ABENTEUER IM DINOSAURIERLAND
Oft passiert es mir, wenn ich ein Bild male, dass ich mitten im
Bild bin. Natürlich muss ich immer einen Zeichenblock dabei haben,
damit ich auch wieder nach Hause kann. Zuletzt hatte ich ein Bild mit Dinosauriern
gemalt und bin mitten in das Bild gefallen, und plötzlich war ich
in einem riesengroßen Loch gelandet. Nach einer Weile stellte ich
fest, dass es kein Loch war, sondern ein Fußabdruck. Da ich
mich für Dinosaurier interessiere, stellte ich fest, dass das
der Abdruck von einem fleischfressenden Tier war. Dann bin ich aus dem
Fußabdruck hinausgeklettert. Als ich aus dem Abdruck endlich draußen
war, sah ich noch mehr Abdrücke. Als erstes habe ich mich unter einen
Baum gesetzt und habe überlegt, ob ich der Spur folgen soll. Nach
einer Weile habe ich mich entschlossen, dass ich ihr folge. Auf dem
Weg bin ich in ein großes Tal gekommen. Durch das Tal floss ein langer Fluss. Am
Flussufer stand ein großer Brachiosaurus
und trank Wasser. Die Fußspuren gingen quer an dem Brachiosaurus
vorbei. Obwohl er nur Pflanzen frisst, war ich mir nicht so sicher,
ob ich an ihm vorbeigehen sollte. Aber ich musste ja, sonst hätte
ich nie erfahren, von wem die Abdrücke waren. Also habe ich mich leise
an ihm vorbeigeschlichen. Auf einmal drehte er sich um und fragte: "Wer
bist du denn?" Ich sagte: "Ich heiße Christian." "So einen Dinosaurier
kenne ich nicht." "Ich bin ja auch kein Dinosaurier. Ich bin ein Mensch."
"Wo kommst du her?" "Also das ist so: Ihr Dinosaurier habt vor vielen Millionen
Jahren gelebt. Nur du lebst jetzt noch, weil ich ein Dinosaurier-Bild gemalt
habe und bin mittendrin gelandet. Wenn ich auf meinen Zeichenblock mein
Zuhause hinmale, dann gibt es dich nicht mehr und ich komme wieder nach
Hause. Also weißt du's jetzt?" "Ich glaub ich hab's verstanden."
"Aber jetzt muss ich weiter. Auf wiedersehen!"
Ich folgte wieder den Spuren. Plötzlich rief jemand meinen Namen. Ich drehte mich und da stand mein kleiner Bruder. "Michael, was machst du denn hier?" Mein Bruder sagte: "Ich habe dein Bild bewundert und wurde plötzlich hineingezogen." "Willst du mit mir den Spuren folgen?" fragte ich ihn. "Ja." "Dann komm mit!"
Wir folgten weiterhin den Spuren. Die Spuren hörten an einer Schlucht auf. Mein kleiner Bruder fragte: "Wie kommen wir hierüber?" "Ich habe eine Idee. Gib mir dein Seil." Ich kletterte auf einen Baum, um das Seil aufzuhängen. "Michael, komm hoch und halte dich an dem Seil fest. Wir schwingen uns jetzt auf die andere Seite." Plumps, landeten wir auf der anderen Seite. Kaum waren wir drüben, folgten wir wieder den Spuren, die in eine Höhle führten. Wir gingen hinein und sahen einen schlafenden Tyrannosaurus Rex. Plötzlich stand er auf und sagte: "Ich will euch fressen." So schnell wir konnten, rannten wir weg. Der Tyrannosaurus Rex brüllte: "Ich kriege euch schon." Wir versteckten uns hinter einem Gebüsch. Schnell griff ich nach meinem Zeichenblock und malte mein Kinderzimmer darauf. Michael und ich fassten uns an den Händen und sprangen auf das Bild. Mit einem kräftigen Plumps landeten wir in meinem Kinderzimmer. Wir waren noch völlig außer Atem, aber glücklich, dass wir dem fleischfressenden Dinosaurier entkommen waren.
Am Abend erzählten wir unser Abenteuer im Saurierland den Eltern, doch sie glaubten uns kein Wort.
ENDE
(PS: Ich war 10 Jahre alt, als ich diese Geschichte für einen Wettbewerb, den ich auch mit dem dritten Platz gewann, geschrieben habe.)