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Football Fantastique de Belgique
Ausgabe012.Saison23.Saisonausgabe12
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IN DIESER AUSGABE: Interview mit bora milutinovic -/- Trainerlegenden Teil 2 -/- Spieltag 24 und 25 u.v.m....
BeNeLux-Pokal
Der erste BeNeLux-Pokal ist beendet, der Sieger kommt aus den Niederlanden. Es ist Maastricht VV um Trainer bora milutinovic, der hier heute ein Interview gibt.
Maastricht VV im Pokal : bora milutinovic meldete sein Team als einer der Letzten an und wurde in die Gruppe A gelost. Dort lie� man die Ligakonkurrenten aus Alkmaar und Kerkrade, sowie den belgischen Zweitligisten Saint Truiden VV hinter sich und zog als Gruppenzweiter ins Halbfinale ein. Erster der Gruppe A wurde �berraschend der KMSK Deinze aus der 2de Klaase. Im Halbfinale traf milutinovic auf den PSV Eindhoven. Nach dem 0:0 im Hinspiel entschied man das Duell zu Hause mit 5:3 f�r sich und stand im Finale gegen die Landsleute von Feyenoord Rotterdam, die ebenfalls 5:3 bezwungen werden konnten.
F�r den n�chsten BeNeLux-Pokal, in der 24.Saison, hoffe ich auf ein mindestens so gro�es Teilnehmerfeld wie beim j�ngst beendeten Wettbewerb. Vor allem w�rde ich gerne mehr Starter aus der Jupiler League begr��en d�rfen.
International
Champions League
Unser amtierender Meister, der FC Brussels, muss sich gegen die Rum�nen von Rapid Bukarest behaupten.
Au�erdem sind noch im Rennen: Dublin City (irischer Meister), Hajduk Split (kroatischer Meister), Dila Gori (georgischer Meister), Willem II Tilburg (niederl�ndischer Meister), PAE Aigaleo (griechischer Meister) und nat�rlich Elazigspor (t�rkischer Meister).
Rapid Bukarest
F�nfmal wurde Rapid Bukarest rum�nischer Meister, seitdem die Liga in der dritten Saison er�ffnet wurde. Vier der Titel fuhr der aktuelle Trainer Hans Hansen ein, der jetzt bereits in seiner elften Amtsperiode steht.
National kann man dem Verein und seinem Trainer scheinbar nicht viel vormachen, international sieht das schon anders aus: Hansen hat nie woanders trainiert, sein Fachbereich beschr�nkt sich daher sehr auf Rum�nien. Und trotz der vier Meisterschaften war f�r ihn und Bukarest nie mehr drin, als das Erreichen des Viertelfinals und der Gewinn des UI-Cups.
Rapid hat sein bestes internationales Resultat nun also egalisiert und wird versuchen, einen weiteren Schritt zu machen. Ob sie dazu in der Lage sind, ist fraglich. Zumal Busenfreunds Mannschaft in Topform ist und keinerlei M�digkeitserscheinungen vorweist.
Auf geht's in Richtung Halbfinale, Br�ssel!!! Wir brauchen die Punkte, um den Champions League-Qualifikations-Platz nicht zu verlieren (aktuell w�rde Belgien f�r die n�chste Saison nur 1x CL, 1x UEFA-Cup, 3x UI-Cup bekommen)!!!
National
Und immer noch steht RAA Louvi�roise ganz oben. Wenn auch nur sehr knapp! Denn sogar der KVC Westerlo auf Platz F�nf hat nur einen Z�hler R�ckstand.
Germinal Ekeren dagegen hat den Anschluss etwas verloren. Trotz eines scheinbar leichten Programms am heutigen Nachmittag konnte Mutzelinho lediglich einen m�den Punkt ergattern. Der RSC Anderlecht und Verbroederung Geel zeigten, dass man auch gegen die Gro�en punkten kann und muss, wenn man um den Klassenerhalt k�mpft.
Trotz der guten Ausbeute der beiden (Anderlecht holte 6 Punkte, Geel holte 4) bleiben sie weiterhin auf den R�ngen 15 bzw. 16. Frankie Hortmann ist nun aber mit Royal Excelsior Virton punktgleich gezogen und zieht Rummenigge damit noch tiefer in den Abstiegskampf hinein. Auch der KV Ostende, dessen Trainer Slomka gro�e Ziele ank�ndigte, und der RFC Li�geois m�ssen ab jetzt nach unten schauen, k�mpfen und hoffen. Mista liegt zwar noch 5 Punkte zur�ck, hat aber heute ein klares Zeichen gesetzt.
F�r den Club Brugge gibt es wohl keine Hoffnung mehr. Zwei Niederlagen bei nicht einem erzielten Tor. Schon letzten Freitag mussten die gegnerischen Torh�ter nicht einmal hinter sich greifen und ob CrooX die Saison noch beim Club beendet, ist fraglich. Ger�chten zufolge soll er n�chste Woche entlassen werden.
Auch der KAA Gent erzielte nicht ein einziges Tor. Und den Schuh wird sich der Trainer anziehen m�ssen: Nachdem er unter der Woche schon nicht zum vereinbarten Interview mit Football Fantastique de Belgique erschien, lie� SirMetiMcHarti sich heute auch nicht im Stadion blicken. Gent rutscht ab auf Platz Zehn.
Der KVC Westerlo hat einen f�higen und anwesenden Trainer, muss aber dennoch weichen. Drei Punkte erspielte der KVC heute - eine solide Leistung. Aber die beiden Verfolger FC Brussels und KSC Lokeren punkteten vier- bzw. sogar sechsfach. Busenfreund gab sich dabei �berraschend als Minimalist. Nachdem man zuvor in den Heimspielen stets viele Tore erzielte (die Zahl 5 war keine Seltenheit auf der heimischen Anzeigetafel), schlug man den KSK Beveren im Topspiel knapp 1:0. Ausw�rts erspielte man ein lahmes 0:0.
Sico scheint sich in der Rolle des lauernden Verfolgers zu gefallen. Sein Royal Antwerp FC verharrt weiterhin auf dem siebten Rang. Beachtlich bei den Gegnern, mit denen man es heute zu tun hatte: Zu Hause 3:1 gegen Westerlo, beim KSK Beveren in einem packenden Spiel 4:6. Es w�re sogar mehr drin gewesen, h�tte Antwerp die Aufholjagd fr�her gestartet und nicht erst in der 79.Minute beim Stand von 1:6. Nichts desto trotz hat der Aufsteiger sich einmal mehr als w�rdiger Anw�rter auf die internationalen Pl�tze erwiesen.
Folgende Topspiele erwarten die Belgier n�chsten Freitag:
Spieltag 26 : FC Brussels - Germinal Ekeren! Da gibt es keine zwei Meinungen: Ein Spitzenspiel
Spieltag 27 : RFC Li�geois - K.Beringen Heusden Zolder! Noch darf Heusden Zolder hoffen. Mit dem RFC k�nnte man eine weitere Mannschaft in den Abstiegsstrudel ziehen
Spieltag 28 : RAA Louvi�roise - KVC Westerlo! Ein l�cherlicher Punkt trennt die Titelaspiranten
2de Klaase
Kolumne: Spiel Langsam
Aufsteiger
Die aktuellen Aufstiegskandidaten sind KSV Roeselare, KMSK Deinze und KRC Genk.
|
Mannschaft |
Spiele |
Tore |
Punkte |
| 1. |
KSV Roeselare |
25 |
60:35 |
45 |
| 2. |
KMSK Deinze |
25 |
55:47 |
44 |
| 3. |
KRC Genk |
25 |
53:52 |
43 |
| 4. |
Sporting West |
25 |
61:54 |
42 |
| 5. |
Saint Truiden VV |
25 |
49:49 |
40 |
Der KSV Roeselare hat heute seinen Trainer darren entlassen, nachdem die Mannschaft in den letzten Wochen keine Punkte mehr einfahren konnte und der einst so gro�e Vorsprung dahin geschmolzen ist.
Absteiger
Tabellenpl�tze der letztj�hrigen Absteiger:
KFC Lommel SK, 10.Platz, 8 Punkte R�ckstand auf Platz 3.
Standard L�ttich, 7.Platz, 7 Punkte R�ckstand auf Platz 3.
Patro Maasmechelen, 9.Platz, 8 Punkte R�ckstand auf Platz 3.
Liga sucht verzweifelt Meisterschaftskandidaten
In vielen belgischen St�dten empfiehlt es sich derzeit nicht, zu fr�hst�cken. Denn bei derart kleinen Br�tchen, die in Br�ssel, Westerlo, Lokeren oder Louvi�roise zur Zeit gebacken werden, kann man ohnehin nicht satt werden. Niemand will Meister werden!
Scheinbar hat sich die Liga bereits auf Germinal Ekeren als neuen Meister geeinigt. So h�rt es sich jedenfalls in der Presse der vergangegenen Woche an. Aber auch Mutzelinho macht keine klare Ansage. Er gibt die internationalen Pl�tze als Ziel an.
Nur ein Verein macht kein Geheimnis daraus, dass er gern Meister der 23.Saison w�re. K.Beringen Heusden Zolder ist zwar Vorletzter, hat aber dennoch als einzige Mannschaft das Saisonziel Meisterschaft.
Will's denn wirklich niemand werden???
Trainerlegenden
Im zweiten Teil dieser Rubrik beleuchten wir heute die Zweitligamannschaften, die einst um Ruhm in der Jupiler League k�mpften.
Sporting West: ballpumpe! In der 17.Saison fand ballpumpe zu Sporting West und stieg in der 18.Saison mit ihnen auf. Er hielt die Klasse und verlie� anschlie�end den Verein. In der 21.Saison stieg Sporting West wieder ab. Man hat �brigens gute Chancen, n�chste Saison wieder erstklassig zu sein.
KRC Genk: RolandF! Die Trainerlegende des FC Brussels hat auch in Genk Geschichte geschrieben. Dreimal f�hrte er den Verein zur Meisterschaft. Zus�tzlich noch drei Vizemeisterschaften und das Champions League-Viertelfinale. Nach seiner 10-Saison-Amtszeit stand RolandF scheinbar kurz davor, dass man ihm ein Denkmal errichten w�rde.
Saint Truiden VV: Martin Stoll! F�nf mal belgischer Meister. Davon viermal (Saisons 7, 8, 9, 10) in Folge! Dank ihm ist der Zweitligaclub auch heute noch Rekordmeister. In seinen 9 Saisons beim STVV zeigte Stoll auch international sein K�nnen: Zweimal stand er im Champions League-Finale, einmal holte er "den Pott". Nach der f�nften Meisterschaft (10.Saison) beendete der Wiener seine Karriere.
Cercle Brugge KSV: Phantom Lord! Er war der erste Coach des Vereins. Vier Amtszeiten stand er an der Linie und gleich in der ersten stieg er auf. Gro�e Erfolge konnte Cercle Brugge in der Jupiler League nicht verzeichnen, aber immerhin war man mal dabei gewesen. Phantom Lord ging nach dem Abstieg in der 19.Saison zur�ck nach Griechenland, in die zweite Liag zu seinem alten Verein Aris Saloniki.
Patro Maasmechelen: rudibommer! Wer sonst? Sechs der sieben Saisons des Vereins beendete rudibommer als �bungsleiter. Er f�hrte die Truppe in die erste Liga und dort sogar auf Platz F�nf. Als der Abstieg letzte Saison aber nicht mehr zu verhindern war, musste er den Verein verlassen.
VC Eendracht Aalst: Dirk Hensing! Noch unangefochtener als rudibommer. Hensing kam direkt nach der Vereinsgr�ndung und trainierte seit der ersten Saison in der Jupiler League. In der 16.Saison stieg er mit Aalst ab und arbeitet seitdem am Unternehmen "Wiederaufstieg". Hensing ist eine ruhige Natur, sehr pressescheu.
KFC Lommel SK: pott! Der KFC hat eine sehr eigene Trainerpolitik. Niemand bleibt lange und �fters ist auch gar keiner da! pott und euro-miccy sind tats�chlich die einzigen, die immerhin zwei Saisons mit Lommel beendet haben. pott erreichte durchaus zufriedenstellende Ergebnisse und kam nach seiner Zeit in Belgien bei Manchester United und eine ganze Weile bei Inter Mailand unter. Das kann sich sehen lassen! Ein ausf�hrlicher Bericht �ber ihn ist in Ausgabe009 zu finden (Was macht eigentlich...?).
Standard L�ttich: Frank Scheel! 13 Saisons war er Trainer. Meister wurde er nie. Aber immerhin Vizemeister der 10.Saison. In seiner letzten Amtszeit brachte er Standard sogar bis ins Halbfinale des UEFA-Cups und scheiterte dort gegen den sp�teren finnischen Sieger FC H�meenlinna.
Royal Charleroi SC: Chappi! Lange Zeit spielte auch dieser Verein in der Jupiler League. Royals Goldene Zeit hatte eine Dauer von 9 Saisons: In der letzten Saison unter Christian Lehmann, der 12.Saison, begann diese Phase der Erfolge. F�nfter! Chappi wurde verpflichtet und er hielt Royal sechs Saisons lang im oberen Tabellendrittel, feierte eine Meisterschaft und stie� bis ins UEFA-Cup-Halbfinale vor. Nach ihm agierte King K�psele 3 zwei Saisons sehr erfolgreich (Dritter, Meister), bevor er nach Bulgarien ging. In der folgenden Saison stieg Charleroi ab. Lehmann und King K�psele spielen inzwischen �brigens im bulgarischen Oberhaus gegeneinander, w�hrend Chappi seine Laufbahn bereits beendet hat.
Germinal Beerschot: M4580! Drei Saisons arbeitete er, wenn auch vergeblich, am Wiederaufstieg des Vereins. Das qualifiziert ihn zur Trainerlegende, obwohl es ein Anderer war, der den Aufstieg tats�chlich schaffte: In der ersten Saison nach der Gr�ndung, also in der 16.Saison, stieg Beerschot mit Alex09 auf. Die Tatsache, dass Alex09 in der Folgesaison das sinkende Schiff kurz vor Saisonende, als der Abstieg bereits nicht mehr abzuwenden war, verlie�, stellt seinen Erfolg allerdings in den Schatten. gereets, der vom KSV Roeselare kam, musste seinen Kopf und seinen Namen beim Abstieg hinhalten und wurde kurze Zeit sp�ter vereinslos - und das ist er auch heute noch.
Royal Excelsior Moeskroen: Mathias N�hse! Es klingt merkw�rdig, wenn man wei�, dass Moeskroen einmal Meister war, aber das beste Resultat eines REM-Trainers erreichte N�hse mit Platz Vier. Trainerlos wurde Moeskroen in der ersten Saison Meister. Dann kam N�hse. Zwar konnte er den Titel nicht verteidigen, aber er erreichte die zweitbeste Platzierung der Vereinsgeschichte und stand sogar im Halbfinale der Champions League.
Trainerinterview
Heutiger Interviewpartner ist bora milutinovic von Maastricht VV.
Im August 2006 gab milutinovic sein Trainerdebut beim irischen Zweitligisten University College Dublin. In seiner 27-t�gigen Amtszeit schaffte er den Aufstieg, verlie� den Verein dann aber in Richtung Frankreich. Der Name des irischen Clubs wird den einen oder anderen Belgier wohl aufhorchen lassen. Dublin wurde vergangene Saison, direkt nach dem Austieg, Vizemeister und spielte im internationalen Wettbewerb gegen einen von uns. In der Gruppenphase der UEFA-Cup-Finalrunde war Schlu� f�r die Iren.
In Frankreich unterzeichnete er dann beim Zweitligisten FC Rouen und wurde Neunter.
Im Dezember dann der Wechsel in die Niederlande. Seit heute ist sein Maastricht VV nicht nur der erste BeNeLux-Pokal-Sieger, sondern auch wieder Ligazweiter.
Herzlichen Gl�ckwunsch zum Gewinn des ersten BeNeLux-Pokals! Diesen Titel haben Sie sicher. In der Liga sind Sie seit heute Zweiter mit einem Punkt R�ckstand auf De Graafschap. Wollen Sie jetzt das Double holen?
W�re wirklich sch�n, das Double zu gewinnen. Aber realistisch betrachtet ist mit De Graafschap Doetinchem und Fortuna Sittard die Konkurenz einfach eine Nummer gr��er. Gro�e Klasse war es schon den Pokal mit nach Hause zu nehmen - der bekommt im Vereinsheim einen Ehrenplatz, ist es doch der allererste Titel f�r Maastricht.
Welche Erfahrungen nehmen Sie aus dem Pokal mit in die Liga und die Zukunft?
Es ist wirklich Gro�e Klasse sich �ber die Liga hinaus mit weiteren Teams zu messen. Besonders f�r die Teams aus der 2. Klaase ist es eine gro�e Chance. Ich freue mich schon auf die n�chste Pokalserie - mit dem MVV ist auf jeden Fall zu rechnen.
Willem II Tilburg gab kurz vor dem Start des BeNeLux-Pokals in einem Zeitungsartikel bekannt, dass der Verein nicht an den Start gehen wird, weil die Zusatzbelastung zur Liga und dem internationalen Wettbewerb zu hoch w�re. Haben Sie das nie als Problem gesehen?
Ganz im Gegenteil. Der Pokal hat meinem Team �ber so manches Tief in der Liga hinweg geholfen. Aber das muss jeder Coach selber entscheiden.
Richtig. Dies ist Ihre erste Saison beim MVV. F�hlen Sie sich wohl bei dem Verein?
Schon in der letzten Saison hatte ich Kontakt mit den Verantwortlichen des MVV - jedoch war ich noch an meinen Vertrag beim FC Rouen gebunden - und so konnte ich erst zu Beginn dieser Saison wechseln. Ein gl�cklicher Zufall war, dass die Aufsteiger aus der Gouden Gids Divisie ihre Teilnahme zur�ckzogen und wir dadurch die Klasse am Gr�nen Tisch erhielten.
Prinzipiell werde ich versuchen, so lange wie m�glich im Amt zu bleiben - aber man wei� ja, wenn der Erfolg ausbleibt...
Obwohl Sie sich wohlf�hlen hier die national-orientierte Frage: Wann werden Sie Trainer in Belgien?
Im Grunde spricht nichts gegen ein Angagement in Belgien, wenn der richtige Verein kommt. Beeindruckend ist die riesengro�e Medienpr�senz. Doch im Moment sehe ich meine Hauptaufgabe beim MVV.
Seit El Grande vor einigen Wochen seinen R�cktritt erkl�rte, gab es viel Gerede und oftmals pessimistische Presseberichte. Alles sei vorbei, hie� es hier und da. Viele Trainer verlie�en das Spiel. Wie stehen Sie dazu?
Nat�rlich klingt das Ganze sehr traurig. Jedoch sollten wir alle die Hoffnung nicht aufgeben, dass ein ad�quater Ersatz gefunden wird. Ist gerade der richtige Zeitpunkt, El Grande ein gro�es Kompliment auszusprechen -es macht einfach Spa�- aber ich habe auch Verst�ndnis, wenn ihm nach so langer Zeit irgendwann die Motivation fehlt - kenn' ich.
Vielen Dank f�r das Gespr�ch und viel Erfolg in der Liga!
Was macht eigentlich...?
Mirko Rotzsch
Der erste Meistertrainer in Belgien. Nachdem Royal Excelsior Moeskroen in der 1.Saison trainerlos den Titel holte, wie bereits in der Rubrik Trainerlegenden erw�hnt, war Mirko Rotzsch der "erste Meister". Er wurde mit dem KVC Westerlo zun�chst Siebter, bevor er den Verein in der 2.Saison mit einem Punkt Vorsprung auf den KSK Beveren zum Moeskroen-Nachfolger machte.
Die 4. und 5.Saison hingegen verliefen nicht sonderlich erfolgreich. H�tte die 2de Klaase damals schon existiert, w�re Westerlo in der 5.Saison zweitklassig gewesen. Aber es gab die 2de Klaase eben noch nicht und so wurde der KVC stattdessen in der 6.Saison erneut Meister. Damit hatte wohl niemand gerechnet!
Genauso �berraschend und unerwartet kam dann auch der Abschied des Meistertrainers. Nach 6 Saisons und 2 Titeln ging Rotzsch als amtierender Meister nach Frankreich zum AS Monaco FC. Zwei Saisons spielte er erfolglos in der Ligue 1, dann verschwand er in der Versenkung.
Ein Comeback des Dresdners ist allerdings nicht auszuschlie�en. Ger�chten zufolge tummelt er sich noch immer in der Copa-Trainerwelt und steht Ralle, Coach des griechischen Vereins Iraklis Saloniki, mit Rat und Tat zur Seite.
Jener Ralle coacht sein Team bereits seit der 3.Saison. Einmal wurde er Meister in Griechenland.
Das Karriereende von Rotzsch k�nnte etwas damit zu tun haben, dass die beiden sich auf europ�ischer Ebene nicht ins Gehege kommen wollen (bzw. es nicht d�rfen).
Ligen der Copa-Welt
Bei Copa Mundial gibt es �ber 100 Ligen. �ber zwei von ihnen wird in dieser Kolumne regelm��ig berichtet. Aber wir wollen auch mal zur Abwechslung �ber die Landesgrenze schauen, Pralinen und Pommes hinter uns lassen, um zu sehen, was der Rest der Welt so treibt...
Falls sich ein belgischer Trainer schweren Herzens irgendwann doch dazu entschlie�en sollte, zu emigrieren, hoffe ich ihm mit dieser Rubrik bei der Wahl des neuen Landes behilflich sein zu k�nnen!
Heute: D�nemark
Nach der kleinen bolivianischen Unterbrechung von letzter Woche (nochmals vielen Dank, FlorianEberle2), geht jetzt also die Skandinavien-Tour weiter. Norwegen war in Ausgabe009, weiter ging es mit Schweden in Ausgabe010, heute folgt also D�nemark, bevor die kleine Tournee n�chste Woche mit Finnland abgeschlossen wird.
D�nemark hat, wie die meisten Copa-Nationen, zwei aktive Ligen. Diese haben aber nicht, wie beispielsweise in Belgien der Fall, zwei gleichstark besetzte Teilnehmerfelder. In D�nemark ist es leichter, ab- als aufzusteigen. Denn die Mannschaften der 1.Division streiten sich mit 16 Mannschaften um die begehrten zwei Aufstiegspl�tze, w�hrend in der ersten Liga, der SAS-Ligaen, nur 12 Vereine Klassenerhalt und Meisterschaft ausspielen.
Typisch f�r eine kleine Liga, haben es auch d�nische Clubs, sobald sie erst einmal erstklassig sind, nicht allzu schwer, einen Fu� ins internationale Gesch�ft zu kriegen. Denn bei den 5 Startpl�tzen auf die 12 Vereine gerechnet, kommt fast jeder Zweite in die beliebten Wettbewerbe.
F�nf Startpl�tze sind allerdings nicht sehr viel! Es ist fast das Minimum. Und nach der Niederlage von Br�ndby IF heute im UEFA-Cup-Achtelfinale ist auch der letzte d�nische Teilnehmer an den internationalen Wettbewerben ausgeschieden.
Amtierender Meister ist in dieser Saison Farum BK mit Trainer Gedomat. Gedomat f�hrte den Verein in seiner �ra, die sich nunmehr auf fast 7 Saisons bel�uft, zun�chst ins Oberhaus und dann zu zwei Meistertiteln und einer Vizemeisterschaft. Im Januar verlie� er den Verein, kehrte nach einem f�nft�gigen Gastspiel beim englischen Meister Plymouth Argyle aber wieder an die alte Wirkungsst�tte zur�ck. Gedomat k�nnte es durchaus schaffen, diese Saison die dritte Meisterschaft in Folge einzufahren.
Den Rekordmeister w�rde er damit aber noch nicht einholen: Der FC K�benhavn kann vier Titel vorweisen. Beachtlich, wenn man bedenkt, dass die SAS-Ligaen sich erst in ihrer zw�lften Saison befindet. Vorher spielten d�nische und finnische Vereine in einer gemeinsamen Liga, bis diese in der 12.Saison aufgeteilt wurde. In der D�nemark/Finnland-Liga holte K�benhavn keine Meisterschaft. Stoffel, der Trainer, war schon vor der nationalen Ligagr�ndung beim Verein.
Auch Frank von Aarhus IC Fremad trainierte seinen Club schon zu Zeiten der gemeinsamen Liga. Und auch er war durchaus erfolgreich: So gewann er in der 3.Saison den UEFA-Cup und kam in der 12.Saison noch einmal bis ins Halbfinale. Ferner war er der erste Meister des eigenst�ndigen d�nischen Ligasystems und viermal Vize (zweimal in D�N, zweimal FIN/D�N). Er war der erste und bislang einzige Trainer des Vereins.
Wie in Bolivien, so ist es auch in D�nemark ungew�hnlich und in Copa eher eine Seltenheit, dass die zweite Liga eine Kolumne hat und nicht die erste. DeB�tt zeichnet hier verantwortlich f�r Berichte zur Lage des Sports. Die Presse der SAS-Ligaen wirkt dennoch recht gesund, wenn man bedenkt, dass es lediglich zw�lf potentielle Schreiberlinge gibt. So gab es beispielsweise zwischen dem 9.ZAT (2.3.) und dem 10.ZAT sechs Zeitungsberichte. Die Gazetten der 1.Division dagegen schw�cheln. Man m�chte schon fast den Pulitzer Preis verleihen, wenn einmal mehr als drei Autoren zwischen zwei ZATs ihre Gedanken ver�ffentlichen.
Fazit: D�nemark ist kein spannendes Pflaster. In der UEFA-Wertung hinkt man hinterher und sollte man absteigen oder in der zweiten Liga beginnen, trifft man auf eine fade Presselandschaft.