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A U S T R A L I A N O P E N
Der Marathon-Mann
David Prinosil hat
in Melbourne auch sein zweites Match in fünf Sätzen gewonnen.
Diesmal machte der
deutsche Daviscup-Spieler sogar einen 0:2-Satzrückstand wett.
Melbourne - Auch Barbara Rittner erreichte die dritte Runde der Australian Open. Greta Arn ist am Mittwoch dagegen als achte von ursprünglich 17 gestarteten Deutschen beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres gescheitert. Die 21-Jährige aus Düsseldorf zeigte beim 2:6, 6:4, 2:6 gegen Titelverteidigerin Lindsay Davenport (USA) aber eine starke Leistung.
Prinosil lieferte bereits sein zweites Fünfsatz-Match hintereinander ab. Der Amberger gewann 4:6, 3:6, 6:2, 6:3, 6:2 gegen Cecil Mamiit (USA) und spielt nun gegen Titelverteidiger Andre Agassi (USA). "Andre ist natürlich klarer Favorit, da habe ich nichts zu verlieren", sagte Prinosil, der beim achten Anlauf bei den Australian Open erst zum zweiten Mal die Runde der letzten 32 erreichte.
17. Januar 2001
© SPIEGEL ONLINE 2001
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Cool-Down-Room
statt Agassi: Prinosil gibt in Melbourne
auf
sid Melbourne - In Melbourne ist nach vier Tagen mit angenehmen
Temperaturen am Freitag der Sommer mit seiner ganzen Brutalität
ausgebrochen. Temperaturen bis 50 Grad ließen die Tennisprofis bei
den Australian Open schmoren - und mehr. Wie David Prinosil: 6:7
(11:13), 0:5 lag der Amberger in seinem Drittrundenmatch gegen
Andre Agassi zurück, als sein Körper nicht mehr mitmachte. Der
Puls
dauerhaft bei 160, aussichtslos im Rückstand, da kapitulierte der
27-Jährige. «Ich habe noch nie ein Match aufgegeben»,
sagte
Prinosil: «Aber wenn der Hitzschlag kommt, hilft gar nichts mehr.»
Barbara Rittner konnte bei ihrem 6:1, 3:6, 6:1-Erfolg über Ruxandra
Dragomir dagegen von der Hitzeregel für die Damen profitieren. Sie
beantragte nach dem zweiten Satz eine zehnminütige Pause, kam
erfrischt und neu konzentriert zurück und zog zum zweiten Mal in
ihrer Karriere nach Paris 1996 ins Achtelfinale eines
Grand-Slam-Turniers ein. «Es war so heiß auf dem Platz, dass
ich
eine Gänsehaut bekommen habe», sagte die 27-Jährige, die
in der
vierten Runde auf Anna Kurnikowa trifft, «ich habe zwar in der Hitze
trainiert und bin sehr fit, aber mit der Nervenanspannung im Match ist
das noch was anderes.»
In den Umkleideräumen im Melbourne Park hängen die Regeln für
den
Umgang mit der extremen Hitze aus. Den Spielern stehen
Kühlhandtücher und Westen zur Verfügung. Es gibt einen
Cool-Down-Raum mit der Möglichkeit zu Infusionen und erster Hilfe.
«Man will auf keinen Fall, dass jemand in Gefahr gerät»,
sagte
Agassi, der sich sofort nach der Aufgabe nach dem Wohl von
Prinosil erkundigte: «Es war schon Besorgnis erregend.»
Und für Prinosil extrem ärgerlich. Der Daviscupspieler bot nämlich
lange Zeit eine erstklassige Leistung und hielt die Partie offen. «Ab
5:5 habe ich gemerkt, dass ich Probleme kriege», sagte er. Dennoch
reichte es zu einer 6:2-Führung im Tiebreak und sechs Satzbällen,
die er allesamt nicht nutzen konnte. Anschließend ging es bergab.
«Ich weiß nicht, ob ich versucht hätte, weiterzuspielen,
wenn ich
den ersten Satz gewonnen hätte», sagte Prinosil: «So habe
ich
gesagt, es ist meine Gesundheit - stop.»
Wie Prinosil hat auch Pete Sampras bei den extremen Bedingungen
Schwierigkeiten. Doch der 13-malige Grand-Slam-Turniersieger
erwies sich bei seinem 6:4, 4:6, 4:6, 7:5, 6:2-Erfolg über Juan Ignacio
Chela (Argentinien) als Champion, der auch schwierige Situationen
meistert: «Es war wahnsinnig heiß, als ob man auf heißen
Kohlen
spielt. Ich habe es im fünften Satz gespürt, aber ich habe versucht,
einfach weiterzumachen.»
© Berliner Morgenpost 2001
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Glückliche Verabredung: David Prinosil erreicht mit Byron Black das Doppel-Endspiel
Melbourne
(sid) – Den Abend verbringt David Prinosil gerne im Crown Casino. Der glitzernden
Mega-Spielhölle am Südufer des Yarra mit
tausenden
von Einarmigen Banditen, Black-Jack-Tischen und Pokermaschinen. „Da kann
man schön ein bisschen spielen“, sagte der
Amberger
und machte sich auch am Donnerstagabend dorthin auf. Nach dem 7:6 (7),
6:1 an der Seite seines Partners Byron Black
(Simbabwe)
über die US-Kombination Justin Gimelstob/Scott Humphries im Halbfinale
der Australian Open musste sich Prinosil jedenfalls
über
seine Einsätze an den Slotmachines wenig Sorgen machen. Immerhin war
er schon einmal mit 50 000 US-Dollar Preisgeld für den
Finaleinzug
ausgestattet. Dort treffen die beiden auf das schwedisch-australische Duo
Bjorkman/Woodbridge.
Erst
Anfang November hatte David Prinosil sich mit Black in Paris für das
Doppel in Australien verabredet, vorher hatten beide nie zusammen
gespielt.
„Wir passen perfekt gut zusammen“, sagt Black, der die Verabredung mit
dem Deutschen schon fast vergessen hatte: „Wir hatten uns
fast
drei Monate nicht gesehen. Ich bin froh, dass David uns hier überhaupt
gemeldet hatte. “ Vor acht Jahren bereits stand Prinosil mit
Marc-Kevin
Goellner in Paris erstmals im Finale eines Grand-Slam-Turniers. Die Partie
ging damals gegen die amerikanischen Brüder Luke
und
Murphy Jensen verloren: „Obwohl wir gute Chancen zum Sieg hatten. “ Letzter
deutscher Grand-Slam-Sieger im Doppel war Michael Stich,
der
1992 an der Seite von John McEnroe in Wimbledon gewann.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
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Prinosil verpaßt historischen Moment
Melbourne
alm - Zur Frustbewältigung kippte David Prinosil, 27, ein schnelles
Bier: "Die Enttäuschung ist groß", sagte der deutsche Daviscup-Spieler,
der an der Seite seines Partners Wayne Black (Zimbabwe) in vier Sätzen
des Doppelfinales mit 1:6, 7:6, 4:6 und 4:6 an der schwedisch-australischen
Kombination Jonas Björkmann/Todd Woodbridge gescheitert war.
Knapp
verpasst hatte Prinosil damit den historischen Moment, sich als erster
DTB-Botschafter in die Doppel-Siegerliste von Melbourne einzutragen. Als
letzter Deutscher überhaupt hatte Michael Stich 1992 einen der vier
Major-Titel im Doppel gewonnen - in Wimbledon mit Altmeister John McEnroe.
Prinosil, inzwischen einer der gefragtesten Profis an der globalen Kontaktbörse für Doppelpartner, darf den vergebenen Möglichkeiten in Melbourne nicht lange nachtrauern. Schon am übernächsten Wochenende wird von ihm in entscheidender Situation wieder kühle Nervenkraft und zupackende Entschlossenheit verlangt, beim Daviscup-Erstrunden-Match gegen Rumänien in Braunschweig.
Prinosil will in diesem Jahr sowohl im Einzel wie Doppel noch "einen deutlichen Sprung nach oben machen". Der neuerdings in München lebende Nationalspieler stuft sich selbstbewusst als Spieler ein, "der jeden schlagen kann im Geschäft". Wenn auch nicht immer, so doch immer öfter. Und kurioserweise hat sich Prinosil für seine Aufstiegsbemühungen einen Coach geholt, der ihm in den vergangenen Monaten durchaus Glück und Zufriedenheit gebracht hat: Peter Pech. "Sein Name ist nicht Programm", grinst Prinosil.
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THE MASTERS SERIES 2001 THE ERICSSON OPEN
MIAMI,
FLORIDA
March
24, 2001
D.
PRINOSIL/G. Rusedski
6-3,
6-2
An Interview With:
DAVID PRINOSIL
THE MODERATOR: First question, please.
Q. A truly fantastic display of service returning out there today. Did you just have some sort of groove you couldn't get out of today?
DAVID
PRINOSIL: I mean, we played a few times against each other and was always
tight matches. And I knew what he's gonna do against
me.
Last time, it was I knew that he's gonna be -- kick it to my forehand a
lot because usually I don't like it. But today, I mean, I came out and
was
returning unbelievable. I think he didn't know what to do. And I mean,
I know if I can return very well, what I did today, I can beat him.
And
that's why I won today, because I was returning unbelievable.
Q. Have you ever in your life returned this well against a player this strong?
DAVID
PRINOSIL: Yeah, I mean, of course maybe not like today. But it's actually
my -- I know that I can return well. That's my game. Even
if
I lose my serve, I can still break the guys because of my return. Sometimes
it's good, sometimes it's not good. Today was good.
Q.
He said you're a player that has great hot streaks. You've got a good ranking
at the moment. Do you feel as though even after
ten
years on the Tour you probably could be playing as well as you've ever
played?
DAVID
PRINOSIL: That's right. I had my best season last year and I'm improving
all the time. And you can see on Andre Agassi, I mean he's
playing
30, 31, is playing his best tennis. I mean, I'm 28 now, and I think I had
the same as Greg last year, I had a lot of injuries also in the
beginning.
Q. Same hospital?
DAVID
PRINOSIL: We were in the same hospital, same operation, same city in Munich.
So I was coming unbelievable the next half year
after
last year, and I didn't -- I had some tough, tough matches here the month
before. I mean, I played last week Sampras, then I played twice
first
round against Safin, so it's not so easy. I didn't have so many matches.
I just went two rounds in the Australian Open. But it feels fine to
win
some matches and my ranking's 30 at the moment and I hope I can go higher
and higher.
Q.
David, you say you've had very tough draws this year, and Agassi as well.
Must have gotten to a point where the draw would
come
out and you would look at it and say, "How do I keep drawing these guys
every time, first round, second round?"
DAVID
PRINOSIL: You have to keep going, keep going, keep going. Everybody, it's
tough. I mean, I was little bit lucky that I was seeded
here
so I didn't play first round against -- second round against Agassi or
somebody else. Still, Greg is not seeded but was very tough, tough
opponent
in the second round for sure. You just have to keep playing. Some days,
I mean, there's no easy opponents. Of course it's little bit
better
to play some other guy than Agassi the first round. But you have to keep
going and keep going and some day you will win, you will
beat
someone.
Q.
How about the current rivalry, as it were, in the German Davis Cup side?
I mean, you've got Kiefer back now and obviously
Tommy
Haas, too, but if you keep playing the way you're playing, would you hope
to get a singles, one of the singles berths in the
next
round?
DAVID
PRINOSIL: Honestly, I'm not thinking about it now. Everybody playing in
a tournament and I just concentrate on this game. Of
course,
I mean, Nicolas wasn't seeded. Second round, lost to Sampras. That's a
tough draw also for him. I mean, we got to see. If I play well
here,
and if I still be in the tournament next week, or the week after in the
Davis Cup preparation, maybe I can play singles of course.
Q.
When you were in the hospital in Munich with Greg, you had a similar operation
but you didn't have the same surgeon. Is that
right?
DAVID PRINOSIL: No, no. Different one.
Q. Not the same surgeon. Different one?
DAVID PRINOSIL: I had two days before Greg and I saw him two days later.
Q. You were chatting to each other, obviously?
DAVID PRINOSIL: Yeah. We had rehabilitation. It was in the same place in Germany. So we spend month together.
Q. You still like him? (Laughter.)
DAVID
PRINOSIL: He was talking a lot. But... (Laughing.) No, we understood each
other very well. I mean, he came after the match to me
and
said, "Good luck for the next round and keep playing like this," so we
like each other.
Q.
Speaking of good luck, late in the second set, the double let cord point,
you hit the let cord leaving him a fairly easy shot. He hits
the
let cord and gives you a sitter to put away. Was that just the way the
day was going for you?
DAVID
PRINOSIL: That's right. If everything is going right, also lucky shots
are going for you. You have to have luck a little bit. Everybody
has
luck, was a little bit lucky for me. But I think I had the whole match
actually under control. Even if I had a break 2-0 and I lost my serve,
I
had
him always under pressure on his serve. He knew that he has to serve pretty
big to win his serves.
Q.
Did you notice him every time you hit some unbelievable service return
off a 130-mile an hour serve, he would begin looking up at
Pat
Cash in the box like, "Somebody help me."
DAVID
PRINOSIL: Yeah, everybody's doing that. I wasn't looking at him. I was
just concentrating on my game and I was looking at my
coach.
Q.
You didn't play here for many years. Today you get your first win ever
at Key Biscayne. Why didn't you come here all those
years?
DAVID PRINOSIL: I played here four times, I lost four times first round.
Q. But then '93?
DAVID
PRINOSIL: Actually, you know what happen, I play here first year, was unbelievably
windy, it was after hurricane. I said I'm not
gonna
come here anymore. But I came again because every year is the weather is
changing. But was actually always pretty windy. I don't like
wind
so much. So I was playing the tournaments actually in Europe a lot of times,
and -- but now I'm the fifth time here so it's nice to be in
the
third round.
Q. You changed your mind about Key Biscayne?
DAVID PRINOSIL: Ask me maybe after finals. (Laughter.)
End of FastScripts....
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Pressekonferenz
in Hamburg, Masters Series, Rothenbaum
Hamburg,
15.05.2001
Pressekonferenz
mit David Prinosil
Johansson
– Prinosil 6:4, 6:4
F: Woran lag es?
A: Ich habe schlecht gespielt. Die letzten Monate und Wochen habe ich auch nicht besser gespielt. Deswegen habe ich auch gegen ihn verloren.
F: Die ersten zwei Spiele hattest Du 2 Breakbälle gegen ihn, die etwas unglücklich verliefen.
A: Die liefen nicht unglücklich; die habe ich einfach nicht gemacht. Ich habe kein Selbstvertrauen gehabt. Es ist auch sehr schwer, wenn man am Anfang gleich immer hinten liegt und wieder zurück kommen muss und immer wieder sich da reinkämpfen muss. Im zweiten Satz habe ich zweimal zurück gebreakt, zweimal mein Aufschlagspiel verloren, das war sehr unnötig.
F: Was kann man jetzt machen, wenn das eine Frage des Selbstvertrauens ist? Das Spiel ist ja sehr offensiv ausgelegt.
A: Ich werde kein Spanier, der 3 m hinter der Grundlinie steht und spielt. Ich werde immer wieder Fehler machen. Das ist für mich momentan auf dem Belag aber auch sehr schwer. Ich kann sicher auf Sand spielen, wenn aber ein gewisses Selbstvertrauen fehlt, ist es sehr schwer sich da durch zu kämpfen, aber ich kann nichts anderes machen.
Das mangelnde Selbstvertrauen zieht sich schon das ganze Jahr hindurch. Ich habe dieses Jahr mal zwei oder drei Runden gewonnen und wenn man natürlich in den Turnieren acht Mal erste Runde verliert, ist es klar, dass man nicht auf der Höhe ist. Ich habe alles versucht, habe viel trainiert und muss jetzt hoffen, dass das irgendwann mal kommt.
F: Wie geht es jetzt weiter für Dich?
A: Ich spiele heute noch Doppel und dann mal sehen.
David
Prinosil: Woche der Wahrheit
11
Juni 2001
Von Sven Görn
Er
sorgte für die Sensation im letzten Jahr bei den Gerry Weber Open.
David Prinosil überraschte Fans, Organisatoren und sich selbst mit
dem Turniersieg von Halle. Im Halbfinale Kafelnikov, im Finale Krajicek
- das die prominenten letzten Opfer des deutschen Davis Cup-Spielers.
"Ich ging einfach auf den Platz, wusste am Schluss gar nicht mehr, wer mein Gegner war", sagte ein damals voller Euphorie und Selbstbewusstsein strotzender David Prinosil. Lang, lang, verdammt lang ist's her, denn leider konnte Prino an das erfolgreichste Jahr seiner Karriere nicht anknüpfen. 2001 - bisher auch für ihn eher geprägt von sportlichen Pannen und Pleiten.
Aber er versteckte sich nicht wie andere hinter Ausreden. "Ich habe in der Verantwortung versagt", offenbarte der 28-Jährige offen und ehrlich nach dem Davis Cup-Debakel von S'Hertogenbosch, wo Prino in Einzel und Doppel patzte. Nun auf Rasen will er wieder angreifen. "Ich will unbedingt wieder mit aller Macht zuschlagen", ließ Prino keinen Zweifel aufkommen, was er von sich selbst in Halle erwartet.
Dass
er es noch kann, hat er unlängst in Mami beweisen, als er Greg Rusedski
beim 6:3 6:2 förmlich vom Platz schoss. "Es war eine Lehrstunde für
mich", meinte der Brite hernach völlig ernüchtert. Nun liegt
es an David Prinosil selbst, dass in Halle weitere Lehrstunden für
andere Kollegen der gelben Zunft folgen werden.
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