... Wirklich etwas zu sagen?

Ich las einmal, dass Albert Einstein als Sprecher bei einem festlichen Galadiner im Swarthmore College vorgesehen war. Gerade als er zu sprechen anheben sollte, erstaunte er jedermann, indem er aufstand und erklärte:

»I have nothing to say.«
(»Ich habe nichts zu sagen«) Dann setzte er sich wieder hin.

Nach wenigen Momenten stand er wiederum auf und fügte hinzu:

»In case I have something to say, I will come back and say it.«
(»Falls ich etwas zu sagen habe, so will ich später zurückkommen und es sagen.«)

Sechs Monate später schickte er dem Rektor des Kollegs ein Telegramm: »Now I have something to say.«

Man gab ein weiteres Abendessen, und Albert Einstein hielt seine Rede.

Vielleicht hatten Sie ja schon Gelegenheiten gehabt, »ein Wort zur rechten Zeit zu sagen«, gerichtet an diejenigen, die wie zur Zeit des Propheten müde und voller Überdruss (Jesaja 50,4) sind, doch fühlten Sie sich nicht so, als hätten Sie etwas zu sagen. In diesem Fall – folgen Sie doch dem Beispiel des »Gottesknechts«, dem verheißenen Messias, über den wir in Jesaja 50,4–10 lesen. Weil er aufhorchte und Gehorsam leistete dem, was er gehört hatte, deshalb hatte er eine Botschaft an andere weiterzugeben.

Öffnen Sie Gottes Wort mit einer gewissen Begierde, zu lernen, und tun Sie, was der Herr Ihnen zu tun aufträgt. Denken Sie sich den Herrn gegenwärtig und als ob er direkt zu Ihnen spricht. Als wolle er Ihnen seinen Geist, seine Gefühle und seinen Willen erschließen. Sinnen Sie über Seinen Worten nach, bis Sie erfassen, was er sagt.

Dann, wenn der Gottesknecht es offenbart, wird Gott es rechtzeitig Ihnen geben »zu reden wie ein Jünger redet« (v. 4). Wenn Sie auf den Herrn horchen, so haben Sie tatsächlich etwas zu sagen, etwas, was es wert ist, auszusprechen.

— David Roper

»Instill within my heart, dear Lord,

A deep desire to know your Word,

I want to learn to hear your voice

And always make your will my choice.«

    • D. De Haan

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