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Der Papst ist tot.

Das ist traurig.

Aber wir kriegen bald einen neuen Papst.

Ob das dann lustig wird, ist eine schwer zu beantwortende Frage.

Aus diesem Grund hat sich die DDM-Redaktion nach langer Zeit mal wieder entschlossen, den Redaktions-Supercomputer anzuwerfen, um mit seiner Hilfe die Zukunft vorherzusagen. Zuletzt taten wir das in Zusammenhang mit der Bundestagswahl von 2002, und glücklicherweise gingen alle diesbezüglichen Hochrechnungen total daneben. Wollen wir hoffen, dass es jetzt genau so ist...

2. 4. 2005: Papst Johannes Paul II. stirbt.

8. 4. 2005: Unter großer Anteilnahme riesiger Menschenmassen wird er beerdigt.

18. 4. 2005: Die obersten Repräsentanten der Kirche treffen sich, um den neuen Papst zu wählen. Schnell stellt sich heraus, dass unter den Kandidaten keiner ist, der den Ansprüchen der Kirche in diesen modernen Zeiten gerecht werden kann. Der neue Papst sollte die Jugend begeistern, trotzdem konservativ sein, ein bekanntes Gesicht haben, sich selbst (und die Organisation, für die er arbeitet) perfekt repräsentieren können, dabei unermüdlich Optimismus und Tatkraft ausstrahlen und eine echte Kämpfernatur sein. Außerdem soll er wieder Recht und Ordnung in der Kirche herstellen, denn irgendwelche Theologen mit abweichenden Meinungen sind eine echte Plage. Keiner der zumeist älteren Kardinäle verfügt über diese Qualitäten. Deswegen beschließt man einstimmig, außerhalb der Kirchenobrigkeit nach einem neuen Papst zu suchen - sozusagen einen Quereinsteiger.

25. 4. 2005: Die Kardinäle sind fündig geworden: Arnold Schwarzenegger ist der einzig wahre Kandidat!

28. 4. 2005: Arnold Schwarzenegger nimmt die Wahl zum Papst an, da ihn sein derzeitiger Job als Gouverneur von Kalifornien stark unterfordert. Als Papst Arnold I. spricht er seine historisch bedeutsamen ersten Worte: "Ich sag´nur eins: Hasta la vista, ihr Ungläubigen!"

30. 4. 2005: Papst Arnold I. ist entsetzt: Der Vatikanstaat ist zu klein, um dort eine Garage für seine 20 Hummer-Jeeps zu bauen, und das Papamobil wurde von einem Landsmann des Amtsvorgängers als Souvenir mitgenommen. Das fängt ja gut an! Papst Arnold I. muss also mit seiner Harley durch die Gegend fahren, was ihn leider wegen der dafür gänzlich ungeeigneten Berufskleidung immer wieder zu unpäpstlichen Flüchen verleitet.

2. 5. 2005: Papst Arnold I. beschädigt beim täglichen Krafttraining die Sixtinische Kapelle. Sein Kommentar: "Das alte Zeug taugt eben nix mehr!"

3. 5. 2005: Der Latein-Unterricht macht Fortschritte. Papst Arnold I. kann schon fast das "Vater Unser" fehlerfrei aufsagen.

4. 5. 2005: Papst Arnold I. plant seine erste Auslandsreise. Da er das Angenehme gleich mit dem Nützlichen verbinden will, führt sie ihn nach Kalifornien, wo - bedingt durch seinen überhasteten Aufbruch nach Rom - noch ein paar Todesurteile herumliegen, die er nicht unterschrieben hat. Das muss natürlich sofort nachgeholt werden!

7. 6. 2005: Die offensichtliche Rückständigkeit des Vatikanstaates macht Papst Arnold I. schwer zu schaffen. Um seinem neuen Amt, der Kirche und dem Vatikan ein flotteres Image zu verpassen, beschließt er, einen Werbefilm zu drehen.

Die Kardinäle sind über den ersten Drehbuch-Entwurf entsetzt: Hat seine Heiligkeit da etwas missverstanden? Das Evangelium lehrt doch Liebe und Fieden... Da kann man doch nicht SO EINEN Film drehen! Dauernd explodiert etwas, es gibt Schießereien, und der Papst persönlich schlägt kräftig zu! Kardinal Ratzinger versucht, ein alternatives Drehbuch anzubieten, aber Papst Arnold I. lehnt es ab: "Da ist ja gar keine Action drin!"

15. 6. 2005: Papst Arnold I. bereitet sich auf seine 2. Auslandsreise vor, die ihn in den Iran führen soll. Reportern erklärt er, dass gleich danach auch ein Besuch in Nordkorea geplant wäre. Kuba wäre auch ein Kandidat, "aber nur wegen den Zigarren". Zum Glück kann seine Heiligkeit noch rechtzeitig von diesen Plänen abgebracht werden. Sein Kommentar: "Die Vatikanbank hat alle Waffenkäufe für die Action finanziert! Und das halbe Dutzend Atombomben, was ich gebraucht hätte, hätte mir mein alter Kumpel George sogar geschenkt! Ich weiß nicht, was jetzt die Aufregung soll!"

20. 6. 2005: Papst Arnold I. gerät mit einigen Kardinälen aneinander, weil er seine Ehefrau in den päpstlichen Gemächern übernachten ließ. Sein Kommentar: "Die sind nur neidisch!"

1. 7. 2005: Die Schweizer Garde kündigt, nachdem das tägliche Training mit seiner Heiligkeit höchstpersönlich immer frustrierender geworden war. Als der Papst dann auch noch in der Öffentlichkeit verkündet, dass "diese Weicheier eine Kondition wie Babys" hätten, war das der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

3. 7. 2005: Den Job der Schweizer Garde übernehmen jetzt CIA-Agenten, die der "gute Kumpel George" großzügig zur Verfügung gestellt hat.

4. 7. 2005: Einer der CIA-Agenten erschießt aus Versehen eine Nonne. Papst Arnold I. meint dazu: "Ich kann die emotionellen Reaktionen darauf gut verstehen, aber der Mann hielt diese Nonne für eine Attentäterin. Als sie auf Zuruf nicht stehenblieb, hat er seinen Job gemacht. Ich habe keine Probleme damit!"

5. 7. 2005: Bei einer Privataudienz werden einige Besucher erschossen - von verschiedenen CIA-Agenten, und aus Versehen. Papst Arnold I. gibt sich nachdenklich: "Die Leute hätten sich langsamer bewegen sollen. Und dieses dicke Buch, was sie mir geschenkt haben, hätte auch eine Bombe sein können. Die Jungs haben nur ihren Job gemacht. Ich habe keine Probleme damit."

6. 7. 2005: Grabesstille liegt über dem Vatikanstaat. Jeder, der dazu in der Lage ist, setzt sich ab. Nur einige wenige Kardinäle sind noch da - und die verstecken sich in ihren Gemächern. Papst Arnold I. meint dazu nur: "Die benehmen sich wie kleine Mädchen!"

10. 7. 2005: Auch die letzten Kardinäle sind weg. Papst Arnold I. ist mit seinen CIA-Agenten ganz alleine. Aus den päpstlichen Gemächern dringen unheimliche Geräusche - lauter Hardrock. Üble Gerüchte machen die Runde: Die CIA-Agenten sollen sich Pornos ansehen und Prostituierte in den Vatikan eingeschleust haben. Darauf angesprochen, setzt der Papst nur ein breites Grinsen auf.

15. 7. 2005: Papst Arnold I. beschließt eine grundlegende Erneuerung der Kirche. "Wir reißen einfach die alten Gemäuer ab und bauen hier ein paar Hochhäuser. Eine Shopping-Mall brauchen wir auch. Dann kommt endlich wieder Action in den Laden!" Geld ist übrigens genug vorhanden: Die Vatikanbank wagt nicht, den Plänen seiner Heiligkeit zu widersprechen.

22. 7. 2005: In Rom regt sich Widerstand. Man hat von diesem Papst die Schnauze voll.

27. 7. 2005: Die obersten Kardinäle der katholischen Kirche beschließen schweren Herzens, einen Gegenpapst zu wählen. Arnold I. meint dazu nur: "Das sollen die mal versuchen! ICH bin der Stellvertreter Gottes auf Erden, also haben diese alten Knacker zu machen, was ICH will!"

30. 7. 2005: Keiner traut sich, als Gegenpapst zu Arnold I. gewählt zu werden. Die Kardinäle beraten weiter, was man tun könnte.

2. 8. 2005: Die weltweiten Proteste zeigen erste Wirkungen: "Ich weiß nicht, warum die Leute mich nicht mögen! Ich habe doch wirklich nur mein Bestes getan..." meint der Papst - und irgendwie hat er damit sogar Recht.

10. 8. 2005: Arnold I. hat die Schnauze voll. "Ich habe mir für euch den Arsch aufgerissen, und ihr meckert nur herum. Macht euren Scheiß alleine" ruft er einigen Reportern zu, als er in einer Nacht- und Nebel Aktion in die USA abreist. Sein "alter Kumpel" George ist froh, dass Arnold wieder da ist. "Da fühlt man sich gleich viel sicherer" meint er.

Und hier wieder die Standard-Bemerkung:

Diese Ereignisse werden hoffentlich nie eintreten.

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