kräftig wachsen
Und das Leben
verdrängen:
Dann gedenket
mir!
Denn ihre Liebe wird weit
vom Wind getragen,
Verschlingend,
unaufhaltsam.
Ihre
Grausamkeit,
Ihre Jugend
projizieren die Versuchung nach Erlösung:
Jede Nacht kostet mein Leben!
Mater Tenebrarum!
...dann
leben wir noch heute!
Wieviele sind noch übrig?
Sagt
wieviele sind geblieben?
Von den ewig sinnend Gestrigen,
Dem
Gottesdasein würdig?
Die Helden, die die Wahrheit
lieben,
Die Todesnahen, Fiebrigen,
Die unfähig zu diesem
Leben,
Sich in die Hand des Herzens geben?
Wo sind die, die sich heiser
schrei`n,
Weil sie das Schweigen nicht ertragen
Und morgen
des Gewissens Willen;
Die Seele der Revolte weih`n,
Sich
mutig in die Ächtung wagen,
Um die Wunden dieser Welt zu
stillen?
Die unfähig zu diesem Leben,
Sich in die Hand der
Freiheit geben?
Zwar sind wir nur die
Wenigen
Und wir wissen voneinander nicht;
Doch unser Reich
wird kommen,
Wenn nur endlich einer von uns spricht!
Heut`
Nacht geh` ich nicht mehr heim,
Bis dass nicht alle die zum Himmel
schrei`n
Die diese Worte gleich verstehen:
Ich hab` die Lust
verloren, allein zu gehen