Dennis Moore
Oder: Soziale Gerechtigkeit einmal anders
Wer ist Dennis Moore?
Die meisten Leser dürften Roger Moore kennen, den ehemaligen James-Bond-Darsteller. Wer einen etwas besseren musikalischen Geschmack hat, dürfte auch Gary Moore kennen. Und die Bildungsbürger unter uns wissen bestimmt noch, wer Henry Moore war. Aber Dennis Moore?
Lange ist es her, da gab es im britischen (und später auch im deutschen) Fernsehen eine Serie zu sehen, in der "Monty Pythons Flying Circus" den Begriff "britischer Humor" neu definierte. In einer Folge wurde der "edle Räuber" auf die Schippe genommen. Dieser spezielle edle Räuber hieß Dennis Moore. Er machte so etwa gegen Ende des 18. Jahrhunderts die Landstraßen unsicher und stahl den Reichen ihre Lupinen.
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Geld her, oder ich trete zurück! (Hatten die Leute von Monty Pythons Flying Circus eine Zeitmaschine, die sie von der Mitte der 70er Jahre in unsere Zeit gebracht hat? Hatten sie Gerhard Schröder als Vorbild für Dennis Moore ausgewählt? Wie schrecklich, wenn es so gewesen wäre!) |
Lupinen?
Das fragten sich auch irgendwann die Armen, denen Dennis Moore ständig dieses Grünzeug brachte. Irgendwann reichte es ihnen, und sie forderten Dennis Moore auf, doch mal etwas Vernünftiges zu stehlen, also z.B. Geld. Dennis machte sich also auf den Weg und stahl von nun an nur noch Geld und Wertgegenstände, die er dann sofort bei den Armen ablieferte. Die Armen waren darüber sehr glücklich, und mit der Zeit häuften sich bei ihnen die Wertgegenstände an. Sie wurden sogar eines Tages ziemlich wählerisch: Einfaches Silberbesteck reichte ihnen nicht mehr, es musste schon venezianisches Silber sein!
Und die Reichen? Die hatten bald nichts mehr, was man ihnen wegnehmen konnte.
Und Dennis Moore? Er machte am Ende ein dummes Gesicht.
Was lernen wir daraus?
Unser Dennis Moore heißt Gerhard Schröder. Und vor ihm gab es dutzende von Dennis Moore´s. Sie alle nahmen von den (vermeintlich) Reichen und gaben es den (vermeintlich) Armen. Diese Trottel!
Denn im Laufe der Jahre wurden die Armen zwar nicht reicher, das würde nun wirklich niemand behaupten wollen, aber sie merkten sehr wohl, dass arm sein keine Schande ist. Wer arm war, bekam alles vom Staat, was er zum Leben brauchte. Gut, Luxus war das nicht unbedingt, aber manchmal ging es einem cleveren Armen besser als einem dummen Reichen.
Denn der dumme Reiche tat das, was man eigentlich von Staats wegen sehr gerne sah: Er investierte sein Geld. Er kaufte Immobilien, Autos, Konsumgüter aller Art... Und er zahlte für alle Geldgeschäfte, die er tätigte, Steuern. Der Arme lebte fast genau so gut, zahlte aber eigentlich keine Steuern. Gut, hier und da etwas Mehrwertsteuer, Tabaksteuer oder Alkoholsteuer, aber im Vergleich zu dem Reichen, der Grunderwerbssteuer, Grundsteuer, Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, Zinssteuer, Kapitalertragssteuer, Spekulationssteuer und was weiß ich noch alles für Steuern zahlte, lebte der Arme sehr komfortabel. Der Reiche hatte nämlich nicht nur von der Menge her viele Steuern zu zahlen, er musste auch mit den immer komplizierter werdenden Vorschriften zurechtkommen. Der Arme, der glücklich und zufrieden mit dem war, worauf er "ein Recht" hatte, lachte darüber.
Besonders schlimm wurde es für den Reichen, wenn er eine Firma gründen und Arbeitsplätze schaffen wollte: Dann bekam er die gnadenlose Härte der Bürokratie zu spüren. Man hätte meinen können, dass solche Initiativen staatlicherseits verboten sein könnten, so sehr wurde der arme Reiche gequält.
Und so kam es irgendwann, wie es kommen musste: Die Armen im Lande freuten sich, denn sie hatten alles, was sie brauchten, umsonst. Sie brauchten keine Miete für die Wohnung zu zahlen, sie bekamen Geld für´s Nichtstun, konnten hier und da ein bisschen schwarz arbeiten, und wenn es ihnen an etwas fehlte, dann gingen sie zum Sozialamt - und schon war der neue Farbfernseher genehmigt.
Die Reichen aber wurden immer mehr geärgert: Nicht nur, dass man ihnen durch immer neue Gesetze immer tiefer in die Taschen griff, nein, es wurde schon bald als geradezu anstößig empfunden, reich zu sein!
Dabei ist "reich sein" sowieso eine reine Definitionssache. An die Superreichen traut sich niemand heran. Dennis Moore überfiel nur die kleinen Land-Adeligen und Kaufleute, den König ließ er lieber in Ruhe. Und unser Gerd legt sich auch nicht gerne mit der Industrie an, da müssen eben die Mittelständler, Häuslebauer und Gewerbetreibenden bluten. So ein Pech, wenn man zwar reich, aber nicht super-reich ist!
Dennis Moore - alias Gerhard Schröder - macht sich offenbar keine Gedanken über die Konsequenzen dieser Handlungsweise. Wer ist denn in unserem Lande kreativ, flexibel und innovationsfreudig? Die selbsternannten Armen, die inzwischen so klug sind, dass sie den Staat professionell ausnutzen? Oder die Super-Reichen, die heuern und feuern lassen, wo es gerade beliebt - ein Land ist da so gut wie das andere, Hauptsache billig (das nennt man Globalisierung, für alle, die es vergessen haben)?
Der Mittelstand ist es, der unser Land immer vorangebracht hat! Und wenn man sich ansieht, wie gnadenlos alle Räuber der Nation auf ihn losgehen und ihm alles wegnehmen (er ist ja sooo reich!), dann könnte einem schlecht werden. Was für eine Lektion will Mr. Schröder uns da erteilen? Und was ist mit seinen Spießgesellen von der wilden Gewerkschaft? Die sind ja noch schlimmer, was die Forderungen nach "Sozialer Gerechtigkeit" angeht. Oh weh, wenn ich das Ende seh´!
Unser gegenwärtiger Dennis Moore muss sich mit diesem ganzen angesammelten Müll herumschlagen. Der Staat braucht Geld. Und Dennis Moore kann reiten, bis sein Hintern glüht: Es ist nirgendwo etwas zu finden. Die Reichen sind selten geworden, an die Super-Reichen kommt man nicht heran, und bei den Armen kann man nichts holen - das wäre ja sooo ungerecht, oder?
Also muss unser moderner Dennis Moore den Begriff der "sozialen Gerechtigkeit" neu definieren. Das wird ihm aber nicht gelingen, so wie es aussieht. Und wenn wir uns unseren Dennis Moore und seine tapfere Räuberbande so ansehen, müssen wir feststellen, dass es sich um wirklich exzellente Vorbilder handelt. Wer redet heute noch davon, dass sich Leistung wieder lohnen muss? Schaut ihn euch an, Dennis Moore und seine Spießgesellen. Und schaut euch genau an, was er leistet (und geleistet hat).
Also, ihr edlen Räuber aus aller Welt, kommt nach Deutschland. Wir haben hier einen echten Bedarf an Leuten, die nicht wissen, was sie tun, aber dafür den ganzen Tag darüber reden können! Oder wie war das?

Für alle, die mitsingen wollen, aber die Melodie nicht kennen:
Hier gibt es einen kleinen Ausschnitt vom original Dennis-Moore-Song.